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	<title>Matthias Flacius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Silverije am 9. November 2025 um 15:58 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Flacius in Jena.jpg|mini|Matthias Flacius als Professor in Jena (wahrscheinlich 1557–1561 für die Bildnissammlung der Theologischen Fakultät Jena von einem anonymen Künstler angefertigt)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Illyricus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; „der [[Illyrien|Illyrier]]“, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Matija Vlačić&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Vlacich&amp;#039;&amp;#039;, gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;Franković&amp;#039;&amp;#039;; *&amp;amp;nbsp;[[3. März]] [[1520]] in [[Labin|Albona]] (heute Labin, [[Kroatien]]) an der Südostküste von [[Istrien]]; † [[11. März]] [[1575]] in [[Frankfurt am Main]]) war ein [[Luthertum|lutherischer]] Theologe und [[Universalgelehrter]].&amp;lt;ref&amp;gt;Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Matthias	Flacius	Illyricus&amp;#039;&amp;#039; -&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;ein	Universalgelehrter	aus	Istrien in	europäischen wissenschaftlichen	Netzwerken&amp;#039;&amp;#039;. Ludwig Boltzmann Institut: Neulateinische Studien (2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunftsfamilie und Jugend ===&lt;br /&gt;
Matthias Flacius äußerte sich in seinen Schriften nicht über seine Herkunftsfamilie, so dass die Informationen aus Archivalien zusammengetragen werden müssen. Seine Heimatstadt Labin (Albona) war seit 1420 [[Republik Venedig|venezianisches]] Hoheitsgebiet. Im Jahr 1483 hatte die Stadt 300 Haushalte; die Einwohner sprachen kroatisch und italienisch. Matthias Flacius’ Vater († vor 1535) hieß Andrea Vlačić alias Francović, d. h. er entstammte der Familie Francović und besaß den Beinamen Vlačić. Ihm gehörte ein Haus in der Altstadt. Seine Mutter hieß Jacoba und entstammte der Patrizierfamilie Luciani. Andrea Vlačić hatte mindestens drei Söhne Francisco, Jacobo und Matthias, sowie drei Töchter Celia, Dominica und Martina; ob Jacoba die Mutter aller dieser Kinder war, ist unbekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Peregrinatio academica and Life Pilgrimage of Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;. In: Irene Dingel, Johannes Hund, Luka Ilić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2019, S. 11–20, hier S. 11–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 16-jährige Flacius besuchte in [[Venedig]] die Schule an [[Markusdom|San Marco]]. Sein Lehrer war der Humanist Giovanni Battista di Cipelli (Egnazio),&amp;lt;ref&amp;gt;{{TRE|11|206|206|Flacius, Matthias|Oliver K. Olson}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der im Briefkontakt mit [[Erasmus von Rotterdam]] stand und Flacius wahrscheinlich mit dessen Werken vertraut machte. Der aus Albona stammende Franziskanerprovinzial [[Baldo Lupetino]], der im Kloster [[San Francesco della Vigna]] in Venedig lebte, war ein Verwandter des Matthias Flacius. Als er erfuhr, dass Flacius sich mit dem Gedanken trug, Theologie zu studieren, riet er ihm, nicht in ein Kloster einzutreten, sondern Universitäten nördlich der Alpen zu besuchen. Damit endete sein dreijähriger Aufenthalt in Venedig, über den es nur wenige Informationen gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Peregrinatio academica and Life Pilgrimage of Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;. In: Irene Dingel, Johannes Hund, Luka Ilić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2019, S. 11–20, hier S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1539 immatrikulierte sich Flacius an der [[Universität Basel]], wo er nur ein Semester blieb. Der wenn auch kurze Aufenthalt an der Wirkungsstätte des Erasmus legte den Grund für ein starkes Interesse, die biblischen Sprachen Griechisch und Hebräisch zu lernen. Flacius wohnte im Haushalt des mit Erasmus befreundeten Humanisten und Philologen [[Simon Grynaeus]]. Griechisch lernte an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] bei [[Johannes Oporinus]]; dies war der Beginn einer lebenslangen Freundschaft. In Tübingen wohnte Flacius im Haus des Gräzisten [[Matthias Garbitius]]. Er vertiefte nicht nur seine Griechischkenntnisse, sondern besuchte auch Vorlesungen des humanistischen Universalgelehrten [[Joachim Camerarius der Ältere|Joachim Camerarius]].&amp;lt;ref&amp;gt;Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Peregrinatio academica and Life Pilgrimage of Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;. In: Irene Dingel, Johannes Hund, Luka Ilić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2019, S. 11–20, hier S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wittenberg (1541–1549) ===&lt;br /&gt;
Auf Empfehlung von Garbitius und Camerarius wechselte Flacius zum Sommersemester 1541 an die [[Leucorea|Universität Wittenberg]], um dort die Prüfung zum [[Magister artium]] abzulegen; er immatrikulierte sich unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Mattheus Watzer ex Dalmatia&amp;#039;&amp;#039;, wegen seiner Armut entfiel die Gebühr &amp;#039;&amp;#039;(gratis inscriptus)&amp;#039;&amp;#039;. Nun waren [[Martin Luther]] und [[Philipp Melanchthon]] seine Lehrer. Flacius betrieb seine Studien mit großem Eifer, was Luther auffiel. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, unterrichtete er andere Studenten in Griechisch und Hebräisch. Die hohe Arbeitsbelastung und das Einleben in einem ungewohnten kulturellen Umfeld führten bei Flacius in den ersten Monaten seines Wittenberg-Aufenthalts zu einer tiefen persönlichen Krise. In einem Seelsorgegespräch half ihm Luther, indem er ihm erzählte, er habe selbst auch eine solche Anfechtung durchlebt. Flacius überwand seine Krise und ging daraus als überzeugter Lutheraner und Verehrer Luthers hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Peregrinatio academica and Life Pilgrimage of Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;. In: Irene Dingel, Johannes Hund, Luka Ilić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2019, S. 11–20, hier S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Flacius erhielt 1544 eine außerordentliche Professur der [[Hebräische Sprache|hebräischen Sprache]], die er von Ende 1545 bis März 1549 versah. Im Jahr 1545 heiratete er Magdalena Ilbeck, eine Pfarrerstochter aus der Wittenberger Gegend. Am 25. Februar 1546 erlangte er als Jahrgangsbester den akademischen Grad eines Magisters.&amp;lt;ref&amp;gt;Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Peregrinatio academica and Life Pilgrimage of Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;. In: Irene Dingel, Johannes Hund, Luka Ilić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2019, S. 11–20, hier S. 16; {{NDB|5|220|221|Flacius, Matthias|Günter Moldaenke|118533649}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Mai 1546 fand Flacius Aufnahme in den Senat der Wittenberger Philosophischen Fakultät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magdeburg (1549–1557) ===&lt;br /&gt;
Als Melanchthon 1548 die sogenannten [[Leipziger Artikel]] gebilligt hatte, verfasste Flacius von [[Magdeburg]] aus verschiedene Streitschriften gegen ihn und seine Schule ([[Lutherische Orthodoxie#Der interimistische/adiaphoristische Streit|Adiaphoristischer Streit]]). In den 1550er Jahren setzte sich Flacius unter anderem mit [[Kaspar Schwenckfeld]] auseinander. Hauptstreitpunkt war die Bedeutung des [[Wort Gottes|Wortes Gottes]]. Dazu verfasste Flacius die Schrift &amp;#039;&amp;#039;Von der heiligen Schrift und ihrer Wirkung / wider Caspar Schwenckfeld&amp;#039;&amp;#039; (1553). Daneben begann er die Arbeit an den [[Magdeburger Centurien]], von denen die protestantische Kirchengeschichtsschreibung entscheidend geprägt wurde. Flacius war aber wohl nur Organisator des Werks, Hauptautoren seine Kollegen an der [[St.-Ulrich-und-Levin]]-Kirche, [[Johannes Wigand]] und [[Matthäus Judex]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen historischen Studien arbeitete Flacius in dieser Zeit mit [[Georg Cassander]] und [[Cornelis Wouters]] (Cornelius Gualterus) (1512–1582/84) zusammen. 1554 bis 1555 hielt er sich bei ihnen in [[Köln]] auf. Wie diese beiden flämischen Gelehrten stand Flacius – meist unter pseudonymer Absenderangabe – in regem Briefkontakt mit [[Kaspar von Niedbruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jena (1557–1561) ===&lt;br /&gt;
Als er 1557 zum Professor an die streng lutherische [[Friedrich-Schiller-Universität Jena|Universität Jena]] berufen und [[Superintendent]] geworden war, bekämpfte er sofort mit seinen dortigen Kollegen die kursächsischen [[Philippisten|Anhänger Melanchthons]], denen er [[Synergistischer Streit|Synergismus]] vorwarf. Auf ihn geht das im Namen der herzoglich-sächsischen Regierung als Glaubensbekenntnis gegen alle Abweichungen von der lutherischen Lehre formulierte sogenannte Konfutationsbuch (&amp;#039;&amp;#039;Solida confutatio et condemnatio praecipuarum corruptelarum, sectarum etc.&amp;#039;&amp;#039;, 1559) zurück. Als an der Jenaer Universität mit [[Viktorin Strigel]] selbst ein Verteidiger des Synergismus auftrat, bewirkte Flacius dessen Verhaftung, konnte jedoch auf einem Kolloquium in [[Weimar]] keine Verurteilung Strigels durchsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Lutherische Orthodoxie#Der osiandrische Streit um die Rechtfertigungslehre|osiandrischen Streit]] stand Flacius zumindest inhaltlich auf der Seite Melanchthons. Durch die Teilnahme Flacius’ nahm der [[Lutherische Orthodoxie#Der synergistische Streit um die Willensfreiheit (1556–1560)|synergistische Streit]] an Heftigkeit zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1561 wurde Flacius ebenso wie [[Simon Musaeus]], Johannes Wigand und Matthäus Judex seines Amtes in Jena enthoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regensburg – Antwerpen – Straßburg (1562–1573) ===&lt;br /&gt;
Flacius begab sich zunächst nach [[Regensburg]], später nach [[Antwerpen]], von wo er nach [[Straßburg]] fliehen musste. Dort geriet er jedoch mit den Geistlichen schließlich in einen so heftigen Streit, dass der Rat ihn 1573 aus der Stadt verwies. Wegen seiner in Weimar geäußerten Ansicht, dass die [[Erbsünde]] zum Wesen des Menschen gehöre, wurde er nun auch von den strengen Lutheranern des [[Manichäismus]] bezichtigt und bis zu seinem Tode überall vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1574 kam Flacius nach [[Mansfeld]] am Harz, um den streitbaren Theologen [[Cyriacus Spangenberg]] zu besuchen, mit dem er in Antwerpen zusammengearbeitet hatte. Dieser Besuch ließ den schwelenden Streit um die Erbsünde aufflammen und spaltete die Geistlichkeit der [[Grafschaft Mansfeld]]. Der Konflikt wurde schließlich gewaltsam gelöst, indem die Obrigkeit 1575 einige Geistliche und Untertanen zeitweilig inhaftierte oder aus dem Land wies. Spangenberg war bereits geflüchtet und konnte nie wieder in seine Wahlheimat zurückkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Krumhaar, Die Graffschaft Mansfeld im Reformationszeitalter, Eisleben 1855, S. 377–387.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Letzte Lebensjahre ===&lt;br /&gt;
Auf Einladung des Burgherrn traf Flacius am 7. Mai 1574 auf der schlesischen [[Burg Lehnhaus]] ein, wo er sich für die Einberufung einer Synode einsetzen wollte. Es kam jedoch nur zu einem Streitgespräch mit schlesischen Pastoren über „Die Erbsünde und der freie Wille des Menschen nach dem Sündenfall“, das auf der [[Schloss Langenau (Schlesien)|Burg Langenau]] fortgesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 273&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tod wurde Flacius’ Erbsündenlehre durch die [[Konkordienformel]] verworfen und hatte danach keine Breitenwirkung mehr. Das Wort „Fläz“ im Sinne von Rüpel oder Flegel wird auf Flacius und seine heftig geführten Dispute, bei denen er „sich wie ein Fläz aufführte“, zurückgeführt. Es erschien zuerst bei Helvig 1611. Einer seiner katholischen Kontrahenten, der mehrere gegen seine Werke gerichtete Bücher publizierte, war [[Wilhelm Eisengrein]] (1543–1584).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Matthias Flacius der Jüngere]] wurde Professor an der [[Universität Rostock]]. Seine Witwe Magdalene geb. Ilbeck heiratete [[Heinrich Petreus]] und vermachte ihm die umfangreiche Bibliothek ihres Mannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Matthias Flacius’ kirchengeschichtliches Hauptwerk ist der &amp;#039;&amp;#039;Catalogus testium veritatis&amp;#039;&amp;#039;, der Persönlichkeiten der Vergangenheit, darunter [[Dante Alighieri|Dante]], als Vorläufer Luthers zeichnet. Die &amp;#039;&amp;#039;Glossa Compendaria&amp;#039;&amp;#039; ist ein Kommentar zum Neuen Testament; mit dem &amp;#039;&amp;#039;Clavis Scripturae Sacrae&amp;#039;&amp;#039; legte Flacius eine [[Biblische Hermeneutik|Bibelhermeneutik]] vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TRE|11|209|210|Flacius, Matthias|Oliver K. Olson}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Von den Anhängern Flacius’ wurden in den [[Gnesiolutheraner|gnesiolutherischen Streitigkeiten]] verschiedene [[Bekenntnisschrift]]en formuliert, etwa&lt;br /&gt;
* das Magdeburger Bekenntnis (&amp;#039;&amp;#039;Confessio Magdeburgensis&amp;#039;&amp;#039;) von 1550;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bekentnis Vnterricht vnd vermanung der Pfarrhern vnd Prediger der Christlichen Kirchen zu Magdeburgk. Anno 1550. Den 13. Aprilis / Confessio et apologia pastorum et reliquorum ministrorum ecclesiae Magdeburgensis. Anno 1550. Idibus Aprilis.&amp;#039;&amp;#039; Michael Lotter, Magdeburg1550 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00023663/image_5 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; 9 Unterzeichner, u.&amp;amp;nbsp;a. [[Nikolaus von Amsdorf]], [[Nicolaus Gallus]] (Hahn), Dr. [[Johann Kittel (Theologe)|Johann Kittel]] und [[Johann Baumgart]],&lt;br /&gt;
* der Regensburger Katechismus 1554 von Nicolaus Gallus;&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus Gallus: &amp;#039;&amp;#039;Catechismvs, predigsweise gestelt für die kirche zu Regenspurg zum Methodo&amp;#039;&amp;#039;. Hans Khol, Regensburg 1554 ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10161243_00005.html Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; seine flacianischen Anhänger Mag. [[Josua Opitz]], [[Hieronymus Haubold]], Mag. Hieronymus Peristerius und Wolfgang Viereckel wurden 1574 aus Regensburg vertrieben,&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;Lüneburger Artikel&amp;#039;&amp;#039; von 1561;&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Mörlin, Valentin Curtius, Peter von Friemersheim u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Erklerung aus Gottes Wort, vnd kurtzer bericht, der Herren Theologen, Welchen sie der Erbarn Sechsischen Stedten Gesandten, auff den Tag zu Lüneburgk, im Julio dieses 61. Jars gehalten, fürnemlich auff drey Artickel gethan haben&amp;#039;&amp;#039;. Wolfgang Kirchner, Magdeburg 1561 (VD 16 M 5876) ([http://hardenberg.jalb.de/display_page.php?elementId=10720 Digitalisat] der Johannes-a-Lasco-Bibliothek Emden).&amp;lt;/ref&amp;gt; viele der 15 Unterzeichner (dies waren u.&amp;amp;nbsp;a. [[Valentin Curtius]], [[Paul von Eitzen]], [[Joachim Westphal]], [[Tilemann Hesshus]], [[Joachim Mörlin]], [[Martin Chemnitz (Theologe)|Martin Chemnitz]], [[Johannes Freder]]) setzten sich in der Folgezeit jedoch von Flacius ab,&lt;br /&gt;
* die Mansfelder&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Lothar Berndorff: &amp;#039;&amp;#039;Die Prediger der Grafschaft Mansfeld. Eine Untersuchung zum geistlichen Sonderbewusstsein in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag, Potsdam 2009 ([http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2010/3389/pdf/berndorff_diss.pdf PDF; 4,15&amp;amp;nbsp;MB] der Universität Potsdam).&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekenntnisse von 1559 (49 Unterzeichner, darunter [[Erasmus Sarcerius]], [[Zacharias Praetorius]], Mag. [[Cyriacus Spangenberg]]),&amp;lt;ref&amp;gt;Zacharias Praetorius u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Confessio Ecclesiae, quae est in ditione comitum Mansfeltiorum, qui juniores vocantur, adversus praecipuas haereses, errores &amp;amp; sectas eorum, qui hactenus a Verbo Dei, &amp;amp; Confessione Augustana, sive repurgata per Lutherum doctrina discedunt&amp;#039;&amp;#039;. Urban Gaubisch, Eisleben 1560 ([https://books.google.de/books?id=E5g8AAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PP1 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bekendtnis der Prediger in der Graffschafft Mansfelt, unter den jungen Herren gesessen wider alle Secten, Rotten und falsche Leren wider Gottes Wort, die reine Lere D. Luthers und der Augspurgischen Confession&amp;#039;&amp;#039;. Urban Gaubisch, Eisleben 1560 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11400634_00003.html Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kurtzer Bericht, Wes sich die Prediger, In der Graff, und Herrschafft Mansfelt, in jrem Synodo zu [[Eisleben]] dieses 1562. Jares, den 24. Februarij … der … Confession halben wider alle Secten … vergliechen haben&amp;#039;&amp;#039;. Urban Gaubisch, Eisleben 1562 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00038653/image_5 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; (zu den 116 Unterzeichnern gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. Mag. [[Hieronymus Mencel]], Mag. [[Christoph Irenäus]], [[Johann Schellhammer]], Mag. Cyriacus Spangenberg und Andreas Lange&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Eger, 1562 Pfarrer in [[Sylda]] und [[Harkerode]] sowie Hofprediger am [[Burg Arnstein|Schloss Arnstein]], 1566 aus Chemnitz vertrieben, Prediger in Klagenfurt, zusammen mit Haubold auch von dort vertrieben.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und 1564,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Confessio et sententia ministrorum verbi in Comitatu Mansfeldensi, de dogmatis quorundam proximo triennio publice editis&amp;#039;&amp;#039;. Urban Gaubisch, Eisleben 1565 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10199807_00009.html Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* das österreichische &amp;#039;&amp;#039;Bekandnus des Glaubens&amp;#039;&amp;#039; von 1566 aus [[Grafenwörth]];&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Magdeburg u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Confessio oder: Christliche Bekandnus des Glaubens ettlicher evangelischen Prediger inn Oesterreich&amp;#039;&amp;#039;. o.&amp;amp;nbsp;O. [Johann Burger, Regensburg] 1566. Grafenwörth war ein Schloss des [[Hans Rueber zu Pixendorf]] (1529–1584), als dessen Garnisonsprediger in [[Győr|Raab]] Magdeburg fungierte.&amp;lt;/ref&amp;gt; 19 Unterschriften, darunter [[Joachim Magdeburg]] (daher auch als &amp;#039;&amp;#039;Confessio Magdeburgii&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet),&lt;br /&gt;
* das &amp;#039;&amp;#039;[[Antwerpen|Antorffische]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Antwerpen]]er Bekenntnis&amp;#039;&amp;#039; von 1566/67;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Confessie Oft Bekentenisse der Dienaren Jesu Christi inde Kerke binnen Antwerpen die welcke der Confessie[n] van Ausborch&amp;lt;!---sic---&amp;gt; toeghedaen is&amp;#039;&amp;#039;. Beter ouersien ende gheemendeert nae de latijnsche copije [mit einem Prolog von Cyriacus Spangenberg], o.&amp;amp;nbsp;O. 1567 ([http://books.google.de/books?id=sGZDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT4 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; verfasst von Matthias Flacius und Cyriacus Spangenberg, unterzeichnet u.&amp;amp;nbsp;a. von Mag. Martin Wolf,&amp;lt;ref&amp;gt;Aus [[Rochlitz]], * um 1515, 1540 Rektor in Rochlitz, 1543 ordiniert in [[Wittenberg]], 1545 Pfarrer, 1547 Hofprediger und Superintendent in [[Colditz]], 1553 nach einer Predigt auf Befehl des Kurfürsten [[August (Sachsen)|August von Sachsen]] verhaftet und zum Tode verurteilt, abgesetzt, Pfarrer in Gößnitz, 1559 Superintendent in [[Kahla]], 1562 abgesetzt und Pfarrer in [[Helfta]], 1566/67 nach Antwerpen gesandt, 1568 nach Kahla zurückgerufen, wieder vertrieben, Pfarrer in den [[Haus Liechtenstein|liechtensteinischen]] Patronaten [[Altlichtenwarth|Lichtenwarth]] und 1576 [[Palterndorf-Dobermannsdorf|Dobermannsdorf]], † nach 1585.&amp;lt;/ref&amp;gt; Liz. [[Hermann Hamelmann]], [[Johannes Saliger]] und [[Johannes Ligarius]] oder&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;Reußisch-Schönburgische Konfession&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Confessio Ruthenea&amp;#039;&amp;#039;) von 1567;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Simon Musaeus]], Georg Autumnus u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Confessionsschrifft. Etlicher Predicanten in den Herrschafften Graitz, Geraw, Schonburg vnd anderer hernach vnterschriebenen&amp;#039;&amp;#039;. Gestellet zu Notwendiger Ablehnunge vieler Ertichten Calumnien vnd Lesterungen vnd dagegen zu erklerunge vnd beförderung der Warheit … Anno Domini 1567, Mense Martio. Andreas Petri, Eisleben 1567 ([http://books.google.de/books?id=8d47AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PT3 Google-Books]); die Konfession diente in Reuss auch noch nach Einführung des [[Konkordienbuch]]es als Bekenntnisgrundlage. Vgl. auch [[Johann Gottfried Hauptmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachricht von den Predigern, welche die Reußische Confeßionsschrift, vor dem ersten Abdrucke, mit unterschrieben haben&amp;#039;&amp;#039;. Heinrich Gottlieb Rothen, Gera o.&amp;amp;nbsp;J. [1769] ({{URN|nbn:de:gbv:3:1-118341-p0003-7}} Digitalisat der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt).&amp;lt;/ref&amp;gt; unter den 34 Unterzeichnern in [[Gera]] waren Mag. [[Bartholomäus Rosinus]], Mag. [[Johann Tettelbach der Ältere|Johann Tettelbach d.&amp;amp;nbsp;Ä.]], Andreas Lange und Mag. Josua Opitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Flacius verloren seine Anhänger weiter an Rückhalt. 1575 wurden Tobias Rupp und Sebald Scheffler nach einem öffentlichen Religionsgespräch&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bericht Burgermeister vnd Rhat der Statt Lindaw&amp;#039;&amp;#039; I.&amp;amp;nbsp;Von wegen ettlicher daselbsten enturlaubten Predicanten. II.&amp;amp;nbsp;Sampt dem Gespraech vom Artickel der Erbsuende … III.&amp;amp;nbsp;Mit angehengten vnnd darueber ergangnen reiner Christlichen Kirchen Augspurgischer Confession Vrtheiln vnnd Erkanntnussen. IIII.&amp;amp;nbsp;Auch gantzen Proceß wie mit den jrrigen Predicanten … gehandelt. [[Georg Gruppenbach]], Tübingen 1576 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00022179/image_5 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; mit [[Jakob Andreae]] in [[Lindau (Bodensee)|Lindau]] entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Karo: &amp;#039;&amp;#039;Das Lindauer Gespräch. Ein Beitrag zur Geschichte der Concordienformel&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift für Wissenschaftliche Theologie 45 (1902), S.&amp;amp;nbsp;513–564.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1577 grenzte die [[Konkordienformel]] flacianische Positionen aus. Dennoch wurden, besonders in Österreich, noch einige weitere flacianische Bekenntnisschriften verfasst wie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* das österreichische &amp;#039;&amp;#039;Einfeltig Bedencken&amp;#039;&amp;#039; von 1580;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Peck, Philipp Barbatus Gerlich u.&amp;amp;nbsp;a: &amp;#039;&amp;#039;Einfeltig Bedencken und kurtzer Bericht etlicher Rein Evangelischen und gut Lutherischen Prediger in Osterreich.&amp;#039;&amp;#039; ob man … deß … streits von der Erbsünde … mit gutem gewissen geschweigen könne oder nicht. o.&amp;amp;nbsp;O. 1580.&amp;lt;/ref&amp;gt; unterzeichnet von 28 Predigern, darunter Josias Udenius&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Spier ([[Großenehrich|Niederspier]] und [[Sondershausen#Stadtgliederung|Oberspier]]) bei [[Sondershausen]], * 1536, 1562 Pfarrer in [[Willstätt|Sand]], 1567 bis 1578 in [[Rheinau (Baden)|Rheinbischofsheim]], 1580 als Flacianer abgesetzt, weil er als einziger unter den 66 Pfarrern der [[Grafschaft Hanau-Lichtenberg]] die Unterschrift unter die [[Konkordienformel]] verweigert, 1582 Pfarrer in [[Zelking-Matzleinsdorf|Zelking]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und Martin Wolf,&lt;br /&gt;
* die niederösterreichische &amp;#039;&amp;#039;Repetitio&amp;#039;&amp;#039; von 1581;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Repetitio. Das ist Widerholung der Norma Christlicher Lere&amp;#039;&amp;#039;, dazu die reinen Euangelischen Kirchen in Nider Österreich durch Gottes gnade sich bißher bekennet haben, vnnd noch bekennen. Sampt notwendiger Erinnerung der richtigen warhafftigen Lere und Bekentniß, von dem Menschen und von der Sünde oder Erbsünde …. o.&amp;amp;nbsp;O. 1581.&amp;lt;/ref&amp;gt; 40 Unterzeichner,&lt;br /&gt;
* die oberösterreichische &amp;#039;&amp;#039;Formula veritatis&amp;#039;&amp;#039; von 1582,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Formula veritatis. Warhafftige un[d] gründliche Außführung des hohen vnnd wichtigen Religionsstreits von der Erbsünde. Sampt einer vorgehenden Supplication und Erbieten an alle Christliche Hohen und Niderstands der Augsp. Confeßion verwandten Personen&amp;#039;&amp;#039;, von etlichen Theologen, so vorgemelter Confeßion zugethan. Psalm 119 … o. O. 1582 ([http://books.google.de/books?id=3Xc8AAAAcAAJ Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; wesentlich verfasst von [[Hieronymus Haubold]] und Andreas Lange in [[Schloss Starhemberg (Eferding)|Eferding]] unter dem Schutz von [[Erasmus I. von Starhemberg#Familie|Rüdiger von Starhemberg]]; 11 bereits [[exil]]ierte Unterzeichner (darunter Joachim Magdeburg) und 28 Unterzeichner in österreichischen Gemeinden (darunter Josias Udenius, Martin Wolf),&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;Eferdingische Vergleichung&amp;#039;&amp;#039; vom 24. März 1582 zwischen Joachim Magdeburg, Adam Giller, Andreas Singel und Paul Preusser, unterzeichnet auch von Markus Volmar und Josias Udenius,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vergleichung Des Streits von der gentzlichen volkommen vnd Wesentlichen Endschafft der Erbsünde&amp;#039;&amp;#039;. O.&amp;amp;nbsp;O. 1582 ([https://books.google.de/books?id=d2JcAAAAcAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PT4 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; oder&lt;br /&gt;
* das niederösterreichische &amp;#039;&amp;#039;Christlich Bekandtnuß&amp;#039;&amp;#039; von 1582.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Christlich Bekandtnuß, Einhelliger Consens, Bedencken und Rathschlag: Wie in dem Hochwichtigen Glaubens Artickel von der Erbsunde, Seyd der Propheten und Apostel zeither, in der christlichen Kirchen biß auff unser zeit geleret&amp;#039;&amp;#039; … Auff begeren der … Stände von Herrn vnd der Ritterschafft in Österreich vnter der Enß, Von etlichen … Theologen vnd Predigern, im 1582. Jar verfasset. o.&amp;amp;nbsp;O. 1586.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Rüdiger von Starhemberg 1582 konnten sich die Anhänger Flacius’ auch in Österreich nicht länger halten. Die Unterzeichner der &amp;#039;&amp;#039;Formula veriatis&amp;#039;&amp;#039; von 1582 entzweiten sich in der Folgezeit. Cyriacus Spangenberg, der 1583 eine kritische Schrift gegen Joachim Magdeburg veröffentlicht hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Cyriacus Spangenberg: &amp;#039;&amp;#039;Proba Der Efferdingischen Vergleichung vber dem Streit von der Endtschafft der Erbsünde&amp;#039;&amp;#039;. o.&amp;amp;nbsp;O. 1583 ([http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00036155/image_5 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde u.&amp;amp;nbsp;a. von Christoph Irenäus und Josua Opitz unterstützt, eine Gegenschrift von Josias Udenius unterzeichnete 1584 u.&amp;amp;nbsp;a. Philipp Barbatus (Bartmann).&amp;lt;ref&amp;gt;Josias Udenius: &amp;#039;&amp;#039;Christliche, Bestendige, in heiliger Schrifft und deß thewren Mannes Gottes D. Martin Luthers Büchern wolgegründte, durch den weyland Ehrwirdigen und Wolgelerten Herrn Josiam Udenium seligen gestellte Widerlegung Der falschen Probae M. Cyriaci Spangenbergs wider die Efferdingische Christliche Vergleichung der strittigen Parten uber der Lere von der Wesentlichen gentzlichen Endschafft der Erbsünde&amp;#039;&amp;#039;. o.&amp;amp;nbsp;O. 1584, unpaginiert ([http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00036147/image_14 Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek München).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Matija Vlacic Ilirik kljucsvetogpisma.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Clavis Scripturae Sacrae&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Antilogia Papae: hoc est de corrupto ecclesiae statu, et totius cleri Papstici perversitate.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1555 (Nachdruck durch [[Edward Brown]] im &amp;#039;&amp;#039;Fasciculus rerum expetendarum et fugiendarum&amp;#039;&amp;#039;, London 1690; [https://www.mgh-bibliothek.de/cgi-bin/Gratius02.pl?seite=9 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Catalogus testium veritatis&amp;#039;&amp;#039;, Basel 1556 ([http://www.uni-mannheim.de/mateo/camenahist/autoren/flacius_hist.html Digitalisat] der zweiten, erheblich erweiterten Auflage Straßburg 1562)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Clavis Scripturae Sacrae&amp;#039;&amp;#039;, Basel 1567 ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11203436_00005.html Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Varia doctorum piorumque virorum de corruptu ecclesiae statu poemata&amp;#039;&amp;#039;, Wittenberg 1557&lt;br /&gt;
* Anregung und Mitarbeit an der Redaktion der [[Magdeburger Centurien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lexikonartikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{NDB|5|220|222|Flacius, Matthias|[[Günter Moldaenke]]|118533649}}&lt;br /&gt;
* Manfred Stoy: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1848 Vlačić, Matija Ilirik]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 4. München 1981, S. 419 f.&lt;br /&gt;
* {{TRE|11|206|214|Flacius, Matthias|Oliver K. Olson}}&lt;br /&gt;
* {{RGG|3|151|152|Flacius, Matthias|Oliver K. Olson}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Flacius Illyricus, Matthias|Hrsg=[[Heinz Scheible]] |Sammelwerk=Melanchthons Briefwechsel |Band=Bd. 12, Personen F–K |Ort=Stuttgart–Bad&amp;amp;nbsp;Cannstatt |Datum=2005 |Seiten=66–68}}&lt;br /&gt;
* Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Irene Dingel]], [[Volker Leppin]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Reformatorenlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Lambert Schneider, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-650-40009-3, S. 116–122.&lt;br /&gt;
* [[Walther Killy]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Killy Literaturlexikon|Literaturlexikon]]: Autoren und Werke deutscher Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Bertelsmann-Lexikon-Verlag, Gütersloh/München 1989; CD-ROM Berlin 1998, ISBN 3-932544-13-7, S. 404.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630001317/http://www.bautz.de/bbkl/f/flacius_m.shtml |autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]] |artikel=FLACIUS (eigentlich: Vlacich), Matthias|band=2|spalten=43-48}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monographien und Sammelbände&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Irene Dingel]], Johannes Hund, Luka Ilić (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus. Biographische Kontexte, theologische Wirkungen, historische Rezeption&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz&amp;#039;&amp;#039;. Beiheft 125). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2019. ISBN 978-3-647-57094-5. ([https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.13109/9783666570940 Open Access])&lt;br /&gt;
* [[Martina Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Humanismus und Kirchenkritik. Matthias Flacius als Erforscher des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039;, Band 19). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-5719-9.&lt;br /&gt;
* Luka Ilić:&amp;#039;&amp;#039; Theologian of Sin and Grace. The Process of Radicalization in the Theology of Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 225). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 978-3-525-10117-9 ([http://d-nb.info/1051595738/04 Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* Arno Mentzel-Reuters, Martina Hartmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Catalogus und Centurien. Interdisziplinäre Studien zu Matthias Flacius und den Magdeburger Centurien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Spätmittelalter, Humanismus, Reformation.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 45). Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149609-7 ([http://d-nb.info/988962004/04 Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* Oliver K. Olson: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius and the survival of Luther’s reform&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wolfenbütteler Abhandlungen zur Renaissance-Forschung&amp;#039;&amp;#039; 20). Harrassowitz, Wiesbaden 2002.&lt;br /&gt;
* Astrid Schweighofer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwerpunkt: Gnesioluthertum und Flacianismu&amp;#039;&amp;#039;s. EVA Leipzig, 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forschungsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Preger]]: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus und seine Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Theodor Bläsing, Erlangen 1859/61 ([http://www.archive.org/details/matthiasflacius00preggoog Digitalisat] bei OpenLibrary)&lt;br /&gt;
* Günter Moldaenke: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Flacius Illyricus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftforschung und Schriftauslegung.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118533649}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118533649}}&lt;br /&gt;
* {{VerzDtDrucke |VD=17 |PPN=004289021}}&lt;br /&gt;
* [https://www.uibk.ac.at/zentrum-alte-kulturen/veranstaltungen/vafolder2016/20160211ilic.pdf Luka Ilić: &amp;#039;&amp;#039;Matthias	Flacius	Illyricus&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;ein	Universalgelehrter	aus	Istrien in	europäischen wissenschaftlichen	Netzwerken&amp;#039;&amp;#039;. Ludwig Boltzmann Institut: Neulateinische Studien]&lt;br /&gt;
* [https://books.google.hr/books?id=TraYCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PT269&amp;amp;lpg=PT269&amp;amp;dq=Matthias+Flacius+Polymath&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=IOKz5UIbh4&amp;amp;sig=ACfU3U2U_8r0chR4XQLTTV4pJVmcinRDTg&amp;amp;hl=hr&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjcn9X66OWEAxVeh_0HHZNhDzA4FBDoAXoECAMQAw#v=onepage&amp;amp;q=Matthias%20Flacius%20Polymath&amp;amp;f=false Debora Shuger: &amp;#039;&amp;#039;Isaiah 63 and the Literal Senses of Scripture&amp;#039;&amp;#039;. The Oxford Handbook of the Bible in Early Modern England, c. 1530-1700, Chapter 9]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118533649|LCCN=n/82/74219|VIAF=89645361}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Flacius, Matthias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Istrien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (kroatische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformator]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor (Theologie)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Lutherischer Theologe (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Historische Person (Südosteuropa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Magdeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Gespanschaft Istrien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1520]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1575]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Flacius, Matthias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vlačić, Matija (wirklicher Name); Franković, Matthias; Illyricus; Hoppius, Johannes (Pseudonym); Hoppius, Petrus (Pseudonym); Petri, Andreas (Pseudonym); Pan, Petrus (Pseudonym); Henetus, Theod. (Pseudonym); Oppius, P. (Pseudonym); Hoperius, Petrus (Pseudonym); Tulius, Joh. (Pseudonym); Henius, Petrus (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1520&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Labin|Albona]], Istrien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1575&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silverije</name></author>
	</entry>
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