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	<title>Matthias Diesel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T14:19:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bjs: /* Leben */</title>
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		<updated>2021-11-20T11:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias Diesel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Matthias Disel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mathias Disel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Matthias Disel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Matthias Dißl&amp;#039;&amp;#039;; * [[5. Februar]] [[1675]] in [[Bernried am Starnberger See]]; † [[11. März]] [[1752]] in [[München]]) war ein deutscher [[Landschaftsarchitektur|Gartenarchitekt]] und [[Vedute]]nzeichner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesels Werk dokumentiert [[Barockgarten|Barockgärten]], wie sie zeitgenössisch typisch um [[Paris]], [[Salzburg]] und München angelegt wurden. Seine [[Zeichnung (Kunst)|Zeichnungen]] und die nach ihnen gefertigten [[Kupferstich]]e sind zudem die bedeutendste und häufig einzige Quelle für die Darstellung [[barock]]er Schlossgärten in [[Bayern]] im frühen 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kupferstich Schlosspark Nymphenburg Kegelspiel Matthias Diesel.jpg|mini|Kegelspiel im Schlosspark Nymphenburg, Kupferstich von Matthias Diesel aus &amp;#039;&amp;#039;Erlustierende Augenweide …&amp;#039;&amp;#039; 1717]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fürstenried-Diesel.jpg|mini|Schloss Fürstenried, Kupferstich nach einer Zeichnung von Matthias Diesel, 1717]]&lt;br /&gt;
Matthias Diesel erfuhr eine Ausbildung als [[Gärtner]]. Er machte die Bekanntschaft mit [[Joseph Effner]], dem späteren [[Kurfürstentum Bayern|kurbayerischen]] Hof[[baumeister]], der zunächst ebenfalls den Gärtnerberuf erlernt hatte. Dieser Beruf beschränkte sich damals nicht nur auf umfassende Kenntnisse des Pflanzenbaus, sondern schloss auch die Anlage großer Ziergärten und damit die Planung von [[Broderieparterre]]s, Wasserspielen und [[Staffage]]bauten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Herbst 1706 bis Ende April 1710 war Diesel gemeinsam mit Effner Stipendiat des bayerischen [[Kurfürst]]en [[Maximilian II. Emanuel (Bayern)|Max Emanuel]] um „in der Lust- und Blumengärtnerei von den berühmten Männern in Frankreich etwas Solides zu erkennen“. Diesel erlangte in den Gärten der Schlösser von [[Schloss Versailles|Versailles]] und [[Marly-le-Roi]] und den [[Jardin des Tuileries|Tuileriengärten]] seine Befähigung zum Gartenarchitekten und Ingenieur für Wassertechnik. Zwischen 1710 und 1712 blieb Diesel möglicherweise noch in Frankreich, legte aber 1711 in [[Alteglofsheim]] einen Garten im französischen Stil an. Ab 1712 arbeitete er für den Kardinal in Passau und war auch für andere Auftraggeber gartenkünstlerisch tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesel wurde im Herbst 1713 Garteninspektor beim [[Fürstbischof]] in Salzburg. Er war in dieser Zeit mit der Leitung verschiedener Gärten betraut, seine Mitwirkung bei der Gestaltung ist ungeklärt. 1717 erschien die erste Folge von Kupferstichen seiner Zeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Februar 1718 erhielt Diesel eine Anstellung im Kurfürstentum Bayern als „Ingenieur bei den Hof- und Lustgärten“ in München mit einem Jahresgehalt von 600 [[Gulden]]. Damit gehörte er dem Stab des Hofbauamtes an, dessen Leitung in den Händen von [[Dominique Girard]] lag. In seinen Kupferstichen dokumentierte er von diesem Zeitpunkt an Schlossgärten des frühen 18. Jahrhunderts. Sein Werk wurde in [[Augsburg]] im bedeutenden Verlag von [[Jeremias Wolff]] veröffentlicht, ausführende Stecher waren [[Johann August Corvinus]] (1683–1738) und Karl Remshard (Carl Remshart, 1678–1735).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1726, nach dem Tod Max Emanuels, musste Diesel – bedingt durch die Sparmaßnahmen des bayerischen Hofes – erhebliche Einbußen in seiner Besoldung hinnehmen, offenbar erfolgte überhaupt keine regelmäßige Bezahlung. 1739 bemühte er sich erfolglos um die Nachfolge Dominique Girards. Diesel blieb seinem Studienkollegen, dem Hofbaumeister Joseph Effner, zeitlebens freundschaftlich verbunden. Die auf seine [[Lavierung|lavierten]] Federzeichnungen zurückgehenden Kupferstiche wurden in der Folgezeit auch ohne Namensnennung veröffentlicht; die Motive dienten zudem der [[Porzellanmanufaktur Nymphenburg]] als Vorlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erlustierende Augenweide in Vorstellung herrlicher Gärten und Lustgebäude. Theils inventiert und angelegt, theils nach dermahligem Sito gezeichnet.&amp;#039;&amp;#039; Stichfolge in drei Teilen, verlegt von Jeremias Wolff in Augsburg 1717.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Blätter beinhalten in topographischer Hinsicht: Grand Trianon/Versailles, Marly, St. Cloud, Hacklberg bei Passau, Grafenau, Hellbrunn und Köttersbrunn bei Salzburg, [[Mirabellgarten]] in Salzburg, Alteglofsheim bei Regensburg, Hohenburg/Lenggries, Fürstenried, [[Schloss Schleißheim|Schleißheim]], [[Schlosspark Nymphenburg|Nymphenburg]] und Harlaching sowie die [[Münchner Residenz]].&amp;lt;br /&amp;gt;Thematisch zeigt Diesel Veduten, Übersichtspläne, Hofanlagen, Gartengebäude, Heckentheater, [[Terrasse (Gebäude)|Terrassen]], Kanäle und [[Kaskade (Wasserfall)|Kaskaden]], [[Orangerie]]n, Treillagen – bis hin zu Mustern für das [[Schnitt (Gartenbau)|Beschneiden]] von [[Zitruspflanzen|Citrus-]] und [[Eiben|Taxusbäumen]].&amp;lt;br /&amp;gt;Diesel stellt keine Innenausstattungen von Schlössern dar, wodurch er sich von vergleichbaren Künstlern wie [[Salomon Kleiner]] unterscheidet.&amp;lt;br /&amp;gt;Neudrucke:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Erlustierende Augenweide. Die schönsten Gärten und Lustgebäude um München, Salzburg, Passau, Regensburg und Paris&amp;#039;&amp;#039;. Neudruck mit einem Nachwort von Reinhard Schelenz.&amp;lt;br /&amp;gt;– Reihe &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca hortensis&amp;#039;&amp;#039;. Band 6. Edition Leipzig, Leipzig 1989, ISBN 3-361-00242-7.&amp;lt;br /&amp;gt;– Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1989, ISBN 3-421-02949-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kurbayerische Schlösser. Nach einer Vedutenfolge um 1720&amp;#039;&amp;#039;. Nachdruck mit einem Nachwort von Peter Volk. Reihe &amp;#039;&amp;#039;Die bibliophilen Taschenbücher&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 240. Harenberg, Dortmund 1981, ISBN 3-88379-240-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joseph Maillinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Bilder-Chronik der Königlichen Haupt- und Residenzstadt München&amp;#039;&amp;#039;. Band 1, Nr. 296 f. Montmorillon, München 1876, S. 513–515, 601 f. und 627 f.&lt;br /&gt;
* [[Max Hauttmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Der kurbayerische Hofbaumeister Joseph Effner&amp;#039;&amp;#039;. Heitz, Straßburg 1913.&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker|Band=9|Seite=249|SeiteEnde=250|Lemma=Diesel (Disel, Dißl), Mathias|Autor=Max Hauttmann}}&lt;br /&gt;
* [[Iris Lauterbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Stichwerke und Quellenschriften zur Schloss-, Garten- und Brunnenkunst&amp;#039;&amp;#039;. Reihe &amp;#039;&amp;#039;Architectura Recreationis&amp;#039;&amp;#039;. Uhl, Nördlingen 1994 ff.&lt;br /&gt;
* {{AKL|27|273||Diesel, Matthias|[[Susanna Partsch]]}}&lt;br /&gt;
* Clemens Alexander Wimmer, Iris Lauterbach: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie der vor 1750 erschienenen deutschen Gartenbücher&amp;#039;&amp;#039;. Uhl, Nördlingen 2003, ISBN 3-921503-29-9, S. ?.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118525468}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118525468|LCCN=nr/90/7864|VIAF=20471559}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Diesel, Matthias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Barock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsarchitekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1675]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1752]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Diesel, Matthias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Matthias Disel; Mathias Disel; Matthias Disel; Matthias Dißl&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gartenarchitekt und Kupferstecher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1675&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bernried am Starnberger See]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1752&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bjs</name></author>
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