<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Matthias_Beule</id>
	<title>Matthias Beule - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Matthias_Beule"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matthias_Beule&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T20:06:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matthias_Beule&amp;diff=2805027&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Hummel: Foto eingefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matthias_Beule&amp;diff=2805027&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-08-10T16:56:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Foto eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Matthias Beule.jpg|mini|Matthias Beule]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. September]] [[1877]] in [[Grevenbrück]]; † [[24. August]] [[1921]] in [[Kreuzburg (Oberschlesien)]]) war ein deutscher [[Bildhauerei|Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Matthias Beule zeigte schon früh Talent zum Bilden und Gestalten. Nach einer 1895 abgeschlossenen [[Steinmetz]]-Lehre in [[Lippstadt]] arbeitete er einige Jahre als [[Geselle]] in der Werkstatt eines Kölner Bildhauers. Während dieser Zeit dürfte die monumentale [[Gotik]] des [[Kölner Dom]]s tiefe Eindrücke bei ihm hinterlassen und sein späteres Wirken geprägt haben. Aufgrund seiner Begabung wurde er um die Jahrhundertwende von der [[Düsseldorfer Kunstakademie]] angenommen, seine Studien schloss er dort mit Auszeichnung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Berufsjahre in Olpe und Düsseldorf ===&lt;br /&gt;
Beule war in der Folge selbstständig als Bildhauer tätig und spezialisierte sich auf kirchliche Kunst. Er arbeitete in [[Rheinbach]] und von 1898 bis 1907 in der [[Erkelenz]]er Bildhauerwerkstatt von Peter Winkelnkemper. In Erkelenz heiratete er 1907 Maria Katharina Marx.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedel Krings: &amp;#039;&amp;#039;Das neugotische Bildhauerzentrum Erkelenz&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender des Kreises Erkelenz 1985&amp;#039;&amp;#039;, S. 79–92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ließ sich ab 1907 in [[Olpe]] nieder. An der nach einem Brand neu errichteten [[St. Martinus (Olpe)|St.-Martinus-Kirche]] in Olpe schuf er als erstes größeres Werk die Kreuzigungsgruppe mit Madonna über dem Hauptportal. Auch die unter Verwendung gotischer Formen gestaltete Westfassade und seine Plastiken über den Seiteneingängen fanden große Beachtung.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Monreal-Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule. Ein Künstlerleben um die Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresheft des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 32 (2013), S. 23 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner „Olper Zeit“ entstammen auch die [[Pietà]] und der Hubertusaltar der [[St. Servatius (Kirchveischede)|St.-Servatius-Kirche]] in [[Kirchveischede]], der geschnitzte Hochaltar in der Kirche [[St. Antonius Einsiedler (Iseringhausen)|St. Antonius Einsiedler]] in Drolshagen-[[Iseringhausen]] und die Pietà der Andachtsstätte auf dem Friedhof von [[St. Nikolaus (Grevenbrück)|St. Nikolaus]] in Grevenbrück. Nach dem Vorbild gotischer Schnitzaltäre ist das [[Altarretabel]] in Iseringhausen farbig gefasst. Die Farbfassungen hatten die Aufgabe, dem Kunstwerk als Objekt des Anbetens einen überirdischen Glanz zu verleihen. Die Figuren vermitteln einen lebendigen Eindruck mit ausdrucksvollen Gesichtern, wie sie von den großen Bildhauern der Spätgotik [[Tilman Riemenschneider]] oder [[Veit Stoß]] bekannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Monreal-Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule. Ein Künstlerleben um die Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresheft des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 32 (2013), S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1909 siedelte Beule nach [[Düsseldorf]] über. Von hier aus hat er die gesamte Ornamentik an dem neuen Kuppelbau der Pfarrkirche [[St. Blasius (Balve)|St. Blasius]] in [[Balve]] entworfen und ausgeführt. Aus dieser Zeit stammt auch das aufwändige, mit Steinreliefs verzierte, dreiteilige Portal der katholischen Kirche [[St. Elisabeth (Gerthe)|St. Elisabeth]] in [[Gerthe (Bochum)|Gerthe]] (1912/1913, [[Neoromanik|neoromanisch]]); die Reliefs zeigen Einflüsse des [[Jugendstil]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Christel Darmstadt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sakrale Baukunst in Bochum.&amp;#039;&amp;#039; Bochum 2003, ISBN 3-920612-94-9, S. 60 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.artibeau.de/0080.htm Steinfiguren und Reliefs an der Kirche St. Elisabeth Bochum-Gerthe (1913)]. Bebilderter Beitrag auf &amp;#039;&amp;#039;www.artibeau.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 2. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit in Oberschlesien ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1911 erhielt Beule einen Auftrag für die Gesamtausstattung der neoromanischen Kirche [[St. Paulus (Nowy Bytom)|St.&amp;amp;nbsp;Paulus]] in [[Ruda Śląska#Stadtgliederung|Friedenshütte]] ([[Oberschlesien]]). Er schuf die Statuen des St.&amp;amp;nbsp;Florian und der St.&amp;amp;nbsp;Barbara, den Hauptaltar und vier Nebenaltäre. Besondere Anerkennung fand Beule für die Heiligenfiguren, zu denen ihm bäuerliche bzw. werktätige Menschen Oberschlesiens Modell standen. In Erwartung weiterer Großaufträge in Oberschlesien verlegte er im Jahr 1912 seinen Sitz nach [[Bytom|Beuthen]]. So wurde ihm die komplette Inneneinrichtung der neoromanischen [[Maria vom Rosenkranz (Świętochłowice-Chropaczów)|Rosenkranz-Mutter-Gottes-Kirche]] in [[Chropaczów|Schlesiengrube]] übertragen. Die von Beule geschaffene Ausstattung trägt ebenfalls neoromanische Züge, erwähnenswert sind der Haupt- und der Taufaltar. Der Marienaltar in der Herz-Jesu-Kirche zu [[Zabrze|Hindenburg]]-Rokittnitz zeigt, dass Beule auch im Stil des [[Barock]] versiert war. Weitere Arbeiten von Beule in Oberschlesien befinden sich in der Laurentius-Kirche in [[Ruda Śląska#Stadtgliederung|Antonienhütte]], der Pfarrkirche in [[Rozbark|Roßberg]] und der Hyazinth-Kirche in Beuthen. Eine seiner letzten Arbeiten ist ein Ehrenmal in [[Ruda Śląska#Stadtgliederung|Godullahütte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde Beule als Sanitätssoldat eingesetzt. Er widmete sich besonders den Schwerverletzten und versuchte, ihnen in Kursen kunstgewerbliche Fertigkeiten beizubringen. Im Jahr 1919 erkrankte Beule an [[Lungentuberkulose]], von der er sich nicht mehr vollständig erholte; er starb am 24.&amp;amp;nbsp;August 1921 in Kreuzburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Martinus Kirche bearbeitet.jpg|St. Martinus in Olpe&lt;br /&gt;
Datei:Olpe - Sankt Martinus ex 07 ies.jpg|St. Martinus, Hauptportal&lt;br /&gt;
Datei:Olpe - Sankt Martinus ex 05 ies.jpg|St. Martinus, Nebenportal&lt;br /&gt;
Datei:Kosciol Matki Bozej Rozancowej w Swietochlowicach.jpg|Rosenkranz-Kirche in Schlesiengrube&lt;br /&gt;
Datei:Ołtarz w kościele w Chropaczowie.jpg|Rosenkranz-Kirche, Hochaltar&lt;br /&gt;
Datei:Chrzcielnica w kościele w Chropaczowie.jpg|Rosenkranz-Kirche, Taufaltar&lt;br /&gt;
Datei:St. Antonius Einsiedler (Iseringhausen) 20.jpg|St. Antonius Einsiedler (Iseringhausen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Beule genoss wegen seiner Werke in den Kirchen Oberschlesiens hohes Ansehen. Der Grevenbrücker Heimatkundler Josef Boerger zählte ihn 1924 zu den „Bedeutenden Sauerländern“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Boerger: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende Sauerländer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trutznachtigall, Heimatblätter für das kurkölnische Sauerland&amp;#039;&amp;#039; (Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes), Jahrgang 1924, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk von Matthias Beule geriet später etwas in Vergessenheit. Im Jahr 2012 konnten die Arbeiten des Bildhauers nach langen Bemühungen – insbesondere von Mitgliedern der Familie Beule – zusammenfassend in Fotodokumentationen dargestellt und der Öffentlichkeit im Rahmen einer Sonderausstellung im [[Museum der Stadt Lennestadt]] gezeigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Kruse: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule bleibt unvergessen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Westfalenpost]]&amp;#039;&amp;#039; (Lokalteil Kreis Olpe) vom 7. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunsthistorikerin &amp;#039;&amp;#039;Ulrike Monreal–Kaiser&amp;#039;&amp;#039; hält den [[Flügelaltar]] in der Laurentiuskirche zu Antonienhütte für das wichtigste Werk von Matthias Beule. Als besonders beeindruckend bezeichnet sie die prunkvolle Gestaltung des [[Maßwerk]]s und des [[Gesprenge]]s. Die großen Flügelaltäre waren die aufwendigsten und künstlerisch reichsten Werke an der Schwelle von der [[Gotik]] zur [[Renaissance]] bzw. vom Mittelalter zur Neuzeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Monreal-Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule. Ein Künstlerleben um die Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresheft des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 32 (2013), S. 27 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joseph Boerger: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende Sauerländer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trutznachtigall, Heimatblätter für das kurkölnische Sauerland&amp;#039;&amp;#039; (Zeitschrift des Sauerländer Heimatbundes), Jahrgang 1924, S. 19–21.&lt;br /&gt;
* Hans Mieles: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule. Bildhauer im Sauerland und in Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;„De Suerlänner“, Heimatkalender für das kurkölnische Sauerland&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1968, S. 23 ff.&lt;br /&gt;
* Ulrike Monreal-Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Beule. Ein Künstlerleben um die Jahrhundertwende.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresheft des Heimat- und Verkehrsvereins Grevenbrück&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 32 (2013), S. 21–28.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Matthias Beule}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189463783|VIAF=220599303}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Beule, Matthias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildender Künstler (Nordrhein-Westfalen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oberschlesisches Industriegebiet)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lennestadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1877]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beule, Matthias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. September 1877&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Grevenbrück]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. August 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kreuzburg (Oberschlesien)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Hummel</name></author>
	</entry>
</feed>