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	<title>Matthäus Roritzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:11:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matth%C3%A4us_Roritzer&amp;diff=1356414&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: Ergänzungen.</title>
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		<updated>2026-01-01T14:56:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Matthäus Roritzer.jpg|mini|Roritzer, Porträt von [[Hans Holbein d. Ä.]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthäus Roritzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Roriczer&amp;#039;&amp;#039; (* um 1430/40 vermutlich in Regensburg; † um 1492/95), war ein deutscher [[Baumeister]], [[Buchdruck]]er und früher Vertreter der [[Architekturtheorie]] in Deutschland. Er war der älteste Sohn von [[Konrad Roritzer]], dem Regensburger [[Dombaumeister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In der Familie des Matthäus Roritzer hatte das [[Steinmetzhandwerk]] eine lange Tradition. Schon sein Großvater Wenzel und sein Vater Konrad waren [[Dombaumeister]] in [[Regensburg]]. Seine erste Ausbildung erhielt er vermutlich im Familienzusammenhang in Regensburg. 1462 folgte er seinem Vater nach Nürnberg, wo er 1463 als Bürger aufgenommen wurde; anschließend hielt er sich über einen unbekannten Zeitraum bei dem Baumeister [[Hans Böblinger]] und am Hof des Eichstätter Fürstbischofs [[Wilhelm von Reichenau]] auf, ehe ihm 1476 das Regensburger Bürgerrecht verliehen wurde. Hier löste er seinen Vater als Dombaumeister ab und blieb dies bis zu seinem Tod um 1495.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus Roritzer war verheiratet und es ist belegt, dass seine Tochter Martha 1498 den Steinmetzen Hans Prem aus Regensburg heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Zeit um 1485/90 ist eine Silberstiftzeichnung von [[Hans Holbein d. Ä.]] erhalten, die über eine Beischrift als Porträt des Matthäus Roritzer ausgewiesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baumeister ===&lt;br /&gt;
In Nürnberg war Matthäus Roritzer von 1462 bis 1466 zusammen mit seinem Vater Konrad für den Bau Hallenchors der Stadtpfarrkirche [[St. Lorenz (Nürnberg)|St. Lorenz]] zuständig. Hier führte er 1464 die Wölbung der Oberen Sakristei aus. Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass er anschließend das aufwendige Gewölbe des Binnenchors plante und vorbereitete, dessen bauliche Ausführung jedoch seinem Nachfolger Jacob Grimm zufiel. Im Anschluss daran arbeitete er unter [[Hans Böblinger]] an der Frauenkirche in [[Esslingen am Neckar|Esslingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1472/73 trat Roritzer in den Dienst des Bischofs von Eichstätt, [[Wilhelm von Reichenau]], und des dortigen Domkapitels. Hier arbeitete er an der Domkapitelschen Sakristei&amp;lt;ref&amp;gt;Morsbach 2009, S. 105–111.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit und diskutierte Fragen der Architekturtheorie mit dem humanistisch gebildeten Bischof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1476 kehrte Roritzer in seine Heimatstadt Regensburg zurück, wo er als [[Dombaumeister]] die Nachfolge seines (noch lebenden) Vaters antrat. Unter seiner Leitung wurden der Westgiebel des [[Regensburger Dom]]s mit dem Eicheltürmchen sowie das dritte Geschoss des Nordturms errichtet. Für das Dominnere fertigte Matthäus die [[Kanzel]] (1482) sowie das [[Sakramentshaus]]. Seine Bedeutung als praktisch wie theoretisch tätiger Werkmeister wurde erst in der jüngst erschienen Literatur entsprechend gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde versucht, Matthäus Roritzer mit dem Bau von Festungsanlagen wie dem [[Neues Schloss (Ingolstadt)|Neuen Schloss]] in Ingolstadt oder dem Ausbau des [[Burg zu Burghausen|herzoglichen Residenzschlosses]] in [[Burghausen]] in Verbindung zu bringen. Dererlei Tätigkeiten sind für ihn jedoch weder belegt noch wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Autor und Drucker ===&lt;br /&gt;
Matthäus Roritzer war Autor des &amp;#039;&amp;#039;Büchleins der Fialen Gerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039; (1486), das er selbst druckte. Dieses dem Eichstätter Bischof [[Wilhelm von Reichenau]] gewidmete&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Lenhardt: &amp;#039;&amp;#039; Coelum Ingolstadiense. Himmelsbilder in Ingolstadt um 1550.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rudolf Schmitz (Pharmaziehistoriker)|Rudolf Schmitz]], [[Gundolf Keil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Humanismus und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Acta humaniora, Weinheim an der Bergstraße 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission für Humanismusforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 11), S. 87–98, hier: S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werk war eines der bedeutsamen [[Werkmeisterbücher]] bzw. [[Traktat (Architektur)|Architekturtraktate]] in der Zeit der [[Spätgotik]] und beginnenden [[Renaissance]]. Roritzer führt darin mittels Text und Schaubildern eine Möglichkeit der geometrischen Entwicklung von Grund- und Aufriss einer [[Fiale]] vor. Weitere Traktate von ihm waren die &amp;#039;&amp;#039;Geometria Deutsch&amp;#039;&amp;#039; (um 1497) und eine Schrift über die Konstruktion eines [[Wimperg]]s. Ferner druckte er mehrere Einblätter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich richteten sich diese Schriften weniger an Handwerker, die geometrische Konstruktionsmethoden in ihrer praktischen Lehrausbildung auch ohne Bücher lernten, sondern an ein durch den [[Humanismus]] geprägtes, gebildetes Publikum, das an architektonischen Themen interessiert war und hier intellektuelle Parallelen zu mathematischen und geometrischen Grundlagen des antiken Architekturtheoretikers [[Vitruv]] fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Schriften ===&lt;br /&gt;
* Matthäus Roritzer: &amp;#039;&amp;#039;Büchlein von der Fialen Gerechtigkeit / Die Geometria Deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Faksimile der Originalausgaben Regensburg 1486–1488. Mit einem Nachwort und Textübertragung herausgegeben von [[Ferdinand Geldner]]. [[Guido Pressler Verlag]], Hürtgenwald 1999, ISBN 3-87646-086-7.&lt;br /&gt;
* Matthäus Roritzer: &amp;#039;&amp;#039;Wimpergbüchlein&amp;#039;&amp;#039;. 1493. ([https://enzyklothek.de/werk/roritzer-1593-%E2%80%93-wimpergbuchlein-5afbe449-8048-4841-a05b-74b7798755ed Digitalisat] der Handschrift im [[Historisches Archiv der Stadt Köln|Historischen Archiv der Stadt Köln]], auf enzyklothek.de, abgerufen am 1. Januar 2026)&lt;br /&gt;
* Matthäus Roritzer: &amp;#039;&amp;#039;Geometria deutsch&amp;#039;&amp;#039;. Um 1497. ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0004/bsb00040191/images/ Digitalisat] des Exemplars in der [[Bayerische Staatsbibliothek München|Bayerischen Staatsbibliothek München]], auf daten.digitale-sammlungen.de, abgerufen am 1. Januar 2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sekundärliteratur ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet &amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ulrich Coenen: &amp;#039;&amp;#039;Die spätgotischen Werkmeisterbücher in Deutschland. Untersuchung und Edition der Lehrschriften für Entwurf und Ausführung von Sakralbauten&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. München 1990.&lt;br /&gt;
* Ulrich Coenen: &amp;#039;&amp;#039;Architekturtheorie und Entwurfslehre im Mittelalter. In: Ralph Johannes (Hrsg.): Entwerfen. Architektenausbildung in Europa von Vitruv bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Geschichte – Theorie – Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Junius, Hamburg 2009, S. 196–214.&lt;br /&gt;
* {{ADB|24|15||Roriczer, Matthäus|[[Jakob Franck]]|ADB:Roriczer, Matthäus}}&lt;br /&gt;
* Markus T. Huber: &amp;#039;&amp;#039;Die Westfassade des Regensburger Doms. Konvention und Innovation in einem spätmittelalterlichen Hüttenbetrieb&amp;#039;&amp;#039;. Schnell &amp;amp; Steiner, Regensburg 2014, ISBN 978-3-7954-2820-4, S. 44–46, 310–336, 344–346.&lt;br /&gt;
* Markus T. Huber: &amp;#039;&amp;#039;Der Regensburger Dombaumeister Matthäus Roriczer – ein Berufsleben zwischen Steinmetzhütte und Studierstube.&amp;#039;&amp;#039; In: [[INSITU (Zeitschrift)|INSITU]] – Zeitschrift für Architekturgeschichte, 10. Jg., 1/2018, S. 51–64.&lt;br /&gt;
* {{AKL|99|378||Roritzer, Matthäus|Markus T. Huber}}&lt;br /&gt;
* Renate Klinnert: &amp;#039;&amp;#039;Matthäus Roritzer.&amp;#039;&amp;#039; In: Hubertus Günther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Architekturtheorie zwischen Gotik und Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1988, S. 31–36.&lt;br /&gt;
* [[Peter Morsbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erbauer des Doms. Die Geschichte Der Regensburger Dommeisterfamilie Roriczer-Engel&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 2009, S. 99–122.&lt;br /&gt;
* Peter Morsbach: &amp;#039;&amp;#039;Die Regensburger Werkmeisterfamilie Roriczer&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Edith Feistner]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Das mittelalterliche Regensburg im Zentrum Europas&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 2006, S. 105–122.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|35|36|Roriczer|Peter Morsbach|121152936}}&lt;br /&gt;
* Peter Morsbach: &amp;#039;&amp;#039;Matthes Roriczers Büchlein von der Fialen Gerechtigkeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Thilo Bauer, Peter Styra (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Der Weg führt durch die Gassen …&amp;quot; Aus Regensburger Literatur und Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Regensburg 1999, S. 192–207.&lt;br /&gt;
* [[August Reichensperger]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Büchlein von der Fialen Gerechtigkeit von Mathias Roriczer (...).&amp;#039;&amp;#039; Fr. Lintz, Trier 1845. ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10048477?page=5 Digitalisat auf digitale-sammlungen.de], abgerufen am 1. Januar 2026)&lt;br /&gt;
* Lothar Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Über die schwere Geburt des deutschen Architekturtraktats. Die Wiegendrucke Mathes Roriczers und Hanns Schmuttermayers.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Scholion&amp;#039;&amp;#039; 3 (2004), S. 168–174. [https://www.academia.edu/11924958/%C3%9Cber_die_schwere_Geburt_des_deutschen_Architekturtraktats._Die_Wiegendrucke_Mathes_Roriczers_und_Hanns_Schmuttermayers_in_Stiftung_Bibliothek_Werner_Oechslin_Hg._Scholion_Bulletin_3_2004_S._168-174 Volltext bei academia.edu]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wolfgang Strohmayer |Titel=Das Lehrwerk des Matthäus Roriczer |Ort=Hürtgenwald |Jahr=2004 |ISBN=3-87646-104-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Wolfgang Strohmayer |Titel=Matthäus Roriczer. Baukunst Lehrbuch |Ort=Hürtgenwald |Jahr=2009 |ISBN=978-3-87646-113-7}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Strohmayer: &amp;#039;&amp;#039;Spätgotik – die Gestaltungskunst.&amp;#039;&amp;#039; Tetenhusen 2011, ISBN 978-3-9501365-5-5.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Strohmayer: &amp;#039;&amp;#039;Geometrische Logik von Matthäus Roriczer&amp;#039;&amp;#039;. Tetenhusen 2013, ISBN 978-3-9501365-7-9.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Strohmayer: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen einer Kunstlehre&amp;#039;&amp;#039;. Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Zur „Kunst der Geometrie“ von Matthäus Roriczer.&amp;#039;&amp;#039; Tetenhusen 2015, ISBN 978-3-9501365-9-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118791133}}&lt;br /&gt;
* [https://ulrichcoenen.de/Forschung2%20Mittealterliche%20Architekturtheorie.htm &amp;#039;&amp;#039;Internetseite zu den Werkmeisterbüchern, auch zum Büchlein von der Fialen Gerechtigkeit von Matthäus Roritzer&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118791133|LCCN=nb2006001404|VIAF=194662588}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roritzer, Matthaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt der Gotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekturtheoretiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regensburger Dombaumeister]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roritzer, Matthäus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roriczer&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Baumeister und Architekturtheoretiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1450&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 1495&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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