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	<title>Matthäus Much - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T13:58:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matth%C3%A4us_Much&amp;diff=635093&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, ISBN-Format, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-10-18T11:06:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, ISBN-Format, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Matthäus Much Portrait.JPG|mini|Matthäus Much Porträt im Pfahlbaumuseum Mondsee]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthäus Much&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1832]] in [[Göpfritz an der Wild]], [[Österreich unter der Enns]]; † [[17. Dezember]] [[1909]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[Prähistoriker]], Heimatforscher und [[Denkmalpfleger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Muchs Vater war Oberamtmann im westböhmischen [[Petschau]]. Er selbst studierte nach der Matura am Theresianum 1851 Jus an der Universität Wien, wo er auch Vorlesungen zur Altgermanistik und Naturwissenschaften hörte, etwa bei dem Geographen [[Friedrich Simony]], der über das eisenzeitliche Gräberfeld von Hallstatt publiziert hatte. Nach dem Studium wurde er zunächst Finanzbeamter in [[Temesvár]] und promovierte 1858 an der [[Universität Graz]] zum Dr. jur. Much heiratete 1860 Marie Kiendl, Tochter eines Geigenbauers aus dem bayerischen Mittenwald, der in Wien eine Zitherfabrik hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;/&amp;gt; Noch im selben Jahr quittierte Much den Staatsdienst und übernahm die Fabrik seines Schwiegervaters.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖBL|6|400||Much Matthäus|H. Kerchler}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch finanziell abgesichert, widmete er sich seiner Sammelleidenschaft und als Amateurforscher der Urgeschichte Niederösterreichs. So entdeckte er 1874 am [[Mondseekultur|Mondsee]] jungsteinzeitliche Pfahlbauten und ließ diese freilegen. Er öffnete [[Tumuli]] der [[Hallstattkultur]] und führte Testschnitte in zahlreichen Wehranlagen Niederösterreichs durch. 1877 wandte er sich der Erforschung des prähistorischen [[Kupferbergbau]]s am Mitterberg bei [[Bischofshofen]] zu und veröffentlichte die vom [[Johann Rudolf Pirchl]] gemachten Funde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|18|249||Much, Matthäus J.|Otto Helmut Urban|119554518}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Much war ab 1870 Mitglied der [[Anthropologische Gesellschaft in Wien|Anthropologischen Gesellschaft in Wien]], von 1876 bis 1883 Sekretär und Schriftleiter ihrer &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen&amp;#039;&amp;#039; sowie ab 1903 Vizepräsident der Gesellschaft. Die [[Bundesdenkmalamt|k.k. Zentralkommission für Kunst und historische Denkmale]] (Vorläuferin des [[Bundesdenkmalamt]]es) ernannte Much 1877 zum Konservator für Niederösterreich und wählte ihn 1879 zum ordentlichen Mitglied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beschäftigte sich mit Ausgrabungen in [[Österreich]] und in [[Mähren]]. Durch seine guten Kontakte zu Lokalforschern wie [[Kandidus Pontz von Engelshofen|Candidus Ponz, Reichsritter von Engelshofen]] und [[Johann Krahuletz]] war er über Neufunde meist rasch informiert und konnte so für die Denkmalpflege und auch für die Forschung vieles retten. Die dabei zustande gebrachten Fundbestände bildeten die rund 24.000 Objekte umfassende „Sammlung Much“, die 1912 vom Unterrichtsministerium angekauft wurde und einen großen Teil des Lehrapparates des heutigen Institutes für Ur- und Frühgeschichte der [[Universität Wien]] darstellt. Much setzte sich erfolgreich für die Gründung des [[Niederösterreichisches Landesmuseum|Niederösterreichischen Landesmuseums]], gesetzlichen Schutz für Bodendenkmale und die Vermittlung von Kenntnissen über Urgeschichte im Schulunterricht ein. Er wurde früher als „Nestor der Urgeschichte Österreichs“ tituliert, in den 1990er-Jahren wurde seine Bedeutung schon zurückhaltender eingeschätzt. So fanden der Autodidakt und seine Theorien kaum Aufnahme in akademische Kreise.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NDB&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthäus Much war politisch als Teil der [[Deutschnationale Bewegung|deutschnationalen Bewegung]]&amp;lt;ref&amp;gt;Zur allgemeinen Rolle der Alldeutschen Bewegung: [[Michael Wladika]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers Vätergeneration, die Ursprünge des Nationalsozialismus in der k.u.k. Monarchie.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; aktiv. Er kandidierte 1882 als freier Mandatar für den [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] als Vertreter der Wiener [[Josefstadt (Wien) |Josefstadt]] und wurde im Wahlkampf von seinem Sohn [[Rudolf Much|Rudolf]] und [[Georg von Schönerer]] unterstützt. Schönerer empfahl den „deutschnationalen Antisemiten“ Much zur Wahl, der aber nur wenige Stimmen erhielt. Gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf zählte Matthäus Much zu den 27 Begleitern Schönerers, die am 8. März 1888 in der Nacht in das Redaktionslokal des als jüdisch diffamierten „[[Neues Wiener Tagblatt|Neuen Wiener Tagblattes]]“ eindrangen und eine Schlägerei anzettelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto H. Urban: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;...und der deutschnationale Antisemit Dr. Matthäus Much&amp;quot; – der Nestor der Urgeschichte Österreichs?&amp;#039;&amp;#039; In: Archaeologia Austriaca 86, 2002, S. 7–43, hier S. 15–17&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Muchs Forschung stehen nach Frank Olaf Luckscheiter gewisse Aussagen von Much für eine völkische Ausrichtung, welche sich weit mehr als nur tendenziös darstelle. Much habe den wissenschaftlich vertretbaren Spielraum der damaligen Zeit bis an seine Grenzen ausgereizt und diesen teilweise bei Weitem überschritten, auch wenn er um den Anschein von Wissenschaftlichkeit bemüht gewesen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Olaf Luckscheiter: &amp;#039;&amp;#039;Matthäus Much, „Schliemann Niederösterreichs“ und deutschnationaler Antisemit&amp;#039;&amp;#039;, Diplomarbeit, Universität Wien 2012, S. 688&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass er etwa Tumuli und mittelalterliche&lt;br /&gt;
Hausberge als „altgermanische Opfer- oder Tempelstätten“ zu interpretieren suchte, wurde schon von Zeitgenossen wie [[Josef Szombathy]] als irrig zurückgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto H. Urban: &amp;#039;&amp;#039;„… und der deutschnationale Antisemit Dr. Matthäus Much“ – der Nestor der Urgeschichte Österreichs?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeologia Austriaca&amp;#039;&amp;#039; 86, 2002, S. 7–43, hier S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde am [[Wiener Zentralfriedhof]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedhoefewien.at/grabsuche?submitHidden=true&amp;amp;name=Matthäus%20Much&amp;amp;jdb_von=1909&amp;amp;jdb_bis=1909&amp;amp;friedhof=046 Grabstelle Matthäus Much], Wien, Zentralfriedhof, Gruppe 43, Gruppe Erweiterung H, Reihe 2, Nr. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Tod wurde ihm in der Zeit des [[Nationalsozialismus]] Anerkennung zuteil durch die Stiftung des Matthäus- und Rudolf-Much-Preises bei der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften in Wien]]. Die erste Verleihung erfolgte 1942 an den Nationalsozialisten [[Martin Hell]].&amp;lt;ref&amp;gt;Otto H. Urban: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;...und der deutschnationale Antisemit Dr. Matthäus Much&amp;quot; – der Nestor der Urgeschichte Österreichs?&amp;#039;&amp;#039; In: Archaeologia Austriaca 86, 2002, S. 7–43, hier S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kupferzeit in Europa und ihr Verhältnis zur Kultur der Indogermanen&amp;#039;&amp;#039; (Wien 1886)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kunsthistorischer Atlas&amp;#039;&amp;#039; (Wien 1889)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Heimat der Indogermanen im Lichte der urgeschichtlichen Forschung&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1902)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Trugspiegelung orientalischer Kultur in den vorgeschichtlichen Zeitaltern Nord- und Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039; (Jena 1907)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|6|400||Much Matthäus|H. Kerchler}}&lt;br /&gt;
* [[Oswald Menghin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Neuaufstellung der Sammlung Much&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Urania&amp;#039;&amp;#039; 6, 1913, S. 601–604.&lt;br /&gt;
* [[Jan Filip (Prähistoriker)|Jan Filip]]: &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädisches Handbuch zur Ur- und Frühgeschichte Europas 2&amp;#039;&amp;#039;, Prag 1969, S. 862.&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|249||Much, Matthäus J.|[[Otto Helmut Urban]]|119554518}}&lt;br /&gt;
* Otto H. Urban: &amp;#039;&amp;#039;„… und der deutschnationale Antisemit Dr. Matthäus Much“ – der Nestor der Urgeschichte Österreichs?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeologia Austriaca&amp;#039;&amp;#039; 86, 2002, S. 7–43. ([http://www.jstor.org/stable/23783994?seq=1#page_scan_tab_contents Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Brigitte Fuchs: &amp;#039;&amp;#039;»Rasse«, »Volk«, Geschlecht. Anthropologische Diskurse in Österreich 1850 - 1960&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt/Main [u.&amp;amp;nbsp;a.], 2003.&lt;br /&gt;
* Frank Olaf Luckscheiter: &amp;#039;&amp;#039;Matthäus  Much,  „Schliemann  Niederösterreichs“  und deutschnationaler Antisemit&amp;#039;&amp;#039;, 2012, Diplomarbeit an der Universität Wien, [http://othes.univie.ac.at/23822/1/2012-10-26_0106345.pdf Online]&lt;br /&gt;
* Ottfried Becker: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Matthäus Much (1832–1909): eine dokumentarische Biographie&amp;#039;&amp;#039;, Baden-Baden: Tectum 2019 (Wissenschaftliche Beiträge aus dem Tectum Verlag. Reihe Geschichtswissenschaft; 42), ISBN 978-3-8288-4350-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119554518|LCCN=no/2008/179776|VIAF=45114674}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Much, Matthaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prähistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmalpfleger (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der völkischen Bewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1832]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Much, Matthäus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Heimat- und Vorgeschichtsforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1832&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Göpfritz an der Wild]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Dezember 1909&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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