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	<title>Matthäus Enzlin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:51:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-05-14T03:58:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Matthaeus-enzlin.jpg|mini|Matthäus Enzlin]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthäus Enzlin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Matthaeus Entzlin&amp;#039;&amp;#039;; * [[16. Mai]] [[1556]] in [[Stuttgart]]; † [[22. November]] [[1613]] in [[Bad Urach|Urach]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Jurist]], [[Hochschullehrer]] und Geheimer Rat des [[Herzogtum Württemberg|Herzogtums Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Matthäus Enzlin war der Sohn des Kirchenratsdirektors [[Johann Enzlin]] (* ca. 1530 in Ditzingen; † 1601 in Stuttgart) und dessen Ehefrau Maria Alber (* 1528; † 1591 in Stuttgart).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enzlin studierte an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] beide Rechte und schloss 1577 mit einer [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab. Nach ersten Vorlesungen wurde er an das [[Reichskammergericht]] [[Speyer]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Ruf als ausgezeichneter Jurist brachte ihm 1581 eine Berufung als ordentlicher Professor an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] durch Kurfürst [[Ludwig VI. (Pfalz)|Ludwig VI.]] von der Pfalz ein. Dort wurde er Rektor von 1583 bis 1584. Als 1585 sein Gönner verstarb, wechselte Enzlin an die [[Eberhard Karls Universität Tübingen]] und wurde dort sofort vollberechtigtes Senatsmitglied. Als solches wurde er in den Jahren 1588 bis 1589 und 1591 zum Rektor der Universität berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1581 heiratete Matthäus Enzlin Sabina Varnbüler, die Tochter des Kollegen [[Nikolaus Varnbüler]] von der Universität [[Tübingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herzog [[Friedrich I. (Württemberg, Herzog)|Friedrich I.]] ernannte Enzlin zum &amp;#039;&amp;#039;Rat von Hause aus&amp;#039;&amp;#039;. Enzlin nahm, nachdem er 1599 offiziell zum [[Geheimer Rat|Geheimen Rat]] ernannt worden war, auch diesen Titel gerne an. Er unterstützte seinen Dienstherrn bei einer [[Absolutismus|frühabsolutistisch]]-[[Merkantilismus|merkantilistischen]] Regierungsweise. Er verfasste ein Dekret zum [[Tübinger Vertrag]], dem Landesgrundgesetz von 1514. Mit dieser Erklärung konnte Herzog Friedrich I. 1607 die Macht der Landstände zerschlagen. Nach dem Tod von Herzog Friedrich I. 1608 wurde der verhasste Enzlin wegen [[Korruption]], [[Vermögensdelikt|Unterschlagung]], [[Straftaten im Amt|Amtsmissbrauch]] und diverser anderer, damals nicht unüblicher Delikte angeklagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Herzog [[Johann Friedrich (Württemberg)|Johann Friedrich]] beauftragte Untersuchungskommission hielt sie für so schwerwiegend, dass Enzlin der &amp;#039;&amp;#039;peinliche Prozeß&amp;#039;&amp;#039; eröffnet werden sollte. Enzlin war klar, dass ihm damit nicht nur die [[Todesstrafe]] als Ergebnis drohte, sondern auch die [[Folter]] während der Untersuchung, weshalb er ein Geständnis ablegte und [[Urfehde]] schwor. Durch dieses Entgegenkommen wurde er zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslänglicher Haft]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Enzlin mit Hilfe seiner Verwandten mehrere Befreiungsversuche aus der Festung [[Hohenneuffen]] unternommen hatte, wurde er auf die [[Burg Hohenurach]] verlegt. Hier versuchte er sich aus dem Gefängnis freizupressen, indem er drohte, Staatsgeheimnisse zu verraten. 1613 wurde ein zweites Verfahren gegen Enzlin eröffnet, in dem er dann vor allem wegen Bruchs der Urfehde zum Tode verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. November 1613 wurde das Urteil öffentlich auf dem Marktplatz von Urach durch Enthaupten vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Obwohl Enzlin persönlich nicht schuldlos gewesen war, ist die Tatsache bemerkenswert, dass er nicht wegen Verletzung des Tübinger Vertrages verurteilt wurde. Erstaunlich hingegen ist, dass der Jurist Enzlin in die Falle tappte, ein Geständnis ablegte und Urfehde schwor. So sah der seit 1608 wieder in alter Form gültige Tübinger Vertrag die Todesstrafe lediglich im Falle von [[Hochverrat]] vor, weshalb Enzlin in seinem zweiten Prozess hingerichtet wurde. Die Verletzung des Tübinger Vertrages und der anderen Delikte war hingegen nur mit Geldstrafe zu ahnden. Wahrscheinlich wäre Enzlin davongekommen, wenn er nicht klein beigegeben hätte. So konnte der Landprokurator [[Georg Eßlinger]], der ebenfalls Herzog Friedrich I. gedient hatte, seinen Kopf retten. Eßlinger war in ähnlicher Form angeklagt worden, beharrte jedoch von Anfang an auf der Unrechtmäßigkeit des Verfahrens und musste 1615 freigelassen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Kretzschmar (Archivar)|Robert Kretzschmar]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwei politische Gefangene auf dem Hohenneuffen. Matthäus Enzlin und Joseph Süß Oppenheimer&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;– ein Vergleich&amp;#039;&amp;#039;. In: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, [[Peter Rückert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burg und Festung Hohenneuffen. Neue Forschungen zu Herrschaft, Politik und Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg i. Allgäu 2024, ISBN 978-3-95976-495-7, S. 198–213.&lt;br /&gt;
* Johann Morhard: &amp;#039;&amp;#039;Haller Haus-Chronik&amp;#039;&amp;#039;, Schwäbisch Hall. Eppinger 1962, S. 88–89,105.&lt;br /&gt;
* {{NDB|4|542|543|Enzlin, Matthäus|Bernd Ottnad|119663805}}&lt;br /&gt;
* Karl Pfaff: &amp;#039;&amp;#039;Matthäus Enzlin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wirtenbergischer Plutarch. Lebensbeschreibungen berühmter Wirtenberger&amp;#039;&amp;#039;. Band I, Esslingen 1830, S. 11–35.&lt;br /&gt;
* Christian F. Sattler: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Herzogthums Würtenberg&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; unter der Regierung der Herzogen&amp;#039;&amp;#039;. Band VI, Tübingen 1773, S. 16–23.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|119663805}}&lt;br /&gt;
* [http://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/wlbblb_personen/119663805/Enzlin+Matth%C3%A4us Eintrag bei LEO-BW]&lt;br /&gt;
* [http://www.wirtemberg.de/matthaeus-enzlin.htm Mattäus Enzlin] bei wirtemberg.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119663805|VIAF=45116330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Enzlin, Matthaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtswissenschaftler (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Altwürttemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Rat (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1556]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1613]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Enzlin, Matthäus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Enzlin, Matthias; Entzlin, Matthias; Entzlin, Matthaeus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Hochschullehrer und Geheimer Rat des Herzogtums Württemberg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Mai 1556&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. November 1613&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Urach|Urach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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