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	<title>Mattenenglisch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:30:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mattenenglisch&amp;diff=185585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, deutsch, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-02-24T17:47:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, deutsch, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mattenenglisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[berndeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;Matten&amp;#039;änglisch,&amp;#039;&amp;#039; in der Spielsprache &amp;#039;&amp;#039;Itteme-Inglische&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Sonder- und Geheimsprache, die im [[Mattequartier]] in [[Bern]] und überhaupt von der Stadtberner Unterschicht angewandt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist mehrdeutig. Teilweise wird er sowohl auf den stark [[rotwelsch]] angereicherten Sonderdialekt des Mattequartiers wie auch auf dessen Geheimsprache ([[Spielsprache]]) angewendet (so von Otto von Greyerz und Roland Ris, siehe Bibliographie), teilweise nur auf die Spielsprache (so von den Vertretern des Matteänglisch-Club, siehe Bibliographie). Im letzteren Fall wird der Dialekt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mattenberndeutsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mattedialekt&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herleitung von &amp;#039;&amp;#039;-englisch&amp;#039;&amp;#039; ist umstritten. [[Otto von Greyerz]] dachte 1929 an eine Verballhornung von &amp;#039;&amp;#039;Engi,&amp;#039;&amp;#039; einer schon im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erwähnten Strassenenge im damaligen Mattequartier;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto von Greyerz: &amp;#039;&amp;#039;Das Berner Mattenenglisch und sein Ausläufer, die Berner Bubensprache.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Archiv für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039; 29 (1929), S.&amp;amp;nbsp;220.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine andere, erstmals 1961 geäusserte Vermutung geht dahin, dass «Englisch» verallgemeinernd für eine nicht verstandene (Geheim-)Sprache steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Matteänglisch-Club Bärn: &amp;#039;&amp;#039;Matteänglisch. Geschichte der Matte, Dialekt und Geheimsprache.&amp;#039;&amp;#039; Bargezzi, Bern 1969, S.&amp;amp;nbsp;105. «Englisch» hätte damit die gleiche Bedeutung wie «welsch» in [[Rotwelsch]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Dialekt der Matte (Mattenberndeutsch, Mattedialekt) ==&lt;br /&gt;
Während die [[Berner Altstadt|Innenstadt Berns]] auf einem Hügel auf der [[Aare]]halbinsel liegt, befindet sich das Mattequartier direkt am Aareufer und ist von der restlichen Stadt deutlich abgetrennt, so dass sich hier eine eigenständige Kultur mit einem eigenständigen Dialekt herausbilden konnte. Die Mätteler waren ursprünglich Taglöhner, Fischer, Fuhrleute und vieles mehr und gehörten damit der städtischen Unterschicht an. Fremdarbeiter und Handelsleute brachten Wörter aus dem [[Französische Sprache|Französischen]] und dem [[Rotwelsch]]en (und damit aus dem [[Hebräische Sprache|Hebräisch]]en und [[Jenische Sprache|Jenischen]]) mit, und aus dem deutschen Wortschatz entstanden durch Vokalwechsel, Konsonantenaustausch und Verballhornungen ganz neue Wortgebilde. So entstand ein [[Soziolekt]], der sich deutlich vom Stadt[[berndeutsch]] der gehobenen Schicht unterschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bekanntes Beispiel für den Mattedialekt ist der Satz &amp;#039;&amp;#039;Tunz mer e Ligu Lehm&amp;#039;&amp;#039; ‚Gib mir ein Stück Brot‘. &amp;#039;&amp;#039;Tunz&amp;#039;&amp;#039; stammt von [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;donner&amp;#039;&amp;#039; ‚geben‘, &amp;#039;&amp;#039;Ligu&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lehm&amp;#039;&amp;#039; sind rotwelsche Varianten des [[hebräische Sprache|hebräischen]] &amp;#039;&amp;#039;lechem&amp;#039;&amp;#039; ‚Brot‘.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto von Greyerz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Berner Mattenenglisch und sein Ausläufer, die Berner Bubensprache.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Archiv für Volkskunde&amp;#039;&amp;#039; 29 (1929), S.&amp;amp;nbsp;226; [[Siegmund A. Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Rotwelschen. Deutsche Gaunersprache.&amp;#039;&amp;#039; Bibliographisches Institut, Mannheim 1956, Nr.&amp;amp;nbsp;3170.  Eine andere Herleitung vertritt &amp;#039;&amp;#039;100 Sekunden. Das Hörlexikon&amp;#039;&amp;#039; vom 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 2013 im Beitrag [https://www.100-sekunden.ch/mattenenglisch/ &amp;#039;&amp;#039;Mattenenglisch&amp;#039;&amp;#039;], wo &amp;#039;&amp;#039;Ligu&amp;#039;&amp;#039; auf [[Griechische Sprache|Griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;[[oligo]]&amp;#039;&amp;#039; ‚ein wenig‘ zurückgeführt wird.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mattenberndeutsch als eigenen Subdialekt gibt es heute infolge der veränderten sozialen Verhältnisse im Quartier und in der Stadt nicht mehr. Dennoch haben sich etliche Ausdrücke des Mattedialekts erhalten, indem sie ins [[Berndeutsch]]e eingeflossen sind, so z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Gieu&amp;#039;&amp;#039; ‚Knabe‘ oder &amp;#039;&amp;#039;Chemp&amp;#039;&amp;#039; ‚Stein‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mattenenglisch als Geheimsprache ==&lt;br /&gt;
Die mattenenglische Geheimsprache ist eine Spielsprache in der Art des sogenannten [[Pig Latin]]. Gebildet wird sie aus den Wörtern des Dialekts wie folgt:&lt;br /&gt;
* Die erste Silbe bis einschliesslich erstem Vokal wird an den Schluss gestellt.&lt;br /&gt;
* Fängt die erste Silbe mit einem Vokal an, wird ein &amp;#039;&amp;#039;h&amp;#039;&amp;#039; eingeschoben und dann die Silbe ans Ende gestellt.&lt;br /&gt;
* An den Anfang wird ein &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&lt;br /&gt;
* Der letzte Buchstabe (ein Vokal) wird durch &amp;#039;&amp;#039;e&amp;#039;&amp;#039; ersetzt.&lt;br /&gt;
So wird &amp;#039;&amp;#039;Bärn&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Irnbe&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;chlaue&amp;#039;&amp;#039; (stehlen) zu &amp;#039;&amp;#039;iuechle&amp;#039;&amp;#039;. Das zuvor genannte bekannte Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Tunz mer e Ligu Lehm&amp;#039;&amp;#039; wird im Mattenenglisch zu &amp;#039;&amp;#039;Inzmer&amp;#039;te e Igu&amp;#039;le Im&amp;#039;le&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Sprachwissenschaft nennt man diesen Typus eine I-E-Sprache. Es gibt heute einen Liebhaberclub, bei dem man Mattenenglisch erlernen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tafel vor der Schifflaube 34 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mattenenglisch Tafel.jpg|mini|In Mattenenglisch geschriebene Tafel]]&lt;br /&gt;
Vor der Schifflaube 34 befindet sich im Boden eingelassen eine Tafel mit dem Text &amp;quot;Iehe ische ds&amp;#039;Issfe itme ide Iudge-icklischte idne irve-ibegre!&amp;quot;, was übersetzt &amp;quot;Hier ist das Fass mit den Goldstückchen nicht vergraben!&amp;quot; bedeutet. Die Tafel wurde von einem Musiker namens Res Margot ohne Bewilligung installiert, nachdem innert kürzester Zeit das Tiefbauamt den Boden an dieser Stelle vor seiner Wohnung dreimal aufgerissen hatte. Dies in Anspielung auf ein Gerücht, wonach Goldschmiede versuchten ihr Gold vor napoleonischen Truppen während der Besetzung von Bern 1798 zu verstecken.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Ott: [https://www.derbund.ch/an-dieser-tafel-scheiden-sich-die-geister-105415031833 &amp;#039;&amp;#039;An dieser Tafel scheiden sich die Geister&amp;#039;&amp;#039;], publiziert am 26. Juli 2010, abgerufen am 15. August 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto von Greyerz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Berner Mattenenglisch und sein Ausläufer, die Berner Bubensprache.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde|Schweizerisches Archiv für Volkskunde]]&amp;#039;&amp;#039; 29 (1929), S.&amp;amp;nbsp;217–255 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=sav-001:1929:29::289 Seite mit Link zur Online-Ressource]); erneut unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;E Ligu Lehm. Das Berner Mattenenglisch.&amp;#039;&amp;#039; Lukianos, Liebefeld 1967; Neuauflage Fischer Media, Bern 1999 (mit einem Vorwort von [[Roland Ris]]), ISBN 3-85681-437-X.&lt;br /&gt;
* Matteänglisch-Club Bärn: &amp;#039;&amp;#039;Matteänglisch. Geschichte der Matte, Dialekt und Geheimsprache.&amp;#039;&amp;#039; Bargezzi, Bern 1969; 8.&amp;amp;nbsp;Auflage 2001.&lt;br /&gt;
* Ernst Marbach: &amp;#039;&amp;#039;Mattegieu-Gschichte.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Beitrag über das Berner Mattenenglisch und einem Wörterverzeichnis von [[Roland Ris]]. Emmentaler Druck, Langnau 1989, ISBN 3-85654-878-5.&lt;br /&gt;
* A. Rollier: &amp;#039;&amp;#039;Berner Mattenenglisch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für deutsche Wortforschung&amp;#039;&amp;#039; 2, 1902, 51–57.&lt;br /&gt;
* Hans Markus Tschirren, Peter Hafen: &amp;#039;&amp;#039;Ittu’me inglisch’e – Mätteänglisch. Die Matte und ihre Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Weber, Thun/Gwatt 2016, ISBN 978-3-03818-105-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.matteaenglisch.ch Website] des &amp;#039;&amp;#039;Matteänglisch-Club Bärn&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://matteaenglisch.e-meile.ch Online-Übersetzer]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=dxsxjXp_His Vortrag von Peter Hafen] auf [[YouTube]]&lt;br /&gt;
* [[Christoph Landolt]]: [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/mattenberndeutsch Gieu, iu, Schwoscht und Konsorten: das Mattenberndeutsche] und [https://www.idiotikon.ch/wortgeschichten/mattenenglisch Ittemeinglische – Mattenenglisch] (&amp;#039;&amp;#039;Wortgeschichten&amp;#039;&amp;#039; vom 19. und 26. März 2014, herausgegeben vom [[Schweizerisches Idiotikon|Schweizerischen Idiotikon]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizerdeutsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alemannischer Dialekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziolekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rotwelschvariante]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielsprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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