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	<title>Matrikularbeitrag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:32:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matrikularbeitrag&amp;diff=967224&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orthographus: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2019-12-25T13:54:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matrikularbeitrag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein historischer Begriff für von Teilgebieten an eine höhere staatliche Instanz zu leistende finanzielle [[Umlage]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Als Matrikularbeiträge wurden zunächst die Zahlungen der in den [[Reichsmatrikel]]n verzeichneten [[Reichsstände]] an das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige römische Reich]] während der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] bezeichnet. Sie gehörten zu den [[Reichssteuer (HRR)|Reichssteuern]]. Zu solchen entwickelten sich auch die (ursprünglich ausnahmsweisen, zweckgerichteten und freiwilligen) „Charitativsubsidien“ der [[Reichsritterschaft]], welche nicht zu den Reichsständen zählte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Zahlungsverpflichtungen bestanden in der Zeit des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]] im 19. Jahrhundert für dessen Mitgliedstaaten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung während des Deutschen Kaiserreichs ==&lt;br /&gt;
Auch die Finanzbeiträge der Länder zum Haushalt des [[Deutsches Kaiserreich|deutschen Kaiserreichs]] von 1871 bis 1918 wurden als Matrikularbeiträge bezeichnet. Diese bildeten zunächst die Grundlage für die Einnahmen des Reiches. Hinzu kamen die direkt an das Reich fließenden [[Zoll (Abgabe)|Zölle]], einige gemeinsame [[Verbrauchsteuer]]n sowie Einnahmen etwa aus dem Post- und Telegraphenwesen. Die Höhe der von den einzelnen Ländern zu zahlenden Matrikularbeiträge bemaß sich in erster Linie nach der Zahl der Einwohner, nicht nach der Wirtschaftskraft der Einzelstaaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Matrikularbeiträge war das Reich zunächst abhängig von den Bundesstaaten. Der Drang nach eigenen Einnahmen war ein Grund für die Einführung von (Schutz-)Zöllen nach 1878 sowie für die Einführung einer Reihe indirekter Steuern wie der Tabaksteuer. Betrug der Anteil der Matrikularbeiträge in den ersten Jahren des Kaiserreichs etwa 15 bis 20 Prozent der Reichseinkünfte, waren es nach 1879 nur noch 4,5 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschaffung der Matrikularbeiträge ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Erzbergersche Reform|Erzbergerschen Finanz- und Steuerreform]] 1919/20 entstand u.&amp;amp;nbsp;a. eine einheitliche [[Reichsabgabenordnung]]. Damit wurden die Matrikularbeiträge abgeschafft, wodurch der Zentralstaat nicht mehr „Kostgänger der Länder“ war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung des Begriffs im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Anknüpfend an diese begriffliche Tradition erhob auch das [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistische Regime]] zur wirtschaftlichen Ausbeutung Matrikularbeiträge in einigen besetzten Gebieten. So hatte das [[Reichsprotektorat Böhmen und Mähren]] an das Deutsche Reich für den „Schutz“ des Reiches zwischen 1940 und 1945 42 Milliarden Kronen zu überweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://upload.bruenn.org/GESCHICHTEVERSTEHEN/pdf/GESCHICHTEVERSTEHEN.pdf | wayback=20120111070713 | text=Geschichteverstehen. Entwicklung der deutsch-tschechischen Beziehungen 1848-1949}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
Auch heute noch werden finanzielle Umlagen gelegentlich als Matrikularbeiträge bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buchnrw.de/action.php?id=581&amp;amp;action=print Matrikularbeitrag für das Sozialwerk des Deutschen Buchhandels]&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Ulrich Wehler: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 3: Von der deutschen Doppelrevolution bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges. 1849–1914.&amp;#039;&amp;#039; München 1995, ISBN 3-406-32490-8. S. 886f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==  &lt;br /&gt;
{{wikisource|Gesetz, betreffend die anderweitige Feststellung der Matrikularbeiträge zur Deckung der Gesammtausgaben für das Jahr 1869|Gesetz, betreffend eine anderweitige Feststellung der Matrikularbeiträge zur Deckung der Gesammtausgaben für das Jahr 1869. Vom 5. Mai 1871.}}&lt;br /&gt;
*[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=111041#Matr%C3%ADkel Eintrag in Meyers Konversationslexikon 1885ff.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steuerrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orthographus</name></author>
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