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	<title>Mathildische Güter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T14:55:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;RudolfinetheFree: Verlinkukgen, Verständnis und noch Titel &quot;Rex romanorum&quot; zu dieser Zeit</title>
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		<updated>2025-10-27T15:05:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkukgen, Verständnis und noch Titel &amp;quot;Rex romanorum&amp;quot; zu dieser Zeit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mathildischen Gütern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelte es sich um ein nicht zusammenhängendes, ausgedehntes [[mittelalter]]liches Territorium in der [[Toskana]], in der [[Emilia (Region)|Emilia]] und der [[Lombardei]], das vor allem im 12. Jahrhundert eine entscheidende Rolle für die Italienpolitik römisch-deutscher [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] und [[Römisch-deutscher König|Könige]] sowie die Territorialpolitik der [[Papst|Päpste]] spielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren Namen haben die Mathildischen Güter von [[Mathilde von Canossa]], 1069 bis zu ihrem Tod 1115 regierte sie selbständig als [[Markgraf|Markgräfin]] auf der [[Canossa (Burg)|Burg Canossa]]. Ihr weit gestreuter Herrschaftsbereich umfasste die Toskana, [[Mantua]], [[Parma]], [[Reggio nell’Emilia|Reggio]], [[Piacenza]], [[Ferrara]], [[Modena]], einen Teil von [[Umbrien]], [[Spoleto]], den [[Kirchenstaat]] von [[Viterbo]] bis [[Orvieto]] und einen Teil der Mark [[Ancona]], teilweise als [[Allod]]ien, teilweise als [[Lehnswesen|Reichslehen]]. Um 1080 verschenkte sie ihre Güter in Ober- und Mittelitalien an den Heiligen Stuhl, von dem sie sie als Lehen zurückerhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedürftig1&amp;quot;&amp;gt;[[Friedemann Bedürftig]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Staufer&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt, 2006, ISBN 3-89678-288-6, S. 118f&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits 1107 vermachte sie ihre Besitzungen dem Heiligen Stuhl. 1111 setzte sie zusätzlich Kaiser [[Heinrich V. (HRR)|Heinrich V.]] als Erben ein, nachdem sie ihn als ihren Lehnsherrn anerkannt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Laudage]], &amp;#039;&amp;#039;Die Salier. Das erste deutsche Königshaus&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München, 3. Auflage 2011, ISBN 978-3-406-53597-0, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt; Als sie 1115 starb, beanspruchten sowohl Papst [[Paschalis II.]] als auch Heinrich V. das Gebiet. Beide beriefen sich auf die Verfügungen Mathildes; der Kaiser beanspruchte zusätzlich verschiedene Territorien als [[Heimfall|heimgefallene]] Reichslehen. Es ist unklar, ob der Kaiser die frühere Schenkung Mathildes anerkannte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedürftig1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaiser [[Lothar III. (HRR)|Lothar III.]] handelte 1133 einen Kompromiss mit der [[Kurie]] aus, der vorsah, dass die Mathildischen Güter Eigentum des Papstes seien, er aber gegen Zahlung von 100 Pfund Silber jährlich weiterhin in ihrem Besitz blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedürftig1&amp;quot; /&amp;gt; 1137 belehnte Lothar seinen Schwiegersohn [[Heinrich der Stolze|Heinrich den Stolzen]], der bereits zuvor Markgraf von Tuszien geworden war, mit den Mathildischen Gütern. Damit war das Territorium der [[Welfen]] beträchtlich gewachsen und Heinrich wurde zum aussichtsreichsten Anwärter auf die Nachfolge Lothars. Als dann jedoch [[Konrad III. (HRR)|Konrad III.]] König wurde, spielten die Mathildischen Güter eine wichtige Rolle in der Auseinandersetzung zwischen [[Staufer]]n und Welfen. Konrad III., der sich als Erbe Heinrichs V. ansah, bemühte sich 1128 bis 1130 gegen den päpstlichen Widerstand um die Inbesitznahme der Mathildischen Güter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrichs Nachfolge als Inhaber der Güter trat sein Bruder [[Welf VI.]] an, der diese Aufgabe jedoch kaum wahrnahm. 1159 forderte Papst [[Hadrian IV.]] die Rückgabe an den Heiligen Stuhl. Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Barbarossa]] beanspruchte 1158 die Güter auf dem Reichstag von [[Roncaglia]] kraft Reichsrecht&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedürftig&amp;quot;&amp;gt;Friedemann Bedürftig, &amp;#039;&amp;#039;Die Staufer&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt, 2006, ISBN 3-89678-288-6, S. 119&amp;lt;/ref&amp;gt;, kaufte Welf VI. 1173/74 die Territorien ab&amp;lt;ref&amp;gt;Opll, Ferdinand: &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Barbarossa&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt, ISBN 978-3-89678-665-4, 2009, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; und organisierte ihre Verwaltung 1158/59 neu. Dadurch rückten die Gebiete aber wieder in den Brennpunkt der Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst – nicht zuletzt, weil sie in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kirchenstaat lagen. Im Rahmen der Friedensverhandlungen von [[Anagni]] 1176 nach der [[Schlacht von Legnano]] kündigte Friedrich Barbarossa schließlich die komplette Rückgabe der Mathildischen Güter an den Papst an. Im darauf folgenden Jahr 1177 konnte der Kaiser diese päpstliche Forderung im Frieden von Venedig jedoch wieder rückgängig machen und erreichte unter anderem die päpstliche Anerkennung eines 15-jährigen Nutzungsrechtes zumindest für Teile der Mathildischen Güter. Auch im Frieden von Konstanz 1183 wurde keine dauerhafte Einigung erzielt. Unter [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrich VI.]] gab es 1192 erneute Verhandlungen über eine Rückgabe der restlichen Territorien an den Apostolischen Stuhl. Auch [[Philipp von Schwaben]] und sein Nachfolger [[Otto IV. (HRR)|Otto IV.]] beanspruchten die Mathildischen Güter für sich. Mit der [[Goldbulle von Eger]] 1213 verzichtete erst der Stauferkaiser [[Friedrich II. (HRR)|Friedrich II.]] namens des Reiches auf deren Besitz. Allerdings waren die einstmals ungleich größeren Güter durch Ansprüche der Kommunen, wie Modena und Reggio geschrumpft, die die Mathildischen Vasallen zu [[Bürgereid]]en genötigt hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedürftig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dante Colli (Text), Pietro Parmiggiani (Illustrationen): &amp;#039;&amp;#039;Nel segno di Matilde&amp;#039;&amp;#039;. Artioli, Modena 1991, ISBN 88-7792-026-2.&lt;br /&gt;
* Thomas Groß: &amp;#039;&amp;#039;Lothar III. und die Mathildischen Güter&amp;#039;&amp;#039;. Lang, Frankfurt/M. 1990, ISBN 3-631-42399-3 (zugl. Dissertation, Univ. Münster 1988).&lt;br /&gt;
* [[Alfred Overmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Gräfin Mathilde von Tuscien. Ihre Besitzungen; Geschichte ihres Gutes von 1115–1230 und ihre Regesten&amp;#039;&amp;#039;. Edition Minerva, Frankfurt/M. 1965 (Nachdr. d. Ausg. Innsbruck 1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Italien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RudolfinetheFree</name></author>
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