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	<title>Mathilde Jacob - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T08:04:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mathilde_Jacob&amp;diff=634077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Longino: Klarstellung Grabstelle</title>
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		<updated>2025-11-13T22:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klarstellung Grabstelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2010-11-3 Berlin-Friedrichshain Angela M. Arnold fec (35).JPG|mini|Mathilde Jacob auf einem Relief der Bildhauerin [[Ingeborg Hunzinger]] (1996), vor dem Verlagsgebäude des &amp;#039;&amp;#039;Neuen Deutschland&amp;#039;&amp;#039; am Franz-Mehring-Platz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Altonaer Straße 26 (Hansa) Mathilde Jacob.jpg|mini|[[Stolpersteine|Stolperstein]], Altonaer Straße 26, in [[Berlin-Hansaviertel]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathilde Jacob Gedenktafel.jpg|mini|Gedenktafel auf dem Grab ihrer Eltern auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mathilde Jacob&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. März]] [[1873]] in [[Berlin]]; † [[14. April]] [[1943]] im [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]) war Übersetzerin und [[Stenotypist]]in. Als Sekretärin und enge Vertraute von [[Rosa Luxemburg]] schmuggelte sie deren Briefe und Manuskripte aus dem Gefängnis und rettete Teile deren Nachlasses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Mathilde Jacob war Tochter des jüdischen Schlachtmeisterehepaares Julius und Emilie Jacob. Als selbstständige Stenotypistin und Übersetzerin lernte sie Ende 1913 über Schreibaufträge für &amp;#039;&amp;#039;[[Sozialdemokratische Korrespondenz|Die sozialdemokratische Korrespondenz]]&amp;#039;&amp;#039; deren Herausgeber [[Julian Balthasar Marchlewski]], [[Franz Mehring]] und Rosa Luxemburg kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tief beeindruckt von der Persönlichkeit Rosa Luxemburgs half Mathilde Jacob der [[Antimilitarismus|Antimilitaristin]] insbesondere während der mehrmaligen Inhaftierung. Das ging von der Versorgung der Wohnung (inklusive der Katze Mimi) bis hin zum Schmuggeln von Briefen und hochpolitischen Manuskripten aus dem Gefängnis.&lt;br /&gt;
Als Mathilde Jacob im Mai 1919 selbst kurz in Haft saß, erfuhr sie vom Tod Rosa Luxemburgs, deren Leiche sie auch identifizieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie den großen Verlust psychologisch verarbeitet hatte, schloss sie sich dem ehemaligen Verteidiger Luxemburgs, [[Paul Levi]], an, der im März 1919 Vorsitzender der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) wurde. Nachdem dieser 1921 auf Grund von Meinungsverschiedenheiten über die [[Märzkämpfe in Mitteldeutschland|Märzaktion]] aus der KPD ausgeschlossen wurde, gründete er die [[Kommunistische Arbeitsgemeinschaft]] (KAG) und trat mit Mathilde Jacob 1922 zunächst der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] und mit deren Mehrheit der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier unterstützte sie Paul Levi bei der Herausgabe verschiedener Publikationen, wie der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Unser Weg]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Levis 1930 zog sich Mathilde Jacob von allen politischen Tätigkeiten zurück, hielt jedoch nach 1933 Kontakte zu [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskreisen]].&lt;br /&gt;
Als Jüdin musste sie die Repressalien und Einschränkungen des [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Naziregimes]] ertragen. Sie konnte sich nur mit einer kleinen Rente und gelegentlichen Schreibarbeiten über Wasser halten, bis sie schließlich am 27. Juli 1942 abgeholt und ins Konzentrationslager Theresienstadt [[Deportation|deportiert]] wurde, wo sie am 14. April 1943 starb. Eine Gedenkplatte befindet sich am Grab ihrer Eltern auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Ihr Leben und ihre Leistungen wurden von [[Heinz Knobloch]] erstmals recherchiert und 1985 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Meine liebste Mathilde &amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht.&lt;br /&gt;
Als historisches Verdienst wird Mathilde Jacob insbesondere angerechnet, dass sie 1915 Rosa Luxemburgs Manuskript &amp;#039;&amp;#039;Die Krise der Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039; aus dem Gefängnis schmuggelte und für Druck und Verbreitung sorgte.&lt;br /&gt;
Als weitere historische Tat gilt die Rettung von Teilen des Rosa-Luxemburg-Nachlasses, den Mathilde Jacob sorgfältig verwaltete und 1939 einem amerikanischen Historiker übergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GTafel Mathilde Jacob.jpg|mini| Gedenktafel am Rathaus Tiergarten in [[Berlin-Moabit]]]]&lt;br /&gt;
1995 wurde der Rathausvorplatz des damaligen Berliner [[Bezirk Tiergarten|Bezirks Tiergarten]] nach ihr benannt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=02 |id=M274 |zlb98=1319 |kaupert=Mathilde-Jacob-Platz-10551-Berlin |name=Mathilde-Jacob-Platz}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1997 eine dazugehörige Gedenktafel am Rathaus eingeweiht. Seit der Berliner Bezirksfusion 2001 gehört der Mathilde-Jacob-Platz&amp;amp;nbsp;1 nun zum [[Bezirk Mitte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1996 wurde vor dem [[Verlagsgebäude Neues Deutschland|Verlagsgebäude des Neuen Deutschland]] am Franz-Mehring-Platz eine Terrakotta-Stele zu Ehren von Mathilde Jacob aufgestellt, die von der Künstlerin [[Ingeborg Hunzinger]] geschaffen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Mai 2011 wurde vor ihrem ehemaligen Wohnhaus, Altonaer Straße 26, in [[Berlin-Hansaviertel]], ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] für sie verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufbrüche. Frauengeschichten aus Tiergarten 1850-1950&amp;#039;&amp;#039;. Kulturamt Tiergarten, Berlin 1999.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]], Kurt Wernicke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Tiergarten. Das Bezirkslexikon.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2000.&lt;br /&gt;
* Mathilde Jacob: &amp;#039;&amp;#039;Von Rosa Luxemburg und ihren Freunden in Krieg und Revolution 1914-1919&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. und eingeleitet von Sibylle Quack und [[Rüdiger Zimmermann]]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung]]&amp;#039;&amp;#039; (IWK), Dezember 1988, Band&amp;amp;nbsp;24, Heft&amp;amp;nbsp;4, S.&amp;amp;nbsp;435–515; {{ISSN|0046-8428}} (ein Auszug der S.&amp;amp;nbsp;490–498 und 505 f. Auch in: [[Andreas Lixl-Purcell]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen deutsch-jüdischer Frauen 1900-1990.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig 1992, ISBN 3-379-01423-0, S.&amp;amp;nbsp;105–119).&lt;br /&gt;
* [[Heinz Knobloch]]: &amp;#039;&amp;#039;Meine liebste Mathilde. Das unauffällige Leben der Mathilde Jacob.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1985.&lt;br /&gt;
* [[Ottokar Luban]]: &amp;#039;&amp;#039;Mathilde Jacob. Mehr als Rosa Luxemburgs Sekretärin. Mit dem Text von M. Jacobs einziger öffentlicher Rede (19.12.1920)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung]].&amp;#039;&amp;#039; Heft III, 2002, S.&amp;amp;nbsp;110–128. {{ISSN|1610-093X}}.&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/mathilde-jacob?ID=4513 &amp;#039;&amp;#039;Jacob, Mathilde&amp;#039;&amp;#039;.] In: {{BibISBN|978-3-320-02130-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Mathilde Jacob|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118556290}}&lt;br /&gt;
* [https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/fahrplanmassige-ankunft-theresienstadt-11-26-uhr &amp;#039;&amp;#039;Fahrplanmäßige Ankunft Theresienstadt 11.26 Uhr.&amp;#039;&amp;#039;] [[der Freitag]], 25.&amp;amp;nbsp;Januar 2002&lt;br /&gt;
* Maren Gottschalk: [https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-mathilde-jacob-sozialistin-geburtstag--100.html &amp;#039;&amp;#039;8. März 1873 – Der Geburtstag von Mathilde Jacob, Freundin und Sekretärin von Rosa Luxemburg.&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR 5]], [[Zeitzeichen (Hörfunksendung)|&amp;#039;&amp;#039;ZeitZeichen&amp;#039;&amp;#039;]], 8. März 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118556290|LCCN=n88065311|VIAF=298127192}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jacob, Mathilde}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (KPD)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KAG-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Mitte ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jacob, Mathilde&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Sozialistin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. März 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Longino</name></author>
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