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	<title>Mathieu Lange - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T02:02:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mathieu_Lange&amp;diff=355748&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 27. Dezember 2024 um 18:19 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen |Artikel ist de facto unbelegt}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mathieu Lange&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Januar]] [[1905]] in [[Düren]]; † [[25. Mai]] [[1992]] in [[Bochum]]) war ein deutscher Musiker, Dirigent und von 1952 bis 1973 Direktor der [[Sing-Akademie zu Berlin]].&lt;br /&gt;
(Seinen ersten Namen Carl trug er seit 1950 nicht mehr.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Lange stammt aus einer Musiker- und Theaterfamilie im [[Rheinland]]. Seine ersten Erfahrungen als Theater-[[Kapellmeister]] sammelte er an der [[Oper Köln]] und in [[Münster]] und kam dann als [[Generalmusikdirektor]] nach [[Göttingen]]. Von dort ging er als Operndirektor und Generalmusikdirektor nach [[Hannover]], bis das [[Opernhaus Hannover|Opernhaus]] von Bomben zerstört wurde. Nach dem Krieg begann er neu als Generalmusikdirektor in der [[Orangerie (Darmstadt)|Darmstädter Orangerie]], dem Ausweichquartier des [[Staatstheater Darmstadt|Landestheaters Darmstadt]], dessen Haus im Krieg zerstört worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathieu Lange suchte sich schon damals gerne für seine Aufführungen vergessene wertvolle Werke heraus. In Göttingen waren es u. a. [[Alessandro Scarlatti]]s &amp;#039;&amp;#039;Il Trionfo dell’Onore&amp;#039;&amp;#039; (für Deutschland die erste Aufführung einer Scarlatti-Oper), außerdem [[Claudio Monteverdi|Monteverdis]] &amp;#039;&amp;#039;[[Il combattimento di Tancredi e Clorinda]]&amp;#039;&amp;#039; (deutsche Erstaufführung) und – ebenfalls eine Ausgrabung Langes – [[Luigi Cherubini]]s Oper &amp;#039;&amp;#039;Démophoon&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Im 1945 völlig kriegszerstörten Darmstadt war Mathieu Lange zusammen mit [[Wolfgang Steinecke]] entscheidend am Aufbau der [[Darmstädter Ferienkurse|Internationalen Ferienkurse für Neue Musik]] beteiligt, wie er überhaupt – auch später – immer wieder Komponisten zeitgenössischer Musik zu Wort kommen ließ. Als musikalischer Leiter für Oper, Sinfonie- und Chorkonzerte kam er zu hohem Ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1948 holte ihn [[Walter Felsenstein]] an die [[Komische Oper Berlin|Komische Oper]] nach [[Ost-Berlin]]. Schon 1941/42 hatte ihn Berlins [[Deutsche Oper Berlin|Deutsches Opernhaus]] für Gastspiele engagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1950 wurde Mathieu Lange als Nachfolger [[Georg Schumann (Komponist)|Georg Schumanns]] zum Direktor der Sing-Akademie zu Berlin berufen. Erstmals am Dirigentenpult stand er dort bereits am 20. November 1949 beim [[Ein deutsches Requiem|Brahms-Requiem]]. (Georg Schumann war bis zu seinem Tode 1952 amtierender Direktor.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin widmete sich Lange neben der intensiven Arbeit mit der Sing-Akademie auch anderen musikalischen Aufgaben: In der &amp;#039;&amp;#039;Tribüne&amp;#039;&amp;#039; brachte er Ende 1950 Strawinskis &amp;#039;&amp;#039;Geschichte vom Soldaten&amp;#039;&amp;#039; in einer bemerkenswerten Serie von über 60 Aufführungen zu Gehör; 1951 hörte man in demselben Theater Boris Blachers &amp;#039;&amp;#039;Romeo und Julia&amp;#039;&amp;#039; und ein Jahr später die Uraufführung von Wolfgang Fortners Pantomime &amp;#039;&amp;#039;Die Witwe von Ephesus&amp;#039;&amp;#039;. In den Berliner Festwochen brachte er 1952 Claudio Monteverdis &amp;#039;&amp;#039;Marienvesper&amp;#039;&amp;#039; als deutsche Erstaufführung heraus, 1953 im Hebbeltheater &amp;#039;&amp;#039;Die Krönung der Poppäa&amp;#039;&amp;#039;. In den Berliner Festwochen führte er – eine kleine Sensation – von ihm entdeckte, bis dahin unbekannte aufsehenerregende Werke des 13-jährigen [[Felix Mendelssohn Bartholdy]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mathieu Lange war mit der Schauspielerin Elli Hall verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v6230217 |titel=Merkblatt für die polizeiliche Registrierung und die Ausstellung einer deutschen Kennkarte, 2. August 1946: Lange-Hall, Elli geb. Hall - HStAD Bestand H 3 Darmstadt Nr. 6246 - |werk=Arcinsys Detailseite |abruf=2024-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Weitere Schritte sollen folgen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; vom 17. Januar 1964, S. 2; ([https://www.nd-archiv.de/ausgabe/1964-01-17 nd-archiv.de], Subskriptionszugriff).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit als Direktor der Sing-Akademie zu Berlin ===&lt;br /&gt;
Jährliche Aufführungen der Oratorien von [[Johann Sebastian Bach|Bach]] an den traditionellen Feiertagen (Matthäus-Passion, H-Moll-Messe, Weihnachtsoratorium), Aufführungen bekannter Werke der großen Chorliteratur, u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Johannes Brahms]], [[Anton Bruckner]], [[Georg Friedrich Händel]], [[Joseph Haydn]], [[Wolfgang Amadeus Mozart]], [[Robert Schumann]], [[Igor Strawinski]], außerdem Aufführungen fast vergessener Werke, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Die Israeliten in der Wüste]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Carl Philipp Emanuel Bach]] und aufsehenerregende Erstaufführungen von Joseph Haydn, [[Claudio Monteverdi]], [[Otto Nicolai]], [[Giovanni Battista Pergolesi]], [[Giacomo Puccini]], [[Alessandro Scarlatti]] und die Uraufführung des bis dahin verschollenen und von Mathieu Lange in Paris entdeckten [[Te Deum (Bizet)|Te Deum]] des jungen [[Georges Bizet]],&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Weiland: &amp;#039;&amp;#039;Untergetaucht im Reich des Vergessens. Das »Te Deum« von Georges Bizet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Zeitschrift für Musik.&amp;#039;&amp;#039; 149, 1988, Heft 10, {{ZDB|1062250-0}}, S. 3–7, hier S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso Aufführungen zeitgenössischer Werke, wie [[Max Baumann (Komponist)|Max Baumanns]] Deutsche Vesper, [[Hans Werner Henze]]s Musen Siziliens (Auftragskomposition) umreißen das breite Repertoire Langes.&lt;br /&gt;
Die begleitenden Orchester waren im Wechsel das [[Berliner Philharmoniker|Berliner Philharmonische Orchester]] und das [[Radio-Symphonie-Orchester Berlin]].&lt;br /&gt;
Konzertreisen führten ihn ins In- und Ausland, so etwa nach Schweden, Frankreich oder Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Mathieu Lange kulturell in einem Vierteljahrhundert geleistet hat, wurde gewürdigt durch die Verleihung des Musikpreises der Deutschen Kritiker (1952), des [[Bundesverdienstkreuz am Bande|Bundesverdienstkreuzes am Bande]] (18. September 1967) und des [[Georg-Friedrich-Händel-Ring]]es (1971).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vdkc.de/cms/index.php/service/georg-friedrich-haendel-ring Georg-Friedrich-Händel-Ring], Verband Deutscher Konzertchöre (VDKC), abgerufen am 16. Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Langes breit gefächertem Schaffen zeugen auch Schallplattenaufnahmen und etliche Einspielungen, insbesondere beim [[Norddeutscher Rundfunk|Norddeutschen Rundfunk]] (NDR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einspielungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Wolfgang Amadeus Mozart: Ein musikalischer Spass, [[Le Chant du Monde]] LDX 8017 (Mono)&lt;br /&gt;
* Carl Maria Von Weber: Der Freischütz (Opern-Querschnitt) [[RIAS-Kammerchor]], Orchester der [[Deutsche Oper Berlin|Städtischen Oper Berlin]], Lieselotte Cloos (Sopran), Sonja Schöner (Sopran), Peter Roth-Ehrgang (Bass), Horst Wilhelm (Tenor), Mathieu Lange (Leitung)&lt;br /&gt;
* Carl Maria von Weber: Der Freischütz (großer Querschnitt), 1964, BACCAROLA 77 869 ZR (Stereo); Lieselotte Cloos (Sopran), Sonja Schöner (Sopran), Peter Roth-Ehrgang (Bass), Horst Wilhelm (Tenor), [[RIAS Kammerchor|Günther Arndt-Chor]] und Orchester der [[Deutsche Oper Berlin|Deutschen Oper Berlin]], Leitung: Mathieu Lange&lt;br /&gt;
* Flötenkonzerte des Barock, 1976, Beteiligung mit dem Konzert für Flöte, Streicher und Continuo G-dur; Burghard Schaeffer (Flöte), Norddeutsches Kammerorchester, Mathieu Lange (Leitung)&lt;br /&gt;
* Otto Nicolai, Te Deum, 1966, [[Sing-Akademie zu Berlin|Singakademie zu Berlin]], Radio-Symphonie-Orchester Berlin, Mathieu Lange (Dirigent), [[Deutsche Grammophon]], Nr. 104 479, Vinyl, LP, Album (Stereo)&lt;br /&gt;
* Giovanni Battista Pergolesi: Stabat Mater; Margot Guilleaume (Sopran), Jeanne Deroubaix (Alt), [[Südwestdeutsches Kammerorchester]], [[Carl Gorvin]] (Einstudierung), Mathieu Lange (Dirigent), Label: Archiv Produktion, 14 098 APM, Series: VIII. Forschungsbereich - Das Italienische Settecento – Serie B: Der Neapolitanische Stilkreis, Vinyl, LP (Mono)&lt;br /&gt;
* Alessandro Scarlatti: Endimione E Cintia, Reri Grist (Sopran), Tatiana Troyanos (Sopran), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Mathieu Lange (Dirigent), Label: Archiv Produktion – 2533 061, Vinyl, LP&lt;br /&gt;
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-dur KV 385 ([[Haffner-Sinfonie]]), Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 83 G-moll (La Poule), Horst Richter (Textbearbeitung), Kammerorchester Berlin, Mathieu Lange (Dirigent), Label: [[Eterna (Plattenlabel)|ETERNA]], 720 042, Vinyl, LP (Mono), [[Deutsche Demokratische Republik]]&lt;br /&gt;
* Albert Lortzing: Zar und Zimmermann (Opern-Querschnitt), Paul Douliez (Textbearbeitung), Sonja Schöner (Sopran), Helmut Krebs (Tenor), Martin Vantin (Tenor), Walter Hauck (Bariton), [[Manfred Jungwirth]] (Bass), Chor und Orchester der Städtischen Oper Berlin, Mathieu Lange (Dirigent), Label: Opera, 3111, Vinyl (LP)&lt;br /&gt;
* [[Franz Konwitschny]], [[Horst Stein]], [[Meinhard von Zallinger]] und Mathieu Lange (Dirigenten): Große Opern, Label: Falcon, L-ST 7069, Vinyl, (LP); Beteiligung Langes: Carl Maria von Weber: Freischütz (Jägerchor), [[Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin]], Richard Wagner: Der fliegende Holländer (Steuermann, laß die Wacht), Chor der [[Komische Oper Berlin|Komischen Oper Berlin]], Rundfunk-Symphonie-Orchester Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gottfried Eberle: &amp;#039;&amp;#039;»Musikalische Ausgrabungen«. Mathieu Lange und seine Funde (1950–1973).&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;200 Jahre Sing-Akademie zu Berlin. Ein Kunstverein für die heilige Musik.&amp;#039;&amp;#039; Nicolai, Berlin 1991, ISBN 3-87584-380-0, S. 198–206.&lt;br /&gt;
* Gottfried Eberle: &amp;#039;&amp;#039;»Klare polyphonische Anschauung« – Mathieu Langes Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Gottfried Eberle, Michael Rautenberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Sing-Akademie zu Berlin und ihre Direktoren.&amp;#039;&amp;#039; Staatliches Institut für Musikforschung. Berlin 1998, ISBN 3-922378-16-1, S.&amp;amp;nbsp;49–53.&lt;br /&gt;
* [[Fred K. Prieberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. CD-ROM-Lexikon, Kiel 2009, 2. Auflage, S. 4404. [https://archive.org/details/handbuch-ns-musiker-prieberg online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|131037382}}&lt;br /&gt;
* {{Discogs|1027180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren der Sing-Akademie zu Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=131037382|LCCN=nr88008092|VIAF=77435540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lange, Mathieu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sing-Akademie zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Düren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musiker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1992]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lange, Mathieu&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lange, Carl Mathieu (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Musiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Mai 1992&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bochum]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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