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	<title>Mathias Rust - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Helium4: /* Flugverlauf und Landung */bild datiert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Flugverlauf und Landung: &lt;/span&gt;bild datiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:4134Mathias Rust crop.JPG|miniatur|hochkant|Mathias Rust (2012)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mathias Rust&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juni]] [[1968]] in [[Hamburg-Rissen]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20221228083232/https://www.abendblatt.de/archive/1989/pdf/19891125.pdf/ASV_HAB_19891125_HA_003.pdf |titel=Einblicke in eine kranke Seele |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1989-11-25 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Privatpilot]], der durch eine Landung am 28.&amp;amp;nbsp;Mai 1987 mit einem Flugzeug vom Typ [[Cessna 172]]&amp;amp;nbsp;P auf der [[Große Moskwa-Brücke|Großen Moskwa-Brücke]] unweit des [[Roter Platz|Roten Platzes]] in [[Moskau]] bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
Rust wuchs in [[Wedel]] auf. Er hat einen vier Jahre jüngeren Bruder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20221228083235/https://www.abendblatt.de/archive/1987/pdf/19870530.pdf/ASV_HAB_19870530_HA_001.pdf |titel=Der Flug nach Moskau |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1987-05-30 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater arbeitete als [[Ingenieur]] bei der [[AEG]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Rust besuchte die [[Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule Wedel|Ernst-Barlach-Realschule]]. Nach dem Schulabschluss begann er eine [[Bank]]lehre, die er aber nicht zu Ende brachte. Er arbeitete anschließend als [[Datentypist]] bei einem Wedeler Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230324124024/https://www.abendblatt.de/archive/1987/pdf/19870530.pdf/ASV_HAB_19870530_HA_003.pdf |titel=Und Mutter packte ihm noch Knäcke ein |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1987-05-30 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine [[Privatpilotenlizenz]] erwarb er beim Aero-Club Hamburg, nachdem er von September 1985 bis August 1986 die vorgeschriebenen 40 Flugstunden absolviert hatte. Die Prüfung bestand er fehlerlos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13522674|Titel=Er macht alles nur nach Plan|Jahr=1987|Nr=23|Datum=1987-06-01|Seiten=126|Kommentar=Interview mit Rusts Flugausbilder Siegfried Heise}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flugverlauf und Landung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Flugroute von Mathias Rust.svg|miniatur|Ungefähre Flugroute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rust, der die Pläne für seine Flüge gegenüber seiner Familie verschwieg („Er ahnt, dass sie ihm von dem waghalsigen Flug abraten würde“, schrieb der &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039; im August 1988)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erich Follath |Titel=„Seit Moskau bin ich ein anderer Mensch“ |Hrsg= |Sammelwerk=Stern |Band=33 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Hamburg |Datum=1988-08-11 |ISBN= |Seiten=18-29 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und seinem Bruder lediglich sagte, er wolle „nach Island, Skandinavien und Helsinki“ fliegen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.youtube.com/watch?v=rEKZSGMKQ_A |titel=Mathias Rust - Brennpunkt - Die Cessna auf dem Roten Platz 1987 - Zusammenschnitt |werk=youtube.com |hrsg= |datum= |zugriff=2019-01-03 |sprache=de }}&amp;lt;/ref&amp;gt; charterte die [[Cessna 172]] P seines Hamburger Luftsportvereins&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ 25.05.07&amp;quot;&amp;gt;Ralf E. Krüger, Anne Grages: [http://www.wz-newsline.de/home/gesellschaft/leute/moskau-flug-der-kremlflieger-pokert-hoch-1.465404 &amp;#039;&amp;#039;Moskau-Flug: Der Kremlflieger pokert hoch.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Westdeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 25. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; für einen „Rundflug über die Nordsee“&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ 28.05.07&amp;quot;&amp;gt;Thomas Urban: [http://www.sueddeutsche.de/panorama/sensationsflug-im-kalten-krieg-die-wahrheit-liegt-neben-dem-platz-1.923903 &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit liegt neben dem Platz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; und startete in [[Flughafen Hamburg|Hamburg-Fuhlsbüttel]]. Bei einer Zwischenlandung auf dem [[Flugplatz Uetersen/Heist]] bei [[Hamburg]] baute er die Rücksitzbank der viersitzigen Maschine aus, um Platz für zusätzliche Treibstoffkanister zu schaffen, und flog am 13. Mai 1987 über [[Shetland-Inseln|Shetland]] auf die [[Färöer|Färöer-Inseln]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[RP Online]]: [https://rp-online.de/politik/ausland/wie-mathias-rust-moskau-duepierte_aid-14286577 &amp;#039;&amp;#039;Hobby-Pilot landet auf Rotem Platz: Wie Mathias Rust Moskau düpierte&amp;#039;&amp;#039;], Moskau, Doris Heimann, 28. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rust flog in den folgenden Tagen nach [[Flughafen Keflavík|Keflavík]] ([[Island]]), nahe [[Reykjavík]], dem Ort des letzten [[Gipfeltreffen in Reykjavík|amerikanisch-sowjetischen Gipfeltreffens]] vom Oktober 1986, bei dem sich [[Ronald Reagan]] und [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Michail Gorbatschow]] begegnet waren. Anschließend flog er über die [[Shetland-Inseln]], [[Bergen (Norwegen)|Bergen]] ([[Norwegen]]) nach [[Finnland]], wo er auf dem [[Flughafen Helsinki-Malmi|Flughafen Malmi]] in [[Helsinki]] am 25. Mai 1987 landete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dr.dk2007&amp;quot;&amp;gt;[http://www.dr.dk/Tema/rust/english/flight.htm dr.dk „Rust in Red Square – 20 years later“] 28. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort aus flog er am 28. Mai von Finnland über den [[Finnischer Meerbusen|Finnischen Meerbusen]] zur [[Estnische Sozialistische Sowjetrepublik|Estnischen SSR]], folgte nach seinen Angaben ein Stück der Uferlinie des Meerbusens Richtung Osten, und flog dann nach Kurs bis [[Moskau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ 28.05.07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rust wurde frühzeitig von der [[Sowjetische Luftverteidigungsstreitkräfte|sowjetischen Luftverteidigung]] erfasst. Diese hatte im September 1983 an der Pazifikküste den verirrten [[Korean-Air-Lines-Flug 007]] abgeschossen und damit 269 Menschen getötet. Die erste Einheit reagierte verspätet, meldete dann der nachfolgenden lediglich ein ankommendes Flugzeug, nicht aber dessen Herkunft aus Finnland. Eine unmittelbare Abwehrreaktion blieb aus. Dem &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; zufolge schaltete Rust den [[Transponder]] aus, streifte für den Fall eines Absturzes einen [[Motorradhelm]] über und befand sich überwiegend nicht im [[Tiefflug]], sondern steuerte das Flugzeug nur dreimal wegen drohender [[Tragflächenvereisung|Vereisung der Tragflächen]] auf eine Höhe von rund 300 Metern herab. Bei guten Sichtverhältnissen und mit ausreichendem Kartenmaterial flog er unter [[Sichtflug]]bedingungen, nach widersprüchlichen Angaben folgte er entweder einem festen Kurs oder einer [[Eisenbahnstrecke]] wie der [[Bahnstrecke Sankt Petersburg–Moskau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Fernsehen ausgestrahlte Beiträge zeigten parallel fliegende [[Mikojan-Gurewitsch MiG-23|MiG-23]]-Kampfflugzeuge. Er sei zu diesem Zeitpunkt so entschlossen gewesen, dass er alles gewagt hätte, sagte Rust später gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; auf die Frage, wie er gehandelt hätte, wenn er von den sowjetischen Kampfpiloten zur Landung aufgefordert worden wäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mig-23-DNST8908431 JPG.jpg|miniatur|[[Mikojan-Gurewitsch MiG-23|MiG-23]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RedSquare (pixinn.net).jpg|miniatur|Nordwestende des Roten Platzes mit Historischem Museum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:The Moscow Kremlin and Red Square as seen from Bolshoy Moskvoretsky Bridge, Moscow, Russia.jpg|miniatur|Blick von den [[Große Moskwa-Brücke|Großen Moskwa-Brücke]] auf ihre Wassili-Rampe mit Parkplatz vor der [[Basilius-Kathedrale]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Matthias Rust aircraft 2015.jpg|miniatur|Rusts Cessna 172 Skyhawk II „D-ECJB“ im [[Deutsches Technikmuseum Berlin|Deutschen Technikmuseum Berlin]] (2015)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidungen wurden nicht getroffen und Rust erreichte schließlich nach etwa fünfeinhalbstündigem Flug Moskau. In der Stadt orientierte er sich mit einem [[Falk (Verlag)|Falk-Plan]], der Zeichnungen der Sehenswürdigkeiten enthielt. Gegen 18:15 Uhr drehte er mehrere [[Platzrunde]]n über dem Roten Platz und dem [[Moskauer Kreml|Kreml]]. Touristenvideo und Fotos zeigen die Maschine im Tiefflug vor den mittleren weißen Turmspitzen an der Fassade des [[Staatliches Historisches Museum (Moskau)|Historischen Museums]] am Nordwestende des Roten Platzes. Da auf dem Platz selber zu viele Menschen waren wählte er für die Landung schließlich die 700&amp;amp;nbsp;m südöstlicher gelegene mehrspurige [[Große Moskwa-Brücke]], nach drei Überflügen um dortige Passanten und Fahrzeuge zum Verlassen derselben zu bewegen. Von der Brückenrampe führen zwei Rampen hinab zur Uferstraße, die westliche davon ist der Wassili-Abhang (&amp;#039;&amp;#039;Wassilewski spusk&amp;#039;&amp;#039;). Auf dem Parkplatz für [[Reisebus]]se der [[Basilius-Kathedrale]] unterhalb des eigentlichen Roten Platzes brachte er das Flugzeug um 18:40 zum Stehen, er hatte damit sein Ziel ca. 100 Meter verfehlt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Thomas Urban (Journalist)|Thomas Urban]] |url=https://www.sueddeutsche.de/panorama/sensationsflug-im-kalten-krieg-die-wahrheit-liegt-neben-dem-platz-1.923903 |titel=Die Wahrheit liegt neben dem Platz |werk=Süddeutsche Zeitung |sprache=de |abruf=2022-03-21 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rust hatte Flugblätter bei sich, die er nach der Landung aber nicht verteilte. Er habe bis zur Landung geplant, darüber hinaus nicht. Nach dem Aussteigen gab er [[Autogramm]]e und bekam von einer Frau Brot geschenkt, ehe er festgenommen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konsequenzen in der Sowjetunion ==&lt;br /&gt;
Die Landung am [[Tag des Grenzsoldaten|russischen Tag des Grenzsoldaten]] löste internationale Aufmerksamkeit aus und führte zu innenpolitischen Konsequenzen in der Sowjetunion. Verteidigungsminister [[Sergei Leonidowitsch Sokolow|Sergei Sokolow]] und der Chef der [[Sowjetische Luftverteidigungsstreitkräfte|sowjetischen Luftverteidigung]], [[Alexander Iwanowitsch Koldunow|Alexander Koldunow]], wurden von [[Michail Sergejewitsch Gorbatschow|Michail Gorbatschow]] verantwortlich gemacht und „auf eigenen Wunsch in den wohlverdienten, frühzeitigen Ruhestand“ entlassen. Zudem nutzte Gorbatschow das Ereignis, sich von über 300 weiteren [[perestroika]]- und [[glasnost]]feindlich eingestellten [[General|Generälen]] zu trennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Locke |Titel=Kreml-Flieger Mathias Rust: Der lange Irrflug der Friedenstaube |Sammelwerk=Frankfurter Allgemeine Zeitung |Datum=2012-05-12 |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kreml-flieger-mathias-rust-der-lange-irrflug-der-friedenstaube-11749475.html |Abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Umbach]], Das rote Bündnis. Entwicklung und Zerfall des Warschauer Paktes 1955–1991, Ch. Links Verlag, April 2005, S.&amp;amp;nbsp;339&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war die umfangreichste Säuberung in der Geschichte des sowjetischen Militärs, nicht einmal während der [[Stalinsche Säuberungen|Säuberungen Stalins]] 1937/38 wurden mehr Spitzenmilitärs entlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Simon Miles: &amp;#039;&amp;#039;Engaging the Evil Empire. Washington, Moscow, and the Beginning of the End of the Cold War.&amp;#039;&amp;#039; Cornell University Press, Ithaca 2020, ISBN 978-1-5017-5169-1, S.&amp;amp;nbsp;133, {{DOI|10.1515/9781501751707}} (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[William E. Odom]]: &amp;#039;&amp;#039;The Collapse of the Soviet Military.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven 1998, ISBN 0-300-07469-7, S.&amp;amp;nbsp;110 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Prawda]], dem Zentralorgan des Zentralkomitees der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]], wurde am 5. Juni 1987 im ersten größeren sowjetischen Pressebericht, der sich mit dem Vorfall befasste, bezweifelt, dass Rust allein gehandelt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230324124024/https://www.abendblatt.de/archive/1987/pdf/19870606.pdf/ASV_HAB_19870606_HA_002.pdf |titel=Neue Vermutungen um Mathias Rust |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1987-06-06 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. Juli 1987 weilten Bundespräsident [[Richard von Weizsäcker]] und Bundesaußenminister [[Hans-Dietrich Genscher]] zu einem [[Staatsbesuch]] in Moskau, bei dem es eigentlich um das Thema Abbau von [[Mittelstreckenrakete|Mittelstreckenraketen]] in [[Europa]] ging, bei dem aber auch der Fall Rust angesprochen wurde. „Ich habe persönlich um Verständnis geworben, aber genauso wichtig war mir, dass wir jetzt nicht eine verheißungsvolle Politik unterbrechen“, sagte Genscher später über seine Bemühungen zugunsten Rusts im Rahmen dieser Moskau-Reise.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.youtube.com/watch?v=FP-QkO88akk |titel=Matthias Rust und die Folgen |werk=youtube.com |hrsg= |datum=2012-08-05 |zugriff=2019-03-02 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rusts Motivation für den Flug und Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
Nach seinem Flug sagte Rust, dass er ihn für den „[[Weltfrieden]]“ und die „[[Völkerverständigung|Verständigung zwischen unseren Völkern]]“ unternommen habe,&amp;lt;ref&amp;gt;Claus Menzel: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/627510/ &amp;#039;&amp;#039;Flug ins Herz der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl er andererseits äußerte, den Flug „zum Spaß“ unternommen zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel 07.09.1987&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13523717 |Titel=Rust: Ein Hieb für die russische Seele |Jahr=1987 |Nr=37 |Seiten=146–148 |Datum=1987-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Freilassung aus der sowjetischen Haft im August 1988 äußerte Rust gegenüber der Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039;, die die Weltexklusivrechte an der Berichterstattung über Rusts Flug erwarb,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; die deutsch-sowjetischen Beziehungen blieben seine Herzensangelegenheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Er glaube, durch seine Ideen, durch seine Friedens- und Abrüstungsinitiative habe er bei manchen Leuten ein positives Umdenken bewirkt, so Rust. „Die wahren Folgen wird man vielleicht erst viel später sehen“, sagte er gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In derselben Veröffentlichung wird Rust wie folgt beschrieben: &amp;lt;blockquote&amp;gt;„Er ist intelligent und hochgradig sensibel, wohl auch psychisch labil (‚Da könnten Sie recht haben‘, sagt Rust) und auf gefährliche Weise weltfremd, weil durch eine überbesorgte Familie gegen die ‚Außenwelt‘ abgeschirmt (‚Da muss ich entschieden widersprechen‘, sagt Rust). Mathias Rust lässt sich vielleicht am besten durch das charakterisieren, was er nicht ist: kein unüberlegter Draufgänger, der aus rein egoistischen Absichten andere gefährdet. Und sicher auch kein ‚Held‘ oder ‚Vorbild‘.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Rust erscheine nicht wie ein tollkühner Draufgänger, sondern durch seine schmalen Schultern, Brille und korrekte Kleidung eher wie ein „strebsamer Oberprimaner“ oder „Verwaltungsbeamter im mittleren Dienst“, beschrieb ihn der &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; im August 1988. Seine Ausdrucksweise sei „altertümlich gespreizt“. „Ich befleißige mich eben einer gewählten Sprache“ wurde Rust vom &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; zitiert. Im selben Bericht wird Rusts Mutter mit den Worten wiedergegeben, ihr Sohn sei seit frühester Jugend „ein kleiner Erwachsener“ gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Rust erarbeitete vor seinem Flug nach Moskau einen 20-seitigen Plan für die „Idealgesellschaft Lagonia“, „eine bessere, atomwaffenfreie Welt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Grundzüge dieses Manuskriptes entstanden 1986. Darin sah er unter anderem Elemente wie Volksabstimmungen und Basisdemokratie vor. Die von Rust angestrebte Gesellschaft sei „in keinem Staat der Erde auch nur ansatzweise verwirklicht“, wird Rust seitens des &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben. „Wie seine eigene Familie, deren Geborgenheit und das Füreinander-Dasein – so soll der Staat sein, den er erträumt“, heißt es weiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Festnahme und Gefängnisaufenthalt ==&lt;br /&gt;
Nach der Landung wurde Rust von Mitarbeitern des sowjetischen Geheimdienstes [[KGB]] festgenommen. Drohungen sei er während der Verhöre nicht ausgesetzt gewesen, immer wieder habe man ihm die Frage nach Hintermännern gestellt, so Rust gegenüber dem &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; im August 1988 rückblickend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. September 1987 begann sein Prozess vor dem Obersten Gerichtshof. Er wurde am 4. September zu vier Jahren [[Arbeitslager]] wegen illegaler Einreise, Verletzung internationaler Flugverkehrsvorschriften und schweren [[Rowdy#Verwendung als rechtlicher Begriff|Rowdytums]] verurteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel 07.09.1987&amp;quot; /&amp;gt; Durch die Landung auf der Brücke hätten, so der Richter, Menschen verletzt werden können. Das Verhältnis zu seinen Bewachern sei im Laufe der Haft „immer herzlicher“ geworden, sagte Rust später. „Und zwar in dem Ausmaß, wie sie mir Vertrauen schenkten und meinen Friedensabsichten trauten“. Rust las während seines Gefängnisaufenthalts unter anderem Werke von [[Karl Marx]] und [[Sigmund Freud]] sowie Bücher der [[Perry Rhodan|Perry-Rhodan]]-Reihe. Er arbeitete in der Gefängnisbücherei, wo er Bücher reparierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verbüßung einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten im [[Lefortowo-Gefängnis]] in Moskau wurde er am 3. August 1988 infolge einer Begnadigung durch den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, [[Andrei Andrejewitsch Gromyko|Andrei Gromyko]], vorzeitig aus der Haft entlassen, musste auf Anordnung unverzüglich die Sowjetunion verlassen und nach Deutschland zurückkehren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Geschichte-des-Kremlfliegers-Mathias-Rust,rustchronologie100.html Der Fall Mathias Rust – Eine Chronologie] auf &amp;#039;&amp;#039;NDR.de&amp;#039;&amp;#039; vom 14. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Der damalige Bundesaußenminister Genscher hatte sich unter anderem bei Gesprächen mit seinem sowjetischen Amtskollegen [[Eduard Schewardnadse]] in Moskau für Rusts vorzeitige Freilassung eingesetzt und im Gegenzug zugesagt, auf eine öffentliche Ankündigung von Rusts Freikommen zu verzichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bis zur hinreichenden Bequellung auskommentiert, ggf. löschen&lt;br /&gt;
== Reaktionen der Bevölkerung in den Ländern der Sowjetunion ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Nachdem sich die Nachricht von der Landung Mathias Rusts in der Sowjetunion verbreitet hatte, wurde er mit einem Schlag zu einem bewunderten Helden. Landesweit wurden spontane Partys gefeiert, auf denen der Moskau-Flug bejubelt wurde. Die Schadenfreude über das generell unbeliebte Militär war in der Bevölkerung riesig. Auch dass Hunderte von hohen Offizieren ihre Posten, Datschen und Privilegien verloren, führte zu allgemeiner Genugtuung. Schon am Roten Platz äußerte der Moskauer Polizeichef, dem Rust seinen Pass gezeigt hatte, Bewunderung für den Flug und hielt die Idee, für den Frieden einzutreten, für gut, wobei er aber das fehlende Einreisevisum in Rusts Pass bemängelte.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Schlagzeilen ==&lt;br /&gt;
1989 geriet Rust erneut in die Schlagzeilen. Während seines [[Zivildienst]]es stach er im [[Asklepios Westklinikum Hamburg|DRK-Krankenhaus Rissen]], in dem er selbst geboren wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; am 23. November 1989 mit einem Messer auf eine Schwesternschülerin ein, weil sie ihn nicht küssen wollte. Er verletzte sie schwer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz 28.05.09&amp;quot;&amp;gt;Detlef Kuhlbrodt: [http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=ku&amp;amp;dig=2009%2F05%2F28%2Fa0153&amp;amp;cHash=4302a9d5aa &amp;#039;&amp;#039;Flieger, grüß mir den Kreml.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ET 21.05.12&amp;quot;&amp;gt;Christoph Gunkel: [https://www.spiegel.de/geschichte/kreml-flieger-mathias-rust-a-947580.html &amp;#039;&amp;#039;Der Absturz.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[einestages]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rust ergriff nach der Tat zunächst die Flucht, ehe er sich rund zwei Stunden später der Polizei stellte. Die Tatwaffe hatte er in einem Reitstall versteckt, in dem sein Pferd untergebracht war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230325061006/https://www.abendblatt.de/archive/1989/pdf/19891124.pdf/ASV_HAB_19891124_HA_001.pdf |titel=Mathias Rust als Messerstecher |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1989-11-24 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen Rust wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20221228083234/https://www.abendblatt.de/archive/1989/pdf/19891125.pdf/ASV_HAB_19891125_HA_001.pdf |titel=Richter über Rust: Versuchter Mord |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1989-11-25 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach neunwöchiger Untersuchungshaft kam Rust vorerst auf freien Fuß, es wurde eine Kaution von 100.000 DM erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230324124024/https://www.abendblatt.de/archive/1990/pdf/19900203.pdf/ASV_HAB_19900203_HA_001.pdf |titel=Rust bei den Eltern |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1990-02-03 |abruf=2022-10-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein medizinisches Gutachten bescheinigte Rust in strafrechtlicher Hinsicht die volle Schuldfähigkeit,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20221228083247/https://www.abendblatt.de/archive/1990/pdf/19901212.pdf/ASV_HAB_19901212_HA_003.pdf |titel=Gutachter: Rust ist voll schuldfähig |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1990-12-12 |abruf=2022-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; später stellten Sachverständige „eingeschränkte Schuldfähigkeit“ fest. Die Anklage wegen versuchten Mordes wurde nicht aufrechterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230324124024/https://www.abendblatt.de/archive/1991/pdf/19910419.pdf/ASV_HAB_19910419_HA_009.pdf |titel=Ist Mathias Rust schuldunfähig? |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1991-04-19 |abruf=2022-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. April 1991 wurde Rust zu einer 30-monatigen Freiheitsstrafe wegen [[Totschlag (Deutschland)|Totschlagversuchs]] in einem minderschweren Fall verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20221228083235/https://www.abendblatt.de/archive/1991/pdf/19910420.pdf/ASV_HAB_19910420_HA_001.pdf |titel=Rust ins Gefängnis |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1991-04-20 |abruf=2022-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut einem Ende August 1991 vor dem [[Landgericht Hamburg]] geschlossenen Vergleich musste Rust dem Opfer außerdem mindestens 35.000 D-Mark Schmerzensgeld zahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230515052647/https://www.abendblatt.de/archive/1991/pdf/19910831.pdf/ASV_HAB_19910831_HA_009.pdf |titel=35 000 Mark Schmerzensgeld |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1991-08-31 |abruf=2022-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Revision (Recht)|Revisionsanträge]] wurden zurückgewiesen und das Urteil im Mai 1992 rechtskräftig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230515080729/https://www.abendblatt.de/archive/1992/pdf/19920520.pdf/ASV_HAB_19920520_HA_006.pdf |titel=Kreml-Flieger Rust muß ins Gefängnis |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1992-05-20 |abruf=2023-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rust stellte ein Gnadengesuch, das nach viermonatiger Prüfung im September 1992 vom zuständigen Ausschuss des [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Senats]] abgelehnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230515111017/https://www.abendblatt.de/archive/1992/pdf/19920923.pdf/ASV_HAB_19920923_HA_009.pdf |titel=Rust muß ins Gefängnis |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1992-09-23 |abruf=2023-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Gefängnisstrafe trat Rust am 9. Oktober 1992 an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Nach rund einem Jahr Haft in der Strafvollzugsanstalt Neumünster&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230515140506/https://www.abendblatt.de/archive/1992/pdf/19921009.pdf/ASV_HAB_19921009_HA_011.pdf |titel=Rust soll heute in Haft |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1992-10-09 |abruf=2023-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde er im Oktober 1993 aufgrund eines Justizirrtums vorzeitig entlassen. Rust hatte im September 1993 beantragt, die restliche Strafe auszusetzen, was das [[Landgericht Kiel]] bewilligte, wogegen die [[Staatsanwaltschaft Hamburg]] jedoch unverzüglich Beschwerde einlegte und weshalb Rust bis zu einem Entscheid des Oberlandesgerichtes Schleswig nicht hätte freigelassen werden dürfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230624191723/https://www.abendblatt.de/archive/1993/pdf/19931026.pdf/ASV_HAB_19931026_HA_011.pdf |titel=Justiz-Irrtum |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1993-10-26 |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Tage nach der fälschlichen Freilassung kehrte Rust in das Gefängnis zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230624191726/https://www.abendblatt.de/archive/1993/pdf/19931027.pdf/ASV_HAB_19931027_HA_015.pdf |titel=Die Ausbeute der Freiheit |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1993-10-27 |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er blieb nur eine Nacht in der Haftanstalt und wurde dann endgültig entlassen, nachdem das Oberlandesgericht die Beschwerde der Staatsanwaltschaft zurückgewiesen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230625151156/https://www.abendblatt.de/archive/1993/pdf/19931028.pdf/ASV_HAB_19931028_HA_011.pdf |titel=Mathias Rust ist ein freier Mann |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1993-10-28 |abruf=2023-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1994 arbeitete er als Kellner in Moskau.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/1988-Kremlflieger-Mathias-Rust-kehrt-zurueck,mathiasrust2.html Der Kremlflieger Mathias Rust kehrt zurück] auf &amp;#039;&amp;#039;NDR.de&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Juni 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 kam er wegen Diebstahls eines Kaschmirpullovers in einem Hamburger Kaufhaus erneut vor Gericht und wurde erst zu einer Strafe von 10.000 DM verurteilt, die später in der Berufung auf 600 DM reduziert wurde. 2003 verfolgte Rust das Internetprojekt „Orion and Isis“, in dem er sich als „Quelle des Friedens“ darstellte. Weil er einem Hamburger [[Spediteur]] [[Scheck|ungedeckte Schecks]] ausstellte, wurde gegen ihn wegen fortgesetzten Betruges im November 2005 eine [[Geldstrafe]] von 1500 Euro verhängt. Ferner wurde er durch gerichtlichen Beschluss zur Herausgabe nicht bezahlter Möbelstücke gezwungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ 28.05.07&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ET 21.05.12&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF 22.10.10&amp;quot;&amp;gt;Michael Laages: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1302086/ &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Rust - ein deutscher Messias&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutschlandfunk]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 – 20 Jahre nach dem Flug – rekonstruierten eine [[ARD]]-Fernsehdokumentation von Gabriele Denecke und das parallel erarbeitete Buch von [[Ed Stuhler]] die historischen Folgen des Fluges. Dafür befragten sie Mathias Rust, die damaligen Außenminister [[Eduard Schewardnadse]] und [[Hans-Dietrich Genscher]], den [[BND]]-Chef [[Hans-Georg Wieck]] und [[Rote Armee|sowjetische Militärs]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ed Stuhler: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreml-Flieger: Mathias Rust und die Folgen eines Abenteuers&amp;#039;&amp;#039;. Ch. Links Verlag, 2012. Dokumentation von Gabriele Denecke: &amp;#039;&amp;#039;Der Kremlflieger – Mathias Rust und die Landung auf dem Roten Platz.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rust lebte um 2007 in [[Berlin]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ 25.05.07&amp;quot; /&amp;gt; und bestritt seinen Lebensunterhalt nach eigenen Angaben durch professionelles [[Pokerspiel]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON 06.06.09&amp;quot;&amp;gt;[http://www.spiegel.de/panorama/leute/kreml-flieger-rust-750-000-euro-beim-pokern-gewonnen-a-628964.html &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;750.000 Euro beim Pokern gewonnen&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ 25.05.07&amp;quot; /&amp;gt; 2009 gab er im Gespräch mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Post|Rheinischen Post]]&amp;#039;&amp;#039; an, dass er finanziell ausgesorgt habe und keiner geregelten Tätigkeit mehr nachgehen müsse. Nach eigenen Angaben arbeitet er als Veranstalter von Boots- und Autorennen in [[Estland]] und ist weiterhin als professioneller Pokerspieler aktiv. Im Mai 2012 lebte er nach eigenen Angaben als [[Finanzanalyst]] in der [[Schweiz]] und plante die Eröffnung einer [[Yoga|Yoga-Schule]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/panorama/mathias-rust-der-rasante-absturz-nach-der-landung--30548770 Berliner Zeitung zum 50. Geburtstag am 1. Juni 2018], abgerufen am 9. September 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Welt (Fernsehsender)|Welt]]: [https://www.welt.de/regionales/hamburg/article106271770/Kreml-Flieger-plant-Yoga-Schule-in-Hamburg.html &amp;#039;&amp;#039;Kreml-Flieger plant Yoga-Schule in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;], Hamburg, 8. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Nutzung des Flugzeugs ==&lt;br /&gt;
[[Datei:D-ECJB DTMB.JPG|miniatur|hochkant=1.12|Rusts Cessna 172 Skyhawk II &amp;#039;&amp;#039;D-ECJB&amp;#039;&amp;#039; im [[Deutsches Technikmuseum Berlin|Deutschen Technikmuseum Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Cessna 172]] P ([[Luftfahrzeugkennzeichen|Kennzeichen]] &amp;#039;&amp;#039;D-ECJB&amp;#039;&amp;#039;, dieses wurde später an eine andere Maschine vergeben, eine F172P Skyhawk II, einen Lizenzbau von [[Reims Aviation]]), wurde nach Rusts Flug, noch während sie sich in der [[UdSSR]] befand, von einer [[München|Münchner]] Kosmetikfirma zum doppelten [[Schätzwert]] gekauft und am 19. Oktober 1987 nach [[Deutschland]] zurückgeholt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Technikmuseum&amp;quot;&amp;gt;[http://www.sdtb.de/Himmelfahrt-zum-Roten-Platz-UEber-alle-Grenzen.1478.0.html Himmelfahrt zum Roten Platz], Medien-Info &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Technikmuseum Berlin]]&amp;#039;&amp;#039; vom Mai 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Später wurde sie an einen japanischen Club verkauft und in einem Freizeitpark in [[Utsunomiya]] bei [[Tokio]] unter freiem Himmel ausgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WZ 25.05.07&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 2008 wurde die Cessna nach Berlin zurückgeholt und restauriert. Seit dem 28. Mai 2009 ist sie im [[Deutsches Technikmuseum Berlin|Deutschen Technikmuseum Berlin]] als ständiges [[Exponat]] zu sehen. Die Cessna 172 sollte später Teil einer langfristig geplanten Sonderausstellung mit dem Titel „Fliegen über den Eisernen Vorhang“ werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Technikmuseum&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Mai 2022 bis November 2022 wurde die Cessna als Leihgabe im [[Militärhistorisches Museum Flugplatz Berlin-Gatow|Militärhistorischen Museum Flugplatz Berlin-Gatow]] in einer Sonderausstellung gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mhm-gatow.de/de/ausstellungen/flig |titel=Start {{!}} MHM Berlin-Gatow |abruf=2023-05-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption in der Kultur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach der Landung am Roten Platz veröffentlichte die Gruppe &amp;#039;&amp;#039;Modern Trouble&amp;#039;&amp;#039; 1987 den Song &amp;#039;&amp;#039;Fly to Moscow&amp;#039;&amp;#039;, der den Platz 57 der deutschen Charts erreichte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://germancharts.de/showitem.asp?interpret=Modern+Trouble&amp;amp;titel=Fly+To+Moscow |titel=germancharts.de - Modern Trouble - Fly To Moscow |abruf=2021-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mathias Rusts Flug ist der Aufhänger für [[Franz Josef Degenhardt]]s Lied &amp;#039;&amp;#039;Scapa Flow GmbH&amp;#039;&amp;#039;, veröffentlicht auf dem Album &amp;#039;&amp;#039;Wer jetzt nicht tanzt&amp;#039;&amp;#039; (1990).&lt;br /&gt;
* Der Schriftsteller [[Wladimir Kaminer]], der Rusts Landung als Wehrpflichtiger in einer Raketenstellung vor Moskau erlebte, beschreibt sie unter anderem in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Militärmusik&amp;#039;&amp;#039; (2001).&lt;br /&gt;
* In der [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]]-Comedy-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Stenkelfeld]]&amp;#039;&amp;#039; wurde der fiktive Mathias-Rust-Flughafen nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann, der Yngve liebte]]&amp;#039;&amp;#039; (2008) ist der Protagonist Sänger einer fiktiven Punkband namens &amp;#039;&amp;#039;Mathias Rust Band&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Am 21. Oktober 2010 wurde im [[Deutsches Schauspielhaus|Deutschen Schauspielhaus]] in Hamburg ein vom Hamburger Kollektiv [[Studio Braun]] kreiertes Stück mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Rust – Ein deutscher Messias&amp;#039;&amp;#039; uraufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF 22.10.10&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schauspielhaus.de/de_DE/Presse#Bereich=1228&amp;amp;Thema=14658 |wayback=20120513150854 |text=&amp;#039;&amp;#039;Rust – ein deutscher Messias&amp;#039;&amp;#039; }}. &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Schauspielhaus in Hamburg]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Cordes: [http://www.stern.de/kultur/musik/studio-braun-und-der-kremlflieger-mathias-rust-deutsche-spiesser-und-der-traum-vom-weltfrieden-1616550.html &amp;#039;&amp;#039;Mathias Rust, deutsche Spießer und der Traum vom Weltfrieden.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Twickel: [http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/hamburger-humortrio-studio-braun-wenn-einer-gehen-soll-dann-der-kultursenator-a-724229.html &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Wenn einer gehen soll, dann der Kultursenator!&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Spiegel Online]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Oktober 2010 (Interview mit [[Rocko Schamoni]] und [[Jacques Palminger]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interviews und Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Günther Jauch]] im Gespräch mit Mathias Rust 1988&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=-RajoV26YWw |titel=Günther Jauch im Gespräch mit Mathias Rust 1988 |sprache=de-DE |abruf=2022-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mathias Rust bei [[Markus Lanz]] am 24. Mai 2012&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=nFDY13y2h58 |titel=Markus Lanz - vom 24. Mai 2012 - ZDF (1/5) |sprache=de-DE |abruf=2022-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Kremlflieger Mathias Rust und die Landung auf dem Roten Platz&amp;#039;&amp;#039; – Film von Gabriele Denecke&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=programm ARD de-ARD Play-Out-Center Potsdam, Potsdam Germany |url=https://programm.ard.de/TV/Programm/Alle-Sender/?sendung=287258346131863 |titel=Der Kremlflieger |abruf=2022-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0751799}}&lt;br /&gt;
* [https://www.theguardian.com/theobserver/2002/oct/27/features.magazine137 Interview: What happened next?], &amp;#039;&amp;#039;[[The Guardian]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Oktober 2002 (englisch)&lt;br /&gt;
* Christoph Gunkel: [https://www.spiegel.de/geschichte/kreml-flieger-mathias-rust-a-947580.html Kreml-Flieger Mathias Rust: Der Absturz] auf &amp;#039;&amp;#039;[[einestages]]&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Mai 2012&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118969072|LCCN=no2005046307|VIAF=262313252}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rust, Mathias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pilot (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wedel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsch-sowjetische Beziehungen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rust, Mathias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Privatpilot&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juni 1968&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg-Rissen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Helium4</name></author>
	</entry>
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