<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mathias_Rebitsch</id>
	<title>Mathias Rebitsch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mathias_Rebitsch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mathias_Rebitsch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T22:38:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mathias_Rebitsch&amp;diff=834655&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf „Michael Kasper (Historiker, 1980)“; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mathias_Rebitsch&amp;diff=834655&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-30T21:12:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf „Michael Kasper (Historiker, 1980)“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mathias (Hias) Rebitsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. August]] [[1911]] in [[Brixlegg]]; † [[11. März]] [[1990]] in [[Innsbruck]]) war vor und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] einer der besten [[Bergsteiger]] seiner Zeit und aus heutiger Sicht ein Pionier des [[Freiklettern]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergsteigerische Leistungen ==&lt;br /&gt;
Rebitsch studierte [[Chemie]] und beschäftigte sich mit [[Philosophie]], ging dabei mit Begeisterung in die Berge und stieg rasch in die Riege der besten Felskletterer auf. Seine Fähigkeit, mit Eleganz die damals höchsten Schwierigkeitsgrade zu klettern, und sein Verzicht auf [[Technisches Klettern|hakentechnisches]] Klettern ließen ihn zu einem der klassischen Vertreter der &amp;#039;&amp;#039;Sestogradisten&amp;#039;&amp;#039; (italienisch für: &amp;#039;&amp;#039;sechster Grad&amp;#039;&amp;#039;, also Kletterer des [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|VI. Grades]]) und zu einem Vorbild der Freikletterbewegung werden. Rebitsch war jedoch nicht nur im Fels einer der Besten, sondern auch durch seine Eiskletterfähigkeiten ein „Extrembergsteiger“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1937 nahm Rebitsch zusammen mit [[Ludwig Vörg]] der berüchtigten [[Eiger-Nordwand]] etwas von ihrem Nimbus: Ihm gelang zwar nicht die damals heiß ersehnte Erstdurchsteigung, aber nach einem [[Wettersturz]] der erste erfolgreiche Rückzug aus dieser Wand, in der die beiden Bergsteiger zuvor 100 Stunden ausgeharrt hatten.&lt;br /&gt;
* 1938 verzichtete Rebitsch auf einen neuerlichen Besteigungsversuch und nahm stattdessen die Möglichkeit zur Teilnahme an einer [[Nanga Parbat|Nanga-Parbat]]-Expedition wahr, im Zuge derer er den berühmten &amp;#039;&amp;#039;Silbersattel&amp;#039;&amp;#039; an diesem [[Achttausender]] erreichte, nicht jedoch den Gipfel.&lt;br /&gt;
* Hias Rebitsch gelang auch die zweite Begehung der Route &amp;#039;&amp;#039;Schmid-Krebs&amp;#039;&amp;#039; an der [[Lalidererspitze|Laliderer-Nordwand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Rebitsch war schon während seiner Innsbrucker Mittelschulzeit politisch deutlich national eingestellt. Im Jahr 1929 trat er dem deutschnationalen „Real Alpen Club“ bei, wurde 1932 Mitglied der [[Sturmabteilung|SA]] und trat zum 16. Juni desselben Jahres der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs – Hitlerbewegung|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.206.795).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/33911305&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus#Diktatur, Bürgerkrieg und Verbot der NSDAP|Verbot der NSDAP in Österreich]] im Juni 1933 verbrachte er wegen des Vorwurfs, an unzugänglichen Felswänden des [[Inntal]]s riesige Hakenkreuze gepinselt zu haben, insgesamt 192 Tage in Untersuchungshaft. Laut dem Autor [[Nicholas Mailänder]] ging der {{&amp;quot;|zum Jähzorn neigende Student und SA-Mann Rebitsch (…) auch Handgreiflichkeiten mit politisch Andersdenkenden nicht aus dem Weg.}} Später zog er mit seinem Bruder Josef in das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] und wurde Mitglied der [[Österreichische Legion|Österreichischen Legion]]. Im Sommer 1934 kehrte er mit seinem Bruder nach Österreich zurück. Ein Strafverfahren wegen seiner Mitgliedschaft in der Österreichischen Legion endete für Hias Rebitsch im September mit einem Freispruch, während sein Bruder wegen Hochverrats zu einem Jahr schwerem Kerker verurteilt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Mailänder: &amp;#039;&amp;#039;Spitzenbergsport.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2011, S. 87–173, hier S. 132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen bekannten Bergsteigern diente Rebitsch in der 1939 gegründeten Heeres-Hochgebirgsschule in [[Fulpmes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Nicholas Mailänder: &amp;#039;&amp;#039;Spitzenbergsport.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2011, ISBN 978-3-412-20830-1, S. 87–173, hier S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings eckte der Alpinist bald nach dem [[Anschluss Österreichs|„Anschluss“]] auch bei den NS-Behörden an, bei denen er sich unumwunden über die antijüdischen Ausschreitungen in Innsbruck im Zuge der [[Novemberpogrome 1938|„Reichskristallnacht“]] beschwerte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Höfler |Titel=Hias Rebitsch – Der Berg ist nicht alles |Verlag=Tyrolia |Ort=Innsbruck |Datum=2010 |Seiten=14 |ISBN=978-3-7022-3083-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit ==&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg widmete er sich – neben einem Studium der Vor- und Frühgeschichte – wieder dem extremen Felsklettern und erreichte nochmals höchste Schwierigkeitsgrade. Häufig war er an den Wänden des [[Wilder Kaiser|Wilden Kaisers]] unterwegs, jedoch wurde er auch bekannt als Erstbegeher von ca. 30 oft abgelegenen, brüchigen und gefährlichen Routen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 eröffnete Rebitsch zusammen mit Franz Lorenz noch einmal eine neue [[Kletterroute|Führe]], die auf Jahre zu den schwierigsten und größten Klettertouren der [[Nördliche Kalkalpen|nördlichen Kalkalpen]] zählen sollte: Die &amp;#039;&amp;#039;Nordverschneidung&amp;#039;&amp;#039; der [[Lalidererspitze|Laliderer-Nordwand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 versuchte Rebitsch vergeblich, den Gipfel des [[Rakaposhi]] im [[Karakorum (Gebirge)|Karakorum]] zu erreichen. Diese Expedition, an der auch der Bergsteiger [[Anderl Heckmair]] mitwirkte, ist Gegenstand des [[Dokumentarfilm]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Im Schatten des Karakorum]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Eugen Schuhmacher]] aus dem Jahr 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiklettern als Ideal ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum allgemeinen Trend des technischen Kletterns, der in den 1950er Jahren einsetzte und bei dem extreme Routen des [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|VI. Grades]] dadurch entschärft wurden, dass man zahlreiche Haken schlug und diese auch zur Fortbewegung verwendete, blieb Rebitsch seinen Idealen treu und praktizierte bis zum unfallbedingten Ende seiner Laufbahn als Extremkletterer 1951 einen reinen Freikletterstil, der nach heutigem Wissensstand vermuten lässt, dass Rebitsch bereits damals stellenweise den [[Schwierigkeitsskala (Klettern)|VII. Grad]] erreicht hat, einen Grad, der erst 1977 offiziell eingeführt wurde. Rebitsch war ein Forschergeist, der immer auf der Suche nach Neuem war, ungebunden leben wollte und mehrfach auf Expedition, u.&amp;amp;nbsp;a. in die [[Anden]], ging. 1972 wurde Rebitsch zum [[Ehrenprofessor]] für [[Archäologie]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die wichtigsten Erstbegehungen ==&lt;br /&gt;
* [[Rotspitze (Rofan)|Rotspitze]]-SO-Kante, 1931&lt;br /&gt;
* [[Sagzahn]]-NO-Kante, 1931&lt;br /&gt;
* Direkte-[[Rofanspitze]]-NO-Kante, 1933&lt;br /&gt;
* [[Sonderbarerturm]]-Westwand, 1934&lt;br /&gt;
* Erste Winter-Begehung [[Predigtstuhl (Kaisergebirge)|Predigtstuhl]]-Westverschneidung, 1934&lt;br /&gt;
* Erste Winter-Begehung Predigtstuhl Mittelgipfel-Westwand, 1934&lt;br /&gt;
* [[Öfelekopf]] Westgipfel-Südwest-Pfeiler, 1935&lt;br /&gt;
* [[Goldkappl]]-Südwand, 1936&lt;br /&gt;
* [[Riepenwand]]-Direttissima Nordwand, 1936&lt;br /&gt;
* [[Torsäule]]-Südost-Pfeiler, 1937&lt;br /&gt;
* [[Brunnenkogl]]-NW-Kante, 1939&lt;br /&gt;
* [[Große Ochsenwand]]-Direttissima Ostkante, 1944&lt;br /&gt;
* [[Grubenkarspitze]]-Nordpfeiler der Westwand, 1945&lt;br /&gt;
* [[Lalidererspitze]]-Direttissima Nordwand, 1946&lt;br /&gt;
* Sagzahn-Direttissima Ostwand, 1946&lt;br /&gt;
* Fleischbankpfeiler „Rebitsch-Risse“, 1946&lt;br /&gt;
* Erste Winter-Begehung [[Fleischbank (Kaisergebirge)|Fleischbank]]-Südostwand,&lt;br /&gt;
* Sagwand „Schräger Riß“, 1947&lt;br /&gt;
* [[Lalidererspitze]]-Nordverschneidung, 1947&lt;br /&gt;
* [[Sagwandspitze]]-NO-Wand, 1947&lt;br /&gt;
* Rofanspitze-Ost-Riss, 1948&lt;br /&gt;
* Rofanspitze-Nordwand, 1948&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die silbernen Götter des Cerro Gallan&amp;#039;&amp;#039;, Nymphenburger Verlagshandlung GmbH, 1. Aufl., 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|226||Rebitsch, Mathias|Peter Grimm|139892419}}&lt;br /&gt;
* [[Horst Höfler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hias Rebitsch – Der Berg ist nicht alles. Kletterpionier, Freigeist und Höhenarchäologe&amp;#039;&amp;#039;. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2010, ISBN 978-3-7022-3083-8.&lt;br /&gt;
* Rudi Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Stille Abenteuer zwischen Anden und Himalaya. Mit Beiträgen von Mathias Rebitsch&amp;#039;&amp;#039;. Steiger Verlag, 1. Aufl., 1985, ISBN 3-85423-039-7.&lt;br /&gt;
* Robert Rebitsch: &amp;#039;&amp;#039;Tod und Sterben am Berg aus der Sicht eines Alpinisten. Reflexionen und Forschungen des Bergsteigers Mathias Rebitsch (1911–1990)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Michael Kasper (Historiker, 1980)|Michael Kasper]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sterben in den Bergen. Realität – Inszenierung – Verarbeitung.&amp;#039;&amp;#039; Wien u.&amp;amp;nbsp;a.: Böhlau 2018 (= &amp;#039;&amp;#039;Montafoner Gipfeltreffen.&amp;#039;&amp;#039; Band 3), S. 425–444.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Uli Auffermann |url=https://www.bergnews.com/service/biografien/rebitsch/rebitsch.php |titel=Mathias Rebitsch – Freikletterer und Freidenker |werk=bergnews.com |datum= |seiten= |zugriff=2009-01-18 |kommentar=Biografie von Matthias Rebitsch}}&lt;br /&gt;
* {{AlpenarchivID|16670}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139892419|VIAF=102727016}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rebitsch, Mathias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsteiger (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenprofessor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rebitsch, Mathias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rebitsch, Hias&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Bergsteiger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. August 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brixlegg]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. März 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Innsbruck]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
	</entry>
</feed>