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	<title>Materie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:28:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Materie&amp;diff=2571687&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Materiebegriff in der Physik */</title>
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		<updated>2025-12-11T16:40:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Materiebegriff in der Physik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den allgemeinen Begriff, für speziellere Bedeutungen siehe [[Materie (Physik)]] und [[Materie (Philosophie)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Materie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (über mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;matërje&amp;#039;&amp;#039; von [[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;materia&amp;#039;&amp;#039; = Stoff, Thema, Ursache, Substanz; ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;materies&amp;#039;&amp;#039; = Holz, Stämme, Bauholz; verwandt mit lateinisch &amp;#039;&amp;#039;mater&amp;#039;&amp;#039;, ‚Mutter‘, und &amp;#039;&amp;#039;matrix&amp;#039;&amp;#039;) ist der [[Oberbegriff]] für alles, was Raum einnimmt und [[Masse (Physik)|Masse]] besitzt. Es bezeichnet also die Substanz, aus der alle Dinge der [[Welt]] bestehen, unabhängig von ihrer [[Erscheinung]]sform.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Roger Penrose]] |Hrsg=Simon Saunders, Harvey R. Brown |Titel=The mass of the classical vacuum |Sammelwerk=The Philosophy of Vacuum |Verlag=Clarendon Press |Ort=Oxford |Datum=1991 |ISBN=0-19-824449-5 |Seiten=21–26 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dudley Shapere |url=https://www.accessscience.com/content/article/a410600 |titel=Matter |werk=AccessScience |hrsg=McGraw Hill |datum=2021 |sprache=en |abruf=2023-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Alltagssprache wird der Ausdruck „Materie“ oft synonym mit „[[Werkstoff|Material]]“ oder „[[Substanz]]“ benutzt, oder im Sinne von „Thema oder Gegenstand einer Untersuchung, einer Wissenschaftsrichtung oder eines Unterrichtsfachs“ („eine komplizierte Materie“). In der [[Didaktik|Lehre]] wird in diesem Zusammenhang auch von [[Lehrstoff]] gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist sehr allgemein, ihn näher zu bestimmen prägte die [[Physik]] und [[Philosophie]] seit ihren Ursprüngen. [[Grundfrage der Philosophie|Grundsätzlich]] streiten sich [[Materialismus|Materialisten]] und [[Idealismus|Idealisten]], ob der Materie ein Substrat entspricht, das [[Ontologie|ontologisch]] als Objekt oder Eigenschaft auffassbar ist und von anderen ontologischen Begriffen abgrenzbar ist, etwa von [[Geist]], [[Form (Philosophie)|Form]], [[Idee]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klaus/Buhr&amp;quot;&amp;gt;Artikel „Materie“. In: Georg Klaus, Manfred Buhr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 11. Aufl., Leipzig 1975.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zur Interpretationsbedürftigkeit physikalischer Modelle hinsichtlich eines Materiebegriffs z.&amp;amp;nbsp;B. Hans-Dieter Mutschler: &amp;#039;&amp;#039;Naturphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 2002, S. 108–115 und ders.: [https://www.naturphilosophie.org/grundbegriffe/materie/ &amp;#039;&amp;#039;Materie.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Naturphilosophische Grundbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; [Version 1.0]. Zu Interpretationsproblemen der [[Relativitätstheorie]] bezüglich des Masse- und Materiebegriffs vgl. [[Materie (Philosophie)#Philosophische Interpretationen des Materiebegriffs der Relativitätstheorie|den entsprechenden Abschnitt]] im Artikel [[Materie (Philosophie)]].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Transzendenz]]. In der Physik ist Materie heutzutage aus [[Elementarteilchen]] mit [[Spin]] &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac12&amp;lt;/math&amp;gt; aufgebaut, also [[Quark (Physik)|Quarks]] und [[Leptonen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung des Materiebegriffs ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Vier-Elemente-Lehre|Materie (Philosophie)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon die [[Vorsokratiker]] waren auf der Suche nach einem [[Urstoff]] (&amp;#039;&amp;#039;[[arché]]&amp;#039;&amp;#039;), der allen anderen Dingen zugrunde liegt. Dazu dienten Gegenstände der sinnlichen Erfahrung, die aufgrund bestimmter Eigenschaften (weite Verbreitung, Wandlungsfähigkeit) dazu geeignet erschienen. Für [[Thales]] war dieser Urstoff das [[Wasser]], für [[Anaximenes]] die [[Luft]], für [[Heraklit]] das [[Feuer]]. [[Empedokles]] entwickelte eine Vier-Elemente-Lehre, die den genannten Stoffen noch die [[Erde]] hinzu fügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellte sich deshalb die Frage, in welchem Verhältnis der Urstoff zu den Dingen der sinnlichen Erfahrung steht. Für Thales, Anaximenes und Heraklit entstand alles aus der Umwandlung der jeweiligen Urmaterie. Im Gegensatz dazu vertrat [[Parmenides]] als oberstes Prinzip die Unveränderlichkeit des Seienden. Empedokles Vier-Elemente-Lehre stellt dabei einen Mittelweg dar, der die Elemente selbst als unveränderlich ansieht, die sinnlich wahrnehmbaren Objekte jedoch als eine Mischung der Urstoffe. Veränderung ist demnach möglich, indem sich die Mischungsverhältnisse der vier Urstoffe ändern. [[Anaxagoras]] begründete eine ähnliche Mischungslehre, allerdings mit einer unendlichen Anzahl von Grundstoffen. Für [[Anaximander]] aber war die Grundsubstanz alles Gewordenen das [[Apeiron]], ein einziger unbestimmter Grundstoff, der unbegrenzt vorhanden und unbegrenzt teilbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Demokrit]] und sein Lehrer [[Leukipp]] sahen die Materie nicht als unbegrenzt teilbar an, sondern als bestehend aus kleinsten Einheiten, den [[Atom]]en. Durch verschiedene Anordnungen ergeben ihre Atome alle anderen Dinge, bis hin zu den Sinneswahrnehmungen und der [[Seele]]. Demokrit und Leukipp gelten als die Begründer des auch in der Neuzeit sehr einflussreichen Atombegriffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Materiebegriff wurde auch als ein von den Dingen der Sinneserfahrung abstrahierter Begriff entwickelt. [[Platon]] und [[Aristoteles]] prägten mit [[Chora (Philosophie)|Chora]] bzw. [[Hyle]] abstrakte Begriffe für einen Urstoff, aus dem durch Wirken einer [[Ideenlehre|Idee]] bzw. Einprägen einer [[Form (Philosophie)|Form]] alle sinnlich wahrnehmbaren Dinge hervorgehen bzw. für die Disposition von Gegenständen, durch Formen geprägt zu werden. Die aristotelische &amp;#039;&amp;#039;hyle&amp;#039;&amp;#039; wurde in [[Cicero]]s lateinischer Übersetzung zu &amp;#039;&amp;#039;materia&amp;#039;&amp;#039; und damit zu unserer &amp;#039;&amp;#039;Materie&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb Europas entwickelten sich ähnliche Begriffe der Urmaterie, wie etwa die indischen [[Prakriti]] oder der chinesische [[Hun Dun]]. Der [[Daoismus]] entwickelte ebenfalls ein Modell der Elemente ([[Fünf-Elemente-Lehre]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materie als Gegenstück zur Idee bzw. Form ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Timaios|Hylemorphismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Platon entwickelt in seinem [[Platonischer Dialog|Dialog]] &amp;#039;&amp;#039;Timaios&amp;#039;&amp;#039; eine Vorstellung der Welt, in welcher der [[Demiurg]], ein gütiger Schöpfergott, in die ungeordnete Materie, die [[Chora (Philosophie)|Chora]], eingreift, um daraus den Kosmos und alle Dinge zu formen. Der Demiurg orientiert sich dabei an der [[Ideenlehre|Ideenwelt]] und bildet alles Physische als Nachbildung der ewigen Ideen. Diese Beziehung zwischen den Dingen und den Ideen kommt z.&amp;amp;nbsp;B. in Platons [[Höhlengleichnis]] zum Ausdruck, in dem die scheinbar realen sinnlich wahrnehmbaren Dinge als bloße Schatten der Ideen, des wahren Seienden (&amp;#039;&amp;#039;[[ousia]]&amp;#039;&amp;#039;) begriffen werden. Aus der Chora entstehen durch das Eingreifen des Demiurgen die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer sowie der Äther. Diese fünf Elemente haben die geometrische Form der fünf [[Platonischer Körper|platonischen Körper]] und bilden die Grundlage für alle anderen Körper. Durch ihre geometrische Bestimmung wird es möglich, mathematische Beziehungen zwischen den Elementen und für ihre Kombination aufzustellen. Diese Vorstellung greift einigen späteren naturwissenschaftlichen Konzepten der Materie ([[Kristallographie]], [[Symmetrie (Physik)|Symmetrien]], [[Stereochemie]]) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristoteles entwickelt eine ähnliche Zweiteilung zwischen dem Allgemeinen, der [[Form (Philosophie)|Form]] und dem, was geformt wird, der Materie (&amp;#039;&amp;#039;[[Hyle|hylé]]&amp;#039;&amp;#039;). Aus geformter Materie entsteht Wirklichkeit ([[Entelechie|&amp;#039;&amp;#039;entelecheia&amp;#039;&amp;#039;]]), Materie ist in diesem Sinne die Möglichkeit (&amp;#039;&amp;#039;dynamis&amp;#039;&amp;#039;), geformt zu werden (siehe [[Akt und Potenz]]). Aristoteles beschreibt die Materie auch als [[Logik|logischen]] Prädikator („x ist Materie für y“), der einen hierarchischen Aufbau der Dinge vom Einfachen zum Komplexen ermöglicht. Dazu führte er die &amp;#039;&amp;#039;[[materia prima]]&amp;#039;&amp;#039; als ungeformten Urstoff ein, der durch Formung die &amp;#039;&amp;#039;materia secunda&amp;#039;&amp;#039; bildet. Diese &amp;#039;&amp;#039;materia secunda&amp;#039;&amp;#039; kann dann wiederum &amp;#039;&amp;#039;materia prima&amp;#039;&amp;#039; für ein Ding komplexerer Form sein und so fort. Dieses Prinzip findet sich bei den [[Alchemie|Alchemisten]]&amp;lt;ref&amp;gt;Henk H. Kubbinga: &amp;#039;&amp;#039;La théorie de la matière de &amp;#039;Geber&amp;#039;.&amp;#039;&amp;#039; In: Z. R. W. M. von Martels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Alchemy revisited. Proceedings of the international conference on the history of alchemy at the University of Groningen 17.–19.4.1989.&amp;#039;&amp;#039; Leiden/New York/Kopenhagen/Köln 1990 (= &amp;#039;&amp;#039;Collection de travaux de l&amp;#039;académie internationale d&amp;#039;histoire des sciences&amp;#039;&amp;#039;, 33), S. 133–138.&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder, die die Umwandlung von Materie in höheren Formen anstrebten ([[Transmutation|Transformation]]), aber auch im modernen Weltbild der Physik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem Aristoteles den Begriff der &amp;#039;&amp;#039;hylé&amp;#039;&amp;#039; jedoch zur Interpretation der Aussagen seiner Vorgänger verwendet, so auch der von Platon im &amp;#039;&amp;#039;Timaios&amp;#039;&amp;#039;, schreibt er diesen Aussagen zu, die den Unterschied zwischen deren Ansätzen, die in der Suche nach einem Grundstoff bestehen, und seinem Materiebegriff verwischen. Von den Vorsokratikern setzt er sich ab, indem er Materie nicht mehr als bestimmte Menge von vorgegebenen Grundelementen und Prozessen des Werdens und der Veränderung als deren quantitative Umschichtung betrachtet. Die Vorsokratiker haben durch diese Betrachtungsweise das Problem nur verschoben, weil die Frage nach der Entstehung der Grundelemente selbst offenbleibt. Materie ist für Aristoteles das, was durch Formen bestimmbar ist, und existiert also nicht unabhängig von ihrem Gegenstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Materie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; 5, Darmstadt 1980, Sp.&amp;amp;nbsp;871–876.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materie als Gegenstück zum Geist (Bewusstsein) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Philosophie des Geistes|Materialismus|Idealismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alltagsleben und in den meisten naturwissenschaftlichen Betrachtungen wird die [[Existenz]] der Materie nicht infrage gestellt, da sie beständig zu Sinneserfahrungen führt, sowohl unmittelbar als auch in Untersuchungen und Experimenten mithilfe technischer Hilfsmittel. Allerdings setzt eine solche Argumentation für die Existenz der Materie die [[Prämisse]] voraus, dass alles existiert, was in irgendeiner Form von uns Menschen beobachtet werden kann. Sowohl die Gültigkeit als auch die Notwendigkeit dieser Prämisse wurden in Zweifel gezogen. Außerdem wirft diese Betrachtung die Frage auf, in welchem Verhältnis der Betrachter selbst zur Materie steht, etwa ob er in gewisser Weise unabhängig von ihr existiert oder nicht. Dies führt auf den Begriff des [[Geist]]es, auf die Frage seiner Existenz und auf das [[Philosophie des Geistes#Das Leib-Seele-Problem|Leib-Seele-Problem]]. Diese Fragen sind sehr grundlegend und die Antworten darauf begründen vollkommen unterschiedliche philosophische Schulen, die auch die naturwissenschaftlichen Begrifflichkeiten beeinflusst haben. Zu diesen Schulen gehören [[Dualismus (Ontologie)|Dualisten]], die Geist und Materie beide als existent ansehen, welche aber voneinander zu unterscheiden seien, und [[Monismus|Monisten]], die entweder nur die Materie oder nur den Geist als das Primäre und wahrhaft Existierende ansehen. Eine vermittelnde Position nimmt der [[Panpsychismus]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhänger des Materialismus setzen die Existenz der Materie voraus und sehen alles andere als ihre Erscheinungsformen, insbesondere auch die Sinneserfahrungen und den Geist. Demokrit wird als früher Anhänger dieser Richtung gesehen, im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert sind als bedeutende Vertreter [[Julien Offray de La Mettrie|La Mettrie]] und [[Paul Henri Thiry d’Holbach|d’Holbach]] zu nennen. Diese Denkrichtung wurde im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch von Naturwissenschaftlern wie [[Carl Vogt]] oder [[Jakob Moleschott]] vorangetrieben. [[Pierre-Simon Laplace|Laplace]] etwa entwickelte ein streng [[Determinismus|deterministisches]] Weltbild, in dem jegliche weitere Entwicklung exakt vorausberechenbar wäre, wenn man den [[Zustand (Physik)|Zustand]] der Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt kennen würde ([[Laplacescher Dämon]]). Das Primat der Materie gegenüber dem Bewusstsein ist das Fundament (Siehe [[Grundfrage der Philosophie]]) des Materialismus als [[Dialektischer Materialismus|dialektischer]] und [[historischer Materialismus]] von [[Karl Marx|Marx]], [[Friedrich Engels|Engels]] und [[Lenin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu steht der Idealismus, der dem Geist eine primäre Existenz einräumt. Hierbei wird unterschieden, ob es sich um ein allgemeines geistiges Prinzip handelt ([[objektiver Idealismus]]) oder das konkrete [[Bewusstsein]] des Menschen ([[subjektiver Idealismus]]). Prägend für den subjektiven Idealismus ist [[George Berkeley|Berkeleys]] Satz: „Esse est percipi“ (Existieren ist Wahrgenommenwerden). Verwandt mit dieser Denkrichtung sind auch die Strömungen des [[Konstruktivismus (Philosophie)|Konstruktivismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dualismus schließlich werden sowohl Geist als auch Materie als unabhängig voneinander existierend anerkannt. [[Descartes]] löste auf diese Weise das Leib-Seele-Problem, indem er annahm, dass beide aufeinander einwirken können. [[Leibniz]] ging noch einen Schritt weiter und lehnte eine Interaktion zwischen Geist und Körper ab. [[Karl Popper]] und [[John Eccles]] gelten als moderne Vertreter des Dualismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materiebegriff in der Physik ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Materie (Physik)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Physik ist Materie der Oberbegriff für alle Beobachtungsgegenstände, die Masse besitzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst-Wilhelm Otten |Titel=Repetitorium Experimentalphysik |Auflage=4. |Verlag=Springer Spektrum |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3-662-59729-3 |Kapitel=1.5 Materie und Masse |Seiten=4 f. |DOI=10.1007/978-3-662-59730-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Materia medica]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Eisler (Philosoph)|Rudolf Eisler]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; 2&amp;amp;nbsp;Bände. Historisch-quellenmäßig bearbeitet von Rudolf Eisler. 2.,&amp;amp;nbsp;völlig neu bearbeitete Auflage. Berlin 1904.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Göpel, Christiane Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Struktur der Materie: Grundlagen, Mikroskopie und Spektroskopie.&amp;#039;&amp;#039; Teubner, Stuttgart 1991.&lt;br /&gt;
* Hubert Gräfen: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Werkstofftechnik.&amp;#039;&amp;#039; VDI-Verlag, Düsseldorf 1991.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hund]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der physikalischen Begriffe.&amp;#039;&amp;#039; B.I. Wissenschaftsverlag, Mannheim 1978.&lt;br /&gt;
* [[Max Jammer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Begriff der Masse in der Physik.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1964.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Mainzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Materie: von der Urmaterie zum Leben.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1996, ISBN 3-406-40334-4.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Dieter Mutschler]]: &amp;#039;&amp;#039;Naturphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 2002.&lt;br /&gt;
* [[Bertrand Russell]]: &amp;#039;&amp;#039;The analysis of matter.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London 1992.&lt;br /&gt;
* Martin Josef Schermaier: &amp;#039;&amp;#039;Materia: Beiträge zur Frage der Naturphilosophie im klassischen römischen Recht.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 1992.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Rudolf Eisler: Artikel [https://www.textlog.de/4407.html Materie]. In: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der philosophischen Begriffe&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1904.&lt;br /&gt;
* Peter Möller: [http://www.philolex.de/materie.htm Materie]&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Mutschler: [https://www.naturphilosophie.org/grundbegriffe/materie/ Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Materie&amp;#039;&amp;#039;] im Online-Lexikon &amp;#039;&amp;#039;Naturphilosophische Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* {{UTB-Philosophie|Andreas Preußner|544|Materie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikalisches Grundkonzept]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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