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	<title>Materialkosten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T10:58:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Materialkosten&amp;diff=220094&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Durchkopplung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Materialkosten&amp;diff=220094&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-19T21:25:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Durchkopplung&quot; title=&quot;Durchkopplung&quot;&gt;Durchkopplung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Materialkosten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Werkstoffkosten&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|&amp;#039;&amp;#039;cost of materials&amp;#039;&amp;#039;}}) bezeichnet man im [[Rechnungswesen]] allein die durch &amp;#039;&amp;#039;[[betriebszweck]]bezogenen&amp;#039;&amp;#039; Verbrauch von [[Material (Fertigungstechnik)|Material]] und [[Energie]]n im [[Produktionsprozess]] entstandenen [[Kosten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Materialkosten oder Werkstoffkosten sind ein Sammelbegriff, unter dem verschiedene [[Kostenart]]en zusammengefasst werden. Sie entstehen in Wirtschaftsbetrieben jeder Art, nicht nur in den eigentlichen Produktionsbetrieben, sondern auch bei [[Kreditinstitut]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9pDVDCG1Dk0C&amp;amp;pg=PA3&amp;amp;dq=Materialkosten+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=K5xiU-WaJZTY4QSF2oDACw#v=onepage&amp;amp;q=Materialkosten%20begriff&amp;amp;f=false Konrad Mellerowicz, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1954, S. 30]&amp;lt;/ref&amp;gt; Was diese Betriebstypen voneinander unterscheidet, sind die Art und Höhe der Materialkosten an den [[Gesamtkosten]] oder [[Umsatzerlös]]en. &amp;#039;&amp;#039;Materialkostenintensiv&amp;#039;&amp;#039; sind jene Betriebe, bei denen der Anteil der Materialkosten an den Gesamtkosten oder Umsatzerlösen über 50 % erreicht. In der Industrie gehören zu den materialkostenintensiven Betrieben etwa die konsumnahen Betriebe der [[Nahrungsmittelindustrie]] oder [[Automobilindustrie]]. Bei diesen hat eine sorgfältige [[Materialwirtschaft]] eine hohe Bedeutung,&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Lück (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 788&amp;lt;/ref&amp;gt; denn eine Reduzierung der Materialkosten um 4 % (bei Umsatzerlösen von 100 Mio. Euro, einem [[Betriebsergebnis]] von 6 Mio. Euro und Materialkostenintensität von 50 %) würde zu einem auf 8 Mio. Euro erhöhten Betriebsergebnis führen. Um dieses durch Umsatzsteigerung zu erreichen, müssten die Umsatzerlöse auf 133 Mio. Euro (also 33 %) erhöht werden. Dieser Gewinnbeitrag der Materialwirtschaft kann als Ausgleich für nicht realisierbare Umsatzsteigerungen interpretiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jOUh-U8z5msC&amp;amp;pg=PA13&amp;amp;dq=Materialwirtschaft+Materialkosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AqdiU4btMInpygPu54HwAQ#v=onepage&amp;amp;q=Materialwirtschaft%20Materialkosten&amp;amp;f=false Hans Arnolds/Franz Heege/Carsten Röh/WernerTussing, &amp;#039;&amp;#039;Materialwirtschaft und Einkauf&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 13]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die hier beschriebene Hebelwirkung ergibt sich aus folgender [[Betriebswirtschaftliche Kennzahl|betriebswirtschaftlichen Kennzahl]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mbox{GB} = \frac{\mbox{MK} \cdot \mbox{E}}{\mbox{R}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei gelten:&lt;br /&gt;
* GB = Gewinnbeitrag der Materialwirtschaft, ausgewiesen als entsprechende Umsatzsteigerung&lt;br /&gt;
* MK = Materialkosten-Anteil in % vom Umsatz&lt;br /&gt;
* E = Reduzierung der Materialkosten in % der Materialkosten&lt;br /&gt;
* R = Umsatzrentabilität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei materialintensiven Betrieben spielt die Materialaufwandsquote (Materialintensität) eine besondere Rolle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Materialaufwandsquote} = \frac{\text{Materialaufwand}}{\text{Gesamtleistung (Umsatzerlöse)}}\cdot 100\,\%&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Materialaufwandsquote ist das Verhältnis zwischen dem in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] ausgewiesenen Materialaufwand und der [[Leistung (Rechnungswesen)|Gesamtleistung]] (oder Umsatzerlöse) eines Unternehmens. Anhand dieser Kennzahl kann ein Unternehmen sich mit anderen Unternehmen seiner Branche vergleichen, um zu erkennen, ob Wettbewerber ihre Leistung mit geringerem Materialaufwand erzielen und kann deshalb auf mögliche Unwirtschaftlichkeiten im Betriebsablauf hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Materialkosten werden in der [[Kostenartenrechnung]] aufgeteilt in:&lt;br /&gt;
* [[Rohstoff (Produktion)|Rohstoffkosten]] wie etwa Holz in der Möbelindustrie,&lt;br /&gt;
* [[Hilfsstoff (Rechnungswesen)|Hilfsstoff]]kosten wie Verpackungsmaterial, Reinigungsmittel usw.,&lt;br /&gt;
* [[Betriebsstoff]]kosten wie Strom, Gas, Rohöl oder Büromaterial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kostenträgerrechnung]] setzen sich die Materialkosten aus den Materialeinzelkosten sowie den Materialgemeinkosten zusammen. Die Materialgemeinkosten entsprechen einer adäquaten Zuschlüsselung der Materialbeschaffungs- und -lagerkosten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;4&amp;quot; style=&amp;quot;padding-left:15px&amp;quot;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#FFEEBB&amp;quot; | + [[Materialeinzelkosten]]&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#FFEEBB&amp;quot; | + [[Materialgemeinkosten]]&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; bgcolor=&amp;quot;#FFCC99&amp;quot; Style=&amp;quot;font-weight:bold&amp;quot; | = Materialkosten&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine verursachungsgerechte Zurechnungsmöglichkeit auf die Endprodukte stellen die Materialeinzelkosten dar, alle übrigen Materialkosten werden durch einen Verteilungsschlüssel als Materialgemeinkosten auf die Produkte verteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=xx1KAJK9lF4C&amp;amp;pg=PA96&amp;amp;dq=Materialkosten+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=K5xiU-WaJZTY4QSF2oDACw#v=onepage&amp;amp;q=Materialkosten%20begriff&amp;amp;f=false Karl-Christian Freidank, &amp;#039;&amp;#039;Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 96]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfassung ==&lt;br /&gt;
Zur Erfassung des mengenmäßigen Verbrauchs stehen vier Methoden zur Verfügung:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=V88Fc4RF1vwC&amp;amp;pg=PA80&amp;amp;dq=kostenarten+Materialkosten&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=EaBiU7TGKefD4gShsYDwCw#v=onepage&amp;amp;q=kostenarten%20Materialkosten&amp;amp;f=false Jana Eberlein, &amp;#039;&amp;#039;Betriebliches Rechnungswesen und Controlling&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 80]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zugangsmethode:&amp;#039;&amp;#039; sie unterstellt, dass die in einer Abrechnungsperiode beschafften Materialmengen auch in dieser Periode verbraucht wurden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Inventurmethode:&amp;#039;&amp;#039; aufgrund einer [[Inventur]] wird der Anfangsbestand und der Endbestand ermittelt, so dass die Differenz den Materialverbrauch ergibt.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Skontrationsmethode (Fortschreibungsmethode):&amp;#039;&amp;#039; Lagerzugänge gemäß Lieferschein und -abgänge gemäß Materialentnahmeschein werden festgehalten, so dass der Materialverbrauch den Lagerbestandsreduzierungen entspricht.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;retrograde Methode:&amp;#039;&amp;#039; ist eine ungenaue Berechnung, da die Sollverbrauchsmengen pro erstelltem Produkt ermittelt werden, so dass tatsächliche Verbrauchsmengen nicht berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Materialkosten zur Bewertung von Lagerbeständen dienen, sind die entsprechenden der [[Rechnungslegung]]svorschriften zu berücksichtigen. Im [[Controlling|Produktionscontrolling]] fließen Materialkosten entsprechend dem verbauten Material als Teil der [[Herstellkosten]] in die [[Kostenträgerrechnung|Kostenträger-]] bzw. [[Kosten- und Leistungsrechnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Materialbewertung ==&lt;br /&gt;
Die Bewertung der Materialeinzelkosten erfolgt im einfachen Fall zum [[Einstandspreis]]. Wenn ein Lagerbestand jedoch aus mehreren Lieferungen besteht, die jeweils zu unterschiedlichen Einstandspreisen beschafft worden sind, sollte das Material zum [[gleitender Durchschnittspreis|gleitenden Durchschnittspreis]] bewertet werden. Beispiel: Ein Öltank, der befüllt wird, bevor er komplett entleert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Durchschnittsmethode sind auch verschiedene andere Ansätze denkbar:&lt;br /&gt;
* Lifo-Methode: [[Last In – First Out|Last-In–First-Out]]-Methode, bei der der Wert anhand des Anschaffungswerts der zuletzt gekauften Menge errechnet wird&lt;br /&gt;
* Fifo-Methode: [[First In – First Out|First-In–First-Out]]-Methode, bei der der Wert anhand des Anschaffungswerts der zuerst gekauften Menge errechnet wird&lt;br /&gt;
* Hifo-Methode: [[Highest In – First Out|Highest-In–First-Out]]-Methode: Der Verbrauch wird mit dem höchsten realisierten Einkaufspreis bewertet&lt;br /&gt;
* Lofo-Methode: [[Lowest In – First Out|Lowest-In–First-Out]]-Methode: Der Verbrauch wird mit dem niedrigsten realisierten Einkaufspreis bewertet&lt;br /&gt;
* [[Standardkosten]]: einem fixierten Materialpreis, z.&amp;amp;nbsp;B. den Durchschnittskosten zum Zeitpunkt der jährlichen Vorkalkulation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Material-Standardkosten werden insbesondere dann verwendet, wenn [[Halbfabrikat]]e in [[Eigenfertigung]] produziert und zwischengelagert werden. Standardkosten entsprechenden dann dem einmal jährlich ermittelten [[Zielkostenrechnung|Zielkostenwert]]. Die Produktionskosten werden dann an diesem Zielkostenwert gemessen und Abweichungen können in [[Preisabweichung]]en und Mengen- bzw. [[Verbrauchsabweichung]]en differenziert und analysiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jahresabschluss ==&lt;br /&gt;
In der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] gehören die Materialkosten nach {{§|255|hgb|juris}} Abs. 2 Satz 2 [[Handelsgesetzbuch|HGB]] zu den [[Herstellungskosten]] und sind nach {{§|275|hgb|juris}} Abs. 2 Nr. 5 a) HGB als „Materialaufwand“ auszuweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4169083-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Materialwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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