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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Masseverschluss</id>
	<title>Masseverschluss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T23:17:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Masseverschluss&amp;diff=401611&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HobbyAstronaut: Der gelöschte Inhalt befindet sich jetzt in dem Artikel &quot;Verzögerter Masseverschluss&quot;.</title>
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		<updated>2026-04-22T20:45:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Der gelöschte Inhalt befindet sich jetzt in dem Artikel &amp;quot;Verzögerter Masseverschluss&amp;quot;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Firearm simple blowback animation.gif|mini|Animation: Nachladevorgang auf Basis eines einfachen Masseverschlusses]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Masseverschluss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Art des [[Verschluss (Waffentechnik)|Verschlusses]] des Patronenlagers einer [[Automatische Schusswaffe|automatischen Schusswaffe]]. Er zeichnet sich dadurch aus, dass [[Lauf (Schusswaffe)|Lauf]] und Verschluss nicht mechanisch miteinander verriegelt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Pietzner: &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 42–46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verschluss basiert dabei auf [[Massenträgheit]]; Peter Dannecker beschreibt ihn physikalisch als „[[Kraftschluss|kraftschlüssig]]-dynamisch verriegelten Verschluss“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verlags-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Masseverschluss findet Anwendung bei zwei Arten von Verschlussantrieben. Zum einen als &amp;#039;&amp;#039;Rückdrucklader&amp;#039;&amp;#039;, entsprechend der englischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;blowback operation&amp;#039;&amp;#039;;&amp;lt;ref&amp;gt;René Dick: &amp;#039;&amp;#039;Die Polizeilichen Online-Informationssysteme: in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Verlag BoD – Books on Demand, 2011, ISBN 978-3-8423-4236-1, S. 305 [https://books.google.de/books?id=60o8bNtYctkC&amp;amp;pg=PT305]&amp;lt;/ref&amp;gt; dabei ist der Lauf starr, der Verschluss hingegen nach hinten beweglich und zum anderen als [[Blow Forward]] (englisch für &amp;#039;&amp;#039;Vordrucklader&amp;#039;&amp;#039;) bei dem der Lauf nach vorne beweglich, der Verschluss bzw. die Stützplatte hingegen starr ist. Beide Verschlussantriebsarten sind [[Gasdrucklader]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lugs&amp;quot;&amp;gt;Jaroslav Lugs: &amp;#039;&amp;#039;Handfeuerwaffen. Band I.&amp;#039;&amp;#039; 6-te Auflage, [[Militärverlag der DDR]], 1979, S. 302&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dannecker: &amp;#039;&amp;#039;Verschlusssysteme von Feuerwaffen&amp;#039;&amp;#039;. 2009, S. 468–46&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das &amp;#039;&amp;#039;Blow-Forward&amp;#039;&amp;#039;-Prinzip praktisch kaum Anwendung findet, wird in der Literatur der Masseverschluss meistens implizit als &amp;#039;&amp;#039;Masseverschluss beim Rückdrucklader&amp;#039;&amp;#039; verstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rheinmetall&amp;quot;&amp;gt;F. Flanhardt, K. Harbrecht: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Einteilung der automatichen Schusswaffen&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Waffentechnisches Taschenbuch.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, [[Rheinmetall]], Düsseldorf 1977. S. 243–245 [https://archive.org/stream/RheinmetallWaffentechnischesTaschenbuch1977/Rheinmetall%20-%20Waffentechnisches%20Taschenbuch%20-%201977#page/n277/mode/2up]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Artikel ist dementsprechend aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Erfinder wird meistens [[John Moses Browning]], aber auch [[Hugo Schmeisser]] und [[Georg von Dormus]] genannt. Das Prinzip des Masseverschlusses findet Anwendung in vielen Varianten, von kleinen [[Taschenpistole]]n bis zu schweren [[Maschinenkanone]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verlags-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinemtatik Auszugs CoEffizient CC0 by Grasyl.svg cropped3.png|mini|Wird die Patronenhülse zu schnell bzw. früh aus dem Patronenlager gedrückt, beult sie aus. Dies kann zum Reißen der Hülse führen, was die Funktionssicherheit der Waffe und den Schützen gefährdet.]]&lt;br /&gt;
Beim Masseverschluss sind der feststehende Lauf und bewegliche Verschluss nicht mechanisch miteinander verriegelt. Nach der Zündung der [[Treibladung]] bewegt sich die [[Patronenhülse]] samt Verschluss unter Druck rückwärts. Dabei muss die Rücklaufgeschwindigkeit des Verschlusses so weit begrenzt werden, dass die Hülse, solange sich das Geschoss im Lauf bewegt und dort hoher Druck herrscht, ausreichend vom [[Patronenlager]] abgestützt wird. Grundsätzlich sollen die Patronen aus dem Patronenlager höchstens die Stärke des Patronenbodens zurückrutschen, da sonst der hohle Hülsenteil nicht mehr unterstützt wird und es zu Hülsenriss kommen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Pietzner: &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 42–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Geschoss den Lauf verlassen hat, bewegt sich der Verschluss durch seine Massenträgheit weiter nach hinten, wobei die Patronenhülse ganz aus der Patronenkammer ausgezogen und ausgeworfen wird. Die gespeicherte [[Spannenergie|Federenergie]] steigt mit stärkerer Kompression der Feder an. Wenn der Verschluss seine gesamte kinetische Energie an die Feder abgegeben hat oder an einen Anschlag stößt und sich so in seinem hinteren Totpunkt befindet, wird er durch die Feder wieder nach vorne beschleunigt, wobei eine neue Patrone aus dem [[Magazin (Waffentechnik)|Magazin]] ins Patronenlager geführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verlags-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=397}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verschluss kann [[Zuschießende Waffe|zuschießend]] oder [[Aufschießende Waffe|aufschießend]] konstruiert sein. Bei Mustern in zuschießender Ausführung kann auf einen beweglichen [[Schlagbolzen]] verzichtet werden. Hier schlägt ein Dorn beim Schließen des Verschlusses auf das [[Anzündhütchen|Zündhütchen]] der Patrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich wird zwischen [[Gasdrucklader]]n und [[Rückstoßlader]]n unterschieden. Der Masseverschluss arbeitet nach dem Prinzip des Gasdruckladers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lugs&amp;quot; /&amp;gt; Die Verbrennungsgase der Treibladung breiten sich in alle Richtungen aus. Durch diesen Gasdruck wird zum einen das Geschoss nach vorne, zum anderen die Hülse nach hinten geschoben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lugs&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Engineering Design Handbook : Automatic Weapons&amp;#039;&amp;#039;, [[United States Army Materiel Command]], 1970, Kapitel 1-1 [https://books.google.de/books?id=2ZNHAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PR21]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Bewegungsimpuls des Geschosses zum Erzeugen eines Rückstoßes ist auch gar nicht nötig. Der Masseverschluss funktioniert auch sehr gut mit [[Platzpatrone]]n, wenn ein [[Manöverpatronengerät]] den Querschnitt der Rohrmündung stark verengt und somit der nötige Gasdruck aufgebaut wird. Ein Rückstoßlader benötigt hingegen eine Geschossbewegung, um den Rückstoß zu erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verlags-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=468–469}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch wird fälschlicherweise der Masseverschluss manchmal den Rückstoßladern zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Dathan: &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre für die Bundeswehr.&amp;#039;&amp;#039; (4. neu bearbeitete Aufl.), [[Mittler &amp;amp; Sohn Verlag]], 1980, ISBN 3-87599-040-4, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; Alternativ ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Rückdrucklader&amp;#039;&amp;#039;, entsprechend der englischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;blowback operation&amp;#039;&amp;#039; für den Masseverschluss, möglich. Diese Bezeichnung nimmt Bezug auf die öffnende Kraft, den Druck im Lauf, wohingegen &amp;#039;&amp;#039;Masseverschluss&amp;#039;&amp;#039; Bezug auf die Art der schließenden Komponente, der Massenträgheit, nimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verlags-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=466–468}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Essentiell für den Masseverschluss ist, dass die Hülse die das Patronenlager abdichtet gleichzeitig aber auch nach hinten rutscht. Durch ein Verklemmen der Hülse im Patronenlager würde nicht genügend Energie an den Verschluss übertragen werden mit der Folge, dass der Nachladevorgang der nächsten Patrone stoppen würde. Während das bei schwacher Pistolenmunition noch von sich aus funktioniert, müssen bei stärkerer Munition Vorkehrungen getroffen werden. Frühe Maschinengewehre mit Masseverschluss wie das österreichische [[Maschinengewehr Schwarzlose]]&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; 1951, Band I, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder das italienische [[Breda 30]]&amp;lt;ref&amp;gt;Terry Wieland: &amp;#039;&amp;#039;Gun Digest Book of Classic American Combat Rifles.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Krause Publications, 2011, ISBN 978-1-4402-3017-2, S. 515 [https://books.google.de/books?id=k_VdJewva78C&amp;amp;pg=PT515]&amp;lt;/ref&amp;gt; und vor allem Maschinenkanonen benötigten deshalb geölte Hülsen. Die Ölung bringt aber große Probleme mit sich, so dass man auf diese verzichten möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; 1951, Band I, S. 522.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs kamen [[Patronenlager#Patronenlager mit Druckausgleichsrillen|Patronenlager mit Druckausgleichsrillen]] auf. Bei der US-amerikanischen Variante der 20-mm-Oerlikon-Kanone, der Mark 4, wurden diese Rillen beim Übergang des Patronenlagers auf den Lauf eingeführt, um Ausziehprobleme trotz Hülsenölung zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Gutzman: &amp;#039;&amp;#039;Vietnam: Naval and Riverine Weapons.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Lulu.com, 2010, ISBN 978-0-557-17743-1, S. 454 [https://books.google.de/books?id=jd08AgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA454]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.navweaps.com/Weapons/WNUS_2cm-70_mk234.htm United States of America 20 mm/70 (0.79&amp;quot;) Marks 2, 3 &amp;amp; 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch diese Rillen herrscht der gleich hohe Druck im Inneren der Hülse wie auch in den Rillen um diese. Dadurch wird die Hülse weniger stark an die Wände der Patronenkammer gepresst und kann leichter zurückgleiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Brian J. Heard: &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Firearms and Ballistics: Examining and Interpreting Forensic Evidence.&amp;#039;&amp;#039; Verlag John Wiley &amp;amp; Sons, 2011, ISBN 978-1-119-96477-3, S. 174 [https://books.google.de/books?id=qd8TkbuC_bAC&amp;amp;pg=PT174]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Gasverluste wegen schlechter [[Liderung]] möglichst zu vermeiden und Hülsenreißern im Patronenlager vorzubeugen, sollten die Hülsen [[Zylinder (Geometrie)|zylindrisch]] oder nur leicht konisch sein und über keine sehr stark ausgeprägte Schulter bei einer Flaschenhalshülse verfügen, denn je weiter die konische Hülse aus dem Patronenlager herausragt, desto weniger wird sie von dem Patronenlager unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; Band IV, 1951, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Ortenburg: &amp;#039;&amp;#039;Waffen der Landsknechte 1871–1914.&amp;#039;&amp;#039; Bechtermünz, 2005, original 1992, ISBN 3-8289-0521-8, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; So traten bei [[Bergmann (Pistole)|Bergmann-Pistolen]] wegen schlechter Liderung Gasverluste auf, was die Leistung der Waffe verminderte und bei Verschmutzung zu Störungen führen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Hülse länger in der Patronenkammer von den Wänden zu unterstützen, muss die Patronenkammer verlängert werden. Die dafür vorgesehenen Hülsen haben einen speziellen sogenannten unterschnittenen Boden (engl.: rebated rim), d.&amp;amp;nbsp;h. der Bodendurchmesser ist kleiner als der Querschnitt der Hülse. Dadurch kann der Auszieher mit der Patrone in die Patronenkammer hineinfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred R. Rosenberger, Katrin Hanné: &amp;#039;&amp;#039;Vom Pulverhorn zum Raketengeschoss: Die Geschichte der Handfeuerwaffen-Munition.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch Verlag, 1993, ISBN 3-613-01541-2, S. 150–151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; Band IV, 1951, S. 12–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waffen mit einfachem Masseverschluss eignen sich hauptsächlich für [[Patrone (Munition)#Pistolenpatrone|Pistolenmunition]]. Für [[Patrone (Munition)#Gewehrpatrone|Gewehrpatronen]] wie die [[7,62 × 51 mm NATO|7,62&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;51-mm-NATO]]-Patrone sind Zusatzmechanismen zur Verzögerung des Verschlusses notwendig, der Verschluss wird dann &amp;#039;&amp;#039;verzögerter Masseverschluss&amp;#039;&amp;#039; genannt. Weiter gibt es noch die bei Maschinenkanonen verwendete Variante mit Vorlaufzündung&amp;amp;nbsp;– bei der die Patrone bereits zündet, während der Verschluss sich noch schließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei modernen fremdgesteuerten automatischen Waffen wird die natürliche Masse durch eine magnetische Massensimulation für die Zeit, in der sich das Geschoss im Lauf befindet, erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
=== Einfacher Masseverschluss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinematik Rückdrucklader mit Masseverschluss NEU CC BY-SA 4.0 by Grasyl.svg|mini|Prinzip des einfachen Masseverschlusses]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Basic Function M3 SMG Illustration.jpg|mini|Die Maschinenpistole [[M3 (Maschinenpistole)|M3]] hat einen einfachen Masseverschluss. Aufgrund der benötigten hohen Verschlussmasse sind einfache Masseverschlüsse bei Pistolen grundsätzlich nur für Kaliber kleiner als [[9 × 19 mm]] geeignet. Pistolen ab diesem Kaliber sind meistens [[Rückstoßlader#Rückstoßlader mit kurz zurückgleitendem Lauf|Rückstoßlader mit kurz zurückgleitendem Lauf]]. Die häufigste Verschlussart ist dabei das [[Browning-System]] mit seinen Variationen.]]&lt;br /&gt;
Die technisch einfachste Variante eines Verschlusses für eine automatische Waffe ist der einfache Masseverschluss. Er setzt das Prinzip des Masseverschlusses ohne weitere Mechanismen um. Dank diesem einfachen Aufbau gelten Waffen mit Masseverschluss als sehr zuverlässig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walker&amp;quot;&amp;gt;Robert E. Walker: &amp;#039;&amp;#039;Cartridges and Firearm Identification&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[CRC Press]], 2013, ISBN 978-1-4665-8881-3, S. 24 [https://books.google.de/books?id=THQ1iG8fSG8C&amp;amp;pg=PA24]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verschluss kann sehr einfach gewartet werden, was die Zerlegung und Reinigung beinhaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Automatic weapons&amp;#039;&amp;#039;, [[United States Army Materiel Command]], 1970 S. 2–47 [https://books.google.de/books?id=2ZNHAQAAIAAJ&amp;amp;pg=SA2-PA47]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verschluss wird von verschiedenen Kräften gebremst: Reibungswiderstand zwischen Hülse und Patronenlager, Trägheitskraft der Verschlussmasse, Reibungswiderstand zwischen Verschluss und Gehäuse sowie [[Rückstellkraft]] der [[Schließfeder|Schließ-]] und Schlagfedern.&amp;lt;ref&amp;gt;Pietzner: &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt; Der einfache Masseverschluss wird daher manchmal &amp;#039;&amp;#039;Feder-Masse-Verschluss&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Federpendel|Masse-Feder]]-Verschluss&amp;#039;&amp;#039; genannt. Das ist jedoch technisch nicht richtig, weil die Federkraft bezüglich des Verschlusses sehr gering, also vernachlässigbar ist. Der Verschluss wirkt durch seine [[Trägheit|Massenträgheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verl.-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=293 und 397}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Masse des Verschlusses direkt auf die Leistung der Patrone abgestimmt sein muss, sind dem Verschlussprinzip bei Handfeuerwaffen engere Grenzen gesetzt als bei anderen Verschlusskonstruktionen. Je leistungsstärker die Patrone ist, desto schwerer muss der Verschluss und größer die Federkraft der [[Schließfeder]] sein, was die Handhabung erschwert. So würde ein einfacher Masseverschluss für die Patrone [[7,62&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;51&amp;amp;nbsp;mm&amp;amp;nbsp;NATO]] circa 11&amp;amp;nbsp;kg wiegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage=1 | Verlag=Journal-Verl. Schwend | Ort= Schwäbisch Hall | Datum=1992 | DNB=920838154 | Seiten=87}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darum kommen einfache Feder-Masse-Verschlüsse nur bei relativ leistungsschwachen Patronen zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit der Druck im Lauf schnell abgebaut wird, haben Waffen mit einfachem Masseverschluss kurze Läufe, was zu einer geringen [[Mündungsgeschwindigkeit]] führt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dr. Franz Felberbauer, &amp;#039;&amp;#039;Truppendienst Taschenbuch, Reihe – Wehrtechnik, Waffentechnik l: Rohrwaffen, Lenkwaffen und Flugkörper, Ballistik, Zielen und Richten&amp;#039;&amp;#039;, 1. Auflage, Verlag HEROLD, Wien, S. 35&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewährt hat sich der einfache Masseverschluss deshalb vor allem bei Kleinkaliberwaffen ([[.22 kurz]], [[.22 lfB]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[FN-Browning Selbstladegewehr cal 22]]), bei Pistolen für eher schwache Patronen (wie [[.25 ACP|6,35&amp;amp;nbsp;mm Browning]], [[.32 ACP|7,65&amp;amp;nbsp;mm&amp;amp;nbsp;Browning]], [[.380 ACP|9&amp;amp;nbsp;mm&amp;amp;nbsp;kurz]], [[9 × 18 mm|9&amp;amp;nbsp;mm&amp;amp;nbsp;Makarow]]) sowie bei zuschießenden Maschinenpistolen mit stärkeren Patronen, wie [[9&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;19&amp;amp;nbsp;mm]], [[.45&amp;amp;nbsp;ACP]] oder [[7,62&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;25&amp;amp;nbsp;mm&amp;amp;nbsp;TT]]. Typische erfolgreiche Pistolen sind [[Walther PPK]], [[FN Browning Modell 1900]] oder die [[Makarow (Pistole)|Makarow (PM)]]. In Maschinenpistolen können schwerere Verschlüsse und Federn eingebaut werden, deshalb können sie auch stärkere Munition verschießen. Diese wird auch in seltenen Fällen in Pistolen mit einfachem Masseverschluss verwendet, beispielsweise in der [[Astra&amp;amp;nbsp;600]] oder der [[HK&amp;amp;nbsp;VP70]], was aber die Handhabung der Pistolen erschwert.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Prenderghast: &amp;#039;&amp;#039;Repeating and Multi-Fire Weapons: A History from the Zhuge Crossbow Through the AK-47&amp;#039;&amp;#039;, Verlag McFarland, 2018, ISBN 978-1-4766-3110-3, S. 179 [https://books.google.de/books?id=77hTDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA179]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit wenigen Ausnahmen haben alle in den Weltkriegen und darüber hinaus verwendeten Maschinenpistolen einen Masseverschluss. Beispiele sind die deutsche [[MP 18]] und [[Maschinenpistole 40]], die englische [[Lanchester-Maschinenpistole]] und die [[Sten Gun]] oder die russische [[PPSch-41]], die israelische [[Uzi]] oder die US-amerikanische [[Thompson (Maschinenpistole)|Thompson M1]] (späte Kriegsfertigung) und [[MAC-10]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Masseverschluss mit Vorlaufzündung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Advanced primer ignition cc BY-SA 4.0 by Grasyl.svg|mini|links|Prinzip des Masseverschlusses mit Vorlaufzündung bei einer [[Zuschießende Waffe|zuschießenden Waffe]]: Die Patrone wird im mittleren Bild gezündet, also noch während der Vorwärtsbewegung des Verschlusses. Dabei halten zwei [[Auszieher]] (dunkelrot) die Patrone am Verschluss.]]&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = right&lt;br /&gt;
| Richtung    = vertical&lt;br /&gt;
| Breite      = 200&lt;br /&gt;
| center      = 1&lt;br /&gt;
| Bild1       = Difference of normal and rebated rim cartridge in blowback operation.png&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = A: Patrone mit gewöhnlichem Boden &amp;lt;br /&amp;gt;B: Patrone mit unterschnittenem Boden für die Vorlaufzündung&lt;br /&gt;
| Bild2       = 50giand45auto.png&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Beispiel für eine Patrone mit gewöhnlichem Boden (rechts) und mit unterschnittenem Boden (links)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Beim einfachen Masseverschluss hält der Verschluss aufgrund seiner Masse die Patrone in der Kammer. Dieses ist aber nur für relativ schwache Patronen praktisch umsetzbar. Die Idee der Vorlaufzündung ist, bereits die [[kinetische Energie]] beim Vorlauf des Verschlusses dafür zu nutzen, um die Patrone in der Kammer zu halten. Somit kann die Verschlussmasse deutlich reduziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Cutshaw: &amp;#039;&amp;#039;Tactical Small Arms of the 21st Century.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele zuschießende Maschinenpistolen, angefangen mit der ersten echten Maschinenpistole, der MP18, nutzen dieses Prinzip im kleinen Maßstab. Sie zünden die Patrone im letzten Augenblick der Schließbewegung, wenn sich der Verschluss in einem Abstand unter 1&amp;amp;nbsp;mm zur Patronenkammer befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Cutshaw: &amp;#039;&amp;#039;Tactical Small Arms of the 21st Century.&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Eckhardt, Otto Morawietz: &amp;#039;&amp;#039;Die Handwaffen des brandenburgisch-preußisch-deutschen Heeres 1640–1945.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Helmut Gerhard Schulz, Hamburg 1957, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fachliteratur bezeichnet die Verschlüsse dieser Waffen oft als einfache Massenverschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Simpified schematic of blowback mechanism with advanced primer ignition.png|links|mini|Patronenhülse mit unterschnittenem Boden zusammen mit einer verlängerten Patronenkammer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:30mm ammo (cropped)-cropped.jpg|links|mini|[[Sprenggeschoss]] für eine [[MK 108]]]]&lt;br /&gt;
Einen Masseverschluss mit „echter“ Vorlaufzündung verwendete die [[Becker-Kanone|Becker-Maschinenkanone]] und ihre Nachfolger [[20-mm-Oerlikon-Kanone]], [[Oerlikon FF]], [[Polsten 20-mm-Flak]], [[MG&amp;amp;nbsp;FF]] und [[MK&amp;amp;nbsp;108]].&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; 1951, Band I, S. 522&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei diesen Waffen sind der Verschluss und der Zündstift über einen Mechanismus verbunden. Der [[Schlagbolzen|Zündstift]] wird über eine Art Wippe so gesteuert, dass er aus dem Verschluss herausfährt, wenn der Verschluss eine bestimmte Strecke zurückgelegt hat. Es gibt aber auch andere technische Realisierungen, um die Patrone im Vorlauf zu zünden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; Band IV, 1951, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; So verfügt die MK 108 über eine elektrische Zündung.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; 1951, Band I, S. 558–560.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Patrone wurde bereits gezündet, während der Verschluss noch im Vorlauf war, etwa 12,5&amp;amp;nbsp;mm bevor der Verschluss die Kammer erreichte. Somit wirkte die Bewegungsenergie des Verschlusses schon beim Schließen gegen den Gasdruck des Rückstoßes. Dies führte zu einer ruhigeren Funktion, zudem konnte damit die Verschlussmasse verringert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; 1951, Band I, S. 522.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutlich frühere Zündung der Becker-Maschinenkanonen wurde durch Hülsen mit unterschnittenem Boden zusammen mit einer verlängerten Patronenkammer erreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; Band IV, 1951, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waffen verschossen gefettete Munition, um eine bessere Schmierung der Patronenhülse und der Patronenkammer zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; 1951, Band I, S. 522.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Masseverschluss mit Vorlaufzündung findet man heute vor allem in automatischen Granatwerfern, wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[40-mm-Maschinengranatwerfer Mk 19|Mk&amp;amp;nbsp;19]] oder [[AGS-30]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ilya Shaydurov |Titel=Russische Nahkampfmittel: Typen, Technik, Daten |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=1 |Verlag=Motorbuch |Ort= |Datum=2017 |ISBN=978-3-613-03974-2 |Seiten=139}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verzögerter Masseverschluss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinematik Rückdrucklader verlangsamt über Bescheunigungshebel CC BY-SA 4.0 Autor Grasyl.svg|mini|[[Verzögerter Masseverschluss#Hebelverzögerter Masseverschluss|Hebelverzögerter Masseverschluss]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[FAMAS]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinematik Rückdrucklader verlangsamt über Rollenübersetzung CC BY-SA 4.0 Autor Grasyl.svg|mini|[[Rollenverschluss#Beweglich abgestützter Rollenverschluss|Beweglich abgestützter Rollenverschluss]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[HK&amp;amp;nbsp;MP5]])|links]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinematik Rückdrucklader verlangsamt durch Gasbelastungskolben CC BY-SA 4.0.svg|mini|[[Verzögerter Masseverschluss#Gasdruckverzögerter Masseverschluss|Gasdruckverzögerter Masseverschluss]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[HK&amp;amp;nbsp;P7]])]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Verzögerter Masseverschluss}}&lt;br /&gt;
Bei Waffen mit verzögertem Masseverschluss helfen zusätzliche Kräfte, den Verschluss zu bremsen, bis das Projektil den Lauf verlassen hat und der Gasdruck ausreichend abgesunken ist. Das können [[Trägheitskraft|Trägheitskräfte]] oder sonstige Reibungskräfte und der Verschlussbewegung entgegengesetzt wirkende Kräfte sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Pietzner: &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre.&amp;#039;&amp;#039; 1998, S. 43–44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei durch Trägheitskräfte verzögertem Masseverschluss ist der Verschluss zweiteilig; vorne ist der Verschlusskopf beweglich mit dem Steuerstück verbunden. Der beim Schuss entstehende Druck auf die Stirnseite des Verschlusskopfes bewirkt dessen minimales Zurückweichen. Diese Bewegung wird über einen geeigneten Mechanismus auf das Steuerstück übertragen und beschleunigt dieses stark. Im Rücklauf löst dieses die Verriegelung des Verschlusskopfes und läuft mit diesem nach hinten, was den Nachladevorgang auslöst. Eine der ersten Waffen mit verzögertem Masseverschluss ist das [[Maschinengewehr Schwarzlose]], bei diesem ist der Verschlusskopf über ein am Gehäuse angelenktes Kniegelenk mit dem Steuerstück verbunden. Die modernste Anwendung, der [[Rollenverschluss]] mit einem &amp;#039;&amp;#039;Verschlusskopf mit seitlich verriegelten Stützrollen&amp;#039;&amp;#039;, findet sich beim Heckler &amp;amp; Koch-Gewehr [[HK G3]]. Beim Schuss werden die Rollen nach innen auf einen vorne am Steuerstück liegenden Keil gepresst. Dieses wird durch die hieraus entstehende senkrechte Kraft-Komponente nach hinten beschleunigt, was den Nachladevorgang auslöst. Durch die waagerechte Bewegung bleibt die Waffe auch im Nachladevorgang in der Visierlinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Technik wurde beim deutschen [[Volkssturmgewehr Spezial]] angewendet. Sie beruht darauf, den Lauf anzuzapfen und das Gas in einen Zylinder zu leiten, in dem ein Kolben den Rücklauf des Verschlusses bremst, solange Druck vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Enke: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Waffen- und Munitionstechnik.&amp;#039;&amp;#039; Walhalla Fachverlag, 4., aktualisierte Auflage, Regensburg, 2023, ISBN 978-3-8029-6198-4, S. 157 ff.&lt;br /&gt;
* George M. Chinn: &amp;#039;&amp;#039;The Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; Bureau of Ordnance, Department of the Navy, Washington D.C. 1951, {{OCLC|2233158}}. [http://www.ibiblio.org/hyperwar/USN/ref/MG/]&lt;br /&gt;
* Charles Q. Cutshaw: &amp;#039;&amp;#039;Tactical Small Arms of the 21st Century: A Complete Guide to Small Arms From Around the World.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Gun Digest Books, 2011, ISBN 978-1-4402-2709-7 [https://books.google.de/books?id=55szjc6g520C]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Raimund Germershausen | R. Germershausen]], E. Schaub et al. |Titel=Waffentechnisches Taschenbuch |Auflage=3 |Hrsg=[[Rheinmetall]] |Verlag= |Ort=Düsseldorf |Datum=1977 |OCLC=664599417 |Seiten=}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Pietzner: &amp;#039;&amp;#039;Waffenlehre, 1. Ausgabe: – Grundlagen der Systemlehre.&amp;#039;&amp;#039; Arbeiten zu Studium und Praxis im Bundesgrenzschutz, Teil 4, Lübeck 1998, ISBN 3-930732-32-7 ([https://www.scribd.com/doc/2583510/Waffenlehre PDF]).&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Peter Dannecker | Titel=Verschlusssysteme von Feuerwaffen | Auflage= 3. überarbeitete und erweiterte | Verlag= DWJ-Verlags-GmbH | Ort=Blaufelden | Datum=2009 | ISBN= 978-3-936632-20-0 | Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Blowback operation|Masseverschluss}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=HwgebSpFApI&amp;amp;t=67 Animation einer Vorlaufzündung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponente (Waffentechnik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HobbyAstronaut</name></author>
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