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	<title>Massentourismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-13T05:32:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Photographers near Mona Lisa, Louvre, 2014.JPG|mini|Überfüllung durch Touristen vor der „[[Mona Lisa]]“ im [[Louvre]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Massentourismus auf dem Wanderweg nach Neuschwanstein .jpg|mini|Massentourismus auf dem Wanderweg nach [[Neuschwanstein]] 2019]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mar-del-plata.JPG|mini|Massentourismus in der Stadt [[Mar del Plata]] an der argentinischen Atlantikküste]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Elephants in water2.jpg|mini|Touristen betrachten Elefanten in Sri Lanka]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1889 Gotthard-Bahn. Karl Riesel&amp;#039;s Gesellschaftreisen 1890x.webp|mini|Ankündigung auf einem Fahrplanplakat der Gotthardbahn für Sommer 1889]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Massentourismus Mont-Saint-Michel.jpg|mini|150px|Massentourismus am [[Le Mont-Saint-Michel|Mont Saint-Michel]] (Nordfrankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Netherlands, Giethoorn (02), tourism.jpg|mini|250px|[[Giethoorn]], ein niederländisches Dorf mit ca. 2900 Einwohnern empfängt etwa 1,5 Millionen Touristen pro Jahr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Massentourismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man im [[Tourismus]] eine große [[Anzahl]] von [[Reisender|Reisenden]] an einem bestimmten [[Destination (Tourismus)|Reiseziel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Massentourismus entsteht gleichermaßen durch [[Pauschalreise]]n und [[Individualreise]]n, weil sich bei ihnen eine große Vielzahl von Reisenden für dasselbe Reiseziel entscheidet. Massentourismus zeigt sich volkswirtschaftlich durch eine saisonal bedingt hohe [[Nachfrage]] nach bestimmten Reisezielen und durch entsprechend hohe Hotelkapazitäten (Großhotels) in den Zielgebieten. Meist ist der Massentourismus dadurch gekennzeichnet, dass in bestimmten Ortschaften oder Regionen saisonal mehr [[Tourist]]en als einheimische Bevölkerung vorhanden sind. So verzeichnete [[Mallorca]] im Jahre 2017 insgesamt 10,3 Millionen Touristen, doch leben hier lediglich 813.729 ständige Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/leben/tourismus-itb-knapp-4-5-millionen-deutsche-urlauber-auf-mallorca-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180307-99-374635 |titel=Süddeutsche Zeitung vom 7. März 2018, &amp;#039;&amp;#039;ITB: Knapp 4,5 Millionen deutsche Urlauber auf Mallorca&amp;#039;&amp;#039; |hrsg=[[Süddeutsche Zeitung]] |datum=2018-03-07 |abruf=2020-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Extrembeispiel ist [[Hallstatt]] im [[Salzkammergut]], dessen 778 Einwohnern täglich etwa 2000 vorwiegend asiatische [[Tagesreise|Tagestouristen]] gegenüberstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kurier.at/chronik/oesterreich/zu-viele-touristen-hallstatt-zieht-notbremse/400034545 kurier.at vom 13. Mai 2018, &amp;#039;&amp;#039;Zu viele Touristen: Hallstatt zieht Notbremse&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. Oktober 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass das [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]] manchmal geringer ist als die Nachfrage, zeigt sich durch [[Überbuchung]]en bei [[Flugreise]]n oder [[Hotel]]s. Das auch die Überbuchungen regelnde [[Reiserecht]] entstand nicht zuletzt durch den aufkommenden Massentourismus, der sich in Deutschland zu einem wichtigen [[Wirtschaftsfaktor]] entwickelte,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=anopBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;dq=Massentourismus+wirtschaftsfaktor&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjG_Nv5yrzdAhXRaVAKHdvFCo8Q6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Massentourismus%20wirtschaftsfaktor&amp;amp;f=false Sören Bär, &amp;#039;&amp;#039;Ganzheitliches Tourismus-Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 7.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sodass sich der Gesetzgeber genötigt sah, den bisher im Gesetz nicht geregelten [[Reisevertrag]] als eigenständigen Vertragstyp zu berücksichtigen. Der Reisevertrag ist daher seit Januar 1979 in {{§|651a|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene Reiseziele sind in besonderem Maße [[Kurort|Badeorte]], etwa an den europäischen und insbesondere [[Spanien|spanischen]] [[Mittelmeer]]küsten sowie den südamerikanischen Küsten, und [[Skigebiet]]e, insbesondere in den [[Alpen|Zentralalpen]]. Aber auch klassische Kulturreiseziele sind Orte des Massentourismus; Beispiele sind etwa [[Venedig]] oder der [[Eiffelturm]]. Besonders an den Badeorten entsteht Massentourismus vor allem durch Pauschalreisende, da die damit verbundene professionelle Organisation die Unterbringung großer Touristenzahlen auf engem Raum gegenüber dem Individualtourismus erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Benidorm desde el mar 02 JMM.JPG|mini|&amp;quot;Bettenburgen&amp;quot; am Strand von [[Benidorm]], Spanien]]&lt;br /&gt;
{{Anker|Bettenburg}}Urlaubsorte, die primär aus großen Hotelbauten bestehen, in Badeorten wie etwa auch in [[Skigebiet]]en weltweit, werden umgangssprachlich auch abwertend als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bettenburgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet (vergl. [[Kalte Betten|Problem der kalten Betten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mittelmeerraum]] ist die wichtigste Reisegegend der Welt, mehr als 220&amp;amp;nbsp;Millionen Urlauber besuchten diese Region im Jahr 2003.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28102413.html Der Spiegel 32/2003 vom 4. August 2003, &amp;#039;&amp;#039;Gift im Paradies&amp;#039;&amp;#039;, S. 102 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wwf.de/themen-projekte/fluesse-seen/wasserverbrauch/wasserkrise-mittelmeer |titel=Wasserkrise: Massentourismus gefährdet Ökoregion |hrsg=[[wwf.de]] |datum=2020-10-19 |sprache=de-DE |abruf=2024-05-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde geschätzt, dass die Zahl der Urlauber in diesem Gebiet bis 2020 auf ca.&amp;amp;nbsp;350&amp;amp;nbsp;Millionen anwachsen würde, tatsächlich ging man 2021 von knapp 400 Millionen Touristen im Mittelmeerraum aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.freiheit.org/de/spanien-italien-portugal-und-mittelmeerdialog/tourismus-am-mittelmeer-veraenderungen-notwendig Tourismus am Mittelmeer, Veränderungen notwendig], abgerufen am 10. August 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo Massentourismus aus verschiedenen Herkunftsländern aufeinander trifft, bildet sich oft ein Muster von Orten, die jeweils von einer Sprachgruppe dominiert werden, etwa auf [[Mallorca]] oder den [[Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln]]. 2024 wird von zahlreichen Maßnahmen gegen den Massentourismus berichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orf.at/stories/3358758/ |titel=Massentourismus: Mallorquiner auf den Barrikaden |hrsg=[[ORF.at]] |datum=2024-05-25 |sprache=de-AT |abruf=2024-05-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Steigerung von Massentourismus wird oft als „[[Übertourismus]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Korinna Kurze |url=http://www.bento.de/trip/overtourism-wenn-touristen-massen-ganze-staedte-kaputt-machen-2592759/ |titel=Warum Einheimische unter zu vielen Touristen leiden – und was du tun kannst |werk=bento |datum=2019-04-02 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180710144442/http://www.bento.de/trip/overtourism-wenn-touristen-massen-ganze-staedte-kaputt-machen-2592759/ |archiv-datum=2018-07-10 |abruf=2024-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Anno 1837 verglich Heinrich Wenzel den aufkommenden Massentourismus mit einem Heuschreckenschwarm, als er die Masse der Engländer beschrieb, die „den Rhein, die Schweiz und Italien durchziehen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ki5ZAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA202&amp;amp;dq=Heinrich+Wenzel+Heuschreckenschwarm&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiNoKekg73dAhXBKlAKHb27BY0Q6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Heinrich%20Wenzel%20Heuschreckenschwarm&amp;amp;f=false Heinrich Wenzel, &amp;#039;&amp;#039;Reiseskizzen aus Tyrol und dessen Nachbarschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1837, S. 202.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als erste Pauschalreise gilt die von dem [[Baptisten]]prediger [[Thomas Cook]] am 5. Juli 1841 organisierte Bahnreise für 570 [[England|englische]] Arbeiter von [[Leicester]] nach [[Loughborough]], in der die Kosten für die Fahrt und die Verpflegung im Preis inbegriffen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Horst W. Opaschowski]], &amp;#039;&amp;#039;Tourismus. Systematische Einführung – Analysen und Prognosen&amp;#039;&amp;#039;. Opladen: Leske + Budrich 1996, ISBN 3-8100-0716-1, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1854 baute Cook das Reisegeschäft aus und machte es zu seinem alleinigen Unterhalt. Die erste Auslandspauschalreise organisierte Cook am 17. Mai 1861 für englische [[Arbeiter]] per Bahn und Schiff nach [[Paris]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Heute vor 147 Jahren…&amp;#039;&amp;#039; in Märkische Oderzeitung, Frankfurter Stadtbote 17./18.&amp;amp;nbsp;Mai 2008, S.&amp;amp;nbsp;1&amp;lt;/ref&amp;gt; Cooks 7-tägige Pauschalreise bestand aus im Voraus zu bezahlenden Kupons für Fahrt, Unterkunft und Verpflegung.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Robertson, &amp;#039;&amp;#039;Was war wann das erste Mal?&amp;#039;&amp;#039;, 1977, S. 173 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er propagierte die Eisenbahnreise für eine Masse von Kunden ({{enS|„Railways for the Millions“}}).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=WSoEqc3-xlYC&amp;amp;pg=PA280&amp;amp;dq=pauschalreise+geschichte&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=pauschalreise%20geschichte&amp;amp;f=false Wolfgang König, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Konsumgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 280.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das erste [[Reisebüro]] gilt das von Karl Riesel (1829–1889) im Jahre 1854 eröffnete [[Laden (Geschäft)|Geschäft]], das Gesellschaftsreisen anbot. Motiviert durch Cooks Erfolge gründeten die Brüder Carl (1833–1911) und Louis Stangen (1828–1876) im Jahre 1863 Reisebüros in Breslau und Berlin, wo sie „Separat-Kurierzüge“ als Vorläufer der heutigen Reisesonderzüge einführten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=aiUfBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA49&amp;amp;dq=Reiseb%C3%BCro+Karl+Riesel+1856&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjboM28_rzdAhXSmLQKHWcsBLAQ6AEILTAB#v=onepage&amp;amp;q=Reiseb%C3%BCro%20Karl%20Riesel%201856&amp;amp;f=false Horst W. Opaschowski, &amp;#039;&amp;#039;Tourismus: Eine systematische Einführung Analysen und Prognosen&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 48.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Dezember 1869 organisierte Stangen die erste Reisegruppe anlässlich der Eröffnung des [[Suezkanal]]s. [[Ludwig Pietsch]] bezeichnete die Brüder 1871 als die „Führer ganzer Völkerwanderungen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Pietsch, &amp;#039;&amp;#039;Nach Athen und Byzanz: Ein Frühlingsausflug&amp;#039;&amp;#039;, 1871, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1889 gab es durch [[Hapag-Lloyd]] erste Gesellschaftsreisen mit Musikdampfern, vor allem Bade- und Erholungsreisen etablierten sich ab etwa 1900.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=jvwxCgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA13&amp;amp;dq=Reiseb%C3%BCro+Karl+Riesel+1856&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjboM28_rzdAhXSmLQKHWcsBLAQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Reiseb%C3%BCro%20Karl%20Riesel%201856&amp;amp;f=false Marie-Louise Schmeer-Sturm, &amp;#039;&amp;#039;Reiseleitung: Grundkurs&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 13.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland kamen durch Reisebüros vermittelte Reisen um 1898 verstärkt auf. Sie warben mit Pauschalreisen „à la Cook“ und lehnten sich an den britischen [[Marktführer]] an. Hapag-Lloyd erwarb 1905 das Reisebüro Stangen. Im Jahre 1907 gab es bereits etwa 120 deutsche Reisebüros.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang König, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Konsumgesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2000, S. 280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Pauschalreisen konnten jedoch zunächst nur von vermögenden Bevölkerungsschichten genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 bis 1945 war mit dem [[Amt für Reisen, Wandern und Urlaub]] die [[Kraft durch Freude]], eine Unterabteilung der [[Deutsche Arbeitsfront|DAF]], der größte Reiseveranstalter.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Badinger, &amp;#039;&amp;#039;„Lust auf Lebensraum“ – Massentourismus im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, In: Hubert Christian Ehalt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Inszenierung der Gewalt&amp;#039;&amp;#039;, Peter Lang, Frankfurt 1996, ISBN 3-631-30012-3, S. 101–134.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gigantische Bauvorhaben wie das Ostseebad [[Prora]], das 20.000 Touristen hätte Platz bieten sollen, blieben teils unvollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der 1960er-Jahre gab es in Deutschland etwa 220 [[Reiseveranstalter]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Hochreiter/Ulrich Arndt, &amp;#039;&amp;#039;Die Tourismusindustrie: Eine Markt- und Wettbewerbsanalayse&amp;#039;&amp;#039;, 1978, S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Josef Neckermann]] erweiterte 1961 die Angebotspalette seines [[Versandhandel|Versandhauses]] [[Neckermann Versand|Neckermann Versand KG]] um „Urlaubsreisen für Jedermann“. Der erste [[Reisekatalog]], eine sechsseitige Broschüre als Faltblatt, erschien 1963 als Beilage zu seinem Versandhauskatalog. Hierin bot er in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Ferienunternehmen [[Hotelplan]] erstmals Flugreisen (mit der [[Vickers Viscount]] 814) nach Spanien, Tunesien und Jugoslawien an, knapp 18.000 Buchungen gingen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=mEwlBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA19&amp;amp;dq=erster+Reisekatalog+Neckermann&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjF1ZqgiL3dAhWJaVAKHf33CWMQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=erster%20Reisekatalog%20Neckermann&amp;amp;f=false Michael Brückner/Andrea Przyklenk, &amp;#039;&amp;#039;Lost Brands – vom Aufstieg und Niedergang starker Marken&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 19.]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Neckermann bot Pauschalreisen so günstig an wie bis dahin Lampen oder Haushaltswaren. 14 Tage Mallorca für 338 DM. Flug. Hotel. Vollpension. Alles inbegriffen eben.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hayke Lanwert |url=https://www.waz.de/reise/article7949290/zwei-wochen-mallorca-fuer-338-dm-vor-50-jahren-entdeckte-neckermann-die-pauschalreise.html |titel=Zwei Wochen Mallorca für 338 DM - vor 50 Jahren entdeckte Neckermann die Pauschalreise |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2013-05-13 |abruf=2018-10-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Kritik kam Anfang der 1970er-Jahre auf: Spanien hatte 1973 ebenso viele Urlauber wie Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41926419.html &amp;#039;&amp;#039;Spanien: Alptraum Tourismus&amp;#039;&amp;#039;], in [[Der Spiegel]] Nr. 35/1973, 27. August 1973&amp;lt;/ref&amp;gt; Fünfzig Jahre später war Spanien mit einem weltweiten Anteil von fast zehn Prozent das am stärksten frequentierte Reiseziel überhaupt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=sita |url=https://orf.at/stories/3354151/ |titel=Spanien: Hungerstreik gegen eskalierenden Tourismus |hrsg=[[orf.at]] |datum=2024-04-11 |sprache=de |abruf=2024-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://tourismindiaonline.com/substantial-global-surge-in-outbound-travel-in-2023-itb-berlin-and-ipk-international-report/ |titel=Substantial Global Surge in Outbound Travel in 2023: ITB Berlin and IPK International Report |werk=tourismindia.org |datum=2024-03-03 |sprache=en |abruf=2024-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Massentourismus des 20. Jahrhunderts konnte vor allem durch Pauschalreisen ermöglicht werden, weil Reiseveranstalter ihre [[Reisepreis]]e auch dank ihrer [[Verhandlungsmacht]] bei [[Flugbuchung]]en oder [[Hotel]]s senken konnten, sodass auch [[Geringverdiener]] in den Genuss dieser Reiseform kamen. Dazu entstanden große Reiseveranstalter wie 1968 die &amp;#039;&amp;#039;Touristik Union International GmbH &amp;amp; Co. KG&amp;#039;&amp;#039; – später [[TUI AG]]. In Deutschland entstand im Dezember 1978 als Reaktion auf den ständig zunehmenden Pauschaltourismus ein neues [[Reiserecht]], dem die bisher anzuwendenden Regelungen des [[Kaufvertragsrecht]]s des [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] nicht gewachsen waren. Der bisher hierin nicht geregelte [[Reisevertrag]] avancierte zum wichtigsten Vertragstypen des Massentourismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
In der [[Volkswirtschaftslehre]] wirkt der Massentourismus wie die [[Massenproduktion]], es gilt auch für ihn das [[Gesetz der Massenproduktion]]. Führende Reiseveranstalter sind [[Großunternehmen]], zu deren Gunsten [[Skaleneffekt]]e wirken. Denn die Produktionsmenge ([[Umsatzerlös]]e) kann bei ihnen stärker steigen als die eingesetzten [[Produktionsfaktor]]en (Skalenelastizität &amp;gt; 1). Es stellen sich dadurch sinkende [[Grenzkosten]] ein, die – bei konstanten [[Preis (Wirtschaft)|Preisen]] – zu steigenden [[Jahresüberschuss|Gewinnen]] oder – bei konstanten [[Gewinnmarge]]n – zu Preissenkungen führen. Das ist – neben der Verhandlungsmacht der Reiseveranstalter – der Grund, warum die Reisepreise seit Jahrzehnten stets [[tendenz]]iell gesunken sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Reiseländer, in denen sich die Reiseziele des Massentourismus befinden, stellt der Massentourismus eine bedeutsame Quelle für [[Devisen]]einnahmen dar. Er wirkt für diese Staaten wie ein [[Export]], denn er erhöht in dessen [[Dienstleistungsbilanz]] die Deviseneinnahmen. Zu den Deviseneinnahmen gehören die Preise für [[Flugticket]]s, [[Hotel]]s, [[Ausflug|Ausflüge]] oder sonstige [[Dienstleistung]]en vor Ort, sofern diese Unternehmen ihren [[Geschäftssitz]] im Reiseland haben. Zudem fördert der Massentourismus die [[Beschäftigung]], trägt also zur Verringerung der [[Arbeitslosigkeit]] und der [[Arbeitslosenquote]] bei. Dies wiederum sorgt für eine Entlastung des [[Staatshaushalt]]es durch sinkende [[Transferleistung]]en und zur Erhöhung des [[Konsum]]s und der [[Investition]]en im Reiseland, woraus sich wiederum höhere [[Steuer]]einnahmen ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Massentourismus weltweit durch [[Hochsaison]] oder [[Nebensaison]] geprägt ist, gilt er in den hiervon betroffenen Staaten als zyklisch, sodass die [[Saisonbetrieb]]e (wie Hotels oder sonstige Dienstleister) überwiegend mit [[Saisonarbeit]]ern und einer geringen Stammbelegschaft wirtschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziokulturelle Aspekte ==&lt;br /&gt;
Massentourismus verschärft nicht nur quantitativ-proportional die allgemein mit dem Tourismus verbundenen [[Tourismus#Gesellschaftliche Bedeutung|negativen Auswirkungen]], sondern bringt für das Gastland auch qualitativ Beeinträchtigungen mit sich, insbesondere in Form einer Verdrängung oder Überlagerung der [[Autochthone Art|autochthonen]] Kultur und einer Verschiebung der [[Bevölkerungsstruktur]] in den Tourismusgebieten. So verschob sich z.&amp;amp;nbsp;B. die Bevölkerungsstruktur von Mallorca dramatisch. Während die Insel vor 1960 ein Abwanderungsgebiet war, wurde sie danach zum Zuwanderungsgebiet. Im Jahre 1991 bestand die Bevölkerung Mallorcas zu 25 % aus Einwanderern von außerhalb der [[Balearen]] und zu 4 % aus Ausländern.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://satgeo.zum.de/satgeo/beispiele/mallorca/Auswirkungen_1.html Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V., &amp;#039;&amp;#039;Auswirkungen des Massentourismus auf Mallorca&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 8. Oktober 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei liefert der Tourismus 45 % der [[Wirtschaftsleistung]] Mallorcas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In Großstädten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Prag]], verdrängen die für die Tourismusinfrastruktur nötigen Hotels, Gaststätten, Appartementanlagen usw. die Einwohner, da viele Mietshäuser aufgekauft werden, um sie entsprechend umzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wieninternational.at/de/node/4807 |text=&amp;#039;&amp;#039;Prag – zwischen historischer Kontinuität und Massentourismus.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20080116084847}} In: &amp;#039;&amp;#039;wieninternational.at&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswirkungen durch Massentourismus ergeben sich nicht nur auf das materielle, sondern auch auf das immaterielle Kulturerbe eines Zielgebietes. Durch die Veränderungen von Ausdrucksformen und Bedeutungsinhalten werden sozio-kulturelle Identitäten beeinflusst.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Schnepel, Felix Girke, Eva-Maria Knoll (Hrsg.): {{Webarchiv |url=http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2089-4/kultur-all-inclusive?c=74 |text=&amp;#039;&amp;#039;Kultur all inclusive.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170319023629}}. Identität, Tradition und Kulturerbe im Zeitalter des Massentourismus. transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2089-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verdrängung der lokalen Kultur hängt insbesondere mit dem spezifischen Interessen- und Bedürfnisspektrum der Massentouristen zusammen, die reisesoziologisch häufig dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Integrations-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aktions-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Harmoniemilieu&amp;#039;&amp;#039; zuzurechnen sind (vgl. hierzu [[Reise#Typologie|Reisemotivation]]). Die Betreffenden sind primär weniger an der Kultur und Eigenart des Gastlands interessiert als am Vorfinden von Zuhause vertrauter Strukturen.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. auch der entsprechenden Sport- und Trainingsstätten, vgl. [[Axel Dreyer]]/[[Arnd Krüger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sporttourismus. Management- und Marketing-Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, München: Oldenbourg, 2015. ISBN 978-3-486-57793-8&amp;lt;/ref&amp;gt; Dementsprechend bieten die Restaurants an Orten des Massentourismus verstärkt Speisen aus den Herkunftsländern der Gäste an; das Personal spricht deren Sprache; an den [[Kiosk]]en sind fremdsprachige Zeitungen erhältlich. Bisweilen lassen sich sogar Ärzte, Anwälte und andere Dienstleister aus der Heimat der Touristen nieder. Auf die Spitze getrieben wird diese Entwicklung in sogenannten [[Resort]]s, Ferienanlagen, in denen den Gästen oft eine geschlossene, vom Gastland separierte Parallelwelt geboten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die negativen Auswirkungen des Massentourismus zu beschränken, hat die [[Welttourismusorganisation]] 1999 einen &amp;#039;&amp;#039;Globalen Ethik-Kodex für den Tourismus&amp;#039;&amp;#039; verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.tourism-watch.de/content/globaler-ethik-kodex-f%c3%bcr-den-tourismus-der-welttourismus-organisation-wto |wayback=20171019005107 |text=&amp;#039;&amp;#039;Globaler Ethik-Kodex für den Tourismus der Welttourismus-Organisation (WTO).&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;tourism-watch.de&amp;#039;&amp;#039;, Tourism Watch – [[Brot für die Welt]], Dezember 1999 (übersetzt aus dem Englischen von Christina Kamp)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Massentourismus kann zum [[Overtourism]] führen, wenn es zu [[Konflikt]]en zwischen Einheimischen und Touristen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologische Aspekte ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Ko Phi Phi Leh#Massentourismus und Umweltschäden}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitgehend negativ fällt für den Massentourismus die [[Ökobilanz]] aus. Abgesehen von der [[Umweltbelastung]] durch den [[Flugverkehr]] oder [[Kreuzfahrtschiff]]e hinterlässt der Tourismus erhebliche Umweltverschmutzungen an Stränden, in Meeren und in den Touristenorten. Die Reisezielländer bauen touristische [[Infrastruktur]]en auf, die sie für sich selbst nicht benötigen würden ([[Ressourcenallokation|Fehlallokation]]). Teilweise adaptiert die einheimische Bevölkerung [[Sitte]]n und [[Gebräuche]] der Touristen, die sie selbst nicht kennt. Die [[Nachhaltigkeit]] des Massentourismus ist nicht gesichert, er kann aus Sicht der Suffizienz als problematisch angesehen werden, sodass eine Selbstbeschränkung notwendig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=fTg8DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA25&amp;amp;dq=Massentourismus+Nachhaltigkeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjek87BlcTdAhVPI1AKHScoAxMQ6AEIQTAE#v=onepage&amp;amp;q=Massentourismus%20Nachhaltigkeit&amp;amp;f=false Wolfgang Strasdas/Hartmut Rein (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nachhaltiger Tourismus: Einführung&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 25.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden ökologische Anforderungen durch den Tourismus erfüllt, spricht man vom [[Ökotourismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegensatz zum Massentourismus ist ein [[sanfter Tourismus]], der erstmals 1977 propagiert wurde und 1982 erstmals vollständig als ökologische Alternative vorgestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jost Krippendorf, &amp;#039;&amp;#039;Tourismus und regionale Entwicklung&amp;#039;&amp;#039;, in: Jost Krippendorf/Paul Messerli/H D Hänni (Hrsg.), Tourismus und regionale Entwicklung, 1982, S. 365–382.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Massentourismus in Literatur und Kunst ==&lt;br /&gt;
[[Johann Wolfgang von Goethe]]s [[Italienische Reise]] ist ein [[Reisebericht]], in dem er seinen Italienaufenthalt zwischen September 1786 und Mai 1788 beschreibt. Sein Reisebericht animierte den später aufkommenden Massentourismus. Der im November 1978 veröffentlichte Kinofilm &amp;#039;&amp;#039;[[Die Strandflitzer]]&amp;#039;&amp;#039; versteht sich als Parodie auf den damals neu entstandenen [[Cluburlaub]] à la [[Club Méditerranée]] und kritisierte ironisch die Auswirkungen des Massentourismus.&amp;lt;ref&amp;gt;Katholische Filmkommission für Deutschland, &amp;#039;&amp;#039;Film-Dienst&amp;#039;&amp;#039;, Band 59, Ausgaben 7–12, 2006, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein satirisches Bild vom modernen Massentourismus zeichnete [[Gerhard Polt]] im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Man spricht deutsh]]&amp;#039;&amp;#039; (Februar 1988). Der von [[Bernd Eichinger]] produzierte Film &amp;#039;&amp;#039;[[Ballermann 6 (Film)|Ballermann 6]]&amp;#039;&amp;#039; (1997) thematisiert den deutschen Massentourismus am [[Ballermann 6|Ballermann]] auf Mallorca.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem schlug sich die Kritik am Massentourismus auch in dem 2008 vom [[ORF]] produzierten [[Hörspiel]] „Mit Tränen füllt man keine Betten“ des österreichischen [[Volkskunde|Volkskundlers]], [[Bergbauer]]n und [[Dialektliteratur|Mundartdichters]] [[Hans Haid]] nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://oe1.orf.at/hoerspiel/suche/14378 |titel=Mit Tränen füllt man keine Betten |werk=oe1.orf.at |datum=2008-12-23 |sprache=de |abruf=2019-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Roman &amp;#039;&amp;#039;Liv&amp;#039;&amp;#039; (2017) von [[Kevin Kuhn (Schriftsteller)|Kevin Kuhn]] folgt einer jungen Backpackerin und zeigt den Massentourismus im digitalen Zeitalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik ==&lt;br /&gt;
Die Bedeutung des Massentourismus für die [[Volkswirtschaft]] eines Reiseziellandes zeigt sich in seinem Anteil am [[Bruttoinlandsprodukt]]. Je höher dieser Anteil ist, umso abhängiger ist die wirtschaftliche Entwicklung des Reiseziellandes von Schwankungen des Massentourismus. Der Tourismus hatte im Jahre 2017 in [[Griechenland]] einen Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 19,7 %, es folgten [[Marokko]] (18,6 %), [[Portugal]] (17,3 %), [[Spanien]] (14,9 %), [[Tunesien]] (14,2 %), [[Italien]] (13,0 %), [[Türkei]] (11,6 %), [[Deutschland]] (10,7 %) oder das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]] (10,5 %). Sie liegen damit teilweise weit über dem weltweiten Durchschnitt von 10,4 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Statista Das Statistik-Portal, &amp;#039;&amp;#039;Beitrag der Tourismusbranche zum BIP in ausgewählten Ländern im Jahr 2017&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland waren 2015 2,92 Millionen [[Arbeitnehmer]] in der Touristik-Branche beschäftigt, das sind 6,8 % der gesamten Beschäftigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Weltorganisation für Tourismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sina Fabian: [https://www.zeithistorische-forschungen.de/1-2016/id=5329 &amp;#039;&amp;#039;Massentourismus und Individualität. Pauschalurlaube westdeutscher Reisender in Spanien während der 1970er- und 1980er-Jahre.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeithistorische Forschungen]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 13/2016, 2016, {{ISSN|1612-6033}}, S. 61–85.&lt;br /&gt;
* Burkhard Schnepel, Felix Girke, Eva-Maria Knoll (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kultur all inclusive. Identität, Tradition und Kulturerbe im Zeitalter des Massentourismus.&amp;#039;&amp;#039; transcript, Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2089-4 (Leseprobe als [https://www.transcript-verlag.de/media/pdf/c2/43/75/ts2089_1.pdf PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB]).&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang König (Historiker)|Wolfgang König]]: &amp;#039;&amp;#039;Massentourismus. Seine Entstehung und Entwicklung in der Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Technikgeschichte, Band 64/1997, 1997, H. 4, S. 305–322.&lt;br /&gt;
* [[Erwin Aschenbrenner]]: &amp;#039;&amp;#039;Massentourismus – Dekadenz oder Demokratie? Zur Kritik des touristischen Exodus.&amp;#039;&amp;#039; In: Karl-Heinz Klingenberg u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wende im Tourismus – Vom Umweltbewusstsein zu einer neuen Reisekultur.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Evangelischen Arbeitskreises Freizeit – Erholung, Tourismus in der EKD.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Verlagswerk der Diakonie, Stuttgart 1991, ISBN 978-3-923110-71-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mass tourism|audio=1|video=1}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ingrid Thurner |url=https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/vermessungen/2015933-Massentourismus-Alle-Jahre-wieder.html?em_no_split=1 |titel=Massentourismus: Alle Jahre wieder |titelerg=Zur Geschichte und Gegenwart eines Phänomens |werk=tagblatt-wienerzeitung.at |hrsg=[[Wiener Zeitung]] |datum=2019-06-29 |sprache=de |abruf=2024-12-22 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4123722-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tourismuswirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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