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	<title>Massenexplosion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T10:24:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Massenexplosion&amp;diff=1833748&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A01:598:8808:A7D:5409:BA36:FFB0:5706 am 21. Februar 2025 um 12:10 Uhr</title>
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		<updated>2025-02-21T12:10:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dangclass1 1.svg|mini|hochkant=0.7|[[Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße|ADR]]-Gefahrzettel 1.1 &amp;#039;&amp;#039;Stoffe und Gegenstände, die massen&amp;amp;shy;explosions&amp;amp;shy;fähig sind&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Ähnlich: [[Datei:UN_transport_pictogram_-_1.5.svg|36x36px]] kleines Symbol der [[UN Recommendations on the Transport of Dangerous Goods|UN TDG]] (hier 1.5);  [[Datei:DOT_hazmat_class_1.1.svg|36x36px]] [[US DOT Tunnel restriction]] (1.1)&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GHS-pictogram-explos.svg|mini|hochkant=0.7|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H201&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/div&amp;gt;[[Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien|GHS-System]]: Das gemeinsame Piktogramm 2.1/E &amp;#039;&amp;#039;Explo&amp;amp;shy;sions&amp;amp;shy;&amp;amp;shy;gefähr&amp;amp;shy;lich&amp;#039;&amp;#039; und der H-Satz &amp;#039;&amp;#039;Explosiv, Gefahr der Massen&amp;amp;shy;explosion&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Massenexplosion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Explosion|explodieren]] [[Explosivstoff]]e mit der gesamten Ladung nahezu gleichzeitig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Def&amp;quot;&amp;gt;Definition nach einschlägiger Gefahrstoff/-gut-Kennzeichnung.&amp;lt;!--siehe die Zielartikel letzter Absatz--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidungen und Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
[[Sprengstoff]]e explodieren mit einer höheren als der [[Schallgeschwindigkeit]] im Medium ([[Detonation]]) und sind im Allgemeinen schwer zündfähig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pyrotechnik]]a mit niedrigerer Umsetzungsgeschwindigkeit ([[Deflagration]] beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Abbrand&amp;#039;&amp;#039;) sind tendenziell nicht massenexplosionsfähig. Getrennte Ladungen setzen, falls eine die andere mitzündet, soweit nacheinander um, dass sich keine gemeinsame [[Druckwelle]] aufbaut. Diesen Unterschied bezeichnet der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;[[Brisanz (Chemie)|Brisanz]]&amp;#039;&amp;#039; eines Explosivstoffes. Sind zu große Mengen gemeinsam [[Verdämmung|verdämmt]] oder auch nur [[Lagern|gelagert]], kann es bei pyrotechnischen Mitteln und Gegenständen zu einer Massenexplosion kommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei reinem [[Schwarzpulver]] liegt diese Grenze zur Massenexplosivität beispielsweise bei ca. 1&amp;amp;nbsp;kg. Der Effekt entsteht, weil sich dieser explosive Stoff durch sein Eigengewicht verdämmt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Naturwissenschaft – Rüstung – Frieden: Basiswissen für die Friedensforschung.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2007, ISBN 978-3-531-15057-4, S. 183–184, ([https://books.google.de/books?id=TXzgDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA183 Google Books], abgerufen am 6. März 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Massenexplosion ist besonders sicherheitsrelevant, weil die kompakte [[Stoßwelle]] einer Massenexplosion eine starke Splitter- und Hitzewirkung hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler,Meyer,Homburg 2012&amp;quot;&amp;gt;Josef Köhler, Rudolf Meyer, Axel Homburg: &amp;#039;&amp;#039;Explosivstoffe.&amp;#039;&amp;#039; 10. Auflage. Verlag John Wiley &amp;amp; Sons, 2012, ISBN 978-3-527-66007-0, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Massen-Explosionsfähigkeit, Massen-Explosionsgefährlichkeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 142 ([https://books.google.at/books?id=HPNpNY0h02MC&amp;amp;pg=PT142 Google Books], abgerufen am 10. März 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht-massenexplodierende Ereignisse führen auch zu Splittern und Wurfstücken,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Def&amp;quot; /&amp;gt; bleiben aber kleinräumiger und führen tendenziell nur zu lokalen Bränden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler,Meyer,Homburg 2012&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Eine Massenexplosion ähnelt einer Detonation: Bei einem Sprengmittel wird benachbarter Sprengstoff durch die Druckwelle selbst gezündet, und alle Drücke summieren sich. Der langsamere Abbrand bei pyrotechnischen Mitteln verteilt die Ladungen tendenziell, bevor diese zünden (&amp;#039;&amp;#039;schiebende Explosionswirkung&amp;#039;&amp;#039;). Bei [[Feuerwerkskörper]]n werden die [[Pyrotechnischer Effekt|pyrotechnischen Effekte]] weiträumig verstreut werden und zünden erst danach durch. Durch Verdämmen werden höhere Drücke aufgebaut. Lose gestreutes Schwarzpulver beispielsweise verbrennt nur ziemlich langsam. Daher fördert es die gemeinsame Umsetzung im einzelnen Gegenstand, andererseits verhindert es auch das Weiterzünden benachbarter explosiver Gegenstände. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massenexplosivität ist primär bei Lagerung und Transport von losen explosiven Stoffen, oder Gebinden von [[Munition]] oder [[Feuerwerksartikel]]n eine Thematik&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler,Meyer,Homburg 2012&amp;quot; /&amp;gt; und bezieht sich meist auf ganze Kisten- und Paket[[Stapelgut|stapel]] oder [[Transportcontainer|Containerinhalte]] (wobei der Container selbst als Verdämmung wirkt), bis hin zu ganzen Schiffsladungen, Bunker oder Produktionsstätten. Während Sprengstoff meist nur in Kombination mit einem [[Sprengkräftiger Zünder|sprengkräftigen Zünder]] explosionsfähig ist, reagieren [[Brennstoff]]e schon auf Hitze, Druck, Stoß oder chemische Instabilitäten. Letzteres gilt insbesondere in Mischungen mit anderen Chemikalien als besonders unberechenbar. Massenexplosiviät ist nicht nur eine Frage der chemisch-physikalischen Stoffeigenschaften, sondern insbesondere der konkreten Lager- und Transportlogistik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler,Meyer,Homburg 2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung der Gefährlichkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massenexplosionsgefährlichkeit muss in jeweiligen Einzelversuchen ermittelt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Köhler,Meyer,Homburg 2012&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tts.bam.de/de/versuche/tts_explosiv_2.htm |titel=UN-Test 6(a) Einzelpackstückprüfung |hrsg=Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung |datum=2015-08-21 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170312055953/http://www.tts.bam.de/de/versuche/tts_explosiv_2.htm |archiv-datum=2017-03-12 |abruf=2024-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dafür wird eine gewisse Lagerung meist einem [[Brand]], der häufigsten Unfallursache, ausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tts.bam.de/de/versuche/tts_explosiv_4.htm |titel=UN-Test 6(c) Außenbrandprüfung |hrsg=Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung |datum=2015-08-21 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170312055415/http://www.tts.bam.de/de/versuche/tts_explosiv_4.htm |archiv-datum=2017-03-12 |abruf=2024-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beurteilt wird inwieweit benachbarte Lagerungen angesteckt werden und welches Ausmaß die Explosion annimmt. Anzeichen für eine Massenexplosion ist beispielsweise ein [[Explosionskrater|Krater]] und das Verstreuen des Einschlussmaterials. Es sind auch Messungen der Druckstoßwirkung notwendig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tts.bam.de/de/versuche/tts_explosiv_3.htm |titel=UN-Test 6(b) Stapelprüfung |hrsg=Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170312055500/http://www.tts.bam.de/de/versuche/tts_explosiv_3.htm |archiv-datum=2017-03-12 |abruf=2024-07-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Typischerweise werden Einzelpackstückprüfungen und Stapelprüfung vorgenommen, wobei man auch eine Nachweisplatte unterhalb der Testanordnung auf Beschädigungen prüfen kann (etwa &amp;#039;&amp;#039;Bleiplattenprobe&amp;#039;&amp;#039;). Daraus werden nachfolgend Richtlinien erarbeitet, welche Gegenstände wie verpackt und zusammengelagert werden müssen, um das Massenexplosionsrisiko zu minimieren oder auszuschalten. Beispielsweise können zusätzliche Umpackungen oder Luftabstände zwischen Gegenständen notwendig sein. Die [[Stoß (Physik)|Stoßwirkung]] der Druckwelle nimmt ungefähr mit dem Quadrat der Entfernung ab, so können schon geringe Abstände im Dezimeterbereich sich positiv auswirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Massenexplosionsfähigkeit einer Stoff-Packungs-Kombination ist ein entscheidendes Kriterium in der Klassierung von [[Gefahrstoff]]en und [[Gefahrgut]]. Im [[Global harmonisiertes System|global harmonisierten System (GHS)]] (Kombination von CLP, ADR und ähnlichem) wird innerhalb der [[Gefahrenklasse]] E[xpl.]&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;(2.1) respektive [[Gefahrgutklasse]]&amp;amp;nbsp;1 &amp;#039;&amp;#039;Explosionsgefährlich&amp;#039;&amp;#039; die Gefahrstufe&amp;amp;nbsp;1 &amp;#039;&amp;#039;massenexplosionsfähig&amp;#039;&amp;#039; ([[H-Satz]] H201 &amp;#039;&amp;#039;Explosiv, Gefahr der Massenexplosion&amp;#039;&amp;#039;, Gefahrgutklasse 1.1 &amp;#039;&amp;#039;Stoffe und Gegenstände, die massenexplosionsfähig sind&amp;#039;&amp;#039;, [[ERI-Card]] Unterklasse 1-01) unterschieden. Nicht-massenexplosive Materialien und Lagerungen haben eine niedrigere Klassierung (H202&amp;amp;nbsp;ff respektive 1.2&amp;amp;nbsp;ff). Daneben gibt es die Gefahrstufe&amp;amp;nbsp;5 (unempfindlich aber massenexplosiv: H-Satz H205 &amp;#039;&amp;#039;Gefahr der Massenexplosion bei Feuer&amp;#039;&amp;#039;, Gefahrgutklasse 1.5 &amp;#039;&amp;#039;Sehr unempfindliche massenexplosionsfähige Stoffe&amp;#039;&amp;#039;, ERI-Card 1-05 &amp;#039;&amp;#039;Sehr unempfindliche explosionsgefährliche Stoffe mit der Gefahr einer Massenexplosion&amp;#039;&amp;#039;). Ähnliche Einstufungen finden sich auch in Spezialsystemen, wie den NATO-[[Munitionsbrandklasse]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe &amp;#039;&amp;#039;[https://www.feuerwehr-ratingen.de/index.php?id=bundeswehr Bundeswehr und NATO-Streitkräfte.]&amp;#039;&amp;#039; Feuerwehr Ratingen (abgerufen am 10. März 2017).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1 eingestuft sind beispielsweise [[Sprengmunition|Patronen für Waffen mit Sprengladung]] (Sprengmunition, [[UN-Nummer]] 0005, 0006), [[Sprengkapsel]]n (nicht elektrisch UN&amp;amp;nbsp;0029, elektrisch UN&amp;amp;nbsp;0030) und [[Sprengkräftiger Zünder|sprengkräftige Zünder]] (UN&amp;amp;nbsp;0106), [[Schwarzpulver]] (gekörnt oder in Mehlform UN&amp;amp;nbsp;0027, gepresst oder als Pellets UN&amp;amp;nbsp;0028), pyrotechnische Anzünder ([[Zündstab|Zündstäbe]], UN&amp;amp;nbsp;0121), [[Seenot-Signalkörper]] (UN&amp;amp;nbsp;0194), aber auch Chemikalien wie [[Trinitrotoluen]] (TNT, &amp;lt; 30 % Feuchte) und [[Tritonal]] (beide UN&amp;amp;nbsp;0390), oder [[Trinitrophenol]] (TNP, Pikrinsäure &amp;lt; 30 % Feuchte, UN&amp;amp;nbsp;0154). 1.5 ist selten, beispielsweise bei [[Dynamit|Ammonit]]&amp;amp;nbsp;C (UN&amp;amp;nbsp;0331 Sprengstoff, Typ&amp;amp;nbsp;B), wie es bei [[Lawinenauslösung durch Sprengstoff|Lawinensprengungen]] verwendet wird. &amp;lt;!--Suche bei http://www.ericards.net/ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffeigenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
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