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	<title>Massefigur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T13:53:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Massefigur&amp;diff=390746&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aagnverglaser: /* Massefiguren im Erzgebirge */</title>
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		<updated>2025-10-27T17:33:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Massefiguren im Erzgebirge&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Massefiguren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Miniaturfiguren bezeichnet, die aus einer meist luftgetrockneten Masse bestehen. Diese „Masse“ besteht (je nach Hersteller) aus verschiedenen Inhaltsstoffen. Neben [[Holzmehl]] und Leim werden auch Mehl, Ton, Papierfasern, Gips und andere Bestandteile verwendet. Bei den Figuren sind die unterschiedlichsten Motive zu finden. Vorwiegend sind folgende Darstellungen erfolgt: Soldaten, Zwerge, Bergleute, Engel, Indianer, Cowboys, Krippenfiguren, Apostel, Türken, uniformierte Figuren, Tiere, Berufsgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Figuren sind in Größen von 1½ cm bis über 50 cm anzutreffen.[[Datei:Flammenwerfer-elastolin-1.JPG|mini|Wehrmachtssoldat mit Flammenwerfer von Hausser/Elastolin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Masse- oder Elastolinfiguren werden als Deko-, Motiv- oder [[Spielzeug]]figuren verwendet, wobei &amp;#039;&amp;#039;Elastolin&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich der Markenname der Firma [[O.&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;M. Hausser]] war, der im allgemeinen Sprachgebrauch als Gattungsname auch für Produkte anderer Hersteller wie [[Lineol]] verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Auch die Herstellung der Figuren variierte je nach Hersteller. Neben Metallformen aus Blei, Stahl oder Messing wurden oft auch Gipsformen verwendet. Die meist zweiteilige Form, die ein Negativ der späteren Figur darstellt, wurde auf beiden Seiten mit der Masse gefüllt, hohlgedrückt oder gegossen. Anschließend wurden die beiden Hälften miteinander verbunden und teils unter Hitzeeinwirkung zusammengepresst. Zuvor eingelegte Drähte im Inneren der Figuren erhöhten deren Stabilität. Nach dem Entgraten wurden die Figuren meist grundiert und später von Hand bemalt. Die Fertigungsgänge fanden oft ganz oder teilweise in [[Heimarbeit]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Massefiguren wurden schon um 1880 in Österreich von dem in [[Wien]] ansässigen Unternehmen [[Emil Pfeiffer (Spielzeughersteller)|Emil Pfeiffer]] produziert, das aufgrund der {{&amp;quot;|[…] liebevollen und bunten Bemalung}} seiner Figuren weltberühmt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Wilhelm]] (Verantw.): [https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kunst-und-krempel/schatzkammer/spielzeug/kunst-und-krempel-spielzeug-figuren100.html &amp;#039;&amp;#039;Figuren / Buntes Treiben am Bahnhof&amp;#039;&amp;#039;], Beispielfotografie einer Figurengruppen und weitergehende Informationen von der Fernsehsendung &amp;#039;&amp;#039;[[Kunst &amp;amp; Krempel]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] vom 27. März 2010, abgerufen am 8. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1900 begann die Produktion in Deutschland. Ähnlich wie bei [[Zinnfigur]]en deckte sie thematisch eine enorme Bandbreite ab, stellte schwerpunktmäßig jedoch [[Kriegsspielzeug]] dar. Zubehör wie Fahrzeuge wurden meist aus Blech gefertigt, zuweilen gab es auch Mischformen, beispielsweise Blechkutschen mit Besatzung und Pferden aus Masse. Da sich andere Hersteller meist an die Größen[[Maßstab (Verhältnis)|maßstäbe]] von Hausser hielten, waren die Produkte oft untereinander kombinierbar. Da viele Hersteller sich nicht nur auf Kriegsspielzeug spezialisiert hatten, sondern auch Organisationen und Führungspersonal des [[NS-Regime]]s in ihren Figuren darstellten, war nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eine Wiederaufnahme der Produktion in allen Besatzungszonen Deutschlands schwierig. Kriegsspielzeug war gesellschaftlich geächtet und teilweise verboten. Nachdem ein Neustart mit zivilen Themen gemacht worden war, konnten im Vorfeld der Wiederbewaffnung beider deutscher Staaten auch wieder militärische Figuren angeboten werden. Mit dem Siegeszug der leichter zu verarbeitenden und stabileren [[Kunststoff]]e verschwanden die Massefiguren jedoch in den 1960er Jahren vom Markt. Sie sind jetzt noch gesuchte Sammlerobjekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Massefiguren im Erzgebirge ==&lt;br /&gt;
Vorwiegend im mittleren [[Erzgebirge]] haben sich Massefiguren schon seit Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts verbreitet und werden mittlerweile neben der Schnitzerei zum traditionellen Kunsthandwerk und Kulturgut gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wurden an Holzfiguren Teile, die nicht gedrechselt werden konnten, aus Teig hergestellt und angesetzt (z.&amp;amp;nbsp;B. Arme). Später wurden Figuren auch vollständig aus einer aushärtenden teigähnlichen Masse gefertigt. Diese Art der Herstellung von Figuren bot dem ärmeren Bevölkerungsteil eine preiswerte Alternative zu den teuren geschnitzten Figuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltbarkeit der Figuren war jedoch aufgrund ihrer Zusammensetzung und der Zusatzteile (teils aus Papier oder Pappe) begrenzt. Zudem stellten die Menschen im Erzgebirge die Figuren (vor allem zur Weihnachtszeit) meist ins Fenster, wo sie der Feuchtigkeit zum Opfer fielen oder von Schädlingen wie Mäusen, Ratten, Milben, Würmern oder Motten zerstört wurden. Dies führte dazu, dass der Masse mit der Zeit zunehmend mineralische Anteile zugefügt wurden, um die Haltbarkeit der Figuren zu erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blütezeit der Massefiguren im Erzgebirge war die zweite Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bis hinein ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Schließlich kam fast die gesamte Produktion von Massefiguren im Erzgebirge, zunächst durch Krieg, später durch die Erfindung von Plastik zum Erliegen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Figuren der Firma Friedrich Hermann Lahl - Annaberg.jpg|mini|hochkant=1.5|Lahl-Massefiguren aus dem erzgebirgischen Annaberg-Buchholz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller ==&lt;br /&gt;
Unter der Adresse &amp;#039;&amp;#039;[[Neubaugasse]] 33&amp;#039;&amp;#039; in Wien hatte der Spielzeug- und Figurenhersteller [[Emil Pfeiffer (Puppenhersteller)|Emil Pfeiffer Nachf.]] seinen Sitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche beispielsweise [https://www.ebay.de/itm/Tipple-Topple-Katalog-1956-Emil-Pfeiffer-Wien-Bauernhof-Tiere-Soldaten-Figuren-/121659715315 die Fotografie] des beschriebenen Kataloges bei [[ebay]], abgerufen am 9. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele bekannte Hersteller hatten ihren Sitz in der traditionellen deutschen Spielzeugregion Mittelfranken/Thüringen:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Armee&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duro&amp;#039;&amp;#039; (Tochterunternehmen von &amp;#039;&amp;#039;O&amp;amp;M Hausser&amp;#039;&amp;#039; in der [[Tschechoslowakei]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Durolin&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Durso&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lineol]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[O. &amp;amp; M. Hausser]]&amp;#039;&amp;#039; (Markenname „Elastolin“)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;F.F.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;F. Fischer&amp;#039;&amp;#039;, [[Mengersgereuth-Hämmern]] in Thüringen)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fröha&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Frömter&amp;#039;&amp;#039;, [[Roth]], später [[Hilpoltstein]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gloria&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kienel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leyla&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Spielwarenfabrik Christian Friedrich Ley&amp;#039;&amp;#039;, [[Roth]] bei [[Nürnberg]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lisanto&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schusso&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Georg Schuster&amp;#039;&amp;#039;, [[Georgensgmünd]] bei Nürnberg)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Hermann Lahl|Lahl-Massefiguren]]&amp;#039;&amp;#039; (ehemals HELA/Annaberg-Buchholz)&amp;lt;ref&amp;gt;Homepage der Firma [https://www.lahl-massefiguren.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grummt&amp;#039;&amp;#039; (Annaberg-Buchholz)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Marolin – Richard Mahr|Marolin]]&amp;#039;&amp;#039; (Thüringen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Elastolin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://de.toy-soldier-gallery.com/Index.cgi?action=source&amp;amp;source=list Online-Archiv mit Katalogen ehemaliger Hersteller von Massefiguren von 1912 bis 1983]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spielfigur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aagnverglaser</name></author>
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