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	<title>Massaua - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Ersetze Altstadt_Massawa_32.JPG durch Massawa_-_Hamal_al-Ansari_Mosque.jpg (von CommonsDelinker angeordnet: File renamed:)</title>
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		<updated>2026-04-10T16:46:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ersetze Altstadt_Massawa_32.JPG durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:File:Massawa_-_Hamal_al-Ansari_Mosque.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:File:Massawa - Hamal al-Ansari Mosque.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Massawa_-_Hamal_al-Ansari_Mosque.jpg&lt;/a&gt; (von &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:User:CommonsDelinker&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:User:CommonsDelinker (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; angeordnet: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;:)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|BREITE        = 15.6033&lt;br /&gt;
|LÄNGE         = 39.4640&lt;br /&gt;
|NAME          = &lt;br /&gt;
|AMT-NAME      = &lt;br /&gt;
|VE2-NAME      = &lt;br /&gt;
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|ISO-CODE      = ER-SK&lt;br /&gt;
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|WWW-SPRACHE   = &lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER = &lt;br /&gt;
|PARTEI        = &lt;br /&gt;
|BILD          = Historic Center Massawa Panorama.JPG&lt;br /&gt;
|BILD-TEXT     = Alter Hafen von Massaua&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Massaua&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Massawa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mitsiwa&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Bats’e&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Badhe&amp;#039;&amp;#039;, {{TiS|ምጽዋዕ}} oder ባጽዕ, {{arS|مصوع|w=Musawwaʿ|d=Muṣawwaʿ}}) ist eine [[Hafenstadt]] in [[Eritrea]] am [[Rotes Meer|Roten Meer]]. Die Stadt hat einen gut ausgebauten Hafen, den größten Eritreas, mit bedeutendem Fischfang und [[Salzgarten|Salzgärten]]. Massaua ist Hauptstadt der Region [[Semienawi Kayih Bahri]] und eine der größeren Städte des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt auf dem Festland und zwei vorgelagerten Inseln. Das historische Zentrum der Stadt liegt auf der äußeren dieser beiden Inseln, einer 1000&amp;amp;nbsp;m langen, 300&amp;amp;nbsp;m breiten Koralleninsel ohne Süßwasserquellen. Diese Insel verbindet ein 440&amp;amp;nbsp;m langer Damm mit der bis ins 19. Jahrhundert unbewohnten Insel [[Taulud]], von der wiederum ein 1030&amp;amp;nbsp;m langer zweiter Damm zum Festland führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massaua liegt auf einer Höhe von etwa zwei Metern über dem Meer. Es hat ein heißes Wüstenklima bei extrem hoher [[Luftfeuchtigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Massawa - Hamal al-Ansari Mosque.jpg|mini|Scheich-Hanafi-Moschee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Coptic Cathedral Massawa.JPG|mini|Eritreisch-Orthodoxe Kathedrale von Massaua]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massaua hat 47.799 Einwohner (Berechnung 2009)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://bevoelkerungsstatistik.de/wg.php?x=&amp;amp;men=gpro&amp;amp;lng=de&amp;amp;dat=32&amp;amp;geo=-71&amp;amp;srt=npan&amp;amp;col=aohdq&amp;amp;pt=c&amp;amp;va=&amp;amp;geo=380217944%7D%7D |wayback=20111229104939 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-09-21 17:24:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevölkerungsentwicklung:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1893 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 16.400 (davon 15 % Italiener)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 6.500&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1928 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 15.000 (davon 25 % Italiener), zuzüglich der italienischen Garnison&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1962 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 21.300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1984 (Zensus) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 15.441&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1962 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 21.300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1983 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 16.576&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1985 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 60.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 30.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993 (Schätzung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 19.404&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 (Berechnung) || align=&amp;quot;left&amp;quot; | 47.799&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Altstadt Massawa 34.JPG|mini|Historische Altstadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
In der Nähe von Massaua lag die [[Aksumitisches Reich|aksumitische]] Hafenstadt [[Adulis]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm H. Schoff: &amp;#039;&amp;#039;The Periplus of the Erythraen Sea. Travel and trade in the Indian Ocean by a merchant of the first century.&amp;#039;&amp;#039; New Delhi 2001, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 10. Jahrhundert wurde Massaua von arabischen Schriftstellern unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Bade&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Base&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt wurde bedeutend, als der Hafen von Adulis ab dem 11. Jahrhundert versandete und der Aufstieg des [[Sultanat]]s der [[Dahlak-Archipel|Dahlak-Inseln]] begann. Das Sultanat kontrollierte die Stadt bis ins 14. Jahrhundert, auch wenn von [[Kaiserreich Abessinien|abessinischer]] Seite Ansprüche erhoben wurden. Gegenüber den abessinischen [[Gouverneur]]en von [[Tigray (Region)|Tigray]] war die Stadt tributpflichtig. Die führende Schicht der Stadt bestand aus [[Araber|arabischen]] und [[Tigre (Volk)|tigrenischen]] Kaufleuten. Kulturell war Massaua das Zentrum des [[Islam]]s der Küstenregion. Hier befanden sich deren [[Scharia]]-Gerichtshöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im frühen 16. Jahrhundert war Massaua eine strategisch wichtige Position und in dem Krieg, den das [[Königreich Portugal]] und das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] im Roten Meer führten, stark umkämpft. Durch die Eroberung Eritreas durch [[Özdemir Pascha]] wurde Massaua 1557 osmanisch und Teil der [[Habeş Eyaleti|Provinz Habesch]]. Da es aber den Osmanen nicht gelang, auch das Hinterland zu besetzen und die örtlichen Vertreter der Osmanen zunehmend Einheimische waren, lockerten sich die Bindungen nach [[Istanbul]] während des 18. Jahrhunderts. Die Provinz Habesch wurde aufgelöst und Massaua der Provinz Dschidda administrativ unterstellt. Ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts manifestierten sich in der Stadt wieder ausländische Interessen, [[Vereinigtes Königreich|britische]] und [[Frankreich|französische]], aber zunächst auch [[Ägypten|ägyptische]]. 1846 verpachtete das Osmanische Reich Massaua an seine autonome Provinz Ägypten. [[Ismail Pascha]], Wali von Ägypten, kaufte die Stadt 1865 auf Lebenszeit, doch bereits ein Jahr später wurde Massaua endgültig an Ägypten abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunehmend wurde nun auch das Festland besiedelt. Hier ließen sich auch [[römisch-katholisch]]e und [[evangelisch]]e [[Missionsstation]]en nieder. Massaua war im 19. Jahrhundert eine bedeutende Handelsstadt im Verkehr zwischen [[Kaiserreich Abessinien|Abessinien]], dem [[Sudan]], sowie [[Europa]] und [[Indien]]. Hier lag der größte und sicherste Hafen am Roten Meer. Ein [[Aquädukt]] und ein 500 m langer Damm auf die Insel Taulud wurde gebaut und der Gouverneur Arakel Bey&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; ließ darauf einen Regierungssitz errichten. Ein zweiter Damm mit einer Länge von 2 km kam hinzu, der die Insel mit der Ebene von Otoumlo&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter ägyptischer Herrschaft wurde Massaua Hauptstadt der bis 1876 stark expandierenden neuen ägyptischen Provinz „Rotes Meer und Ostsudan“. Deren Gouverneur von 1873 bis zu seinem Tode 1875 war der [[Schweiz]]er [[Werner Munzinger]]; ab 1871 war er Gouverneur von Massaua gewesen. Die Einwohner der Stadt waren [[Nubier]], [[Afar (Volk)|Afar]], [[Habescha]], [[Oromo (Volk)|Oromo]], [[Indien|Inder]] und [[Griechen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kolonialzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ST-Massowa.jpg|mini|Massaua im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Massawa MKL Bd. 11 1890 (128500553).jpg|mini|Historische Karte (um 1890)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:CH-NB - Italienisch-Ostafrika, Massana (Massawa, Massaua)- Hafen - Annemarie Schwarzenbach - SLA-Schwarzenbach-A-5-23-129.jpg|mini|Italienische Schriften beim Hafen (1939/40)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Mahdi-Aufstand]]s besetzte das [[Königreich Italien (1861–1946)|Königreich Italien]] am 5. Februar 1885 die Stadt, die bis zur Absetzung des ägyptischen Gouverneurs am 2. Dezember als italo-ägyptisches [[Kondominium]] verwaltet wurde. Es wurde trotz der italienischen [[Schlacht bei Dogali|Niederlage von Dogali]] gegen die abessinische Armee Hauptstadt eines italienischen [[Protektorat]]s, aus dem 1890 die [[Kolonie Eritrea|Colonia Eritrea]] entstand. Im September 1890 kam zum Krieg in Folge des Mahdi-Aufstands gegen die Briten im Sudan, der zum Tod des Monarchen [[Yohannes IV.]] in [[Metemma]] geführt hatte, eine Hungersnot hinzu,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; die mehrere Tausend Flüchtlinge in die Stadt trieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hafen wurde unter italienischer Herrschaft ausgebaut, ein Militärkrankenhaus auf der Halbinsel Gherar, unweit des Schreins des lokal verehrten [[Marabout]]s [[Abd el-Kader el-Geilani]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; errichtet. Bei Ras Mandour wurde der muslimische Prediger [[Omar ibn-Sadik el-Ansari]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; der im 15. Jahrhundert hier gewirkt hatte und als &amp;#039;&amp;#039;Scheich el-Hamāl&amp;#039;&amp;#039; bekannt war, mit einer nach ihm benannten [[Moschee]] geehrt. Ein Teil der Stadt, der nach einem [[Cholera]]-Ausbruch 1890 als ungesund galt, wurde abgerissen. Zwei Kilometer vor der Stadt entstand mit den Bewohnern das neue Dorf Adi-Gaberai.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Victor Buchs |Titel=Voyages en Abyssinie, 1889–1895 |TitelErg=Article paru dans le &amp;#039;&amp;#039;Bulletin de la société neuchâteloise de géographie&amp;#039;&amp;#039;, 1896–1897, Tome IX, 32–56 |Hrsg=Patrick Rérat, Étienne Piguet |Sammelwerk=La «pensée du monde» : Une société géographie de la Belle époque |Verlag=Éditions Alphil-Presses universitaires suisses |Ort=Neuchâtel |Datum=2011 |Reihe=Collection «Espaces, mobilités et sociétés» |HrsgReihe=Patrick Rérat |ISBN=978-2-940235-62-9 |Seiten=275–298, hier S. 276–281}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Massaua wurde befestigt und ein europäisch geprägter Stadtteil auf der Insel Taulud gebaut. Italienische Zivilisten betrieben Handel mit der Armee. Für lokale Angelegenheiten stützte sich Italien auf die [[Zaptié]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; eine aus Einheimischen gebildete Polizei. Die Italiener nannten den Platz, wo der Aquädukt das Wasser aus dem 12 km entfernten [[Monkoullo]] ausgoss, &amp;#039;&amp;#039;Piazza della Fontana&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; tranken aber nur destilliertes Wasser und aßen meist importierte Konserven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäer waren mehrheitlich Griechen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es gab auch Kaufleute aus Indien, die [[Hinduismus|Hindus]] genannt wurden, auch wenn eine besonders aktive [[Kaste]] indischer Herkunft namens [[Banyan (Kaste)|Banyan]] (Bania) [[Buddhismus|buddhistisch]] war, sowie altansässige Bevölkerungsgruppen und Personen aus [[Subsahara-Afrika]]. Auch eine jüdische Gemeinde war vertreten. Der Schweizer [[Victor Buchs]] (1866–1953) der als Handelsvertreter in Massaua lebte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michel Charrière |url=https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/005860/2023-03-10/ |titel=Victor Buchs |werk=[[Historisches Lexikon der Schweiz]] |datum=2023-03-10 |abruf=2026-02-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; berichtet von einem umfangreichen geheimen Handel mit [[Perle]]n. Die [[Perlenfischerei]] war in der Hand der Nahouada,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; den Besitzern der Sambuk genannten Boote. Andere Güter waren [[Perlmutt]], das sich ihre Beschäftigten nach festgelegter Tradition teilten, sowie Leder, Kaffee, [[Gummi arabicum]], [[Knochenpanzer|Schildkrötenpanzer]], Wachs und die Aussonderung einer [[Moschus]]-Art, die der Parfümherstellung diente. Während Tiere genutzt und häufig auch getötet wurden, waren die Banyan um deren Wohl besorgt und betrieben eine Pflegestation für verletzte oder ausgesetzte Tiere. Wenn auch als abgebrühte Geschäftsleute bekannt und erfolgreich, kümmerten sie sich um die Fütterung und Tränkung der [[Straßenhund]]e und sogar der Mäuse und Ratten. Manchmal brachten sie kranke Tiere zur weiteren Behandlung nach [[Mumbai|Bombay]]. Nur am Neujahrstag im September zeigten sie sich mit Bewirtung gegenüber andersgläubigen Mitmenschen überaus großzügig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hitze erschöpfte jeden Elan. Am 11. Juli 1894 erreichte das Thermometer 52 °C.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Trotzdem tobte von 1886 bis 1889 der [[Eritreakrieg (1886–1889)|Eritreakrieg]] und die Kolonialmacht Italien trieb nach der [[Schlacht bei Dogali]], von den Italienern propagandistisch „Massaker von Dogali“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; genannt, zumal sie unterlegen waren, ab 1887 zunächst durch das Militär, später durch die Kolonialverwaltung den Bau einer Eisenbahnstrecke in Richtung [[Asmara]] mit dem – nie erreichten Fernziel – Sudan voran, die sogenannte [[Decauville-Bahn bei Massaua|Decauville-Eisenbahn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Auch eine Salzgewinnungsanlage ging in Betrieb. Hauptstadt der Kolonie blieb Massaua bis 1897, als es diese Funktion an Asmara verlor. Daraufhin schrumpfte die Bevölkerung von Massaua massiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurden große Teile der Altstadt durch ein Erdbeben zerstört. Es dauerte Jahre, bis sie sich wieder erholte. Stark dazu bei trugen die italienischen Vorbereitungen für den [[Abessinienkrieg|Italienisch-Äthiopischen Krieg]] (1935–1936). Aus diesem Grund wurde auch die 74&amp;amp;nbsp;km lange [[Massaua-Asmara-Seilbahn]] errichtet, die von hier ihren Ausgang nahm. 1940 war der Hafen von Massaua der bestausgebaute zwischen [[Alexandria]] und [[Kapstadt]]. Nach der italienischen Niederlage im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] plünderte die Britische Verwaltung die Anlagen und verkaufte sie als [[Kriegsbeute]] und [[Reparationen|Reparationsleistung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Estelle Sylvia Pankhurst: &amp;#039;&amp;#039;Eritrea on the Eve&amp;#039;&amp;#039;. London 1952.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies und der Aufstieg des Konkurrenzhafens [[Assab]] führte die Stadt in eine ökonomische Krise, die nach der [[Föderalismus|Föderation]] mit [[Äthiopien]] 1952 und dessen kolonialer Politik noch verschärft wurde. Die [[äthiopische Marine]] errichtete hier ihr [[Hauptquartier]] und es entstand ein [[Vereinigte Staaten|US-Stützpunkt]]. Aufgrund der repressiven Politik Äthiopiens verließ ein erheblicher Teil der muslimischen Bevölkerung die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unabhängigkeit ===&lt;br /&gt;
Der [[Eritreischer Unabhängigkeitskrieg|eritreische Unabhängigkeitskrieg]] erreichte Massaua 1977, als die [[EPLF|Befreiungsfront]] Teile des festländischen Massaua einnahm, die Inseln aber nicht erobern konnte und auch ihre Eroberungen 1978 wieder aufgeben musste. Äthiopien baute daraufhin Massaua als [[Garnison]] stark aus. Immer wieder waren Hafeneinrichtungen, die Marinebasis und die Treibstofflager Ziel von Angriffen der Aufständischen, was 1982 und 1986 zu Großfeuern und der Flucht von Teilen der Zivilbevölkerung führte: Die Einwohnerzahl reduzierte sich auf die Hälfte. Anfang Februar 1990 kam es dann zur Endschlacht um Massaua. Die [[Streitkräfte Eritreas#Marine|eritreische Marine]] zerstörte die äthiopischen Schiffe im Hafen und, nachdem die [[Äthiopische Streitkräfte|äthiopischen Truppen]] durch den [[Derg]] gehindert wurden zu kapitulieren, stürmten die Befreiungskämpfer die Inseln, deren Westseiten durch [[Artillerie]]feuer stark zerstört wurden. Die Zahl der Toten betrug etwa 12.000. Bei den Kampfhandlungen wurden die Hafenanlagen schwer beschädigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dan Connell, Tom Killion: &amp;#039;&amp;#039;Historical Dictionary of Eritrea&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Lanham 2011, Stichwort: „Massawa Battles“, S. 364 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit war der Hafen von Massaua Hauptumschlagstelle für die internationale Lebensmittelhilfe, hatte aber durch die kriegsbedingten Zerstörungen eine nur sehr eingeschränkte Kapazität. Ab 1994 begann dann der Wiederaufbau. Im [[Eritrea-Äthiopien-Krieg]] (1998–2000) kam es aber erneut zu Luftangriffen der [[Äthiopische Luftstreitkräfte|äthiopischen Luftwaffe]] auf die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staatspräsident unterhält in Massaua eine Dependance seines Amtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
=== Hafen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Massawa harbour.JPG|mini|Hafen von Massaua]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Palast Massawa EB.JPG|mini|[[Kaiserpalast Massaua]], im Vordergrund die [[Bahnstrecke Massaua–Biscia|Eisenbahn Massaua–Asmara]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hafen von Massaua ist der größte und bedeutendste des Landes. Wegen der geringen Wirtschaftsleistung Eritreas ist der Warenumschlag dort aber ruhig. Aufgrund der den Tourismus behindernden Politik des Landes ist er auch für [[Kreuzfahrtschiff]]e kein attraktives Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eisenbahn ===&lt;br /&gt;
Die [[Bahnstrecke Massaua–Biscia]] beginnt im Hafen von Massaua, direkt vor der Altstadt. Sie verläuft über beide Dämme zum Festland. Der „Hauptbahnhof“ befand sich ehemals auf der Insel Taulud. Die Bahnanlagen im ganzen Land wurden während des Befreiungskrieges erheblich beschädigt und waren zwischen 1976 und 1994 unbenutzbar. Seitdem wurde die Strecke bis Asmara wieder betriebsfähig hergerichtet. Nach 1994 gab es in Massaua einen Vorortverkehr der Bahn, der aber wieder eingestellt wurde. Heute gibt es auf der Strecke keinen Güter- und keinen planmäßigen Personenverkehr mehr. Es finden ausschließlich Sonderfahrten für Eisenbahnenthusiasten und Fahrten für den Streckenunterhalt statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Straße ===&lt;br /&gt;
Der private Autoverkehr in Massaua ist vergleichsweise gering. Radfahrer und von Eseln gezogene Fuhrwerke haben einen hohen Anteil am innerstädtischen Fahrzeugverkehr. Bedeutend ist der Lkw-Verkehr, da der gesamte Warenverkehr des Hafens landseitig ausschließlich von und auf den Straßenverkehr übergeht. Massaua ist Ausgangspunkt der bedeutenden Straßenverbindung [[Straße Massaua-Asmara|Massaua-Asmara]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flughafen ===&lt;br /&gt;
Der [[Flughafen Massaua]] liegt an der Straße Massaua-Asmara. Er wurde unregelmäßig ca. einmal pro Monat und nur von [[Eritrean Airlines]] angeflogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Altstadt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Historic center of Massawa 26.JPG|mini|Historische Altstadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die – trotz aller Zerstörungen – immer noch hoch bedeutende und außerordentlich pittoreske historische Altstadt von Massaua auf der Insel Batse ist ein herausragendes Zeugnis [[Araber|arabischer]] und osmanischer Baukunst. Dieses [[Gebäudeensemble|Ensemble]] weist allerdings immer noch Schäden aus dem Befreiungskrieg auf und ist aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Lage des Landes [[denkmalpflege]]risch unterversorgt. Die historischen [[Kulturdenkmal|Kulturdenkmäler]] verfallen zum Teil, der Stadtteil [[Slum|verslumt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserpalast ===&lt;br /&gt;
Auf der Insel Taulud, dem Hafen gegenüber, liegt der [[Kaiserpalast Massaua]]. Er stammt im Kern noch aus [[Osmanisches Reich|osmanischer]] Zeit, vornehmlich aber aus dem 19. Jahrhundert und wurde zuletzt von Kaiser [[Haile Selassie]] genutzt. Im Befreiungskrieg wurde er schwer beschädigt und ist heute eine Ruine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jean-Bernard Carillet: &amp;#039;&amp;#039;Ethiopia &amp;amp; Eritrea&amp;#039;&amp;#039;. 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Massawa|Massaua}}&lt;br /&gt;
* [http://www.erey.50megs.com/massawa.html Eritrea in Picture: Massawa] Zahlreiche Fotos der Altstadt und des Hafens&lt;br /&gt;
* [http://unesdoc.unesco.org/images/0013/001340/134093mb.pdf &amp;#039;&amp;#039;Massawa and the Red Sea. History and Culture.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 8,5&amp;amp;nbsp;MB) Text zu einer Ausstellung des Alliance Française in Asmara. Dreisprachig. Englisch S. 38–74&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4575042-7|VIAF=128142317|REMARK=Ansetzungsform GND: „Massana“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massaua| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Eritrea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort mit Seehafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
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