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	<title>Massaker von Granada - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T01:33:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Massaker_von_Granada&amp;diff=1059844&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-26818-28: /* Auswirkungen */ geo. Begriff</title>
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		<updated>2025-10-28T15:05:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auswirkungen: &lt;/span&gt; geo. Begriff&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Massaker von Granada&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Pogrom]] an [[Sephardim|Juden]], das 1066 in [[Granada]] zur Zeit der Herrschaft der [[Ziriden von Granada|Ziriden]] im [[islam]]ischen Herrschaftsgebiet von [[al-Andalus]] stattfand. Es gilt als erstes Pogrom auf [[Europa|europäischem]] Boden.&amp;lt;ref&amp;gt;Dass es sich um das erste Pogrom auf europäischem Boden handelt, hält Manfred Sing, assoziierter Forscher am [[Leibniz-Institut für Europäische Geschichte]], für fragwürdig, „weil das Geschehen so in eine Kontinuitätslinie eingeordnet wird, in die es nicht gehört“: {{Literatur|Autor=Manfred Sing|Titel=Islam und Antisemitismus|Sammelwerk=Merkur|Hrsg=Christian Demand, Ekkehard Knörer|Verlag=Klett-Cotta|Ort=Berlin|Datum=2024|Band=900|Kommentar=78. Jahrgang, März 2024|Seiten=99–108}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Dezember stürmte eine muslimische Menschenmenge den Königspalast, [[Kreuzigung|kreuzigte]] den jüdischen [[Wesir]] [[Joseph ibn Naghrela]], Sohn von [[Schmuel ha-Nagid]], und massakrierte den Großteil der [[Jüdische Religion|jüdischen]] Bevölkerung der Stadt. Spätere muslimische Chronisten setzten die Opferzahlen in die Tausende,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Hoenerbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Islamische Geschichte Spaniens: Übersetzung der Aʻmāl al-a&amp;#039;lām und ergänzender Texte.&amp;#039;&amp;#039; Artemis, Zürich/Stuttgart 1970, S. 422.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach manchen Quellen sollen mehr als 1.500 jüdische Familien, rund 4.000 Personen, ermordet worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{JE |1=https://jewishencyclopedia.com/articles/6855-granada |2=Granada |3=[[Richard Gottheil]], [[Meyer Kayserling]] |Band=6 |SeiteVon=80 |SeiteBis=80}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach heutigem Forschungsstand könnten die in den Quellen genannten Zahlen überhöht sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Brian A. Catlos: &amp;#039;&amp;#039;Accursed, Superior Men: Ethno-Religious Minorities and Politics in the Medieval Mediterranean.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comparative Studies in Society and History.&amp;#039;&amp;#039; 56, 2014, S. 844–869, hier: S. 850&amp;amp;nbsp;f. (Fußnote 16); {{JSTOR|43908317}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertungen ==&lt;br /&gt;
Der Rabbi [[Abraham ibn Daud]] (1110–1180) schrieb in seinem Geschichtswerk &amp;#039;&amp;#039;Sefer ha-Kabbalah&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Abraham Ibn Daud |url=http://www.daat.ac.il/daat/vl/ravad/ravad01.pdf |titel={{he|ספר הקבלה לרב אברהם בןריר&amp;amp;lrm;}} |format=PDF; 2,4 MB |sprache=he |abruf=2018-08-18}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Abraham Ibn Daud |url=https://sourcebooks.fordham.edu/source/ha-nagid.asp |titel=On Samuel Ha-Nagid, Vizier of Granada, 993-d after 1056 |hrsg=[[Internet History Sourcebooks Project|Medieval Sourcebook]] |sprache=en |kommentar=Übersetzung von Jacob Marcus: &amp;#039;&amp;#039;The Jew in the Medieval World: A Sourcebook&amp;#039;&amp;#039;. JPS, New York, 1938, S. 297–300 |abruf=2018-08-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; über Joseph, dass er hochmütig wurde bis zu seiner Vernichtung; die [[Adel|Adligen]] der [[Berber]] wurden zunehmend eifersüchtig, bis er schließlich ermordet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem britischen Orientalisten [[Bernard Lewis]] zufolge wird das Massaker „im Allgemeinen als Reaktion der muslimischen Bevölkerung gegen einen mächtigen und prahlerischen jüdischen Wesir gesehen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BL54&amp;quot;&amp;gt;[[Bernard Lewis]]: &amp;#039;&amp;#039;The Jews of Islam&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press, 1984, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lewis schreibt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Besonders kennzeichnend ist in dieser Hinsicht ein altes [[Antijudaismus|antijüdisches]] [[Lyrik#Gedicht|Gedicht]] von [[Abu Ishaq]], das 1066 in Granada geschrieben wurde. Dieses Gedicht, von dem angenommen wird, dass es beitrug, den antijüdischen Ausbruch in diesem Jahr zu provozieren, enthielt die Zeilen:&lt;br /&gt;
:Betrachtet es nicht als einen Glaubensbruch, sie zu töten, der Glaubensbruch wäre, sie weitermachen zu lassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Sie haben unser Abkommen mit ihnen gebrochen, wie könnt ihr gegen die Übertreter schuldig sein?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Wie können sie sich auf einen Vertrag berufen, wenn wir im Schatten stehen und sie hervorragen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Jetzt sind wir erniedrigt, stehen unter ihnen, als ob wir die Falschen wären und sie die Wahren!&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;BL45&amp;quot;&amp;gt;[[Bernard Lewis]]: &amp;#039;&amp;#039;The Jews of Islam&amp;#039;&amp;#039;. Princeton University Press, 1984, S. 44–45.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lewis stellt die These auf, dass solche Reden und Gewaltausbrüche wie in Granada von 1066 in der islamischen Geschichte selten seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Historiker [[Walter Laqueur]] charakterisiert das Ereignis als Pogrom: „Die Juden konnten in der Regel keine öffentlichen Ämter einnehmen (wie gewöhnlich gab es Ausnahmen), und es gab gelegentlich Pogrome, wie das von Granada 1066.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Laqueur]]: &amp;#039;&amp;#039;The Changing Face of Antisemitism: From Ancient Times to the Present Day&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2006, ISBN 0-19-530429-2, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der spanische Harvard-Professor Darío Fernández-Morera weist darauf hin, dass dem Pogrom noch mehr Juden zum Opfer fielen als in den bekannten christlichen [[Judenverfolgungen zur Zeit des Ersten Kreuzzugs|Pogromen im Rheinland]] zum Auftakt des [[Erster Kreuzzug|Ersten Kreuzzuges]] dreißig Jahre später.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Darío Fernández-Morera |url=http://www.mmisi.org/ir/41_02/fernandez-morera.pdf |titel=The Myth of the Andalusian Paradise |werk=[[The Intercollegiate Review]] |seiten=23–31, hier S. 25 |datum=2006 |format=PDF; 193&amp;amp;nbsp;kB |sprache=en |archiv-url=http://archive.is/20171205185805/http://www.mmisi.org/ir/41_02/fernandez-morera.pdf |archiv-datum=2017-12-05 |offline=1 |abruf=2018-08-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der amerikanische Religionswissenschaftler Brian A. Catlos widerspricht dagegen den modernen Historikern, die schnell von einem Pogrom und einem Wendepunkt in den muslimisch-jüdischen Beziehungen sprächen, dies treffe sicher nicht zu. „Yusuf und alle, die als seine Verbündeten galten, unter ihnen in der Tat viele unschuldige Juden, wurden nicht wegen ihrer Religion, sondern wegen ihres Verrats getötet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Brian A. Catlos: &amp;#039;&amp;#039;al-Andalus. Geschichte des islamischen Spanien.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-74233-0, S. 233&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
Die [[Kehillah|jüdische Gemeinde]] von Granada erholte sich, bezüglich ihrer Anzahl an Mitgliedern, in den folgenden Jahren wieder, von den [[Trauma (Psychologie)|traumatischen Ereignissen]]. Sie wurde aber 1090 unter den [[Almoraviden]] unter [[Yusuf ibn Taschfin]] erneut angegriffen. Dieses Ereignis wird von manchen als das Ende des sogenannten „[[Jüdische Kultur im islamischen al-Andalus|goldenen Zeitalters des Judentums]]“ auf der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[André Clot]]: &amp;#039;&amp;#039;Das maurische Spanien: 800 Jahre islamische Hochkultur in Al Andalus.&amp;#039;&amp;#039; Albatros, Düsseldorf 2004, ISBN 3-491-96116-5, S. 198 f.&lt;br /&gt;
* {{JE |1=https://jewishencyclopedia.com/articles/6855-granada |2=Granada |3=[[Richard Gottheil]], [[Meyer Kayserling]] |Band=6 |SeiteVon=80 |SeiteBis=80}}&lt;br /&gt;
* Thomas Freller: &amp;#039;&amp;#039;Granada. Königreich zwischen Orient und Okzident.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0825-4, S. 33 f.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Hoenerbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Islamische Geschichte Spaniens: Übersetzung der Aʻmāl al-a&amp;#039;lām und ergänzender Texte.&amp;#039;&amp;#039; Artemis, Zürich/Stuttgart 1970, S. 419–422.&lt;br /&gt;
* [[Arnold Hottinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mauren: arabische Kultur in Spanien.&amp;#039;&amp;#039; Reprint der 3. Auflage, Wilhelm Fink Verlag, München 2005, ISBN 3-7705-3075-6, S. 146–148.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://www.jewishvirtuallibrary.org/granada-spain-jewish-history-tour&lt;br /&gt;
   |titel=Virtual Jewish World: Granada, Spain&lt;br /&gt;
   |werk=[[Jewish Virtual Library]]&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2018-08-18&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=http://www.jewishhistory.org.il/history.php?id=3331&lt;br /&gt;
   |titel=1066 December 30, Granada (Spain)&lt;br /&gt;
   |hrsg=Jewish Agency for Israel&lt;br /&gt;
   |sprache=en&lt;br /&gt;
   |abruf=2018-08-18&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massaker|Granada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pogrom|Granada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antijudaismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Spanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Granada)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1066]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt (11. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-26818-28</name></author>
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