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	<title>Marx Meyer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marx_Meyer&amp;diff=1005633&amp;oldid=prev</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lütgendorff-Leinburg – Gemälde – Rose.jpg|mini|[[Jürgen Wullenwever|Wullenwever]] und Meyer in der [[Emanuel Geibel|Geibelschen]] „Septembernacht“ im lübeckischen [[Ratskeller zu Lübeck|Ratskeller]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marx Meyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marcus Meyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Markus Meyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, († Juni [[1536]]) war ein [[Schmied|Ankerschmied]] aus [[Hamburg]], der den [[Lübeck]]ern unter [[Jürgen Wullenwever]] als Feldherr diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Das erste Mal erwähnt wird Marx Meyer, als er sich 1526 als Schmiedemeister in Hamburg niederließ und das Hamburger [[Bürgerrecht]] erwarb. Aus den 1520er Jahren sind auch einige Rechnungen belegt. Dem als stattlich beschriebenen Marx Meyer schien das Leben als Handwerksmeister jedoch zu langweilig geworden zu sein, denn 1531/32 war er als [[Söldner]]führer bei dem missglückten Versuch des 1523 abgesetzten dänischen Königs [[Christian II. (Dänemark, Norwegen und Schweden)|Christian II.]] dabei, Norwegen zurückzuerobern. Dabei muss er den auf der Seite [[Friedrich I. (Dänemark und Norwegen)|Friedrichs I.]] kämpfenden Lübeckern aufgefallen sein, denn noch im selben Jahr trat er als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] über die Stadtknechte in ihre Dienste und gewann bald auch politischen Einfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptmann in Lübeck ===&lt;br /&gt;
Bei der Festnahme des abgesetzten dänischen Königs wirkte Meyer tatkräftig mit. Nachdem Christian II. auf [[Schloss Sonderburg]] festgesetzt war, wurde er im August 1532 wurde Meyer als Befehlshaber einen achthundert Mann starken Truppe nach Österreich geschickt als Teil der „Türkenhilfe“, die der [[Karl V. (HRR)|Kaiser]] von allen [[Reichsstand|Reichsständen]] angesichts der [[Erster Österreichischer Türkenkrieg#Türkenjahr 1532|türkische Bedrohung]] angefordert hatte. Das osmanische Heer war bei seiner Ankunft bereits abgezogen, so dass Meyer mit seinen Truppen wieder nach Lübeck zurückkehren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1533 heiratete er die Witwe des kurz zuvor verstorbenen [[Lübecker Bürgermeister#16. Jahrhundert|Bürgermeisters]] [[Gottschalck Lunte]], Elsabe von Wickede, eine Tochter des [[Hermann von Wickede II|Hermann von Wickede]]&amp;lt;ref&amp;gt;Laut [[Georg Waitz]] (&amp;#039;&amp;#039;Lübeck unter Jürgen Wullenwever und die europäische Politik&amp;#039;&amp;#039;, Band 3. Berlin 1856; S. 224) war seine Frau die Schwester von [[Johann von Elpen]].&amp;lt;/ref&amp;gt; – wenn auch gegen den Willen ihrer Verwandtschaft – und stieg damit in die höchsten Kreise der Gesellschaft auf. Als [[Emporkömmling]] und wegen seiner außerordentlichen Prunksucht war er dem [[Patrizier|Patriziat]] stets ein Dorn im Auge. Dies umso mehr, da er seiner Hamburger Geliebten [[Agneta Willeken]] trotz der Eheschließung die Treue hielt. Sie beeinflusste ihn mit ihrem Ehrgeiz und begleitete ihn sogar in den Krieg.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Reincke: &amp;#039;&amp;#039;Agneta Willeken. Ein Lebensbild aus Wullenwevers Tagen&amp;#039;&amp;#039;, Pfingstblätter des Hansischen Geschichtsvereins 1928.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Lübecker unter Jürgen Wullenwever 1533 eine [[Kaperbrief|Kaperfehde]] gegen die [[Niederlande|Niederländer]] begannen, war Marx Meyer der Anführer der Nordsee-Flotte. Seine Aufgabe war es, den direkten Handel zwischen den Niederlanden und den östlichen [[Anrainer|Ostseeanrainern]] (besonders [[Danzig]]) zu verhindern, um Lübecks [[Stapelrecht]] durchzusetzen. Das Vorhaben war von wenig Erfolg gekrönt. Während schon um einen Waffenstillstand verhandelt wurde, landete Marx Meyer auf der Suche nach Proviant mit seinem Schiff in [[England]], wo er umgehend als [[Piraterie|Seeräuber]] festgenommen wurde. Aufgrund einer Intervention von [[Hanse]]kaufleuten kam Meyer aber frei und erhielt eine Audienz beim englischen König [[Heinrich VIII. (England)|Heinrich VIII.]] Diesem schlug er ein gegen [[Dänemark]] und gegen den Kaiser gerichtetes Bündnis mit Lübeck vor. Heinrich VIII., der nach der Annullierung seiner Ehe mit [[Katharina von Aragón]] und dem Zerwürfnis mit der katholischen Kirche und Karl V. neue Verbündete suchte, ging auf den Vorschlag ein, schlug Marx Meyer sogar zum [[Ritter]] und entließ ihn reich beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1533 starb Friedrich I. und der dänische [[Dänischer Reichsrat|Reichsrat]] konnte sich nicht auf einen Nachfolger einigen. In dieser Situation bot Lübeck Friedrichs ältestem Sohn Herzog Christian, dem späteren [[Christian III. (Dänemark und Norwegen)|Christian III.]], seine Unterstützung an. Dieses Angebot wurde von [[Melchior Rantzau]] im Namen des Herzogs abgewiesen. Lübeck, das sich nach den 150 Jahre alten Bestimmungen des [[Friede von Stralsund|Friedens von Stralsund]] berechtigt wähnte, den dänischen König zu bestimmen, ging daraufhin eine Koalition mit Anhängern Christians II. ein. Man plante sogar, auf einem Wege [[Gustav I. Wasa]], von dem sich Lübeck betrogen fühlte, abzusetzen. Zu dieser Zeit war Marx Meyer, wie die Chronisten [[Reimar Kock]] und [[Hermann Bonnus]] berichten, neben dem ebenfalls aus Hamburg stammenden [[Syndikus]] [[Johann Oldendorp]] und dem Kaufmann [[Harmen Israhel]] der einzige Ratgeber des Bürgermeisters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafenfehde ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1534 brach die sogenannte [[Grafenfehde]] mit dem Überfall von [[Christoph von Oldenburg]], einem Cousin des abgesetzten Christian II., auf [[Fünen]] aus. Gleichzeitig eröffnete Lübeck als dessen Verbündeter den Krieg gegen Herzog Christian mit einem Einfall von Marx Meyers Truppen in [[Holstein]]. Dieser Überfall erfolgte ohne vorherige Kriegserklärung. In [[Mölln]] nahm Meyer den jungen [[Svante Stensson Sture|Svante Sture]], einen Sohn von [[Sten Sture der Jüngere|Sten Sture]], als Geisel, mit der Absicht, ihn als schwedischen Marionettenkönig einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Graf Christoph innerhalb kurzer Zeit neben Fünen auch [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] und [[Schonen]] eroberte, führte Marx Meyer, statt sich strategisch sinnvollen Zielen zuzuwenden, ohne das Wissen des Lübecker Rats einen persönlichen Rachefeldzug gegen Angehörige der Familie [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]], weil er und seine Geliebte sich von [[Melchior Rantzau]] persönlich beleidigt fühlten. [[Trittau]], [[Reinbek]], [[Eutin]] und nach vergeblicher Belagerung der [[Siegesburg]] die Stadt [[Bad Segeberg|Segeberg]] sowie einige Herrenhäuser fielen ihm zum Opfer. Dieser Angriff wurde durch holsteinische Ritter und Bauern zurückgeschlagen, die im November 1534 Lübeck belagerten. Lübeck schloss den [[Frieden von Stockelsdorf]] mit dem [[Herzogtum Holstein]]. Da dem inzwischen zum König gekrönten Christian III. an einer schneller Beendigung des Konflikts gelegen war, um seine Kräfte auf den von [[Skipper Clement]] angeführten Bauernaufstand in Jütland konzentrieren zu können, kam Lübeck glimpflich davon.&lt;br /&gt;
[[Datei:Lubeck Rantzau Tafel.png|mini|Darstellung der Belagerung Lübecks und der Hinrichtung des hier als „Meierus Consul Lubecen“ Bezeichneten auf dem [[Frans Hogenberg|Hogenberg]]-Druck der [[Rantzau-Tafel]] (1586)]]&lt;br /&gt;
Zu der Zeit war Marx Meyer bereits nach [[Kopenhagen]] zu Graf Christoph aufgebrochen. Graf Christoph, der dort offiziell für Christian II. regierte, [[Lehen|belehnte]] Marx Meyer mit [[Island]]. Marx Meyers unüberlegte, von sinnloser Zerstörungswut geprägten Überfälle in Schonen trugen nicht unwesentlich zur Erstarkung des Widerstandes der dortigen Bevölkerung bei. Nach anfänglichen Siegen wurden die Lübecker und ihre Verbündeten bald nach [[Helsingborg]] zurückgedrängt. Bei der Erstürmung der Stadt Anfang 1535 wurde Marx Meyer gefangen genommen und ins Sundschloss [[Festung Varberg]] gesperrt. Es gelang ihm, sich zu befreien und zudem sein Gefängnis zum Widerstandsnest auszubauen, angeblich, indem er die Frau des Schlossherrn verführte. Er eroberte auch noch die Umgebung des Schlosses und hielt dort aus, auch nachdem Lübeck im August 1535 Frieden mit Dänemark geschlossen hatte und Jürgen Wullenwever [[Nikolaus Brömse]] hatte weichen müssen. Von Lübeck erhielt er keinerlei Unterstützung mehr. Stattdessen wurde dort sein Bruder Gerd Meyer, der ihm Proviant verschaffen wollte, festgenommen. Da Marx Meyer jedoch noch über Schiffe verfügte, konnte er sich aus Kopenhagen, das sich noch nicht Christian III. unterworfen hatte, versorgen lassen. Erst im Mai 1536 zwang ihn die Zerstörung seiner Schiffe durch die dänische Flotte zur Kapitulation. Obwohl er freien Abzug ausgehandelt hatte, wurde er am 1. Juni 1536 festgenommen, [[Peinliches Verhör|peinlich verhört]] und einige Tage später durch [[Enthauptung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herrmann Julius Meyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meyer&amp;#039;s Universum&amp;#039;&amp;#039;. Prachtausgabe, Bd. 1, Bibliographisches Institut, Hildburghausen 1862, S. 55 ([https://books.google.de/books?id=lMwBAAAAYAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA55 Google-Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Vierteilung]] hingerichtet. Sein Bruder wurde wenige Tage später ebenfalls hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarisches ==&lt;br /&gt;
Marx Meyer und Jürgen Wullenweber sind die Hauptpersonen in [[Emanuel Geibel]]s Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Eine Septembernacht&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Emanuel Geibel: [http://www.zeno.org/Literatur/M/Geibel,+Emanuel/Gedichte/Juniuslieder/Zeitgedichte/Eine+Septembernacht Eine Septembernacht] bei zeno.org&amp;lt;/ref&amp;gt; zuerst veröffentlicht 1845 im &amp;#039;&amp;#039;[[Morgenblatt für gebildete Leser]]&amp;#039;&amp;#039;. In dem &amp;#039;&amp;#039;Zeitgedicht&amp;#039;&amp;#039;, das ein Protest gegen das [[Königreich Dänemark]] und dessen [[Sundzoll]] ist, beschreibt er eine Vision, die er im [[Ratskeller zu Lübeck]] hatte und in der die beiden als Symbole vergangener, aber auch ersehnter kommender deutscher Größe erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Volkmann: &amp;#039;&amp;#039;Emanuel Geibels Aufstieg zum literarischen Repräsentanten seiner Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Metzler 2018, ISBN 9783476048073, zugl Diss. Flensburg 2016, S. 205 mit Anm. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Markus Meyers väg.JPG|mini|Markus Meyers väg in Varberg (Schweden)]]&lt;br /&gt;
An Marx Meyer erinnert der &amp;#039;&amp;#039;Markus Meyers väg&amp;#039;&amp;#039; in Varberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Alken Bruns|Titel=Meyer, Marx|Sammelwerk=[[SHBL]]|Band=8|Jahr=1987|Seiten=232ff}}&lt;br /&gt;
* [[Georg Waitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Lübeck unter Jürgen Wullenwever und die europäische Politik&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1855 (3 Bände)&lt;br /&gt;
* {{ADB|21|611|612|Meyer, Marx|Georg Waitz|ADB:Meyer, Marx}}&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138371016|VIAF=89921514}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meyer, Marx}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber der Lübecker Flotte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter (Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Söldner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in der Grafenfehde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1536]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meyer, Marx&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meyer, Markus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ankerschmied und Feldherr&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Juni 1536&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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