<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Martolos</id>
	<title>Martolos - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Martolos"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martolos&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T04:58:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martolos&amp;diff=1477137&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rheinpaul: /* growthexperiments-addlink-summary-summary:2|1|0 */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martolos&amp;diff=1477137&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-14T15:27:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martolos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martolosen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von gr. &amp;#039;&amp;#039;amartolos&amp;#039;&amp;#039;, „korrupt, fehlgegangen“; oder eher &amp;#039;&amp;#039;armatolos&amp;#039;&amp;#039;, „bewaffnet“) bezeichnete ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert besoldete [[Osmanisches Reich|osmanische]] Sicherheitskräfte, die aus orthodoxen Christen des Balkans (an den Grenzen des Reiches oft [[Walachen]] oder slawisierte [[Maurowalachen]] – beide Gruppen lebten nach dem [[Jus Valachicum]] – aber auch andere [[Südslawen]] oder Griechen, vgl. [[Armatolen]]) rekrutiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martolos waren in Dschamaaten (Gemeinschaften) organisiert und wurden von Muslimen angeführt (&amp;#039;&amp;#039;martolos [[Agha (Titel)|ağa]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;martolos başı&amp;#039;&amp;#039;). Die Osmanen zogen sie für verschiedene Polizeiaufgaben heran, z.&amp;amp;nbsp;B. als Grenzwache in Friedenszeiten, zur Bewachung von Festungen, Bergwerken und Straßen (türk. &amp;#039;&amp;#039;derbend&amp;#039;&amp;#039;), sowie als Spione und als Steuereintreiber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Angehörige der [[Askerî]]-Schicht durften Martolos erbliche [[Tımar]]s besitzen, behielten ihren christlichen Glauben, erhielten einen täglichen Sold und waren von der [[Dschizya]]-Pflicht sowie von anderen Steuern ausgenommen. Dennoch waren die meisten bloß Soldempfänger, und nur wenige besaßen Tımars.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. und im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nahmen Martolos an Plünderungen in Kroatien und [[Dalmatien]] teil und dienten gelegentlich als [[Vorhut]]. Wegen besserer Bezahlung standen viele auch in österreichischen Diensten. Im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden sie von den Osmanen zur Bekämpfung aufständischer [[Heiducken]] herangezogen, wobei sie teilweise zu den Aufständischen überliefen. 1692 verbot die [[Hohe Pforte|Pforte]] Christen den Dienst in Martolos-Einheiten, 1722 ging der Einheitentyp im [[Pandur (Soldat)|Pandurenamt]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nordmakedonien existierten wenige Martolos bis zu den [[Tanzimat]]-Reformen im 19. Jahrhundert weiter. Neben [[Kleften]] sind sie zu einem Sujet der griechischen episch-romantischen Poesie geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Literatur ==&lt;br /&gt;
Der [[Serbien|serbische]] [[Janitscharen|Janitschar]] [[Konstantin aus Ostrovitza]] schreibt in seinen [[Memoiren eines Janitscharen]] im 44.&amp;amp;nbsp;Kapitel:&lt;br /&gt;
::&amp;#039;&amp;#039;Über die martoloz und die voynuk&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Die martoloz sind Christen und halten sich besonders in den Grenzgebieten auf. Sie erhalten alle acht Tage je Pferd ein Goldstück. Auch ihnen zahlt man den Sold für einen Monat aus, so wie das bei den cerahor&amp;#039;&amp;#039; [Söldner] &amp;#039;&amp;#039;ist. Doch sie können so lange im Dienst bleiben, als es ihnen beliebt. Ihre Rüstung ist wie die der cerahor. Wenn einer mehr haben will, dann liegt das in seinem Belieben. Es gibt daneben eine Anzahl freier Christen, die weder etwas geben noch irgendeine Bezahlung annehmen. Sie heißen voynuk. Sie dienen dem Sultan und führen die ledigen Sultanspferde, wohin es erforderlich ist. Es gibt einige hundert martoloz und voynuk.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Lachmann: &amp;#039;&amp;#039;Memoiren eines Janitscharen oder Türkische Chronik.&amp;#039;&amp;#039; Styria Verlag, Graz/Wien/Köln 1975, ISBN 3-222-10552-9, S.&amp;amp;nbsp;167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Rossi – W. J. Griswold: Martolos. In: Encyclopaedia of Islam, new edition, 1991, VI, 613.&lt;br /&gt;
* D. Joksimović: Martolozi. In: Vojna enciklopedija, 1973, V, 318.&lt;br /&gt;
* G. F. Abbott: [https://archive.org/details/songsofmoderngre00abborich Songs of modern Greece (1900)], 10–11.&lt;br /&gt;
* [[Renate Lachmann]] (Übersetzung, Einleitung): &amp;#039;&amp;#039;Memoiren eines Janitscharen oder Türkische Chronik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Günther Stökl]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Slavische Geschichtsschreiber, Band&amp;amp;nbsp;VIII.&amp;#039;&amp;#039; Styria Verlag, Graz/Wien/Köln 1975, ISBN 3-222-10552-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4780616-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärischer Verband (Osmanisches Reich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rheinpaul</name></author>
	</entry>
</feed>