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	<title>Martinus von Biberach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:28:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martinus_von_Biberach&amp;diff=432329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Liebermary: Normdaten korrigiert</title>
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		<updated>2024-10-31T00:36:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Martinus biberach priamel.jpg|mini|Abzeichnung aus dem 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eines Gemäldes in der Franziskanerkirche Heilbronn]]&lt;br /&gt;
[[Magister artium|Magister]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martinus von Biberach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; († angeblich [[1498]] in [[Biberach (Heilbronn)|Biberach]]) wird ein vierzeiliger Spruch auf einem Deckel eines [[Manuskript|handschriftlichen Buches]] zugeschrieben („haec magister Martinus in Bibrach. 1498“),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Joseph Mone]]: &amp;#039;&amp;#039;Denksprüche&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Anzeiger für Kunde der teutschen Vorzeit&amp;#039;&amp;#039; 4 (1835), Sp. 206–208, hier Sp. 207, Nr. 21 (Erstveröffentlichung; [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/278594 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; der aber weitaus älter als die beigegebene Jahreszahl ist. Über das Leben des Magisters Martinus ist nichts bekannt. Was später irrig als dessen „Grabschrift“ gedeutet wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joseph von Radowitz|Joseph Maria von Radowitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Devisen und Motto des späteren Mittelalters: ein Beitrag zur Spruchpoesie&amp;#039;&amp;#039;. Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart und Tübingen 1850. S. 86 ({{archive.org|diedevisenundmo00radogoog|Blatt=n105}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Priamel]], das in der christlichen Frömmigkeit populär wurde und auch in der Literatur bis heute (vgl. [[Bertolt Brecht]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Radwechsel&amp;#039;&amp;#039;) seinen Niederschlag findet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em; font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich leb und waiß nit wie lang,&lt;br /&gt;
ich stirb und waiß nit wann,&lt;br /&gt;
ich far und waiß nit wahin,&lt;br /&gt;
mich wundert das ich [so] frölich bin.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urheberschaft des Martinus von Biberach an dem Spruch kann mittlerweile als widerlegt gelten, allerdings ist die Zuschreibung an [[Walther von der Vogelweide]] in [[Konrad Bollstatter]]s „Spruchsammlung“ (1468/1469),&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Priebsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Handschriften in England&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2. Das British Museum, Fr. Junge, Erlangen 1901 ({{archive.org|priebschhandschr02goog|Blatt=n163}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; der bisher ältesten [[Schriftliche Überlieferung|Überlieferungsquelle]], ebenso unzutreffend. Varianten finden sich in einigen Handschriften des späten 15. Jahrhunderts.&amp;lt;ref&amp;gt;Universitätsbibliothek Tübingen Mc 32 - Grammatische Sammelhandschrift (Leipzig, 1491, 1494) 125r ([http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/Mc32/0253 Digitalisierte Ausgabe])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Staats- und Stadtbibliothek Augsburg Cim. 31, Bl. 1-46&lt;br /&gt;
[früher 4° Cod. H. 27] Bl. 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spruch gilt (fälschlich) auch als der „Leitspruch“ Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilians I.]] An einer der getäfelten Wände von [[Schloss Tratzberg]] liest man unter anderen Kreideinschriften auch in kalligraphischen Schnörkeln: {{&amp;quot;|Text=&amp;#039;&amp;#039;Leb, waiß nit wie lang und stürb, waiß nit wann mueß faren, waiß nit wohin mich wundert, das ich so frelich bin.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Egg]] u. [[Wolfgang Pfaundler]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiser Maximilian I. und Tirol&amp;#039;&amp;#039;, Innsbruck 1969. S. 136&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer alten [[Chronik]] war der erweiterte Text Bestandteil eines 1688 zerstörten [[Deckengemälde]]s in der ehemaligen [[Franziskanerkloster Heilbronn#Klosterkirche|Franziskanerkirche]] zu Heilbronn: {{&amp;quot;|Text=&amp;#039;&amp;#039;Ich leb und weiß nicht wie lang / ich sterb und weiß nicht wan / ich fahr und weiß nicht wahin / mich nimmt wunder daß ich so frelich bin / wan ich bedenk den dot und di ewige pein / so mecht ich nicht so frelich sein.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin Luther]] kannte den Spruch und lehnte ihn als „Reim der Gottlosen“&amp;lt;ref&amp;gt;Weimarer Ausgabe Bd. 37, S. 328, Z.&amp;amp;nbsp;25  ({{archive.org|werkekritischege37luthuoft|Blatt=328}}): „wie denn der Gottlosen reim ist“.&amp;lt;/ref&amp;gt; ab, da die Lebenssituation der Christen genau umgekehrt sei: sie wüssten, woher und wohin sie kämen, nämlich von und zu Gott, erschreckten aber trotzdem ein wenig vor dem Tod, da sie ja wie alle „Adamskinder“ sterben und den Tod leiden müssten. In einer Predigt am Michaelistag (29. September 1531) bietet Luther auch eine „Umkehrung“ des „gemeine[n] Sprichwort[s]“: &amp;#039;&amp;#039;Ich lebe und weis, wie lange, / Ich sterbe und weis, wanne, / Ich fahr und weiß, Gott lob, wohin, / Mich wundert, daß ich trawrig bin!&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Weimarer Ausgabe Bd. 34, 2. Abt., S. 274&amp;amp;nbsp;f. ({{archive.org|pt2werkekritisch34luthuoft|Blatt=274}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler [[Hans Thoma]] erweiterte die ursprüngliche Fassung: &amp;#039;&amp;#039;Ich komm’, weiß nit woher / ich bin, und weiß nit wer / ich leb’, weiß nit wie lang / ich sterb’ und weiß nit wann / ich fahr’, weiß nit wohin / Mich wundert’s, daß ich fröhlich bin. // Da mir mein Sein so unbekannt / geb’ ich es ganz in Gottes Hand / die führt es wohl, so her wie hin / Mich wundert’s, wenn ich noch traurig bin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der Seele,&amp;#039;&amp;#039; 1922.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese zwei Strophen werden bis heute in christlicher Erbauungsliteratur nachgedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Johannes Mario Simmel]] verfasste 1949 einen Roman unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mich wundert, daß ich so fröhlich bin&amp;#039;&amp;#039;. In einem Interview gab er an, den Spruch an einer deutschen Klostermauer gelesen zu haben. Der Karikaturist [[F. K. Waechter]] veröffentlichte 1991 einen Sammelband unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Mich wundert, daß ich fröhlich bin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerd Dicke: &amp;#039;&amp;#039;Mich wundert, das ich so frölich pin. Ein Spruch im Gebrauch&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Walter Haug]], [[Burghart Wachinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kleinstformen der Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fortuna vitrea&amp;#039;&amp;#039; 14). Tübingen 1994, ISBN 3-484-15514-0, {{ISSN|0938-9660}}, S. 56–90 [https://www.researchgate.net/publication/43652134_&amp;#039;Mich_wundert_das_ich_so_frolich_pin&amp;#039;_Ein_Spruch_im_Gebrauch_In_Kleinstformen_der_Literatur_Hg_von_WALTER_HAUG_und_BURGHART_WACHINGER_Tubingen_1994_Fortuna_vitrea_14_S_56-90/download Researchgate].&lt;br /&gt;
* Karl Euling: &amp;#039;&amp;#039;Das Priamel bis Hans Rosenplüt, Studien zur Volkspoesie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Germanistische Abhandlungen&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25). Breslau 1905, S. 408–414 ({{archive.org|daspriamelbisha01euligoog|Blatt=n426}}).&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Köhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Mich wundert dass ich fröhlich bin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 6 (1861), S. 368–372 ({{archive.org|germania06pfeiuoft|Blatt=368}}).&lt;br /&gt;
* Reinhold Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Mich wundert, dass ich fröhlich bin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Germania&amp;#039;&amp;#039; 33 (1888), S. 313–332 ({{archive.org|germania33pfeiuoft|Blatt=313}}).&lt;br /&gt;
* Heinrich Küntzel: &amp;#039;&amp;#039;Mich wundert, daß ich fröhlich bin. Marginalien zu einem alten Spruch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte,&amp;#039;&amp;#039; 61. Jahrgang, 1987, Heft 3/September, S. 399–418, [[doi:10.1007/BF03375889]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Martinus #Biberach}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1498]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Martinus von Biberach&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Martinus in Bibrach; Magister Martinus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Magister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1498&lt;br /&gt;
|STERBEORT=unsicher: [[Biberach (Heilbronn)|Biberach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Liebermary</name></author>
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