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	<title>Martin Stredonius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Stredonius&amp;diff=1935465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: Zeiträume in Worten</title>
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		<updated>2024-12-10T13:04:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Zeiträume in Worten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Martin Stredonius2.jpg|mini|Martin Stredonius]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Stredonius [[Jesuiten|SJ]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;Martinus Stredonius&amp;#039;&amp;#039;}}, {{csS|&amp;#039;&amp;#039;Martin Středa&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Martin Středovský&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.herder-institut.de/zentrales-personenregister/detailansicht/zpr/view/hpid/100025698.html&amp;lt;/ref&amp;gt;, {{plS|&amp;#039;&amp;#039;Marcin Strzoda&amp;#039;&amp;#039;}}; * [[11. November]] [[1587]] in [[Gliwice|Gleiwitz]], [[Herzogtum Oppeln]]; † [[26. August]] [[1649]] in [[Brünn]], [[Markgrafschaft Mähren]]) war einer der führenden [[Jesuiten]] der [[Böhmen|böhmischen]] [[Ordensprovinz]]. Von 1627 bis 1629 und von 1641 bis 1647 war er Rektor des [[Jesuitenkolleg (Brno)|Brünner Jesuitenkollegs]] und von 1629 bis 1638 Rektor der Prager [[Karlsuniversität]]. Von 1638 bis 1641 und von 1648 bis zu seinem Tod 1649 bekleidete er das Amt des [[Provinzial]]s von Böhmen. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] erwarb er sich 1645 große Verdienste um die Verteidigung der Stadt Brünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Strzoda tablica pamiatkowa.jpg|mini|Gedenktafel in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Brünn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Martinus Stredonius&amp;#039;s monument.jpg|mini|Enthüllung des Denkmals für Martin Stredonius in Brünn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Stredonius entstammte einer tschechischen Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://martinstreda.cz/zivotopis Lebenslauf (tschechisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war der älteste von drei Söhnen des gleichnamigen Gleiwitzer Stadtrates. Seine Mutter Barbara war die Schwester des Georg Polenta von Sudetis (&amp;#039;&amp;#039;Jiří Polenta ze Sudetu&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://encyklopedie.brna.cz/home-mmb/?acc=profil_osobnosti&amp;amp;load=1988 |titel=Theol. Dr. Martin Středa (Stredonius) |werk=encyklopedie.brna.cz |abruf=2020-04-19 |sprache=cs}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der von 1561 bis 1562 das Amt des Rektors der [[Liste der Rektoren der Karls-Universität Prag#1419–1622 (Utraquistische Universität)|Karlsuniversität]] bekleidete. Martin besuchte zunächst die Pfarrschule in Gleiwitz und danach in [[Oberglogau]]. Er sprach hervorragend tschechisch, das damals Amtssprache im Herzogtum Oppeln war, sowie deutsch und polnisch. Ab 1604 studierte er am [[Clementinum|Prager Jesuitenkolleg Clementinum]]. Vier Jahre später trat er in [[Brünn]] das zweijährige [[Noviziat]] an, das er im September 1610 mit den vorgeschriebenen [[Gelübde]]n abschloss. Danach wurde er vom Orden zu weiteren Studien nach [[Graz]] geschickt, wo er an der damals jesuitischen [[Universität Graz#Geschichte|Universität]] Deutsch, Latein und Philosophie studierte. Ab 1615 unterrichtete er in Prag Rhetorik an Ordensschulen und studierte zudem Theologie. Nach dem [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|Ständeaufstand von 1618]] flüchtete er mit den Prager Jesuiten nach Graz, wo er 1620 zum Priester geweiht wurde. Nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] kehrte er 1621 nach Prag zurück, erlangte den philosophischen Doktorgrad und wurde Professor für Rhetorik. Nach weiteren theologischen Studien legte er 1624 das vierte Ordensgelübde ab, mit dem er sich verpflichtete, [[Mission (Christentum)|Missionen]] überall dort durchzuführen, wohin er vom Papst gesandt werden würde. 1625 promovierte er zum Dr.-theol., von 1626 bis 1627 unterrichtete er am [[Nysa|Neisser]] Jesuitenkolleg und von 1627 bis 1629 bekleidete er das Amt des Rektors am Brünner Jesuitenkolleg. Dort setzte er sich für die Fertigstellung des Kollegs sowie die Instandsetzung der durch die [[Türkenkriege]] verwüsteten Kolleggüter ein und veranlasste u.&amp;amp;nbsp;a. den Bau von drei Fischteichen sowie einer Wasserleitung, die von Řečkovice (&amp;#039;&amp;#039;Retschkowitz&amp;#039;&amp;#039;) zum Kolleg und seiner Umgebung führte. Neben der Armen- und Krankenfürsorge richtete er Stipendien für mittellose Studenten ein. Bereits 1628 wurde er vom Prager Erzbischof [[Franz Anton von Harrach]] mit der Aussendung der Jesuiten nach [[Klatovy|Klattau]] beauftragt, wo ein jesuitisches Kolleg mit Gymnasium errichtet werden sollte. Erster Rektor des Klattauer Kollegs war 1636–1644 Martins Bruder &amp;#039;&amp;#039;Andreas Stredonius&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Ondřej Středa&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pamatkopin.cz/component/tags/tag/andreas-stredonius Rektor des Jesuitenkollegs in Klattau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://adoc.tips/jihoeska-univerzita-v-eskych-budjovicich-filozoficka-fakultaa6c99633346abbda344f01bae66168826152.html S. 20]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1629 wurde Martin Stredonius Rektor der [[Liste der Rektoren der Karls-Universität Prag#1556–1654 (Jesuiten-Akademie)|Jesuiten-Akademie]] [[Clementinum]]. Nachfolgend setzte er sich u. a. für die Festigung der Ordensdisziplin ein und stellte zur Abwehr der Bedrohungen durch den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] ein Studenten-Verteidigungskorps auf. Wegen des sächsischen Einfalls verließ er Prag. Nach der Rückkehr 1632 setzte er sich für die Erneuerung des Schulwesens und für die Beseitigung der Kriegsschäden ein. 1638 wurde er [[Provinzial]] der böhmischen Ordensprovinz, womit er das höchste jesuitische Ordensamt bekleidete. Während der nächsten drei Jahre setzte er sich für die Sozial- und Gesundheitsfürsorge ein und verhandelte hierüber auch mit Kaiser [[Ferdinand III. (HRR)|Ferdinand III.]] Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] setzte er sich während der schwedischen Besetzung Prags erfolgreich für die Freilassung der gefangen genommenen Jesuiten ein, indem er sich selbst als Geisel anbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1641 gab Martin Středa das Amt des Provinzials ab und wurde wiederum Rektor am Brünner Jesuitenkolleg. Als Brünn im September 1643 von den Schweden belagert wurde, versuchte er wiederum die Kriegsfolgen zu mindern, indem er z. B. Flüchtlingen Zuflucht im Kolleg gewährte. Besondere Verdienste um Brünn erwarb er sich 1645 nach der [[Schlacht bei Jankau]], aus der die Schweden siegreich hervorgingen. Martin Středa bereitete seine Untergebenen sowie die Brünner Bürger auf die Verteidigung der Stadt vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bertold Bretholz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Vertheidigungskampf der Stadt Brünn gegen die Schweden, 1645.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Gemeinderathe der Landes-Hauptstadt Brünn, Rudolf M. Rohrer, Brünn 1895, S. 30 ({{Google Buch|BuchID=q1SgAAAAMAAJ|Seite=30|Hervorhebung=Martin Stredonius}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der militärische Verteidiger der Stadt, [[Jean-Louis Raduit de Souches]], General der [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen Armee]], soll von Martin Středa Rat und Zuspruch erhalten haben. Wegen seines Einsatzes und seiner Tapferkeit bei der Verteidigung Brünns wurde Martin Středa von den Bewohnern heiligmäßig verehrt. Nach einer Legende soll die schwedische Belagerung am 15. August 1645, dem Fest &amp;#039;&amp;#039;Mariä Himmelfahrt&amp;#039;&amp;#039;, dadurch beendet worden sein, dass die letzte von den Schweden abgefeuerte Kugel ohne weiteren Schaden vor Středas Füßen landete. Später kehrte Martin Středa nach Prag zurück, wo er [[Spiritual]] des Clementinums wurde und mehrere theologische und [[Askese|asketische]] Schriften verfasste, die jedoch bisher nicht gedruckt wurden. 1648 wurde er erneut zum Provinzial der böhmischen Ordensprovinz berufen. Nach einer Reise durch [[Schlesien]] ließ er sich im geschwächten gesundheitlichen Zustand nach Brünn bringen, wo er am 26. August 1649 starb. Sein Leichnam wurde in einem gläsernen Sarg in der Krypta der Mariä-Himmelfahrt-Kirche beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
* Nach seinem Tod erschienen Textauszüge aus seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Excerpta Ex Ore R.P. Martini Stredonii, Anno 1647. Cum fama Sanctitatis, mortui Brunae, 24. Aug. 1649&amp;#039;&amp;#039; [https://reader.digitale-sammlungen.de//resolve/display/bsb11063549.html Digitalisat]&lt;br /&gt;
* Zu seinen Ehren wurden u. a. Straßen in seiner Geburtsstadt Gleiwitz und Brünn&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://encyklopedie.brna.cz/home-mmb/?acc=profil_ulice&amp;amp;load=5267 |titel=Středova |werk=encyklopedie.brna.cz |abruf=2020-08-14 |sprache=cs |kommentar=Stredoniusgasse}}&amp;lt;/ref&amp;gt; benannt.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 2009 wurde eine 471 kg schwere Kirchenglocke für die Brünner [[Jesuitenkolleg (Brno)|Kirche Mariä Himmelfahrt]] gegossen, die seinen Namen trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://encyklopedie.brna.cz/home-mmb/?acc=profil_objektu&amp;amp;load=835 |titel=Zvon Martina Středy |werk=encyklopedie.brna.cz |abruf=2020-08-14 |sprache=cs}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vor der Kirche Mariä Himmelfahrt wurde am 15. August 2020 ein Denkmal von Martin Stredonius enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Josef Koláček]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Středa SJ: obránce Brna&amp;#039;&amp;#039;, Olomouc 2009, ISBN 978-80-74120-22-0 (Lebenslauf S. 112–115).&lt;br /&gt;
* Jiří Novotný: &amp;#039;&amp;#039;Události ze života P. Martina Středy SJ&amp;#039;&amp;#039;. Olomouc 2007, ISBN 978-80-86715-91-9.&lt;br /&gt;
* [[Berthold Bretholz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Verteidigungskampf der Stadt Brünn gegen die Schweden 1645&amp;#039;&amp;#039;, Brünn 1895.&lt;br /&gt;
* Wenceslao Schwertfer: &amp;#039;&amp;#039;Vita Reverendi Patri Martini Stredonii Soc. Jesu: per provinciam Bohemiae praepositi provincialis conscripta&amp;#039;&amp;#039;, Pragae 1673 [http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV001515797/ft/bsb10887610?page=7 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.portraitindex.de/dokumente/pnd/119549174 Digitaler Portraitindex]&lt;br /&gt;
* [http://www.brna.cz/home-mmb/?acc=profil_osobnosti&amp;amp;load=1988 Biographie (tschechisch)]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfzS21307.html Eintrag Deutsche Biographie]&lt;br /&gt;
* [http://www.gliwiczanie.pl/Biografie/Strzoda/Strzoda.htm Biographie (polnisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeno.org/Heiligenlexikon-1858/A/Martinus+Stredonius+%2878%29 Eintrag im Heiligen-Lexikon von 1875]&lt;br /&gt;
* [http://digitalmarquette.cdmhost.com/cdm4/item_viewer.php?CISOROOT=/p4007coll16&amp;amp;CISOPTR=204&amp;amp;CISOBOX=1&amp;amp;REC=3 Portrait mit Lebensdaten auf Alfred Hamy&amp;#039;s Jesuit Portrait Gallery]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119549174|VIAF=15582675}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stredonius, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinzsuperior]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1587]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1649]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stredonius, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stredonius, Martinus; Středa, Martin; Středovský, Martin; Strzoda, Marcin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Ordensgeistlicher, Jesuit der böhmischen Ordensprovinz&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1587&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gliwice|Gleiwitz]], [[Herzogtum Oppeln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. August 1649&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brünn]], [[Markgrafschaft Böhmen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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