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	<title>Martin Stiebel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 5. April 2025 um 17:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-04-05T17:08:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Stiebel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Februar]] [[1899]] in [[Kitzingen]]; † [[9. April]] [[1934]] im [[KZ Dachau]]) war ein deutscher Kommunist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Stiebel entstammte einer jüdisch-orthodoxen Familie aus [[Kitzingen]]. Seine Mutter Miriam Goldtschmidt war eine Enkelin des Oberhauptes der süddeutschen Orthodoxie [[Mendel Rosenbaum]]. Als junger Mann nahm Stiebel am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. In den 1920er Jahren wurde Stiebel Funktionär für die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] in [[Nürnberg]]. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Buchhalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1933 wurde er von der [[Bayerische Politische Polizei|Bayerischen Politischen Polizei]] verhaftet und am 13. April 1933 im Zuge des zweiten Häftlingstransportes aus Nürnberg in das neu errichtete KZ Dachau gebracht. Im Lager war Stiebel aufgrund seiner jüdischen Herkunft besonderen Schikanen und Misshandlungen ausgesetzt. So wurde er wiederholt geprügelt und einmal von dem Kompanieführer [[Johann Kantschuster]] gezwungen, sich auf den Rücken zu legen und eine Kröte in den Rachen zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stanislav Zámečník: &amp;#039;&amp;#039;Das war Dachau &amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Oktober 1933 wurde Stiebel aufgrund des Verdachtes, sich an dem Versuch der Häftlinge [[Wilhelm Franz (Parteifunktionär)|Wilhelm Franz]] und [[Joseph Altmann (Kommunist)|Joseph Altmann]] beteiligt zu haben, Aufzeichnungen über die von der [[Schutzstaffel|SS]] in Dachau begangenen Gräuel – eingenäht in eine Mütze – aus dem Lager herauszuschmuggeln und weitere Aufzeichnungen in einer nicht auffindbaren Konservenbüchse versteckt vergraben zu haben, in den sogenannten Bunker des Lagers gebracht und dort zusammen mit den übrigen „Delinquenten“ in Isolationshaft gehalten. Ebenso erging es den im [[Krankenrevier (KZ Dachau)|Krankenrevier]] tätigen Häftlinge [[Delvin Katz]] und dem Häftling [[Albert Rosenfelder]], die das Unternehmen mit Informationen unterstützt haben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Katz, Altmann und Franz bereits im Oktober in ihren Zellen im Bunker erhängt aufgefunden worden waren, wurde auch Stiebel am 2. oder 9. April 1934 in seiner Zelle erhängt aufgefunden. Die Lagerleitung deklarierte seinen Tod als [[Suizid]]. Die [[Obduktion]] der Leiche ergab dagegen, „daß der festgestellte Erstickungstod durch Einwirkung Dritter hervorgerufen wurde“, d.&amp;amp;nbsp;h. Stiebel ermordet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Günther Richardi.: &amp;#039;&amp;#039;Schule der Gewalt&amp;#039;&amp;#039;,  1983, S. 306.&amp;lt;/Ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Drobisch]], [[Günther Wieland]]: &amp;#039;&amp;#039;System der NS-Konzentrationslager, 1933-1939&amp;#039;&amp;#039;. Akademie Verlag, Berlin 1993, ISBN 9783050008233.&lt;br /&gt;
* Christian Reuther: &amp;#039;&amp;#039;Nichts mehr zu sagen und nichts zu beweinen. Ein jüdischer Friedhof in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 1994.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.hdbg.de/dachau/pdfs/05/05_06/05_06_01.pdf Eintrag zu Max Stiebel aus einer Ausstellung im Museum der Gedenkstätte Dachau mit Photo]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stiebel, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stiebel, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kommunist und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kitzingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1934 oder 2. April 1934 oder 8. April 1934 oder 9. April 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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