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	<title>Martin Stephani - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Stephani&amp;diff=2415008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 22. Februar 2026 um 10:40 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Stephani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. November]] [[1915]] in [[Eisleben]]; † [[9. Juni]] [[1983]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Dirigent und Professor. Er war Musikreferent im [[SS-Hauptämter#SS-Führungshauptamt|SS-Führungshauptamt]], Dirigent des [[Stabsmusikkorps der Waffen-SS]] beim SS-Führungshauptamt und nach dem Zweiten Weltkrieg Direktor der [[Nordwestdeutsche Musikakademie|Nordwestdeutschen Musikakademie]] in [[Detmold]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Stephani wurde als Sohn des [[Organist|Organisten]] und Städtischen Musikdirektors Hermann Stephani (1877–1960) und seiner Frau Elisabeth (Hilde Lisa), geb. Kunze (1889–1969), in Eisleben geboren und wuchs in [[Marburg]] auf, wo sein Vater 1921 als Universitätsmusikdirektor und Dozent für Musikwissenschaft wirkte. Er studierte von 1937 bis 1940 an der [[Universität der Künste Berlin|Hochschule für Musik Berlin]] bei [[Walther Gmeindl]], [[Fritz Stein (Musikwissenschaftler)|Fritz Stein]] und [[Kurt Thomas (Komponist)|Kurt Thomas]] und wurde dort Kameradschaftsführer im [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Studentenbund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Walther Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Göttern und Dämonen. Martin Stephani und der Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, München 2019, S. 88f. und S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde Stephani zunächst zur [[Leibstandarte Adolf Hitler]] abgeordnet, bevor er auf eigenen Wunsch in das SS-Führungshauptamt versetzt wurde. 1942 erhielt er den Dienstgrad eines Untersturmführers, 1943 den des Obersturmführers.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmuhl, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Stephani beteiligte sich am Aufbau des eigenen Musikwesens der Waffen-SS, u. a. eines Sinfonieorchesters und wirkte 1942 wahrscheinlich maßgeblich an der Verfügung über „Werke 1. jüdischer, 2. unerwünschter, 3. für die Waffen-SS geeigneter Komponisten“ mit.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmuhl, S. 171f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seiner Heirat mit der Sängerin Hanne-Lies Küpper am 28. Dezember 1944 fand eine von Stephani selbst konzipierte Feierstunde nach SS-Ritus statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmuhl, S. 201–211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1947 saß er in verschiedenen britischen Internierungslagern ein. Im Entnazifizierungsprozess wurde er zunächst zu einer Geldstrafe verurteilt, 1948 jedoch in Kategorie V (unbelastet) eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 gründete er in Marburg ein Studio für Neue Musik (Marburger Kantorei) [[Marburg]]. Seine Bewerbung auf das Amt des Städtischen Musikdirektors in Bielefeld 1949 scheiterte aufgrund der SS-Vergangenheit Stephanis&amp;lt;ref&amp;gt;Schmuhl, S. 241–257.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951–1963 wirkte  er als Dirigent der Konzertgesellschaft Wuppertal, seit 1955 gleichzeitig als Leiter des [[Bergisches Landeskonservatorium|Bergischen Landeskonservatoriums]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nachr&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eberhard Schallenberg |Titel=Nachruf zum Tode von Martin Stephani |Sammelwerk=40 Jahre Landesjugendorchester NRW. Fakten – Erinnerungen – Perspektiven |Datum= |Seiten=26–27 |Online=http://www.ljo-nrw.de/files/LJO_Festschrift.pdf}} {{Webarchiv |url=http://www.ljo-nrw.de/files/LJO_Festschrift.pdf |text=Nachruf zum Tode von Martin Stephani |wayback=20150706150627 |archiv-bot=2019-04-30 06:50:34 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 erfolgte die Berufung zum Dozenten für Dirigieren an der [[Hochschule für Musik Detmold|Nordwestdeutschen Musikakademie]] (heute: Hochschule für Musik) in Detmold, zugleich übernahm er die Leitung des Frankfurter Cäcilien-Vereins. 1959 wurde er Generalmusikdirektor der Stadt Wuppertal (Vorgänger: [[Hans Weisbach]]), im selben Jahr wurde er als Nachfolger von [[Wilhelm Maler]] Direktor der Detmolder Musikakademie. In dieser Funktion verblieb er bis 1982. In seine Amtszeit fiel die Einführung einer Kooperation mit der [[Gesamthochschule Paderborn]] und damit der Einführung eines Studiengangs Musikwissenschaft in Detmold.&amp;lt;ref&amp;gt;Rebecca Grotjahn: &amp;#039;&amp;#039;Dreißig Jahre Musikwissenschaft in Detmold&amp;#039;&amp;#039;, in: ad notam, Jahrbuch der Hochschule für Musik Detmold 06/07, Hrsg.: Hochschule für Musik Detmold in Verbindung mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik Detmold e.V., Detmold 2007, S. 78–81. Online: {{Webarchiv |url=http://muwi-detmold-paderborn.de/fileadmin/Literatur/30JahreMuwiJB07_02.pdf |text=PDF (1,1 MB) |wayback=20130829033236 |archiv-bot=2019-04-30 06:50:34 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als musikalischer Leiter stand er dem [[Musikverein der Stadt Bielefeld]] vor und machte sich um das [[Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen]] verdient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nachr&amp;quot; /&amp;gt; 1968 wurde ein Vorschlag des nordrhein-westfälischen Kultusministers, Stephani den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland zu verleihen, aufgrund der früheren Position Stephanis in der SS abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmuhl, S. 286f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1980 bekam er den Kulturpreis der Stadt Bielefeld verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.musikverein-bielefeld.de/index.php/Geschichte.html |titel=Geschichte des Musikvereins |hrsg=Musikverein der Stadt Bielefeld |abruf=2015-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Stephani starb am 9. Juni 1983 nach langer Krankheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nachr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1987 erschien eine Doppel-LP mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hommage für Martin Stephani&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://d-nb.info/351990038 |titel=Hommage für Martin Stephani |hrsg=[[Deutsche Nationalbibliothek]] |abruf=2015-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf Initiative der [[Hochschule für Musik Detmold]] wurden in den Jahren 2015–2018 die Aktivitäten Stephanis im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit historisch aufgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Walter Schmuhl]]: Zwischen Göttern und Dämonen. Martin Stephani und der Nationalsozialismus (= Beiträge zur Kulturgeschichte der Musik hrsg. von Rebecca Grotjahn, Bd. 12), München: Allitera 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partituren ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Robert Stolz]]: Vor meinem Vaterhaus&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg: Simrock 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Carl Bohm]]: Still wie die Nacht&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg: Zumsteeg 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Chorübungen&amp;#039;&amp;#039;. Zusammen mit [[Eberhard Schwickerath]]. Hamburg: Sikorski 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Carl Bohm]]: Lacrimae Christi&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg: Simrock 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* 1976: &amp;#039;&amp;#039;[[Anton Bruckner]] Te Deum und [[Giuseppe Verdi]] Te Deum&amp;#039;&amp;#039; (mit der [[Philharmonia Hungarica]] und dem Chor vom [[Musikverein Bielefeld]]) – [[Teldec]] bzw. [[Apex]]&lt;br /&gt;
* 1978: &amp;#039;&amp;#039;[[Paul Hindemith]]  – Voorspeel zu einem Requiem&amp;#039;&amp;#039; (mit dem Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen, Da Camera)&lt;br /&gt;
* 1978: &amp;#039;&amp;#039;[[Franz Liszt]] – [[Orpheus (Oper)|Orpheus]]&amp;#039;&amp;#039; (mit dem Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen, Da Camera)&lt;br /&gt;
* 1982: &amp;#039;&amp;#039;[[Johann Sebastian Bach]] – Fünf Sinfonien&amp;#039;&amp;#039; (mit den Deutschen Bachsolisten, [[Bärenreiter-Verlag]])&lt;br /&gt;
* 1982: &amp;#039;&amp;#039;[[Georg Friedrich Händel]] – [[Feuerwerksmusik]]&amp;#039;&amp;#039; (mit den Deutschen Bachsolisten, Bärenreiter-Verlag)&lt;br /&gt;
* 1983: &amp;#039;&amp;#039;[[Max Reger]] – An die Hoffnung. Eine romantische Suite&amp;#039;&amp;#039;  (mit dem Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen, Da Camera)&lt;br /&gt;
* 1990: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig van Beethoven]] Symphonie Nr. 9&amp;#039;&amp;#039; (mit dem Musikverein Bielefeld, Aufnahmen von 1960 und 1976, Teldec)&lt;br /&gt;
* 2008: &amp;#039;&amp;#039;[[Hugo Distler]] – Konzert für Cembalo und Streichorchester&amp;#039;&amp;#039; (mit den Deutschen Bachsolisten, Archivaufnahme, Klassik-Center Kassel)&lt;br /&gt;
* 1969: &amp;#039;&amp;#039;[[Georg Friedrich Händel]] – Saul Die Instrumentalsätze&amp;#039;&amp;#039; (mit den Deutschen Bachsolisten, Bärenreiter-Verlag)&lt;br /&gt;
* 1969: &amp;#039;&amp;#039;[[Georg Friedrich Händel]] – Passionskantate nach dem Evangelisten Johannes&amp;#039;&amp;#039; (mit dem Chor des Bielefelder Musikvereins und dem Kölner Kammerorchester, Schwann Verlag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134530322|LCCN=n84039948|VIAF=75247054}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stephani, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dirigent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmusikdirektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (HfM Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor einer Hochschule in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärmusiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1915]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stephani, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dirigent und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. November 1915&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Eisleben]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juni 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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