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	<title>Martin Ruarus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bratpfanne87 am 16. Dezember 2024 um 09:33 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marcin Ruar.jpg|mini|Martin Ruarus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Ruarus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Martin Ruar&amp;#039;&amp;#039;; * zwischen 1588 und 1590 in [[Krempe (Steinburg)|Krempe]] im [[Herzogtum Holstein]]; † [[1657]] in Straszyn (Straschin) bei [[Danzig]]) war ein [[Unitarismus (Religion)|unitarischer]] Theologe und Vertreter des frühneuzeitlichen [[Sozinianismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ruarus wurde zwischen 1588 und 1590 als Sohn des [[Evangelisch-lutherische Kirchen|lutherischen]] Pastors Peter Ruarus im holsteinischen Krempe geboren. Joachim&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100021528 Immatrikulation] von Ioachim Ruarus im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Petrus Ru(w)arus,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100022940 Immatrikulation von Petrus Ruwarus] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; die 1609 und 1614 das Studium in Rostock aufnahmen, waren seine jüngeren Brüder. Joachim wurde kurfürstlich brandenburgischer Leibmedicus und Petrus († 1636) 1618 Pastor in [[Münsterdorf]] und 1630 in [[Breitenburg]]. Der etwas jüngeren Wewelsflether Pastor und Dichter [[Heinrich Hudemann]] war sein Cousin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1608 schrieb Ruarus sich an der [[Universität Rostock]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/100021297 Immatrikulation von Martin Ruarus] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1611 wechselte er an die [[Universität Altdorf]], wo er Rechtswissenschaft und Philosophie, später auch Theologie studierte. Hier kam er über den Philosophen und Mediziner [[Ernst Soner]] erstmals in Kontakt mit dem [[Antitrinitarier|antitrinitarischen]] Unitarismus und gehörte bald einem von Soner aufgebauten unitarischen Privatkolleg an, an dem auch [[Johann Krell]] und polnische Studenten teilnahmen. Im Jahr 1614 wurde der unitarische Kreis in Altdorf zerschlagen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Hermann Beyer-Thoma |Titel=Bayern und Osteuropa: Aus der Geschichte der Beziehungen Bayerns, Frankens und Schwabens mit Russland, der Ukraine und Weissrussland |Verlag=Harrassowitz |Ort=Wiesbaden |Datum=2000 |ISBN=3-447-04254-0 |Seiten=165}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im gleichen Jahr reiste Ruarus verdeckt ins polnische [[Raków]] und wurde dort Mitglied der [[Polnische Brüder|Polnischen Brüder]], der unitarisch-sozinianischen Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurückgekehrt wurde er Hauslehrer und unternahm mit seinen Schülern ausgedehnte Reisen durch Europa, auf denen er sich eine umfangreiche Bildung, darunter die Kenntnis der arabischen und syrischen Sprache, aneignete. Zudem beherrschte er Französisch, Italienisch, Griechisch und Hebräisch. Dies führte dazu, dass ihm bei seinem Aufenthalt in [[Cambridge]] eine Professur angeboten wurde, die er jedoch wegen seiner sozinianischen Ansichten ausschlug. Stattdessen übersiedelte er 1620 wieder nach Raków und wurde Leiter der dortigen [[Rakówer Akademie]], die die zentrale Bildungseinrichtung des polnischen Unitarismus darstellte. Weil ihn diese Arbeit überforderte, begab er sich von 1622 bis 1631 wieder mit verschiedenen polnischen Adligen auf Europareisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1631 zog Ruarus nach [[Danzig]], wo er heiratete und Prediger der dortigen unitarischen Gemeinde wurde. In Danzig gab es bereits seit etwa 1581 Unitarier. Die Gemeinde entwickelte sich zunächst unabhängig von den polnischen Unitariern und ging vor allem auf den früheren Mennoniten und Stadtschreiber Matthäus Radecke sowie niederländische Spiritualisten und Antitrinitarier aus Ungarn und Italien zurück. Da sich die Unitarier in Danzig selber nicht frei versammelt durften, bildeten sich zunächst in Buschkau und in Straszyn (Straschin) Gemeinden, die von den Danzigern besucht werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Sabine Beckmann, Klaus Garber |Titel=Kulturgeschichte Preußens königlich polnischen Anteils in der Frühen Neuzeit |Verlag=Niemeyer |Ort=Berlin |Datum=2005 |ISBN=3-484-36603-6 |Seiten=269}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Danzig suchte Ruarus auch den Dialog mit den [[Mennoniten]] und [[Remonstranten]]. Auch stand er im Vorfeld der [[Complanatio Deesiana]] in Austausch mit den [[Unitarische Kirche Siebenbürgen|siebenbürgischen Unitariern]]. Als Ruarus 1638 als Häretiker aus Danzig ausgewiesen werden sollte, wurde dies durch einflussreiche Freunde verhindert. 1643 ernannte ihn der polnische König [[Władysław IV. Wasa]] zum Berater, in welchem Amt er von [[Johann II. Kasimir]] bestätigt wurde. 1645 nahm er am [[Thorner Religionsgespräch]] teil, wo er auf [[Georg Calixt]] traf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1657 starb er verarmt in Straszyn bei Danzig. Seine Schriften, darunter einen Kommentar zu [[Fausto Sozzini]]s [[Rakauer Katechismus|Rakówer Katechismus]], veröffentlichten seine Söhne erst nach seinem Tod. Ein Jahr nach seinem Tod trat das polnische Edikt von 1658 in Kraft, das den Unitariern das Recht auf die freie Religionsübung entzog und den Beginn der [[Gegenreformation]] in Polen kennzeichnete.&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Georg Zeltner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historia crypto-socinismi, Altorfinae quondam Academiae infesti&amp;#039;&amp;#039;, Bd. II. &amp;#039;&amp;#039;Martini Ruari aliumque virorum doctorum epistolarum selectorum centuriae duae&amp;#039;&amp;#039;. Gleditsch, Leipzig 1729 ([https://books.google.de/books?id=ZykVAAAAQAAJ Google-Books]).&lt;br /&gt;
* [[Erich Trunz]]: &amp;#039;&amp;#039;Henrich Hudemann und Martin Ruarus. Zwei holsteinische Dichter der Opitz-Zeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift für Schleswig-Holsteinische Geschichte, Bd. 63 (1935), S. 162–213.&lt;br /&gt;
* {{ADB|30|96|97|Ruarus, Martin|[[Julius August Wagenmann]]|ADB:Ruarus, Martin}}&lt;br /&gt;
* {{BBKL|autor=Dietrich Rusam|artikel=Ruarus, Martin|band=8|spalten=884-885}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11759833X|LCCN=nr/2003/34690|VIAF=793963}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ruarus, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unitarischer Theologe (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religion, Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1657]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ruarus, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sozinianischer Theologe und Gelehrter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=zwischen 1588 und 1590&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Krempe (Steinburg)|Krempe]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1657&lt;br /&gt;
|STERBEORT=Straszyn (Straschin) bei [[Danzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bratpfanne87</name></author>
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