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	<title>Martin Riesenburger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:00:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Riesenburger&amp;diff=2184940&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-31745-56: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2025-11-06T22:05:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-77723-0002, Berlin, Gedenkstein für jüdische Opfer.jpg|miniatur|Martin Riesenburger (links) und [[Hans Seigewasser]] enthüllen am [[9. November (Deutschland)|9.&amp;amp;nbsp;November]] 1960 einen Gedenkstein in der [[Große Hamburger Straße|Großen Hamburger Straße]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jüdischer Friedhof Berlin weißensee - 15.jpeg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Martin-Riesenburger-Str 1 (Helld) Martin Riesenburger.jpg|mini|[[Gedenktafel]], Martin-Riesenburger-Straße 1, in [[Berlin-Hellersdorf]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Riesenburger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[14. Mai]] [[1896]] in [[Berlin]]; gestorben am [[14. April]] [[1965]] ebenda) war ein deutscher [[Rabbiner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Vater Riesenburgers war Mitarbeiter des bekannten Berliner Textilhauses N.&amp;amp;nbsp;Israel, seine Mutter kam aus einer frommen ostjüdischen Familie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon als Kind hatte Riesenburger das Bedürfnis, Rabbiner zu werden. Entsprechend dem Wunsch seiner Eltern studierte er nach dem Abitur jedoch [[Zahnmedizin]], brach das Studium während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] aber ab. Nach dem Ende des Kriegs wandte er sich zunächst ganz der Musik zu. Er studierte am [[Stern’sches Konservatorium|Stern’schen Konservatorium]] [[Musik]] und ließ sich zum Konzert[[pianist]]en ausbilden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nadja Bethlehem: &amp;#039;&amp;#039;Gefühlvoller Seelsorger. Erinnerungen an Rabbiner Martin Riesenburger&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Allgemeine&amp;#039;&amp;#039;, 31. Juli 2003; [http://www.huettenweg.de/aktuelles/tagebuch_Mai_2003_2.htm huettenweg.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er komponierte kantorale Melodien und sicherte seinen Lebensunterhalt als Klavierlehrer, als [[Kantor]] und Religionslehrer. Ab 1923 arbeitete er am Theater in [[Meißen]] unter dem Namen Rolf Manders als Regisseur. In Meißen lernte er auch Lucie Klara Linke (* 1901) kennen, Tochter eines Friseurs, die er am 5. Mai 1925 heiratete und mit der er nach Berlin zog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://meissnertageblatt.de/von-der-meissner-buehne-zur-synagoge/ |titel=Von der Meißner Bühne zur Synagoge |werk=Meißner Tageblatt |sprache=de |abruf=2023-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort nahm er an der [[Hochschule für die Wissenschaft des Judentums]] ein Studium der [[Religionsphilosophie]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Riesenburgers offizieller Dienst in der [[Jüdisches Leben in Berlin|Berliner Jüdischen Gemeinde]] begann am 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1933, nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme der Nationalsozialisten]]. Er war Prediger und Seelsorger im [[Jüdischer Friedhof Berlin-Mitte#Nach der Schließung des Friedhofs, das Altersheim|Jüdischen Altersheim]] in der Großen Hamburger Straße und in dem angeschlossenen Jüdischen Krankenhaus sowie Gefängnisseelsorger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jmberlin.de/en/martin-riesenburger-prison-chaplain-during-cold-war |titel=Martin Riesenburger: Prison Chaplain during the Cold War |werk=jmberlin.de |sprache=en |abruf=2023-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1942 wurde Riesenburger verhaftet und nach kurzer Zeit unter polizeilicher Meldepflicht entlassen. Grund war, dass er in einer „[[Mischehe (Nationalsozialismus)|Mischehe]]“ lebte. Seine zum [[Konversion (Judentum)|Judentum übergetretene]] Ehefrau galt nach den Nürnberger Gesetzen nicht als Jüdin, weil sie keine jüdischen Eltern hatte. Ab Juni 1943 war er unweit seiner Wohnung in [[Berlin-Weißensee]] auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Friedhof der Jüdischen Gemeinde zu Berlin]] als Rabbiner tätig. In seiner Position auf dem Friedhof konnte Riesenburger Flüchtlingen helfen, heimliche Gottesdienste abhalten, für ein angemessenes Begräbnis verstorbener Juden sorgen sowie bei der Rettung von 5000 [[Thora]]rollen und Gebetbüchern mitwirken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Licht&amp;quot;&amp;gt;Regina Scheer: {{Webarchiv | url=http://www.freitag.de/1999/42/99421201.htm | wayback=20040101194739 | text=&amp;#039;&amp;#039;Zusammenhänge. Kein Guter Ort für Gerda W&amp;#039;&amp;#039;.}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[der Freitag]]&amp;#039;&amp;#039;, 42/1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Riesenburger wohnte in der &amp;#039;&amp;#039;Lothringenstraße&amp;#039;&amp;#039;, die 1951 nach [[Herbert Baum]] umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=18 |id=H472 |zlb98=841 |kaupert=Herbert-Baum-Strasse-13088-Berlin |name=Herbert-Baum-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Grab befindet sich auf dem benachbarten Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Berlin nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach 1945 erwarb sich Martin Riesenburger Verdienste beim Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde in Berlin, im Mai 1945 leitete er den ersten jüdischen Gottesdienst in Berlin nach Kriegsende. 1953 wurde er zum Gemeinderabbiner berufen, wobei er sich in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] für die Entwicklung einer eigenständigen Jüdischen Gemeinde einsetzte, weil diese sich nach der [[Teilung Berlins]] gespalten hatte. So war er nun auch für die Seelsorge von jüdischen Gefangenen in Berlin zuständig, wie ein im [[Jüdisches Museum|Jüdischen Museum]] vorhandener Dienstausweis aus dem Jahr 1953 zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.jmberlin.de/main/DE/03-Sammlung-und-Forschung/00-LPdetails/detail-10.php |text=„Dienstausweis“ von Martin Riesenburger. |wayback=20100910131239}} Jüdisches Museum Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 ernannte die DDR-Regierung Martin Riesenburger offiziell zum Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinden in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Zweifel am Titel des Rabbiners&lt;br /&gt;
Ob Riesenburger aber überhaupt [[Rabbiner]] war, wird nach heutigen Erkenntnissen in Zweifel gezogen. Lothar Mertens&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabiner?&amp;quot;&amp;gt;[[Lothar Mertens]]: &amp;#039;&amp;#039;Davidstern unter Hammer und Sichel&amp;#039;&amp;#039;. Hildesheim 1997; zugleich Univ. Habil-Schrift, 1996, S.&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;f. und weitere Anmerkungen zur DDR-Zeit&amp;lt;/ref&amp;gt; führt dazu aus, dass Riesenburger weder innerhalb von zwei Jahren die gesamte Rabbinerausbildung beenden konnte, noch dass er ordentlich [[Semicha|ordiniert]] wurde, da die drei notwendigen Rabbinerunterschriften nicht zu besorgen waren. Laut derselben Quelle habe er sich selbst noch im Jahr 1950 nicht als Rabbiner betrachtet und sei auch von den jüdischen Gemeinden in der DDR nicht als Rabbiner akzeptiert worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rabiner?&amp;quot; /&amp;gt; Auch im 2009 erschienen biographischen Handbuch der Rabbiner wird angemerkt, dass Riesenburger ohne Ordination als Prediger und Seelsorger wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katrin Nele Jansen, Jörg H. Fehrs, Valentina Wiedner |Hrsg=Michael Brocke, Julius Carlebach |Titel=Biographisches Handbuch der Rabbiner |Band=Band 1, Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945&amp;#039;&amp;#039; |Verlag=K. G. Saur |Ort=München |Datum=2009 |Seiten=vii |ISBN=978-3-598-24874-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Ehrungen und Auszeichnungen&lt;br /&gt;
1956 wurde Riesenburger mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber und 1961 in Gold ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrungen für Martin Riesenburger&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Neues Deutschland]], 15. Mai 1961, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1961 erhielt er außerdem die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der [[Humboldt-Universität zu Berlin]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrendoktorwürde für Rabbiner Riesenburger&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Juni 1961, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1987 trägt in [[Berlin-Hellersdorf]] eine [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Hellersdorf#M|Straße]] im ersten Neubaugebiet seinen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=23|id=M243|zlb98=1314|kaupert=Martin-Riesenburger-Strasse-12627-Berlin|name=Martin-Riesenburger-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichte Texte Riesenburgers (Erstveröffentlichungen) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Also spricht dein Bruder. Predigten.&amp;#039;&amp;#039; Union Verlag, Berlin 1958&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Licht verlöschte nicht. Dokumente aus der Nacht des Nazismus.&amp;#039;&amp;#039; Union Verlag, Berlin 1960&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Riesenburger, Martin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;SBZ-Biographie&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Bonn / Berlin 1964, S. 287.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|607|608|Riesenburger, Martin|Karin Hartewig|124728685}}&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=martin-riesenburger|lemma=Riesenburger, Martin|autor=Jan Wielgohs|band=2|idNum=2854}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Gerhard Falk: [http://jbuff.com/c082604.htm &amp;#039;&amp;#039;Martin Riesenburger &amp;amp; the Jews of Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] jbuff.com (englisch).&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexStr|art=a|bez=23|id=M243|zlb98=1314|kaupert=Martin-Riesenburger-Strasse-12627-Berlin|name=Martin-Riesenburger-Straße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124728685|LCCN=n/86/839481|VIAF=34464962}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riesenburger, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Riesenburger, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Mai 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-31745-56</name></author>
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