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	<title>Martin Raff - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-31T08:28:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Martin Raff (1938-) - from Flickr 2195724668.jpg|mini|Martin Raff, 2008]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Charles Raff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (*&amp;amp;nbsp;[[15. Januar]] [[1938]] in [[Montreal]]) ist ein [[Kanada|kanadischer]] [[Neurologie|Neurologe]] sowie [[Zellbiologie|Zell-]] und [[Molekularbiologie|Molekularbiologe]]. Er wirkte von 1971 bis 2002 im Rahmen des &amp;#039;&amp;#039;MRC Developmental Neurobiology Programme&amp;#039;&amp;#039; am [[University College London]], an dem er von 1979 bis zu seiner [[Emeritierung]] als Professor fungierte. Schwerpunkte seiner Forschung waren die intra- und extrazellulären molekularen Mechanismen des Wachstums und der [[Differenzierung (Biologie)|Differenzierung]] sowie der [[Zellteilung|Teilung]] und der [[Programmierter Zelltod|Apoptose]] von [[Zelle (Biologie)|Zellen]] des [[Immunsystem]]s und des [[Nervensystem]]s. Er zählte in den 1990er Jahren im biowissenschaftlichen Bereich zu den am häufigsten zitierten Wissenschaftlern in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und wurde für seine Leistungen unter anderem in die [[Royal Society]] sowie die [[National Academy of Sciences]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Martin Raff wurde 1938 als Sohn eines als [[Hausarzt]] tätigen Mediziners und einer Hausfrau geboren und studierte an der [[McGill University]] in seiner Geburtsstadt [[Montreal]], an der er 1959 einen [[Bachelor|B.S.-Abschluss]] erwarb und vier Jahre später sein [[Studium der Medizin|Medizinstudium]] mit dem [[Doktor der Medizin (Berufsdoktorat)|M.D.C.M.]] abschloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Squire2006&amp;quot;&amp;gt;Die Angaben zum Leben, zum Wirken und zu den Auszeichnungen von Martin Raff beruhen auf autobiographischen Ausführungen; siehe Larry R. Squire, Amsterdam und Boston 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine anschließende Zeit als Assistenzarzt absolvierte er zwei Jahre lang in verschiedenen Fachabteilungen am &amp;#039;&amp;#039;Royal Victoria Hospital&amp;#039;&amp;#039; in Montreal sowie von 1965 bis 1968 im Bereich der [[Neurologie]] am [[Massachusetts General Hospital]] (MGH) in [[Boston]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1968 bis 1971 war er mit einem [[Stipendium]] der Amerikanischen Gesellschaft für Multiple Sklerose als [[Postdoktorand]] in [[Immunologie]] am &amp;#039;&amp;#039;National Institute for Medical Research&amp;#039;&amp;#039; (NIMR) in [[London]] tätig. 1971 wechselte er an das am [[University College London]] beheimatete &amp;#039;&amp;#039;Developmental Neurobiology Programme&amp;#039;&amp;#039; des [[Medical Research Council (UK)|Medical Research Council]], an dem er acht Jahre später zum Professor ernannt wurde. Seit seiner [[Emeritierung]] im Jahr 2002 wirkt er als Wissenschaftler am &amp;#039;&amp;#039;MRC Laboratory for Molecular Cell Biology&amp;#039;&amp;#039; des University College London. Von 1991 bis 1995 stand er als Präsident der Britischen Gesellschaft für Zellbiologie vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Raff ist Vater von zwei Söhnen und einer Tochter. Sein Sohn [[Jordan Raff]] ist Professor für molekulare Krebsbiologie an der [[University of Oxford]]. In der 70-minütigen [[Dokumentarfilm|Wissenschaftsdokumentation]] &amp;#039;&amp;#039;Death by Design: Where Parallel Worlds Meet&amp;#039;&amp;#039;, die 1995 beim Dokumentarfilmfestival von [[Marseille]] mit einem Preis ausgezeichnet wurde, hatte Martin Raff einen Filmauftritt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IMDb&amp;quot;&amp;gt;{{IMDb|tt0118947|Death by Design: Where Parallel Worlds Meet}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliches Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Walter, Julian Lewis, Alexander Johnson, Martin Raff - from Flickr 2195862704.jpg|mini|Martin Raff (rechts) zusammen mit [[Peter Walter (Biochemiker)|Peter Walter]], Julian Lewis und Alexander Johnson, Mitautoren des Lehrbuchs &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Martin Raff untersuchte während seiner Zeit am NIMR die Verteilung des Oberflächenantigens &amp;#039;&amp;#039;Thy-1&amp;#039;&amp;#039; und von membranständigem [[Antikörper|Immunglobulin]] (IgG) auf verschiedenen [[Zelle (Biologie)|Zellen]] des [[Immunsystem]]s und trug damit dazu bei, &amp;#039;&amp;#039;Thy-1&amp;#039;&amp;#039; als Marker für [[T-Lymphozyt]]en und Oberflächen-IgG als Marker für [[B-Lymphozyt]]en zu etablieren. Er hatte damit wesentlichen Anteil an der Aufklärung der Unterscheidung zwischen diesen beiden Zelltypen, die eine der wichtigsten Erkenntnisse der [[Immunologie]] in der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war und bis in die Gegenwart das Verständnis von der Funktion des Immunsystems prägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Verlauf seiner Karriere beschäftigte er sich mit der Verteilung, der Entwicklung und den Aufgaben der T-Zellen sowie den Grundlagen der B-Zell-Funktion. Nach seinem Wechsel an das University College London wandte er sich der [[Entwicklungsbiologie]] des [[Nervensystem]]s zu und untersuchte die [[Genexpression|Expression]] und Verteilung verschiedener [[Zelloberfläche|Oberflächenmarker]] auf [[Nervenzelle]]n. Schwerpunkt seiner Studien bis zum Ende seiner Karriere wurden dabei die Vorläuferzellen der [[Oligodendrozyt]]en. Er veröffentlichte während seiner Laufbahn über 160 [[wissenschaftliche Publikation]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Raff ist seit 1983 Mitautor des von [[Bruce Alberts]] herausgegebenen [[Lehrbuch]]s &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell&amp;#039;&amp;#039;, das weltweit als eines der am weitesten verbreiteten Standardwerke im Bereich der molekularen Zellbiologie gilt. Darüber hinaus fungierte er als Chefredakteur &amp;#039;&amp;#039;(Editor in Chief)&amp;#039;&amp;#039; der [[Open-Access-Zeitschrift]] &amp;#039;&amp;#039;Journal of Biology&amp;#039;&amp;#039; und als Mitglied des Editorial Boards der [[Fachzeitschrift]]en &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Cell Biology]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cell Cycle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Current Opinion in Neurobiology&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Current Opinion in Cell Biology&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Neurobiology of Disease&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Journal of Neuroscience&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Cell Research&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[EMBO Journal]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;EMBO Reports&amp;#039;&amp;#039;. Im Bereich der Biomedizin zählte er in den 1990er Jahren zu den am häufigsten [[Zitation|zitierten]] Forschern in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;SW1999&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Citation Superstars of the U.K., 1990–1999.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.sciencewatch.com/ Science Watch].&amp;#039;&amp;#039; 10.&amp;amp;nbsp;Jahrgang, Ausgabe&amp;amp;nbsp;6 vom November/Dezember 1999.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Martin Raff wurde 1974 zum Mitglied der [[European Molecular Biology Organization]], 1985 zum &amp;#039;&amp;#039;Fellow&amp;#039;&amp;#039; der [[Royal Society]] und 1988 zum Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;British Academy of Medical Sciences&amp;#039;&amp;#039; gewählt. Darüber hinaus gehört er seit 1989&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ae-info.org/ae/Member/Raff_Martin Eintrag] auf der Internetseite der Academia Europaea.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Academia Europaea]] sowie als auswärtiges Mitglied seit 1999 der [[American Academy of Arts and Sciences]] und seit 2003 der [[National Academy of Sciences]] an. Im Jahr 2016 wurde er zum Fellow der [[American Association for the Advancement of Science]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aaas.org/fellow/raff-martin |titel=Fellows der AAAS: Martin Raff |hrsg=American Association for the Advancement of Science |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180202191046/https://www.aaas.org/fellow/raff-martin |archiv-datum=2018-02-02 |archiv-bot= |zugriff=2018-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amerikanische Gesellschaft für Neurologie ernannte ihn 1989 zu ihrem Ehrenmitglied. Seit 2004 ist er &amp;#039;&amp;#039;Honorary Fellow&amp;#039;&amp;#039; des University College London, die McGill University verlieh ihm ein Jahr später einen [[Ehrendoktor]]titel. Zu den Preisen, die er für seine Forschungsleistungen erhielt, zählen der &amp;#039;&amp;#039;[[Feldberg Foundation|Feldberg Prize]]&amp;#039;&amp;#039; (1989), der &amp;#039;&amp;#039;Hamdan Prize for Apoptosis in Disease and Health&amp;#039;&amp;#039; (2004) und der &amp;#039;&amp;#039;Biochemical Society Award&amp;#039;&amp;#039; (2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Monoclonal Antibodies to Neural Antigens.&amp;#039;&amp;#039; Cold Spring Harbor 1981 (als Mitherausgeber)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell&amp;#039;&amp;#039;. Fünfte Auflage. New York 2008; vorherige Auflagen: 1983, 1989, 1994, 2002; deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Molekularbiologie der Zelle.&amp;#039;&amp;#039; Vierte Auflage. Weinheim 2004 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Role of Apoptosis in Development, Tissue Homeostasis and Malignancy: Death from Inside Out.&amp;#039;&amp;#039; London und New York 1995 (als Mitherausgeber)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cell Growth: Control of Cell Size.&amp;#039;&amp;#039; Cold Spring Harbor 2004&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Essential Cell Biology.&amp;#039;&amp;#039; Dritte Auflage. New York 2009 (als Mitautor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Martin Raff.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Larry R. Squire]]: &amp;#039;&amp;#039;The History of Neuroscience in Autobiography.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;5. Elsevier Academic Press, Amsterdam und Boston 2006, ISBN 0-12-370514-2, S.&amp;amp;nbsp;505–550 (mit Bibliographie)&lt;br /&gt;
* Karen Birmingham: &amp;#039;&amp;#039;Bioprofile: Martin Raff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature Medicine]].&amp;#039;&amp;#039; 7(9)/2001. Nature Publishing Group, S.&amp;amp;nbsp;985/986, {{ISSN|1078-8956}}&lt;br /&gt;
* Béatrice Durand, Valérie Wallace: &amp;#039;&amp;#039;Editor’s Corner—Portrait of an Editorial Board Member: Martin Raff.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cell Cycle.&amp;#039;&amp;#039; 2/2003. Landes Bioscience, S.&amp;amp;nbsp;1–2, {{ISSN|1538-4101}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* MRC Laboratory for Molecular Cell Biology: [https://www.ucl.ac.uk/lmcb/research-group/martin-raff Martin Raff]&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=IL0VYmSatJI UCSD Guestbook: Neuroscientist Martin Raff] Interview mit Martin Raff (Video, ca. 28&amp;amp;nbsp;Minuten Laufzeit; englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1130334937|LCCN=n81058396|VIAF=92425412}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Raff, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zellbiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Molekularbiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University College London)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Royal Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der European Molecular Biology Organization]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fellow der American Association for the Advancement of Science]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der McGill University]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Academia Europaea]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanadier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Raff, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Raff, Martin Charles (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=kanadischer Neurologe sowie Zell- und Molekularbiologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1938&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Montreal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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