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	<title>Martin Mutschmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Sesemihl: Link ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-28T12:50:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MutschmannMartin.jpg|mini|Martin Mutschmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Mutschmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. März]] [[1879]] in [[Hirschberg (Saale)|Hirschberg]]; † [[14. Februar]] [[1947]] in [[Moskau]]) war ein deutscher [[Unternehmer]] und [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|nationalsozialistischer]] Politiker. Von 1925 bis 1945 war er [[NSDAP-Gauleiter]], ab 1930 Mitglied des [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstags]], ab 1933 [[Reichsstatthalter]] und ab 1935 zusätzlich [[Liste der sächsischen Ministerpräsidenten|Ministerpräsident]] von [[Sachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Mutschmann kam als Sohn des [[Schuhmacher]]meisters August Louis Mutschmann und dessen Frau Sophie Karoline Henriette, geborene Lieber, in [[Hirschberg (Saale)|Hirschberg]] zur Welt. Beide entstammten [[Proletariat|proletarisch]]-[[kleinbürger]]lichen Verhältnissen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner 17&amp;quot;&amp;gt;Andreas Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Mutschmann gegen von Killinger. Konfliktlinien zwischen Gauleiter und SA-Führer während des Aufstiegs der NSDAP und der Machtergreifung in Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag 2001, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 heiratete Martin Mutschmann Minna Auguste Popp, die Tochter eines Ziegelei- und Gutsbesitzers. Die Ehe blieb kinderlos. Minna trat 1927 der NSDAP bei und war von 1934 bis 1945 Landesleiterin des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]]. Am 16.&amp;amp;nbsp;Juni 1950 wurde sie zu 20&amp;amp;nbsp;Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Nach ihrer vorzeitigen Entlassung im Dezember 1955 reiste die 71-jährige 1957 in die Bundesrepublik aus und starb 1971 in [[Jülich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 152.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PlauenMelanchthonstr1905 2.jpg|mini|Die Plauener Handelsschule (links) in der Melanchtonstraße um 1905]]&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf bis Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Das mangelnde Arbeitsplatzangebot in Hirschberg zwang die Familie, in die Textil- und [[Spitze (Stoff)|Spitzenmetropole]] [[Plauen]] zu ziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner 17&amp;quot; /&amp;gt; Dort besuchte Mutschmann ab 1885 die evangelisch-lutherische Bürgerschule, von 1894 bis 1896 die Plauener Handelsschule und begann zugleich eine Ausbildung zum Stickermeister. Vom Lagerchef und Abteilungsleiter stieg Mutschmann bald zum Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens auf. Seinen Militärdienst absolvierte er von 1901 bis 1903 beim [[3. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 138|3. Unter-Elsässischen Infanterie-Regiment Nr. 138]] in [[Straßburg]]. 1907 gründete Mutschmann zusammen mit Karl Eisentraut die Spitzenfabrik Mutschmann &amp;amp; Eisentraut in der Plauener Bärenstraße. In den Folgejahren beteiligte er sich an weiteren Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten. 1912/13 erlitt die Plauener Spitzenbranche einen weltweiten Absatzeinbruch, unter anderem wegen der [[Balkankriege]] und der hohen Zollschranken in den [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutschmann fand in den aus [[Juden in Osteuropa|Osteuropa]] stammenden Juden („[[Ostjuden und Westjuden|Ostjuden]]“) schnell seinen [[Sündenbock]]. Als Mitglied der Ortsgruppe der [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] [[Deutschsoziale Partei|Deutschsozialen Partei]] verunglimpfte er diese als „jüdische Ramscher“. Als [[Oberbürgermeister]] [[Julius Dehne]] nicht seinen Forderungen entsprach, entlud sich die Wut der Antisemiten am 2. und 3.&amp;amp;nbsp;August 1914 im sog. &amp;#039;&amp;#039;Ramscherkrieg&amp;#039;&amp;#039;. So verübte eine aufgehetzte Volksmenge in Plauen Gewalt und verschüchterte jüdische Geschäftsinhaber. Mutschmann galt als ein Inspirator der Judenpogrome in der Plauener Forststraße, wo eine Reihe jüdischer Geschäftsleute wohnte. Es kam zu keiner Anklage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutschmann wurde am 4. August 1914 zum Militärdienst im [[Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 133]] ([[24. Reserve-Division (2. Königlich Sächsische)|24. Reserve-Division]]) einberufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 26.&amp;quot; /&amp;gt; Im April 1916 wurde er vor [[Schlacht um Verdun|Verdun]] verwundet. Im Dezember 1916 konnte er, als kriegsuntauglich entlassen, nach Plauen zurückkehren. Mutschmanns Geschäftspartner Eisentraut wurde kurz vor Kriegsende eingezogen und fiel. Einem Bericht zufolge soll Mutschmann den Gesellschaftervertrag mit Eisentraut vor der Einziehung gekündigt haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 27&amp;quot; /&amp;gt; Damit stieg Mutschmann zum alleinigen Geschäftsführer der Firma auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
Mutschmann trat 1919 dem antisemitischen [[Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund|Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund]] und 1922 der NSDAP bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 5.346).&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Völkischer Radikalismus. Die Geschichte des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz-Bundes 1919–1923&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Beiträge zur Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Leibniz-Verlag, Hamburg 1970, S. 317, ISBN 3-87473-000-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Nachkriegswirren verschmolz Mutschmanns Antisemitismus mit dem des [[Antikommunismus|Anti-Marxismus]]. Die Übergriffe des Rätekommunisten [[Max Hoelz]] im Vogtland brachten Mutschmann zur Überzeugung, dass der [[Marxismus]] sowie das Judentum den „Niedergang Deutschlands“ bedeuten würden. Der Sieg der roten Arbeiterbewegung in Sachsen und die ökonomischen Probleme im Nachkriegsdeutschland förderten Mutschmanns politische Radikalisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der in Sachsen 1921 gegründeten NSDAP machte Mutschmann rasch Karriere. Profitieren konnte er dabei von seinen unternehmerischen Vernetzungen. Dabei drängte er den ersten Vorsitzenden der sächsischen NSDAP [[Fritz Tittmann]] aus der Führung und anschließend ganz aus Sachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Peschel |Titel=Fritz Tittmann – Der „vergessene“ Gauleiter |TitelErg=Eine biografische Skizze |Reihe=Sächsische Heimatblätter |BandReihe=Heft 2 |NummerReihe=56 |Datum=2010 |Seiten=122–126}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Karrierefördernd wirkten sich Mutschmanns frühe Verbindungen zu [[Adolf Hitler]] aus, den er 1924 in der Haft in [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Landsberg]] besuchte und finanziell förderte. Während des Verbotes der NSDAP gründete Mutschmann in Sachsen den [[Völkisch-sozialer Block|Völkischsozialen Block]]. Nach der erneuten Gründung der NSDAP trat Mutschmann ihr zum 2. Juni 1925 bei (Mitgliedsnummer 35),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/568857&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Institut für Zeitgeschichte: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg im Zweiten Weltkrieg. Die Tagungen des Gauleiters Friedrich Hildebrandt mit den NS-Führungsgremien des Gaues Mecklenburg 1939–1945. Eine Edition der Sitzungsprotokolle.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S.&amp;amp;nbsp;1048.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde von Hitler im selben Monat zum Gauleiter für Sachsen ernannt und überführte den Block in die Partei. Wahlkämpfe finanzierte er vermutlich mit den Erlösen seiner Firma. Der [[Gau Sachsen]] wurde nach der Mitgliederzahl einer der größten der NSDAP. Im Sommer 1930 gründete Mutschmann die Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Freiheitskampf]]&amp;#039;&amp;#039;. 1930 ging Mutschmanns Firma aufgrund der [[Weltwirtschaftskrise]] in Konkurs.&lt;br /&gt;
Bei der [[Reichstagswahl 1930]] wurde Mutschmann [[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]] für den Wahlkreis 30 Chemnitz-Zwickau. In der dortigen NSDAP-Fraktion übernahm er das Sachgebiet Handel und Industrie und gehörte dem Reichstagsausschuss für Handelspolitik an. Mutschmann war befreundet mit [[Gregor Strasser]]. Im Juli 1932 ernannte Strasser Mutschmann zum Landesinspekteur der neu geschaffenen NSDAP-Reichsinspektion. Innerhalb der sächsischen NSDAP war [[Manfred von Killinger]] Mutschmanns schärfster Rivale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mutschmann Hitler.jpg|mini|Martin Mutschmann mit Adolf Hitler auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1934]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1985-1205-502, Nürnberg, Luitpoldhalle, Reichsparteitag.jpg|mini|Mutschmann links neben Goebbels]]&lt;br /&gt;
==== Persönliche Machtergreifung (1933–1935) ====&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] im Januar 1933 bezichtigte Mutschmann seinen Förderer Strasser öffentlich als Juden. Mutschmann hatte Hitler gegenüber die „Strasser-Verschwörung“ aufgedeckt und stärkte Adolf Hitlers Vertrauen in seine Person. Im Zuge des Umbaus der Reichspartei verlor Mutschmann den Titel des Landesinspekteurs von Sachsen und Thüringen, gewann aber am 5.&amp;amp;nbsp;Mai 1933 das Amt des Reichsstatthalters von Sachsen. So konkurrierte er mit dem aus dem [[Freikorps]] stammenden [[Sturmabteilung|SA]]-Führer und nun sächsischen Ministerpräsidenten Manfred von Killinger um die Führungspositionen innerhalb Sachsens. Erst der „[[Röhm-Putsch]]“ im Sommer 1934 entschied den Zwist zu seinen Gunsten. Killinger wurde zunächst in ein [[Konzentrationslager]] gesperrt und später in den Auswärtigen Dienst abgeschoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1935 ernannte Hitler Mutschmann zum Ministerpräsidenten, so dass die Positionen des Partei-Gauleiters, des Reichsstatthalters und des Ministerpräsidenten in einer Person zusammenfielen. Darüber hinaus sicherte sich Mutschmann, seit 1933 Ehrenführer der SA bei der SA-Standarte 100, mit Übernahme der Funktion eines SA-Obergruppenführers die Loyalität von Killingers ehemaliger Parteiarmee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politisches Programm ====&lt;br /&gt;
Als Reichsstatthalter förderte Mutschmann die [[Deutsche Arbeitsfront]] (DAF) nachhaltig. Als der DAF Ende 1933 die von den Gewerkschaften geraubten Geldsummen langsam ausgingen, entwickelte sie Modelle zur weiteren Bereicherung. Sie zielten auf eine karteimäßige Erfassung aller Arbeiter, um die Unternehmer zu veranlassen, den DAF-Beitrag zusammen mit den Steuern vom Lohn vorweg abzuziehen sowie von allen im Betrieb Beschäftigten eine DAF-Mitgliedschaft zu verlangen. Mutschmann war der Initiator für diesen direkten Abzug der DAF-Beiträge vom Lohn.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutsches Zentralarchiv]], DZA Potsdam, RWM, Bd. 10287, Bl. 187–191. Als die Zwangsmitgliedschaft zwingend in die Betriebsordnungen aufgenommen werden sollte, widersprachen anfangs das [[Reichsarbeitsministerium]] und das [[Reichswirtschaftsministerium]], RWM. Dagegen billigten beide Ministerien im Oktober 1934 den direkten Lohnabzug des DAF-Beitrags. 1939 zogen bereits rund 70 % der Betriebe die Beiträge für die DAF ein.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutschmann verfocht die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische Ideologie]] besonders gegen Demokraten und Juden. So veranlasste er 1933 die Verhaftung von [[Hermann Liebmann]], SPD-Vorsitzender von Leipzig, der an den Folgen der Haft 1935 verstarb. Zusammen mit [[Julius Streicher]] hetzte Mutschmann für „judenreine“ [[Dresden]]er Wohnbezirke. Im [[Sächsisches Ständehaus|Dresdener Landtagsgebäude]] jagte Mutschmann mit SS-Helfern insbesondere abtrünnige Parteigenossen der NSDAP. Andere Opfer waren der SPD-Fraktionsvorsitzende [[Karl Böchel]] und ein jüdischer Parlamentsjournalist, der nur knapp überlebte. Mutschmann befeuerte das mörderische Treiben der Wachen des [[KZ Hohnstein]]. Nachdem sie deshalb vor dem Landgericht angeklagt wurden, erreichte er durch Vortrag bei Adolf Hitler deren vorzeitige Entlassung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein uncharismatisches, mitunter jähzorniges Auftreten sowie seine [[Thüringisch-obersächsische Dialektgruppe|sächsische Mundart]] bildeten eine Grundlage für Spötteleien und Karikaturdarstellungen, gegen die er sich vehement wehrte. Mutschmann galt als selbstherrlich und egozentrisch. Er wurde vom Volk als &amp;#039;&amp;#039;König Mu(h)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Auf sein Betreiben hin galt aber paradoxerweise Sächsisch als &amp;#039;&amp;#039;unheldisch&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutschmann war Jäger und der Gaujägermeister. Im [[Tharandter Wald]] ließ er im [[Jagdschloss Grillenburg]] 1936 den &amp;#039;&amp;#039;Sächsischen Jägerhof&amp;#039;&amp;#039; einrichten. Von 1938 bis 1939 wurde das &amp;#039;&amp;#039;Neue Jägerhaus&amp;#039;&amp;#039; als auch privat genutztes Gästehaus gebaut und neben seinem Dresdner Wohnsitz in der [[Comeniusstraße 32 (Dresden)|Comeniusstraße 32]] ebenfalls als „Mutschmann-Villa“ betitelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweiter Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
Zu dessen Beginn wurde Mutschmann ferner [[Reichsverteidigungskommissar]] und verantwortlich für die Umstellung auf kriegswichtige Produktion sowie [[Aktion T4|den Mord an psychisch Kranken]] in der [[NS-Tötungsanstalt Sonnenstein]]. Während des Krieges vernachlässigte er den Bau von [[Luftschutzbunker]]n, ließ sich allerdings 1943 an seinem [[Comeniusstraße 32 (Dresden)|Dresdner Wohnsitz]] einen eigenen Bunker errichten. Nach den [[Luftangriffe auf Dresden|Luftangriffen vom 13. und 14.&amp;amp;nbsp;Februar 1945]] war Mutschmann Reichsstatthalter und Gauleiter in Personalunion. Unterstützung erhielt er von [[Generalfeldmarschall]] [[Ferdinand Schörner]], dessen [[Heeresgruppe Mitte]] auf dem Gebiet Sachsens und [[Böhmen]]s aufmarschiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945 erklärte er Dresden zur Festung und rief zur Fortsetzung des Kampfes „bis zum Letzten“ auf. Alle Verstöße dagegen bestrafte Mutschmann als [[Landesverrat]] mit dem Tod. Nachgewiesen sind in Sachsen Dutzende derartiger Todesurteile.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 52.&amp;quot; /&amp;gt; Ende April 1945 befahl Mutschmann seinem Stellvertreter und Militärberater [[Werner Vogelsang]] die Aufstellung sogenannter [[Werwolf (NS-Organisation)|Werwolf-Gruppen]] zur Fortsetzung des Kampfes aus dem Untergrund. Vogelsang lehnte dies als aussichtslos ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haft und Hinrichtung ===&lt;br /&gt;
==== Flucht und Festnahme im Mai 1945 ====&lt;br /&gt;
Noch Anfang Mai 1945 ließ Mutschmann in Sachsen Aufrufe zur Fortsetzung des Krieges verbreiten. Am 5. Mai versammelte er letztmals die noch erreichbaren NSDAP-Kreisleiter in der Gau-Behelfszentrale im [[Lockwitzbach|Lockwitzgrund]]. Hier ordnete er unter anderem an, Dokumente zu verbrennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 54.&amp;quot; /&amp;gt; Am 6./7. Mai ließ er in [[Jagdschloss Grillenburg|Grillenburg]] seinen persönlichen Besitz auf Lastkraftwagen verladen und nach [[Oberwiesenthal]] bringen sowie die Geheimakten der NSDAP-Gauleitung vernichten. Gauleitung und Regierung lösten sich faktisch auf; ihre Mitglieder versuchten – zum Teil erfolgreich – unterzutauchen und Richtung Westen zu fliehen. Am 8. Mai floh auch Mutschmann mit seinem Vertrauten [[Werner Schmiedel]] vor der einrückenden Roten Armee aus Dresden. Im Chaos zwischen vorstoßender Roter Armee, fliehenden Zivilisten und überrannten Wehrmachtseinheiten gelangten Mutschmann und Schmiedel in einem Pkw über [[Pirna]] und das [[Müglitz (Fluss)|Müglitztal]] nur bis nach [[Glashütte (Sachsen)|Glashütte]]. Von sowjetischen Truppen überrascht, flüchteten sie von dort zu Fuß in das bereits besetzte Grillenburg, das sie am 10. Mai erreichten. Dort versteckten sie sich drei Tage in einer Jagdhütte außerhalb des Ortes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 55 f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Mai entschlossen sich Mutschmann und Schmiedel, in das 90 Kilometer entfernte Oberwiesenthal zu fliehen, wohin sich auch Mutschmanns Frau und die Reste der Landesregierung abgesetzt hatten. Bereits am 15. Mai erreichte der 66-Jährige den Ort angeblich zu Fuß. Der Fußmarsch wurde von Mutschmann bei seiner ersten Vernehmung vermutlich vorgetäuscht, um Helfer zu decken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 57.&amp;quot; /&amp;gt; Die nach Oberwiesenthal geflüchteten Nazifunktionäre hatten sich bereits zerstreut. Mutschmanns persönlicher Referent Eugen Schramm beging am 10. Mai Suizid. Der im April aus Köln nach Sachsen geflohene Gauleiter [[Josef Grohé]], der mit dieser Gruppe unterwegs gewesen war (worüber sich Mutschmann in seinen Vernehmungen ausschwieg&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 56.&amp;quot; /&amp;gt;), konnte untertauchen und sich nach Westen absetzen. In Oberwiesenthal erfuhr Mutschmann offenbar, dass seine Frau Tage zuvor in das 5 Kilometer entfernte [[Tellerhäuser]] weitergezogen war. Mutschmann kam dort am 16. Mai im abgelegenen Haus eines Kohlenhändlers unmittelbar an der sächsisch-böhmischen Grenze unter. Seine Frau war bereits am 14. Mai in [[Rittersgrün]] festgenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 16. Mai erhielt der Oberwiesenthaler Bürgermeister Hermann Klopfer (SPD), erst kurz im Amt, den Anruf eines unbekannt Gebliebenen aus Tellerhäuser, der den Hinweis gab, dass Mutschmann sich dort versteckt hielt. Klopfer fuhr noch am Abend mit einigen Polizisten und Freiwilligen nach Tellerhäuser, wo Mutschmann festgenommen wurde. In der Nacht wurde Mutschmann im Rathaus von Oberwiesenthal an Antifaschisten aus [[Annaberg-Buchholz|Annaberg]] übergeben und am 17. Mai in Annaberg auf dem Marktplatz zusammen mit einigen weiteren festgenommenen Nazis auf einem Sockel, von dem aus Hitler und Mutschmann in früheren Jahren Reden gehalten hatten, einer – zeitgenössischen Berichten zufolge – zahlreich zusammengeströmten Menschenmenge präsentiert. Der KPD-Bürgermeister Max Schmitt hielt dazu eine kurze Rede.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 65 ff.&amp;quot; /&amp;gt; Am 18. Mai wurde Mutschmann im Chemnitzer Polizeigefängnis der sowjetischen Besatzungsmacht übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhöre in sowjetischer Haft 1945/46 ====&lt;br /&gt;
Mutschmann war der prominenteste NSDAP-Funktionär, der sich unmittelbar nach Kriegsende in sowjetischer Haft befand. In der von der Besatzungsmacht in Dresden herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Tageszeitung für die deutsche Bevölkerung&amp;#039;&amp;#039; erschien am 2. Juni ein ganzseitiges Interview mit Mutschmann, das mit einem Foto illustriert war, das ihn bei der Vernehmung durch einen sowjetischen Offizier zeigte. In dem Interview erklärte Mutschmann unter anderem, er habe bis zuletzt angenommen, „angesehen und beliebt“ zu sein, müsse aber angesichts der von der Bevölkerung ihm gegenüber nach seiner Verhaftung bekundeten Ablehnung einsehen, dass das nicht so sei. Über die Nazipropaganda sagte Mutschmann demnach: „Goebbels hat Propaganda gemacht, und Propaganda ist für das gewöhnliche Volk da.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 74 ff.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Mai wurde Mutschmann nach Moskau geflogen und in das Gefängnis der [[Lubjanka]] gebracht. Die neu gebildeten sächsischen Behörden rechneten aber noch längere Zeit mit einem Prozess gegen Mutschmann in Dresden, der zunächst auch von sowjetischer Seite erwogen wurde. Der Direktor des sächsischen Landeskriminalamtes forderte im August Polizeibehörden auf, binnen weniger Tage von Zeugen bestätigtes Material über die Rolle Mutschmanns unter anderem bei der „Vernichtung von Geisteskranken“ und der Verfolgung der Juden zu ermitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 77 f.&amp;quot; /&amp;gt; Wenig später allerdings entschied sich die Besatzungsmacht dafür, Mutschmann nicht in Dresden, sondern beim [[Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher|Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher in Nürnberg]] vor Gericht zu stellen. Der sowjetische Vorschlag wurde aber von den westlichen Alliierten Ende August abgelehnt. Begründet wurde die Ablehnung mit der angeblich zu geringen Bekanntheit und Bedeutung Mutschmanns.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 85.&amp;quot; /&amp;gt; In den Verhören von 19 Mutschmann-Vertrauten in Sachsen und in Moskau, in denen ehemalige Minister, Juristen, „Wirtschaftsführer“ und Funktionäre der NSDAP umfassende Aussagen machten und Mutschmann schwer belasteten, war unterdessen eine konkrete Verantwortung Mutschmanns für Verbrechen an sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern deutlich geworden, weshalb für die Besatzungsmacht auch ein Prozess in Dresden nicht mehr in Betracht kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sowjetischen Vernehmer konzentrierten sich in den Verhören Mutschmanns, die offenbar mit Rücksicht auf dessen schlechten Gesundheitszustand im Gegensatz zur üblichen sowjetischen Verhörpraxis ausschließlich tagsüber stattfanden,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 90.&amp;quot; /&amp;gt; auf die Komplexe Judenverfolgung, Euthanasieverbrechen, Verfolgung von politischen Gegnern und Kriegsverbrechen. Mutschmann, der von seinen ehemaligen Gefolgsleuten als herrschsüchtiger „Sachsenführer“ dargestellt worden war, der keine andere Meinungen habe ertragen können, präsentierte sich in den Verhören als „lokaler Parteiführer“, der von Anweisungen übergeordneter Instanzen abhängig gewesen sei. Staatliche Führungsämter habe er 1933 gar nicht angestrebt. Er bekannte sich zu seiner antisemitischen Haltung, stritt aber ab, gewusst zu haben, wohin die sächsischen Juden deportiert worden waren. Von der Judenvernichtung habe er „nichts gewusst“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 104.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Euthanasiemorde verwies Mutschmann ebenfalls auf zentrale Weisungen, rechtfertigte diese aber. Die Zahl der in diesem Zusammenhang in Sachsen getöteten Menschen gab er mit 8.000 bis 10.000 an und machte auch Angaben zum Ort und zur Art und Weise der Tötung. Die Opfer seien „hinsichtlich ihrer Versorgung mit Lebensmitteln Ballast für das deutsche Volk“ gewesen. Es habe sich kein einziger Arzt in dieser Angelegenheit mit Einwänden bei ihm gemeldet. Vom Vernehmer gefragt, wie er die Vernichtung „unter dem Gesichtspunkt der Menschlichkeit und der deutschen Kultur“ beurteile, sagte Mutschmann, er bleibe „bei meinem Standpunkt“: „Ich kann das nicht als Verbrechen betrachten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 105.&amp;quot; /&amp;gt; Er räumte auch ein, zu Beginn der „Aktion“ in [[Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein|Pirna-Sonnenstein]] bei einer Tötung von 20 bis 25 Menschen mit Gas zugegen gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen war Mutschmann bemüht, seine persönliche Rolle bei der Verfolgung von Kommunisten, Sozialdemokraten und anderen politischen Gegnern möglichst zu minimieren. Dabei konnte er ausnutzen, dass die Vernehmer über Einzelheiten dieser Verfolgung in Sachsen ab 1933 kurz nach Kriegsende nur bruchstückhaft informiert waren. Sie gingen zum Beispiel davon aus, es habe in Sachsen nur zwei (statt tatsächlich mehr als 20) Lager gegeben. Die Gesamtzahl der Inhaftierten – allein im [[KZ Hohnstein]] über 5.000 - gab Mutschmann wahrheitswidrig mit einigen Hundert an. Nur nach Vorhalt von Zeugenaussagen räumte er ein, 1933 mehrmals persönlich im KZ Hohnstein gewesen zu sein und dabei auch Zeuge der Misshandlung des früheren sächsischen Innenministers [[Hermann Liebmann]] geworden zu sein, die er allerdings „verboten“ habe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 106 f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Blick auf die Außenpolitik erklärte Mutschmann, er habe das „Lebensraum“-Konzept unterstützt, darunter aber den Anschluss von Territorien mit deutschsprachiger Bevölkerung an das Deutsche Reich verstanden. Während der Chemnitzer Unternehmer Fritz Hoffmann ausgesagt hatte, dass Mutschmann ihm gegenüber bereits vor 1941 erklärt habe, dass ein Krieg gegen die UdSSR „notwendig“ sei, bestritt Mutschmann, von dem geplanten Angriff auf die Sowjetunion gewusst zu haben; einer „Kolonisierung“ im Osten habe er nie das Wort geredet. Als der Vernehmer ihm vorhielt, er müsse doch gewusst haben, dass Hitler in &amp;#039;&amp;#039;[[Mein Kampf]]&amp;#039;&amp;#039; Eroberungen nichtdeutscher Gebiete in Osteuropa gefordert hatte, erklärte Mutschmann: „Ich habe das Buch ‚Mein Kampf‘ nicht gelesen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 108.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mutschmann wies auch jegliche Verantwortung für das Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen in Lagern wie [[Stalag IV H|Zeithain]] zurück. Er habe weder als Gauleiter noch als [[Reichsverteidigungskommissar]] die Befugnis gehabt, in Angelegenheiten der Kriegsgefangenen einzugreifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 108 f.&amp;quot; /&amp;gt; Den Einsatz von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen in der Industrie habe er zwar unterstützt; die konkrete Verantwortung dafür aber habe beim Landesarbeitsamt bzw. dem [[Reichsarbeitsministerium]] gelegen. Dagegen hatte [[Werner Vogelsang]] angegeben, Mutschmann habe noch im April 1945 angeordnet, die 16.000 Zwangsarbeiter bei der [[HASAG]] in Leipzig zu „liquidieren“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 99.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Verhör Mutschmanns fand im März 1946 statt. In einer Auswertung der Verhöre wurde Mutschmann anschließend als zentrale Figur der Nazidiktatur eingestuft. Er sei einer der frühen Geldbeschaffer für Hitler und die NSDAP gewesen, habe persönlich die Verfolgung von „Kommunisten, Sozialdemokraten und demokratisch eingestellten Personen in Sachsen“ veranlasst und sei Anstifter und Organisator der Verfolgung von Juden, von Euthanasiemorden, zustimmender Mitwisser der Ausbeutung von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern und Agitator für die Eroberung fremden Territoriums gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 110 f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prozess und Hinrichtung 1947 ====&lt;br /&gt;
Der Prozess gegen Mutschmann fand am 30. Januar 1947 nichtöffentlich vor dem [[Oberstes Gericht der UdSSR|Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR]] statt. Mutschmann erklärte sich – bis auf die „Teilnahme an den Judenpogromen“ – für nicht schuldig und gab wie in den Verhören zuvor nur das zu, was ihm nachgewiesen werden konnte. Er verwies auf höhere Instanzen und versuchte, sich als Befehlsempfänger auszugeben. Seine gesamte Tätigkeit sei „ausschließlich administrativer“ und „nicht politischer“ Natur gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 125.&amp;quot; /&amp;gt; Von den ihm vorgehaltenen Sachverhalten wollte er in den meisten Fällen erst nach Kriegsende erfahren haben. Über den Angriff auf die Sowjetunion zum Beispiel sei er „fürchterlich erstaunt“ gewesen. Als der Vorsitzende ihn fragte: „Sie waren Ministerpräsident und lebten ohne Informationen?“, antwortete Mutschmann mit „Ja.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 123.&amp;quot; /&amp;gt; Nach einer Verhandlung von nur wenigen Stunden verurteilte das Gericht Mutschmann zum Tod durch Erschießen. Die Verurteilung erfolgte unter Berufung auf einen Erlass von 1943 über die Bestrafung von Verbrechen gegen sowjetische Bürger auf dem Territorium der UdSSR. Das Urteil wurde am 14. Februar 1947 vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhöre, der Prozess und die Hinrichtung Mutschmanns wurden als Staatsgeheimnis behandelt. Auch das [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministerium für Staatssicherheit der DDR]] erhielt intern keine Informationen von sowjetischer Seite und beendete 1969 eigene Recherchen zu Mutschmann mit dem Vermerk „Verbleib unbekannt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 15.&amp;quot; /&amp;gt; Mutschmanns „Verschwinden“ begünstigte die Entstehung von Legenden und Gerüchten. So behauptete [[Albert Speer]] 1975, Mutschmann sei im April 1945 in Dresden „totgeschlagen“ worden. Mit der Öffnung der sowjetischen Archive wurde nach 1990 zunächst das Todesdatum Mutschmanns bekannt und der Umstand, dass es einen Prozess gegen ihn gegeben hatte. 1996 veröffentlichten russische Historiker Auszüge aus den Verhörprotokollen. Noch mehrere Jahre danach erschienen in Deutschland allerdings Publikationen, in denen falsche Sterbedaten genannt und die Todesumstände als ungeklärt bezeichnet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot; details=&amp;quot;S. 17 f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundärliteratur ==&lt;br /&gt;
* [[Mike Schmeitzner]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Mutschmann und Manfred von Killinger. Die „Führer der Provinz“.&amp;#039;&amp;#039; In: Christine Pieper, Mike Schmeitzner, Gerhard Naser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Braune Karrieren. Dresdner Täter und Akteure im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Sandstein-Verlag, Dresden 2012, S. 22–31, ISBN 978-3-942422-85-7.&lt;br /&gt;
* Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Mutschmann. Sachsens Gauleiter vor Stalins Tribunal.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag, Beucha u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-86729-090-6.&lt;br /&gt;
* Mike Schmeitzner, [[Andreas Wagner (Schriftsteller)|Andreas Wagner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von Macht und Ohnmacht. Sächsische Ministerpräsidenten im Zeitalter der Extreme 1919–1952.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag, Beucha 2006, ISBN 3-934544-75-4.&lt;br /&gt;
* Andreas Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Mutschmann gegen von Killinger. Konfliktlinien zwischen Gauleiter und SA-Führer während des Aufstiegs der NSDAP und der „Machtergreifung“ im Freistaat Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag, Beucha 2001, ISBN 3-934544-09-6.&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|659|660|Mutschmann, Martin|Agatha Kobuch|117204587}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Markante Worte aus den Reden des Gauleiter und Reichsstatthalter Pg. Martin Mutschmann. Aus den Zeiten des Kampfes um die Macht bis zur Vollendung des Grossdeutschen Reiches, Schriftleitung Kurt Haupt&amp;#039;&amp;#039;, Dresden, Gauverlag 1939.&lt;br /&gt;
* [[Oskar Kramer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Sächsische Jägerhof Grillenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Landesvereines Sächsischer Heimatschutz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25, Heft 9/12, 1936, S. 193–210.&lt;br /&gt;
* [[Walter Bachmann (Denkmalpfleger)|Walter Bachmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Grillenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25, Heft 5/8, 1936, {{ISSN|0941-1151}}, S. 97–149.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film und Ton ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gnadenlos mächtig – Sachsens Gauleiter Martin Mutschmann.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation, Deutschland 2002, 30&amp;amp;nbsp;Minuten, Buch und Regie: Ernst-Michael Brandt, Produktion: [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]], Erstsendung: 28.&amp;amp;nbsp;Oktober 2007, {{Webarchiv | url=http://www.mdr.de/doku/1007052.html | wayback=20040101172107 | text=Inhaltsangabe}} des MDR.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Martin Mutschmann.&amp;#039;&amp;#039; Reportage in der Sendereihe: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Mitteldeutschlands&amp;#039;&amp;#039;, Deutschland, 2007, Produktion: MDR, [http://www.mdr.de/geschichte-mitteldeutschlands/reise/personen/artikel12482.html Inhaltsangabe] des MDR.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.mdr.de/presse/regional/presseinformation1156.html König Mu – der Diktator von Dresden].&amp;#039;&amp;#039; Gespräch Peter Neumanns mit Mike Schmeitzner über Aufstieg und Fall des Martin Mutschmann. Deutschland, 2012, 55&amp;amp;nbsp;Minuten, Produktion: [[MDR 1 Radio Sachsen]], Ausstrahlung: 15.&amp;amp;nbsp;Februar 2012, [http://www.mdr.de/presse/regional/artikel121432.html Inhaltsangabe] des MDR. {{Webarchiv | url=http://www.mdr.de/sachsen/dresden/audio177956_zc-cf5ff0a4_zs-6689deb8.html | archive-is=20130211124350 | text=König Mu - der Diktator von Dresden}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117204587}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib |GND=117204587}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/012761}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|117204587}}&lt;br /&gt;
* [http://www.havel-web.de/peter/hobby/bunker/mutschm/bunker13.htm Bunker unter dem &amp;#039;&amp;#039;Neuen Jägerhaus&amp;#039;&amp;#039; in Grillenburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmeitzner&amp;quot;&amp;gt;Mike Schmeitzner: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Mutschmann. Sachsens Gauleiter vor Stalins Tribunal.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag, Beucha u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-86729-090-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ministerpräsidenten von Sachsen}}&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=117204587|LCCN=n2004074933|VIAF=30307216}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gauleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mutschmann, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher mittelständischer Unternehmer, Politiker (NSDAP), MdR und sächsischer Ministerpräsident (1935–1945)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hirschberg (Saale)|Hirschberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Februar 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sesemihl</name></author>
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