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	<title>Martin Matthiessen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MatthiessenMartin.jpg|mini|Martin Matthiessen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Matthiessen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Februar]] [[1901]] in [[Wesselburenerkoog]]; † [[14. Mai]] [[1990]] in [[Meldorf]]) war Wirtschaftschef im [[Reichskommissariat Ostland]], [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Mitglied des Reichstages|Reichstagsabgeordneter]], Militärverwaltungschef im Range eines Generalmajors bei der [[Heeresgruppe Nord]] und [[SS-Oberführer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
Matthiessen wurde 1901 in Wesselburenerkoog bei [[Wesselburen]] geboren. Er besuchte bis 1912 die Volksschule in Wesselburenerkoog und von 1912 bis 1917 die Mittelschule in Wesselburen mit anschließendem Examen in [[Heide (Holstein)]]. Von 1917 bis 1919 erlernte er auf dem Hof des Vaters den Beruf des [[Landwirt]]s und besuchte anschließend die [[landwirtschaftliche Winterschule]] in Heide (Holstein). Von 1920 bis 1921 war er ein Jahr lang als Wirtschafter tätig. Von 1921 bis 1928 pachtete er einen Hof in [[Schülp (Dithmarschen)|Schülp]]. 1929 erwarb er den Auhof in [[Meldorf]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReichstagsHandbuch&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://daten.digitale-sammlungen.de/0000/bsb00000006/images/index.html?nativeno=151 |titel=Matthiessen, Martin |werk=Reichstags-Handbuch: 6. Wahlperiode |datum=1932 |seiten=151 |zugriff=2019-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; den er bis zu seinem Tod bewohnte. Sein geistiges Rüstzeug erhielt er durch seinen Onkel, der ihn mit antisemitischen Zeitschriften wie den &amp;#039;&amp;#039;Hammer&amp;#039;&amp;#039; versorgte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter der NSDAP in Schleswig-Holstein. Lebensläufe  und Herrschaftspraxis einer regionalen Machtelite.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-653-8, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Juli 1928 war Matthiessen in die NSDAP eingetreten (Mitgliedsnummer 92.345).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/27901000&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Juni 1929 wurde er NSDAP-[[Kreisleiter]] des Kreises [[Süderdithmarschen]], im November 1929 auch Stadtverordneter in Meldorf und Kreistagsabgeordneter des Kreises Süderdithmarschen. Im Oktober 1931 rückte er in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] nach&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReichstagsHandbuch&amp;quot; /&amp;gt;, dem er bis 1945 angehörte. Damit war er finanziell gut versorgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter der NSDAP in Schleswig-Holstein. Lebensläufe  und Herrschaftspraxis einer regionalen Machtelite.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-653-8, S. 145f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 wurde Matthiessen [[Staatskommissar]] für die schleswig-holsteinische [[Landwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1933 drohte er dem Rechtsanwalt Postel, Gauführer des [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] in Dithmarschen, „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gietzelt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Dithmarschens.&amp;#039;&amp;#039; Heide 2005, Seite 339.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1935 ließ er den Meldorfer Polizisten Gustav Knopp aus dem Polizeidienst entfernen und in eine Nervenklinik einsperren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BA&amp;quot;&amp;gt;Beide Vorgänge in: Bundesarchiv Koblenz, Bestand Z 42, Abt. VII, Nr. 169 (nach Korte: &amp;#039;&amp;#039;Die schleswig-holsteinischen Kreisleiter…&amp;#039;&amp;#039;, S. 23.)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937 denunzierte Matthiessen den ihm missliebigen Uhrmacher Alfred Jäger aus Meldorf bei der Gauleitung und regte an, Jäger die „wunderbaren Anlagen von [[KZ Dachau|Dachau]] oder [[KZ Sachsenhausen|Oranienburg]] kennenlernen“ zu lassen, wobei das „Kurgeld“ von Jägers Bankkonto abgerufen werden sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BA&amp;quot; /&amp;gt; Jäger war 1936 von [[Sturmabteilung|SA]]-Männern misshandelt worden. 1939 und 1945 ist er noch zweimal festgenommen worden. Er hatte sich in den Augen der Nationalsozialisten schuldig gemacht, weil er mehrfach den „[[Hitlergruß|deutschen Gruß]]“ verweigert und in der Zeit nach der „[[Machtergreifung]]“ NSDAP-Plakate abgerissen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gietzelt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Dithmarschens.&amp;#039;&amp;#039; Heide 2005, Seite 341&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde Matthiessen kommissarischer Landesbauernführer in Westfalen und 1939 Leiter des Provinzialernährungsamtes in [[Münster]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gietzelt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Dithmarschens.&amp;#039;&amp;#039; Heide 2005, Seite 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1941 war Matthiessen Abteilungsleiter Landwirtschaft und 1942 zugleich Leiter des Hauptamtes III (Wirtschaft) beim [[Reichskommissar Ostland]], [[Hinrich Lohse]], in [[Riga]]. Er gehörte der [[Schutzstaffel|SS]] zuletzt im Rang eines SS-Oberführers an (SS-Nummer 277.130).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alliierten internierten Matthiessen bis 1948. Ein Versuch der Strafverfolgung in der Bundesrepublik scheiterte aber: 1968 ermittelte die schleswig-holsteinische Staatsanwaltschaft wegen der Massenmorde im Reichskommissariat Ostland unter anderem gegen Matthiessen. Das Verfahren wurde allerdings 1971 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Uwe Danker |url=https://www.gegenwind.info/128/reichskommissariat.html |titel=Der Judenmord im Reichskommissariat Ostland |werk=Gegenwind 128 |hrsg=Institut für Zeit- und Regionalgeschichte |datum=1999-05 |zugriff=2019-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Autobiographie gab Matthiessen 1980 an, von [[Konzentrationslager]]n gewusst zu haben, jedoch nicht, „wie sie geführt wurden“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Matthiessen: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Evers, Meldorf 1980, S. 206.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Autobiographie von Martin Matthiessen ist nach Einschätzung von [[Detlef Korte]] vom [[Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte]] (IZRG) „aufgrund ihres apologetischen Charakters und Fehlens an Selbstkritik zwar ein Beispiel für das Verdrängen jeglicher Schuld in der Nachkriegsgesellschaft unseres Landes und damit ein eindrucksvolles Zeugnis für die Gedankengänge eines „Unverbesserlichen“, jedoch als fundierte historische Quelle unbrauchbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Korte: &amp;#039;&amp;#039;Die schleswig-holsteinischen NSDAP-Kreisleiter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsprogramm&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;IZRG-Heft Nr. 1.)&amp;#039;&amp;#039;, Schleswig 1994, S. 17–27, hier S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1978 bewahrte Matthiessen die [[Blutnacht von Wöhrden|Hemden der in Wöhrden getöteten Nazis]] auf, dann übergab er sie dem [[Dithmarscher Landesmuseum]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heinz-Jürgen Templin |url=http://www.woehrden-online.de/geschichte/woehrdenerblutnacht/odysseederbluthemden/index.php |titel=Odyssee der Bluthemden |werk=Wöhrden-Online |datum=2016-12-23 |zugriff=2019-03-07 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190308080732/http://www.woehrden-online.de/geschichte/woehrdenerblutnacht/odysseederbluthemden/index.php |archiv-datum=2019-03-08 |offline=1 |archiv-bot=2022-03-24 03:19:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sebastian Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Kreisleiter der NSDAP in Schleswig-Holstein. Lebensläufe und Herrschaftspraxis einer regionalen Machtelite.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89534-653-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118579045}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118579045}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Uwe Danker |url=https://www.gegenwind.info/128/reichskommissariat.html |titel=Der Judenmord im Reichskommissariat Ostland |werk=Gegenwind 128 |hrsg=Institut für Zeit- und Regionalgeschichte |kommentar=Veröffentlichung der Gesellschaft für politische Bildung e.V. |datum=1999-05 |zugriff=2019-03-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Reinhard Pohl |url=https://www.gegenwind.info/175/sonderheft_wehrmacht.pdf |titel=Reichskommissariat Ostland: Schleswig-Holsteins Kolonie |werk=Gegenwind-Sonderheft Schleswig-Holstein und die Verbrechen der Wehrmacht |hrsg=Institut für Zeit- und Regionalgeschichte |kommentar=Veröffentlichung der Gesellschaft für politische Bildung e.V. |datum=1998-11 |seiten=10–12 |format=pdf, 732 kB |zugriff=2019-03-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118579045|LCCN=n/87/139721|VIAF=117741318}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Matthiessen, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wirtschaft im Deutschen Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Weißrusslands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Litauens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Lettlands 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Estlands 1941–1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesbauernführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreis Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreisleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Matthiessen, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, Täter des Holocaust, Wirtschaftschef im Reichskommissariat Ostland und SS-Oberführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Februar 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wesselburenerkoog]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Mai 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Meldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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