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	<title>Martin Lindauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:02:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Lindauer&amp;diff=396548&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Atirador: /* Mitgliedschaften und Ehrungen */ typo</title>
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		<updated>2025-05-24T09:19:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mitgliedschaften und Ehrungen: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Lindauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Dezember]] [[1918]] in Wäldle (Ortsteil von [[Bad Kohlgrub]]); † [[13. November]] [[2008]] in [[München]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.trauer.de/mobil/Traueranzeige/Martin-Lindauer |text=Traueranzeige |wayback=20171026220242}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Zoologie|Zoologe]]. Er war Lehrstuhlinhaber in München und Würzburg. Lindauer gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Bienen- und [[Verhaltensbiologie|Verhaltensforscher]] und verfasste zahlreiche Arbeiten zur Sprache und Orientierung der Bienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Martin Lindau wurde als Sohn von Katharina Lindauer, geborene Erhard, und des Landwirts Matthias Lindauer in [[Oberbayern]] geboren. Obwohl er vierzehn Geschwister hatte, wurde ihm der Besuch des Humanistischen Gymnasiums Landshut, heute [[Hans-Carossa-Gymnasium Landshut]], ermöglicht. Im April 1939, eine Woche vor dem Abitur, wurde Lindauer zum [[Reichsarbeitsdienst|Arbeitsdienst]] eingezogen und musste Schützengräben ausheben, mit [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsbeginn]] kam er zur [[Wehrmacht]]. Im Juli 1942 wurde er an der russischen Front durch eine Granate schwer verwundet. Dies erwies sich letztlich als Vorteil: Von der Front abgezogen, erholte er sich 1943 in München, und sein Arzt empfahl ihm, an der Universität die Vorlesungen des berühmten Professors und Bienenforschers [[Karl von Frisch]] über allgemeine Zoologie zu besuchen. So entschloss er sich mit dem [[Biologie]]studium an der Technischen Hochschule und Universität München zu beginnen. Weitere Studienfächer waren Chemie, Geographie und Zoologie. Im gleichen Jahr heiratete der Katholik Franziska Fleck, mit der er die Kinder Georg, Franziska und Martin hatte. Im Frühjahr 1945 begann er unter Frischs Leitung mit den Forschungsarbeiten für seine Doktorarbeit über Honigbienen. 1948 wurde Lindauer mit einer Arbeit über die Einwirkung von [[Duftstoff]]en und [[Geschmackstoff]]en auf die [[Bienentanz|„Tänze der Bienen“]] zum Dr. rer. nat. [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Die [[Westliche Honigbiene|Bienen]], mit denen er bereits auf dem elterlichen [[Bauernhof]] in Berührung gekommen war, studierte er auf dem heutigen Gelände des Alten Botanischen Gartens in München, der sich in der Sophienstrasse befindet. Die Bienen blieben seither das Objekt seiner [[Wissenschaftliche Arbeit|wissenschaftlichen Arbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 wurde Lindauer Assistent bei von Frisch in Graz und ging mit ihm 1950 zurück an die [[Universität München]], wo er sich 1955 [[Habilitation|habilitierte]]. Im selben Jahr begann Lindauer dort seine Lehrtätigkeit. 1961 bis 1963 war Lindauer außerplanmäßiger &amp;lt;!-- und außerordentlicher? --&amp;gt;Professor an der LMU München, von 1963 bis 1973 ordentlicher Professor und Institutsdirektor an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt]] und von 1973 bis zu seiner [[Emeritierung]] 1987 ordentlicher Professor und Institutsdirektor am Zoologischen Institut der [[Universität Würzburg]], an dem er auch als Mitvorstand wirkte. Lindauer sprach neben Deutsch und Englisch auch Französisch, Portugiesisch und Italienisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
In seinen bahnbrechenden Untersuchungen führte Lindauer konsequent die Arbeit seines Lehrers Karl von Frisch weiter, so dass heute [[Bert Hölldobler]] sogar von der „Karl von Frisch-Lindauer-Schule“ der [[Verhaltensbiologie]] der Bienen spricht. Lindauer erforschte die Verständigungsmethoden der Bienen bei der Nahrungs- und Wohnungssuche, die Arbeitsteilung im Bienenstaat, die Temperaturregulierung im Bienenstock und die Orientierung mit Hilfe des „Sonnenkompasses“ sowie des [[Erdmagnetfeld]]es, die Formen- und Duftwahrnehmung der Bienen und ihr Lernvermögen und Gedächtnis. Die moderne [[experimentell]]e [[Verhaltensforschung]], [[Sinnesphysiologie]] und [[Soziobiologie]] sind durch seine Arbeiten wesentlich geprägt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen und Bücher zeugen von Lindauers Arbeit, darunter auch eine Sammlung von Aufsätzen des großen Pioniers der modernen Verhaltensforschung [[Jean-Henri Fabre]], die Lindauer zusammen mit Jost M. Franz in deutscher Übersetzung herausgab (&amp;#039;&amp;#039;Jean-Henri Fabre: Wunder des Lebendigen&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1989).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Martin Lindauer war Fellow der Rockefeller Foundation in Indien und Brasilien, Prather Lecturer der Harvary University und Guest Lecturer beim Academic Year Programm in den Vereinigten Staaten. Er erhielt viele Auszeichnungen und Ehrungen, darunter die [[Ehrendoktorwürde]] der Universitäten in [[Universität Zürich|Zürich]], [[Universität Umeå|Umeå]] und [[Universität des Saarlandes|Saarbrücken]] (&amp;#039;&amp;#039;Dr. phil. h.c.&amp;#039;&amp;#039;), er war Mitglied der [[Leopoldina]] (ab 1959), der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur (ab 1970), Korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] (ab 1966) und Mitglied der [[National Academy of Sciences]] in Washington (ab 1976).&lt;br /&gt;
* 1961: Buchpreis Phi Beta Kappa&lt;br /&gt;
* 1962: Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
* 1976: Mitglied der [[American Philosophical Society]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=Martin+Lindauer&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced |titel=Member History: Martin Lindauer |hrsg=American Philosophical Society |abruf=2018-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Philadelphia&lt;br /&gt;
* 1969/1970: Präsident der [[Deutsche Zoologische Gesellschaft|Deutschen Zoologischen Gesellschaft]] und später Ehrenmitglied&lt;br /&gt;
* 1980: [[Magellanic Premium]] (Magellan-Preis) der American Philosophical Society&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amphilsoc.org/prizes/magellanic The Magellanic Premium of the American Philosophical Society], Website der [[American Philosophical Society|APS]]. Abgerufen am 29. Oktober 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1983: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz am Bande]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1984: Ehrenimkermeister im Deutschen Imkerbund&lt;br /&gt;
* 1998: [[Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst|Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Communication among Social Bees&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Harvard books in biology.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Harvard University Press, Cambridge 1961, ISBN 978-0-674-14785-0; 2. Auflage &amp;lt;!-- oder Neudruck? --&amp;gt;ebenda 1971, ISBN 978-0-674-42452-4.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Verständigung im Bienenstaat.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1975. Übersetzungen erschienen auch in schwedischer, norwegischer und italienischer Sprache.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lernen, Gedächtnis, vergessen.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Wiesbaden 1974, ISBN 978-3-515-01985-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst sich einzuordnen – auch ein Bildungsziel?&amp;#039;&amp;#039; In: Martin Lindauer, [[Winfried Böhm]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Nicht Vielwissen sättigt die Seele“. Wissen, Erkennen, Bildung, Ausbildung heute.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;3. Symposium der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039;) Ernst Klett, Stuttgart 1988, ISBN 3-12-984580-1, S. 293–300.&lt;br /&gt;
* Zusammen mit Winfried Böhm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Nicht Vielwissen sättigt die Seele“. Wissen, Erkennen, Bildung, Ausbildung heute.&amp;#039;&amp;#039; 1988.&lt;br /&gt;
* Zusammen mit [[Karl von Frisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Verständliche Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg usw., {{ISSN|0083-5846}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Kontroverse über die Bienen-Sprache.&amp;#039;&amp;#039; In: Entomologia Generalis, Band 18, Nr. 3/4 (1994), S. 279–283.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schweizerbart.de/papers/entomologia/detail/18/79877/Zur_Kontroverse_uber_die_Bienen_Sprache Schweizbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lindauer, Martin.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 766.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich G. Barth|F. G. Barth]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Lindauer, on the occasion of his 80th birthday.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Comparative Physiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 185, Nr. 3, 1999, S. 215–216, [[doi:10.1007/s003590050380]].&lt;br /&gt;
* [[Bert Hölldobler]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Lindauer, 19.12.1918 – 13.11.2008.&amp;#039;&amp;#039; [[Bayerische Akademie der Wissenschaften]], Jahrbuch 2008, S. 171 ({{Webarchiv |url=http://www.badw.de/publikationen/sonstige/nachrufe/2008/lindauer.pdf |text=PDF |wayback=20140907122545}}).&lt;br /&gt;
* [[Thomas Dyer Seeley]]: &amp;#039;&amp;#039;Obituary: Martin Lindauer (1918–2008).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; Band 456, 11. Dezember 2008, S. 718. [[doi:10.1038/456718a]].&lt;br /&gt;
* William L. Abler: &amp;#039;&amp;#039;Lindauer&amp;#039;s genius showed evolution in a simple experiment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 457, 22. Januar 2009, S. 379. [[doi:10.1038/457379d]].&lt;br /&gt;
* [[Karl Daumer]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Lindauer – Ein Leben für die Bienenforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biologie in unserer Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Band 39, Nr. 1, 2009, S. 61–62, [[doi:10.1002/biuz.200990011]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Sprache der Bienen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118728369}}&lt;br /&gt;
* [https://badw.de/fileadmin/nachrufe/Lindauer%20Martin.pdf &amp;#039;&amp;#039;Martin Lindauer, 9.12.1918 – 13.11.2008.&amp;#039;&amp;#039;] Nachruf von Bert Hölldobler auf dem Webserver der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118728369|LCCN=n80123246|VIAF=61608683}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lindauer, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensforscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Goethe-Universität Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität des Saarlandes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Umeå]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer wissenschaftlichen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Imker (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2008]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lindauer, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verhaltensforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Dezember 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Kohlgrub]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. November 2008&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Atirador</name></author>
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