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	<title>Martin Hohmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;weblinkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Martin Hohmann 2017.JPG|mini|Martin Hohmann (2017)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Hohmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Februar]] [[1948]] in [[Fulda]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] (1980–2004 [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]], seit 2016 [[Alternative für Deutschland|AfD]]). Er war erstmals von 1998 bis 2005 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]]. Bis 2003 gehörte er dort der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion|CDU/CSU-Fraktion]] an, anschließend war er nach seinem Ausschluss [[fraktionslos]]er Abgeordneter. Seine als [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitisch]] bewertete Rede zum [[Tag der Deutschen Einheit]] am 3. Oktober 2003 löste die [[Hohmann-Affäre]] aus, die im Juli 2004 zu seinem [[Parteiausschluss]] führte. Im Jahr 2016 wurde er als Parteiloser über die Liste der AfD in den Kreistag von Fulda gewählt und trat der Partei anschließend bei. Bei der [[Bundestagswahl 2017]] wurde er als AfD-Abgeordneter erneut in den Bundestag gewählt und war dabei der einzige von 94 AfD-Bundestagsabgeordneten mit Bundestags-Erfahrung. Bei der [[Bundestagswahl 2021]] verpasste er den Einzug in das Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung, Beruf und Familie ===&lt;br /&gt;
Hohmann machte im Jahre 1966 auf dem [[Domgymnasium Fulda]] sein Abitur.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/H/hohmann_martin-520486 &amp;#039;&amp;#039;Martin Hohmann, AfD&amp;#039;&amp;#039;] www.bundestag.de&amp;lt;/ref&amp;gt; 1967/68 verpflichtete er sich als [[Soldat auf Zeit]] bei der [[Bundeswehr]] und absolvierte eine Ausbildung zum [[Reserveoffizier]] des Heeres ([[Fallschirmjägertruppe (Bundeswehr)|Fallschirmjägertruppe]]). Er hatte den Dienstgrad eines [[Major]]s der Reserve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1969 bis 1976 studierte er [[Rechtswissenschaft]] in [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main|Frankfurt am Main]]. Nach dem [[Juristenausbildung in Deutschland|Ersten Staatsexamen]] und seiner Referendarzeit legte er 1979 das Zweite Staatsexamen ab. Von 1980 bis 1984 war er beim [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] in [[Wiesbaden]], zuletzt als [[Amtsbezeichnungen der deutschen Polizei|Kriminaloberrat]] in der [[Bundeskriminalamt (Deutschland)#Abteilung ST – Polizeilicher Staatsschutz|Abteilung Terrorismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohmann ist verheiratet und hat drei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
==== CDU ====&lt;br /&gt;
Hohmann trat 1980 der CDU bei und gehörte ab 1990 dem Vorstand des CDU-Kreisverbandes Fulda an. Von 1984 bis 1998 war er hauptamtlich [[Bürgermeister]] der Gemeinde [[Neuhof (bei Fulda)|Neuhof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998 wurde Hohmann in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gewählt, nachdem er sich in der Wahlkreisdelegiertenversammlung gegen einen anderen Kandidaten durchgesetzt hatte. Dieser war vom vorhergehenden Abgeordneten [[Alfred Dregger]] vorgeschlagen worden, nachdem Dregger seine eigene erneute [[Nominierung]] nicht hatte durchsetzen können. Bei der [[Bundestagswahl 2002]] errang er mit 54 % der Erststimmen das Direktmandat des [[Bundestagswahlkreis Fulda|Wahlkreises 176 (Fulda)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Mai 1999 reichte Hohmann zusammen mit anderen Bundestagsabgeordneten einen Antrag ein, der die Errichtung eines [[Holocaust]]-Denkmals ablehnen sollte. Am 25. Juni begründete Hohmann diesen Antrag in einer Rede. Das Holocaustdenkmal sei in seinen Augen ein Indiz dafür, dass die Deutschen sich ihre Vergangenheit nicht verzeihen könnten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Meine Damen und Herren, viele Menschen fordern uns als Deutsche auf, langsam den Mut zu fassen, unseren Freunden zu sagen: Mehr als zwei Generationen nach diesem riesigen Verbrechen fühlen wir uns sozusagen resozialisiert. Warum? Kein Land hat Verbrechen in seiner Geschichte aufgearbeitet und bereut, Entschädigung und Wiedergutmachung geleistet wie wir. Nach christlichen Maßstäben folgt auf Sünde, Reue und Wiedergutmachung das Verzeihen. Freilich, das Verzeihen kann man nicht erzwingen. Aber von Freunden darf man es erwarten. Fast drei Generationen Bußzeit bis heute. Es sollten nicht sechs oder sieben werden. Insofern wäre das Mahnmal auch monumentaler Ausdruck der Unfähigkeit, uns selbst zu verzeihen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dserver.bundestag.de/btp/14/14048.pdf#P.4121 Plenarprotokoll 14/48], S. 4122&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[evangelikal]]en „[[Evangelische Nachrichtenagentur IDEA|IDEA]]-Redaktion“ wurde Hohmann zum Politiker des Jahres 2001 gekürt. Er wurde dafür ausgezeichnet, dass er sich nach dem Terror der [[Terroranschläge am 11. September 2001|Anschläge vom 11. September 2001]] „gegen ein falsches Toleranzdenken und eine christlich-muslimische Verbrüderung“ gewandt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Alina Leimbach: [https://taz.de/Martin-Hohmann-will-zur-AfD/!5242891/ &amp;#039;&amp;#039;Rechtes Comeback&amp;#039;&amp;#039;] taz.de, 2. November 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; 2001 berichtete überdies die [[Neue Rechte|neurechte]] &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039;, für Hohmann seien die islamistischen Terroranschläge des 11. September 2001 eine „neue Chance für ‚rechte‘ Themen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Matthias Quent]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutschland rechts außen. Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können.&amp;#039;&amp;#039; Piper Taschenbuch, München 2021, S. 131&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2002 lehnte er ein [[Adoption (Deutschland)#Familienstand|Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare]] wie in Großbritannien ab und sprach von „unablässige[n] Aktivitäten der Homosexuellenlobby zur Ausweitung ihrer Rechte“ und einer „Denaturierung des Leitbildes der Familie“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;queer&amp;quot;&amp;gt;Norbert Blech: [https://www.queer.de/detail.php?article_id=34692 &amp;#039;&amp;#039;Martin Hohmann warnt vor „perverser“ und „anti-christlicher“ Gender-„Ideologie“.&amp;#039;&amp;#039;] www.queer.de, 17. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hohmann-Affäre, Fraktions- und Parteiausschluss ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hohmann-Affäre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine als [[Geschichte des Antisemitismus seit 1945|antisemitisch]] kritisierte Rede Hohmanns zum [[Tag der Deutschen Einheit]] am 3. Oktober 2003 löste die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Hohmann-Affäre&amp;#039;&amp;#039; aus. In deren Folge wurde er am 14. November 2003 (als zweiter [[Abgeordneter]] nach [[Karlfranz Schmidt-Wittmack]]) aus der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]] und am 16.&amp;amp;nbsp;Juli 2004 auch aus der [[CDU Hessen]] ausgeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel.de&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Parteien-CDU-Martin-Hohmann;art122,2440707 | wayback=20071218121012 | text=Parteiausschluss von Hohmann rechtskräftig}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolgedessen war er bis 2005 [[fraktionsloser Abgeordneter]]. Bei der [[Bundestagswahl 2005]] trat Hohmann in seinem Wahlkreis Fulda als parteiloser Direktkandidat an, verlor jedoch mit 21,5 % der Erststimmen (39.545 Stimmen) gegen den CDU-Kandidaten [[Michael Brand (Politiker)|Michael Brand]], der 39,1 % erreichte. Hohmann erklärte noch am Wahlabend, seine politische Karriere beenden zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere politische Tätigkeit als Parteiloser ====&lt;br /&gt;
Nach seiner Wahlniederlage 2005 trat er nicht mehr als Kandidat an, verstand sich aber zunehmend als Mahner des christlichen Konservatismus. Das „mit Unionsmehrheit durchgewinkte“ [[Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz|Antidiskriminierungsgesetz]] habe seine Verbundenheit zur CDU „schwer erschüttert“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ohn&amp;quot;&amp;gt;[https://osthessen-news.de/n1131362/neuhof--ich-gebe-nicht-auf---martin-hohmann-vor-bverfg-wegen-cdu-ausschlu-.html &amp;#039;&amp;#039;„Ich gebe nicht auf“ – Martin Hohmann vor BVerfG wegen CDU-Ausschluß&amp;#039;&amp;#039;] osthessen-news.de, 7. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Einem Bericht der neurechten &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Freiheit|Jungen Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; zufolge richtete Hohmann ein Sonderkonto für Spenden ein, um eine Verfassungsbeschwerde gegen seinen Ausschluss aus der CDU vor dem [[Bundesverfassungsgericht]] finanzieren zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ohn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 gab Hohmann der österreichischen [[Rechtsextremismus|rechtsextremen]] Zeitschrift [[Die Aula (Zeitschrift)|Die Aula]] ein Interview. Darein erklärte er, sich „sehr gut vorstellen“ zu können, „dass eine klar konservative, patriotische, christliche Partei rechts neben der Union“ für Deutschland „von Vorteil sein könnte“. Zudem referierte er unter anderem beim [[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]]-nahen &amp;#039;&amp;#039;[[Neuer Klub|Neuen Klub]]&amp;#039;&amp;#039; in Salzburg und beim von dem rechtsextremen Verleger [[Dietmar Munier]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Schulverein zur Förderung der Russlanddeutschen in Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Hohmann forderte zudem Unterstützung und „Gerechtigkeit“ für den wegen eines Skandals in einem Priesterseminar unter Druck geratenen [[Bistum St. Pölten|St. Pöltner]] Bischof [[Kurt Krenn]]. Hohmann sagte, er wünsche sich „eine Kirche, die standhält und sich den ‚Empörungskartellen‘ mit ihrer ‚Vernichtungslust‘ widersetzt“, und bezeichnete Krenn als „quer zum Zeitgeist“ liegend. Er selbst, so Hohmann, habe erlebt, „welch verheerende Kampagne ein verfälschtes Zitat auslösen“ könne.&amp;lt;ref&amp;gt;David Gall: [https://www.hagalil.com/archiv/2004/10/krenn.htm &amp;#039;&amp;#039;Zur Seligsprechung von Kaiser Karl I. von Österreich&amp;#039;&amp;#039;] www.hagalil.com, 1. Oktober 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; 2005 unterzeichnete Hohmann den aus Kreisen des rechten &amp;#039;&amp;#039;[[Institut für Staatspolitik|Instituts für Staatspolitik]]&amp;#039;&amp;#039; initiierten &amp;#039;&amp;#039;[[Appell 8. Mai 1945 – gegen das Vergessen]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Maegerle]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Obersalzberg bis zum [[Nationalsozialistischer Untergrund|NSU]]: Die extreme Rechte und die politische Kultur der Bundesrepublik 1988–2013.&amp;#039;&amp;#039; Edition Critic, Berlin 2013, S. 199 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 hielt er die Rede zum Auftakt der „Nationalwallfahrt“ der [[Piusbruderschaft]] in Fulda.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. https://www.osthessen-news.de/beitrag_J.php?id=1202790&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DSC02744 AfD in Neuhof 2018 (7) Rainer Rahn, Mariana Harder-Kühnel, Beatrix von Storch, Martin Hohmann.jpg|mini|[[Rainer Rahn]], [[Mariana Harder-Kühnel]], [[Beatrix von Storch]] und Martin Hohmann in Neuhof (2018)]]&lt;br /&gt;
2012 verbreitete Hohmann in einem Interview mit der Publizistin [[Eva Herman]] die These, „eine gewisse Steuerung von interessierter Seite“ stünde hinter der Kritik an ihm und seiner Tätervolk-Rede. Zwar habe er keine Belege für diese Steuerung, es sei jedoch offensichtlich, dass „einflussreiche Juden dunkle Kapitel jüdischer Geschichte lieber im Dunkeln belassen“ wollten. Als das in der Rechtsextremismusprävention tätige [[Kulturbüro Sachsen]] in einem Beitrag die gängige Interpretation wiederholte, dass er die Juden als „Tätervolk“ bezeichnet habe, mahnte Hohmann das Kulturbüro ab und versuchte, ihm die Anwaltskosten dafür aufzuerlegen. Nachdem das Kulturbüro die gewünschte Unterlassungserklärung abgegeben hatte, scheiterte Hohmann mit einer Klage auf Erstattung der außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten vor dem [[Amtsgericht Dresden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;JA&amp;quot;&amp;gt;[https://www.anwalthoffmann.de/wp-content/uploads/2019/04/AG-Dresden-103-C-7656-15_geschw%C3%A4rzt-Hohmann.pdf &amp;#039;&amp;#039;Urteil des Amtsgerichts Dresden 103 C 7656/15 vom 02.06.2016&amp;#039;&amp;#039;],PDF&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== AfD ====&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2016]] zog Hohmann als Parteiloser auf Listenplatz 1 der [[Alternative für Deutschland]] in den [[Landkreis Fulda#Kreistag|Fuldaer Kreistag]] ein, wo er von allen 81 gewählten Mandatsträgern die meisten Stimmen erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://osthessen-news.de/n11525948/cdu-verliert-absolute-mehrheit-afd-mann-hohmann-holt-die-meisten-stimmen.html CDU verliert „absolute Mehrheit“ – AfD-Mann Hohmann holt die meisten Stimmen.]&amp;#039;&amp;#039; osthessen-News vom 9. März 2016; abgerufen am 26. September 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 2016 wurde er AfD-Mitglied, wobei seine als antisemitisch kritisierte Rede vom Jahre 2003 den Beitrittsprozess nicht beeinflusste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JA&amp;quot; /&amp;gt; Bei der [[Bundestagswahl 2017]] kandidierte er auf Platz 6 der [[Landesliste]] der [[AfD Hessen]] und zog so erneut in den Bundestag ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/regional/hessen/parteien-wahl-panne-afd-stellt-kandidaten-fuer-bundestag-neu-auf_id_7128616.html &amp;#039;&amp;#039;AfD wählt weitere Listenplätze: Hohmann auf Platz sechs.&amp;#039;&amp;#039;] Focus vom 14. Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/gewaehlte/bund-99/land-6.html#1d5f1715-edb3-42fa-b06a-dfbd6da4544a Bundeswahlleiter: Hessen, gewählte auf Landeslisten der Parteien, AfD: 6. Hohmann, Martin]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Bundestagswahlkampf 2017 warb er bei Facebook mit dem Banner „Meine Nächsten sind nicht die jungen Männer aus Afrika“ für die AfD. Als seine „Nächsten“ bezeichnete Hohmann stattdessen „Rentner“, „Billiglöhner“ und „Familien“. Hierfür wurde er vom [[Bistum Fulda]] kritisiert. Generalvikar [[Gerhard Stanke]] erklärte dazu wörtlich: „Wer Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder Nationalität nicht als Nächste ansieht, stellt sich in Widerspruch zur [[Heilige Schrift|Heiligen Schrift]].“ Auch [[Wolfgang Hamberger (Politiker)|Wolfgang Hamberger]] (CDU), ehemaliger Oberbürgermeister von Fulda, äußerte scharfe Kritik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fuldaerzeitung.de/regional/fulda/denkansto-oder-unchristlich--bistum-kritisiert-werbebanner-von-martin-hohmann-afd-BG6901223 „Denkanstoß“ oder „unchristlich“?: Bistum kritisiert Werbebanner von Martin Hohmann (AfD)], zuletzt gesehen am 29. September 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. April 2018 sprach Hohmann Migranten das Recht ab, öffentlich zu demonstrieren im Zusammenhang mit Protesten gegen einen Polizeieinsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.belltower.news/hessen-2018-79773/ |titel=Hessen 2018: Rechtsrock, neurechte Netzwerke und Rechtsextremismus in der Polizei |werk=Belltower.News |abruf=2019-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 2019 wurde Hohmann Vorsitzender der AfD im Kreisverband Fulda.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://osthessen-news.de/n11608078/martin-hohmann-70-ist-neuer-kreisvorsitzender-der-afd-fulda.html Martin Hohmann (70) ist neuer Kreisvorsitzender der AfD Fulda] (abgerufen am 7. Januar 2019)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verfassungsschutz wies 2019 auf Martin Hohmanns explizite Sympathie für die rechtsextreme [[Identitäre Bewegung]] hin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://netzpolitik.org/2019/wir-veroeffentlichen-das-verfassungsschutz-gutachten-zur-afd/ |titel=Verfassungsschutz-Gutachten zur AfD |autor=netzpolitik.org |datum=2019-01-28 |abruf=2019-11-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2019 vertrat Hohmann die Ansicht, dass die CDU eine Mitschuld an dem aus rechtsextremistischen Motiven verübten [[Mordfall Walter Lübcke|Mord an Walter Lübcke]] trage. Wenn es den von Kanzlerin [[Angela Merkel]] zu verantwortenden „Massenzustrom an Migranten nicht gegeben hätte“, so seine Begründung, „würde [[Walter Lübcke]] noch leben“. Der „Massenzustrom […] mit seinen vielen Morden und Vergewaltigungen“ sei ein „notwendiges Glied in einer Ursachenkette, die zum Tod von Walter Lübcke“ geführt habe. [[Christian Stöcker]] nannte daraufhin im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; Hohmann unter Bezug auf dessen Rede vom &amp;#039;&amp;#039;„Tätervolk“&amp;#039;&amp;#039; vom 3. Oktober 2003 (s.&amp;amp;nbsp;o.) einen „der führenden Experten der AfD für Täter-Opfer-Umkehr“. Nach der Logik Hohmanns seien auch „andere faszinierende Kausalketten“ möglich wie die, dass [[Konrad Adenauer]], unter dem wegen einheimischen Arbeitskräftemangels das [[Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei|Anwerbeabkommen mit der Türkei]] 1961 unterzeichnet wurde, schuld an den Morden des [[Nationalsozialistischer Untergrund|NSU]] sei. Der wie Hohmann aus demselben Landkreis stammende CDU-Politiker [[Michael Brand (Politiker)|Michael Brand]] kritisierte, dass Hohmann nicht die [[Taktgefühl|Pietät]] und den Anstand besitze, die Familie Lübckes wenigstens in der Trauerphase mit seiner „völlig wahnwitzigen Rechtfertigung des Mordes […] zu verschonen“, und lehnte ein ihm und dem ehemaligen CDU-Generalsekretär [[Peter Tauber]] von Hohmann angebotenes Streitgespräch ab, da er Hohmann und der ebenfalls eingeladenen AfD-nahen Ex-CDU-Politikerin [[Erika Steinbach]] „keine Plattform für Hetze unter dem Vorwand von Dialog“ bieten wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Giewald: [https://www.derwesten.de/nach-luebcke-mord-afd-politiker-reagieren-respektlos-auf-deutliche-schaeuble-rede-eklat-im-bayrischen-landtag-id226298499.html &amp;#039;&amp;#039;Nach Lübcke-Mord: AfD-Politiker reagieren respektlos auf deutliche Schäuble-Rede – Eklat im bayrischen Landtag.&amp;#039;&amp;#039;] www.derwesten.de, 26. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Ismar: [https://www.tagesspiegel.de/politik/ein-kampf-fuer-walter-luebcke-ich-verachte-ihre-aeusserungen-zu-diesem-schrecklichen-verbrechen/24534594.html &amp;#039;&amp;#039;Ein Kampf für Walter Lübcke: „Ich verachte Ihre Äußerungen zu diesem schrecklichen Verbrechen.“&amp;#039;&amp;#039;] www.tagesspiegel.de, 8. Juli 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Krauel: [https://www.welt.de/print/welt_kompakt/debatte/article195910633/Kommentar-Diese-Mauer-steht-zu-Recht.html &amp;#039;&amp;#039;Diese Mauer steht zu Recht.&amp;#039;&amp;#039;] www.welt.de, 26. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Stöcker: [https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/walter-luebke-die-seltsamen-theorien-der-afd-a-1274886.html &amp;#039;&amp;#039;Mordfall Lübcke und die AfD: Wer ist schuld am NSU? Konrad Adenauer!&amp;#039;&amp;#039;] www.spiegel.de, 30. Juni 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem antisemitischen [[Anschlag in Halle (Saale) 2019|Anschlag auf die Synagoge in Halle/Saale]] an [[Jom Kippur]] 2019 schrieb Hohmann am 10. Oktober 2019 auf [[Facebook]], „Angriffe und versuchte Angriffe gegen Juden“ betrachte er „wie Angriffe gegen uns selbst“, wozu das Portal &amp;#039;&amp;#039;Queer.de&amp;#039;&amp;#039; anmerkte, Hohmann würde Juden „damit zugleich als nicht-uns ausgrenzen“. Einen Tag später, nach zunehmender öffentlicher Kritik an der AfD nach dem Anschlag, äußerte er, wer „regelmäßig Nazikeulen“ schwinge, gehe „den Weg des [[Totalitarismus]]“ und wandle „den Rechtsstaat in einen Gesinnungsstaat um“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;queer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 13. November 2021 ist Martin Hohmann Ehrenvorsitzender seines Heimatkreisverbandes AfD Fulda; sein Nachfolger als Kreisverbandsvorsitzender ist der Stadtfraktionsvorsitzende Pierre Lamely.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fuldainfo.de/hohmann-neuer-ehrenvorsitzender-bei-der-afd/ |titel=Hohmann neuer Ehrenvorsitzender bei der AFD |datum=2021-11-15 |sprache=de-DE |abruf=2021-11-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abgeordneter ====&lt;br /&gt;
Im [[19. Deutscher Bundestag|19. Deutschen Bundestag]] war Hohmann ordentliches Mitglied im [[Haushaltsausschuss]], im [[Petitionsausschuss]], sowie im [[Rechnungsprüfungsausschuss]]. Zudem gehörte er als stellvertretendes Mitglied dem [[Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages|Verteidigungsausschuss]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien |titel=Deutscher Bundestag - Biografien |abruf=2020-07-06 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohmann hat im April 2021 beim [[Bundesverfassungsgericht]] in Karlsruhe [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] gegen das &amp;#039;&amp;#039;[[Viertes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite|Vierte Bevölkerungsschutzgesetz]]&amp;#039;&amp;#039; eingereicht.&amp;lt;!--- https://afd-fulda.de/martin-hohmann-reicht-verfassungsbeschwerde-gegen-lockdown-gesetz-ein/ ------&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Bundestagswahl 2021]] verfehlte Hohmann als drittplatzierter Direktkandidat (15,2 %) im [[Bundestagswahlkreis Fulda]] den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag, weil Platz 6 auf der Landesliste nicht ausreichte und nur 5 AfD-Abgeordnete über die Landesliste in den Bundestag einzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://osthessen-news.de/n11654605/koempel-spd-und-hohmann-afd-einzug-in-den-bundestag-verpasst.html &amp;#039;&amp;#039;Brand und Lenders sichern sich Platz: Kömpel (SPD) und Hohmann (AfD): Einzug in den Bundestag verpasst&amp;#039;&amp;#039;], [[osthessen-news.de]], 27. September 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/bundestagswahl-2021-fulda-afd-kandidat-martin-hohmann-kritik-kreisverband-mandat-kreistag-91018867.html &amp;#039;&amp;#039;Wahlkampf „wenig engagiert“? Kritik an Martin Hohmann&amp;#039;&amp;#039;], fuldaerzeitung.de, 28. September 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote|Martin Hohmann}}&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Martin Hohmann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|128986492}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128986492|LCCN=n/2005/68981|VIAF=74918923}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hohmann, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Haushaltsausschusses (Deutscher Bundestag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Landkreis Fulda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Fulda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundeskriminalamt, Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Major (Heer der Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fallschirmjäger (Bundeswehr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AfD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betroffener eines Parteiausschlussverfahrens (CDU)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antisemitismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hohmann, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Politiker (AfD, früher CDU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Fulda]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Raugeier</name></author>
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