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	<title>Martin Greif - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Greif&amp;diff=347465&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Dichter Martin Greif. Zum Anglisten siehe [[Martin Greif (Anglist)]]; zum Schauspieler siehe [[Martin Greif (Schauspieler)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin Greif 1898.jpg|mini|hochkant=1.2]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Greif&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Friedrich Hermann Frey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[18. Juni]] [[1839]] in [[Speyer]]; † [[1. April]] [[1911]] in [[Kufstein]]) war ein deutscher [[Dichter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Hermann Frey war der Sohn des Regierungsdirektors [[Max Frey (Regierungsdirektor)|Max Frey]] (vormals Kabinettsrat des Königs [[Otto von Griechenland]]) und dessen Gattin Adelheid Friederike Ehrmann, Tochter des Speyerer Kreismedizinalrates Christian Ehrmann (genannt Stellwag), dem Adoptivsohn des Mediziners und Goethefreundes [[Johann Christian Ehrmann]]. Die Mutter war in ihrer Jugend von dem späteren Speyerer Bischof und Kölner Kardinal [[Johannes von Geissel]] als Hauslehrer betreut worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=bg5CAQAAIAAJ&amp;amp;q=Ehrmann+Stellwag&amp;amp;dq=Ehrmann+Stellwag&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=EEFUTtXNKOn64QSwroShBw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CCsQ6AEwAA Zu Geissels Wirken im Hause Ehrmann]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Onkel Martin Greifs mütterlicherseits war der Speyerer Kreisarchivar und Maler [[Peter Gayer]] (1793–1836), sein Cousin dessen Sohn [[Karl Gayer]] (1822–1907), Professor der Forstwirtschaft und Rektor der [[Universität München|Ludwig-Maximilians-Universität]] in München.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=9vREAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA2&amp;amp;dq=Gayer Über das Verwandtschaftsverhältnis zur Familie Gayer] in der &amp;#039;&amp;#039;Beilage zum Amts- und Intelligenz-Blatte des Rheinkreises&amp;#039;&amp;#039; №&amp;amp;nbsp;1 vom 2.&amp;amp;nbsp;Januar 1836, S.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin Greif von Hans Thoma.jpg|mini|hochkant|Martin Greif, gemalt von [[Hans Thoma]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Porträt Martin Greif.JPG|mini|links|Martin Greif, Porträt in der Martin-Greif-Stube in Speyer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vater wurde nach [[München]] versetzt, wohin die Familie übersiedelte. Nach dem [[Abitur]] trat Martin Greif in das bayrische Militär ein, wurde 1859 [[Offizier]], nahm aber 1867, um ganz seiner Neigung zur schönen Literatur folgen zu können, seinen Abschied und ließ sich als [[freier Schriftsteller]] in München nieder, von wo aus er Reisen nach [[England]], in die [[Niederlande]], nach [[Spanien]], [[Dänemark]], [[Italien]] und in andere Länder unternahm. Bereits 1862 hatte er den Dichter [[Friedrich Rückert]] in [[Neuses (Coburg)|Neuses]] besucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.rueckert-gesellschaft.de/rueckert-frame.html |wayback=20111110142405 |text=Zum Besuch Greifs bei Rückert (s. 1862) |archiv-bot=2022-03-24 01:07:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Vermittlung [[Eduard Mörike]]s erschien 1868 bei [[Cotta’sche Verlagsbuchhandlung|Cotta]] das Buch &amp;#039;&amp;#039;Gedichte&amp;#039;&amp;#039; unter dem [[Pseudonym]] Martin Greif, das er seit 1882 auch als bürgerlichen Namen führen durfte. 1869 zog er nach [[Wien]], wo durch Vermittlung [[Heinrich Laube]]s viele seiner Stücke mit Erfolg am [[Burgtheater]] aufgeführt wurden. Nach Laubes Weggang vom Burgtheater ging Greif nach München zurück und schrieb vaterländische Stücke für das [[Nationaltheater München|bayerische Hof- und Nationaltheater]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1901 war er Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung [[KDStV Aenania München]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Inschriftentafel Martin Greif Webergasse 1 Speyer.jpg|mini|Inschriftentafel in der Webergasse 1 in Speyer]]&lt;br /&gt;
Nach langem Leiden starb Greif im Alter von 71 Jahren im Krankenhaus in [[Kufstein]]. Sein Grabmal, 1912 von dem Bildhauer [[Hermann Lang (Bildhauer)|Hermann Lang]] geschaffen, ist auf dem Friedhof der [[Filialkirche St. Peter und Paul (Palmberg)|Kirche St. Peter und Paul]] in [[Zangberg]] (Ortsteil Palmberg) in der Nähe von [[Ampfing]] (bei [[Mühldorf am Inn]]) erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb00131002_00509_u001/4?cq=Grabst%C3%A4tte%20Jandorf &amp;#039;&amp;#039;Ein Dichtergrab&amp;#039;&amp;#039;], Kurzbeschreibung des Grabmals, &amp;#039;&amp;#039;Münchner neueste Nachrichten : Wirtschaftsblatt, alpine und Sport-Zeitung, Theater- und Kunst-Chronik.&amp;#039;&amp;#039; 1912 = Jg. 65, 11 ## Morgen-Blatt, 17. November 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche Gedichte von Martin Greif wurden vertont.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.lesekost.de/gedicht/HHLG20.htm |wayback=20111115160018 |text=Gedichte von Martin Greif mit Referenzen |archiv-bot=2022-03-24 01:07:33 InternetArchiveBot }} bei lesekost.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Drama über [[Agnes Bernauer]] gehört bis heute zum Repertoire Bayerischer Laientheater, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Vohburg an der Donau]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.freilichtfestspiele.de/die-festspiele-vohburg Mehr als 100-jährige Tradition der Agnes-Bernauer-Festspiele Vohburg]&amp;#039;&amp;#039; bei [https://www.freilichtfestspiele.de/ Freilicht-Festspiele Vohburg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bayern und der [[Pfalz (Region)|Pfalz]] sind zahlreiche Straßen nach Martin Greif benannt u.&amp;amp;nbsp;a. in Ampfing, [[München]], [[Regensburg]] und [[Ludwigshafen am Rhein]]. 2011 wurde in Speyer mit der Martin-Greif-Stube ein kleines [[Literaturmuseum]] zu Leben und Werk des Dichters eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wertungen ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Am besten gelungen sind seine Lieder, welche meist nur zwei oder drei Strophen, oft auch nur eine umfassen. Da ist jeder Vers von besonderem Reiz, in seiner Anspruchslosigkeit erquickend, in seiner Natürlichkeit herzgewinnend. Keine hochtrabende Ueberschwänglichkeit, keine auf Effect zielende Tendenz, kein gewaltsames Hervorzwängen ausgeklügelter Worte und Wortspiele. Ursprüngliche Kraft und überwältigende Wahrheit, eine leichte, gewandte Formbewegung, duftig zarte Phantasie und sinnige, lediglich einem warm empfindenden Herzen entsprossene Ideen sind die charakteristischen Eigenschaften der Greif’schen Muse. Mit wenigen Worten in uns die schönsten Gefühle und Stimmungen zu erwecken und erklingen zu lassen, ist seine Hauptstärke. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man fühlt bei diesen wirklichkeitsfrohen Gedichten, daß man es hier mit einem wahren Dichter von Gottes Gnaden, mit einem echten, rechten &amp;#039;&amp;#039;Volksdichter&amp;#039;&amp;#039; zu thun hat. Denn nicht eine der Natur mechanisch und gedankenlos abgeschriebene Form, nicht falsch angewandte, rührende Einfältigkeit des &amp;#039;&amp;#039;Empfindelns&amp;#039;&amp;#039; — was eine Anzahl wässeriger Poeten für das wesentlich Volksthümliche der Lyrik hält —, sondern jene realistisch künstlerische, rein dichterische, anschaulich bildmäßige Aussprache der &amp;#039;&amp;#039;Empfindung&amp;#039;&amp;#039;, wie sie in Martin Greif’s Gedichten vorherrscht, heißt und ist wahre Volksdichtung. […]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Form der Greif’schen Gedichte ist durchaus ungesucht und schlicht. Die Anschauungen des Dichters erscheinen dem Einfachen einfach, dem geistiger Begabten und tiefer Blickenden geistreich und voll Saft und Kraft. So muß auch der wahre Dichter sein und schreiben, daß seine Werke und Worte in Aller Herzen Widerhall finden. Die Verse fließen leicht und ohne Anstoß. Er kennt keine phrasenhaften und künstlichen Verwickelungen, sondern nur eine instinctive, angeborene Kraft, die wie im Traume schafft und unbewußt der Sprache und den Rhythmen gebietet und fast immer die dankbarste und passendste Form trifft.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Bernhard Stern-Szana|Bernhard Stern]], 1887&amp;lt;ref&amp;gt;Aus: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif. Zu seinem 49.&amp;amp;nbsp;Geburtstage, von einem Rigaer.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rigasche Zeitung]] №&amp;amp;nbsp;112 vom 20.&amp;amp;nbsp;Mai / 1.&amp;amp;nbsp;Juni 1887, S.&amp;amp;nbsp;1 ({{Webarchiv|url=https://periodika.lndb.lv/periodika2-viewer/view/index-dev.html?lang=fr#panel:paļissue:/p_003_rzei1887s01n112ļarticle:DIVL16 |wayback=20190208164856 |text=Digitalisat |archiv-bot=2022-03-24 01:07:33 InternetArchiveBot }} in der [[Lettische Nationalbibliothek|LNB]])&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich halte diesen Dichter sehr hoch; und gar Viele nennen ihn mit mir den bedeutendsten Lyriker seit Uhland. Die bewundernswerthe, vielsagende Kürze läßt ihn sogar häufig mit Goethe verglichen werden. Seine tiefgründende Stimmung, die den schwülen, faunischen Realismus der effekthaschenden Modernen vornehm ignoriert und verachtet, macht ihn mir besonders lieb. […] Greif ist in meinem Alter, unbeholfen wie ein Kind, verträumt und unpraktisch. Er ist, wo er einkehrt, der Schrecken der Kellner, da er die Gläser umstößt und die Speisen auf den Boden praktiziert; sein Äußeres hoffnungslose Prosa – die Zigarre zündet er natürlich am falschen Ende an – im Kaffeehaus trinkt er aus Versehen die Tassen seiner Nachbarn aus, wobei er Einen mit seinen treuen Augen so traurig anschauen kann, daß man ihm gut sein muß.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Josef Gabriel Rheinberger]], 1900&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Wanger]], [[Hans-Josef Irmen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Josef Gabriel Rheinberger. Briefe und Dokumente seines Lebens&amp;#039;&amp;#039;, Band VIII, Prisca Verlag, Vaduz 1987, S.&amp;amp;nbsp;51.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Martin Greif hat eine kleine, aber laute Gemeinde für sich, auf welche er stark zu wirken scheint. Es widerstrebt mir, ihre Freude zu stören; wer empfindet, hat schließlich immer recht. Ich kann es nur leider bei ihm nicht. Ich finde manchmal einen rein darstellenden Vers, werde aber meistens durch verbrauchte Worte, leere Sätze und die Härte der Verbindungen gleich wieder aus der Stimmung gerissen. Und gar mit seinen Dramen ergeht es mir wie [[Richard M. Meyer]]: ich kann an ‚solcher Dilettantenarbeit‘ höchstens ‚die löbliche Gesinnung schätzen‘. Ich sehe keine Gestalt, das Schicksal benimmt sich wie ein Zufall, und die Verse sind unerträglich. [...] Er hat aber dafür, was vielleicht mehr als Poesie gilt: eine ungemeine Kraft, zu begeistern. Er ist fast wie ein stotternder Redner, dem aber ein so heiliger Ernst aus den Augen schaut, daß wir seine Gesinnung unmittelbar fühlen. Dies führt ihm die Jugend zu, und mancher überlegene ‚Artist‘ mag ihn darum beneiden.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Hermann Bahr]], 1902&amp;lt;ref&amp;gt;Aus: „Kaiserjubiläums-Stadttheater“. In: [[Neues Wiener Tagblatt]] №&amp;amp;nbsp;62 vom 4.&amp;amp;nbsp;März 1902, S.&amp;amp;nbsp;8 ([http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwg&amp;amp;datum=19020304&amp;amp;seite=8 Digitalisat] bei [[ANNO]])&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In seinen Gedichten treffen wir freie Rhytmen, unter ihnen den schönen Hymnus auf den unglücklichen Bayernkönig Ludwig II., an Schillers Form erinnernde Distichen („Feuerbestattung“) und scharfe Sinngedichte […]. Aber als ‚elementarer Lyriker‘ nimmt Martin Greif eine bedeutsame geschichtliche Stellung ein, indem er entgegen dem epigrammatischen Zuge, den Heines Nachahmer der deutschen Lyrik aufdrängten, die ungetrübte Empfindung vertritt, wie sie das echte Volkslied kennzeichnet.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Max Koch (Literaturhistoriker)|Max Koch]] / [[Friedrich Vogt (Germanist)|Friedrich Vogt]], 1920&amp;lt;ref&amp;gt;Max Koch, Friedrich Vogt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;3. 4., neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1920, S.&amp;amp;nbsp;179 f. ([https://archive.org/details/geschichtederdeu03vogtuoft/page/179 Digitalisat] im [[Internet Archive]])&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Greifs Italienlyrik besitzt einen fast volksliedhaften Charakter, wozu die einfachen Reim- und Versstrukturen und die Klarheit der Sprache beitragen. Zudem offenbart sich die Naturlyrik als ein bisher kaum beachtetes Element seines schriftstellerischen Könnens. Italienische Szenerien zeigen sich dabei zumeist als Orte der Trauer, des Übersinnlichen und des Memento Mori.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Katharina Junk]] über Martin Greifs Italiengedichte&amp;lt;ref&amp;gt;Aus der [http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=4255 Kurzbiografie Martin Greif] auf [[Das Goethezeitportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Im liedhaften Stimmungsbild, ohne Pathos und ohne Sentimentalität, bot er seine besten Leistungen. Was er als Dichter erreichen wollte entsprach den Bildern seiner Malerfreunde [[Wilhelm Trübner]], [[Karl Haider]] und [[Hans Thoma]], die alle Portraits von Martin Greif angefertigt haben.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Alois J. Weichslgartner]], 2001&amp;lt;ref&amp;gt;Alois J. Weichslgartner: &amp;#039;&amp;#039;Schreiber und Poeten. Schriftsteller aus Altbayern und Schwaben im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Bayerland-Verlag, Dachau 2001, S.&amp;amp;nbsp;99 ([https://books.google.de/books?id=w_ZbAAAAMAAJ Snippet-Ansicht] bei [[Google Books]])&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Greif ist, was seine Verse anbelangt, gleich neben Mörike zu stellen: seine Verse haben einen Klang, gleichsam aus der Seele geschöpft, wie wir ihn nur bei diesem Altmeister der poetischen Lyrik vorfinden. Es ist die hohe Kultiviertheit der Sprache, die den auf den ersten Blick bescheiden wirkenden Strophen etwas Ewiges verleiht. Wir müssen aber auch zugeben, dass von den etwa 1100 Versen [lies: Gedichten], die in dem im Jahr 1909 erschienenen „Buch der Lyrik“ zu finden sind, nur vielleicht der zehnte Teil heute noch bestehen kann. Gelegenheitsgedichte wie der „Lobgesang auf den Sieg von Sedan“ haben begreiflicherweise nur noch geschichtlichen Wert. Doch von den anderen Versen geht ein Zauber aus, der einen nicht mehr loslässt.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Josef Steinbichler]], Heimatverein [[Töging am Inn]], 2011&amp;lt;ref&amp;gt;Aus: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.yumpu.com/de/document/read/3397482/januar-2011-obergrobner-druck-gmbh-design-satz-werbung- Das Grab des Dichters Martin Greif in Palmberg]&amp;#039;&amp;#039; (Teil 1). In: [[Töginger Stadtblattl]] №&amp;amp;nbsp;291 / Januar 2011, S.&amp;amp;nbsp;18 (Reihe &amp;#039;&amp;#039;Heimatbund Töging. Beiträge zur Heimatgeschichte&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Agnes Bernauer 1909.gif|hochkant|mini|Ankündigung des Trauerspiels &amp;#039;&amp;#039;Agnes Bernauer&amp;#039;&amp;#039; in Vohburg a.d. Donau, jetzt [[Vohburg an der Donau#Agnes-Bernauer-Festspiele|Agnes-Bernauer-Festspiele]]]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bertha und Ludwig. Trauerspiel in fünf Aufzügen&amp;#039;&amp;#039; (unter dem Namen Friedrich Hermann Frey). J. A. Finsterlin, München 1861 (Digitalisat bei {{archive.org|bub_gb_BIs6AAAAcAAJ}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schlacht von Leipzig. Eine epische Dichtung&amp;#039;&amp;#039; (unter dem Namen Friedrich Hermann Frey, auf der Titelseite mit dem Zusatz „Den Manen der in den Freiheitskämpfen Gefallenen“). E. A. Fleischmann’s Buchhandlung, München 1863 ([https://books.google.de/books?id=BYs6AAAAcAAJ Digitalisat] bei [[Google Books]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Frühlingssturmlieder&amp;#039;&amp;#039; (unter dem Namen Friedrich Hermann Frey, auf der Titelseite mit dem Zusatz „Voller Erlös für Schleswig-Holstein“). E. H. Gummi, München 1864 ([https://books.google.de/books?id=C4s6AAAAcAAJ Digitalisat] bei Google Books)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hans Sachs. Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen&amp;#039;&amp;#039; (unter dem Namen Fr. Hermann Frey). J. A. Schlosser’s Buch- und Kunsthandlung, Augsburg 1866 ([https://books.google.de/books?id=D4s6AAAAcAAJ Digitalisat] bei Google Books)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, Stuttgart 1868 ([https://books.google.lv/books?id=GYs6AAAAcAAJ Digitalisat] bei Google Books)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Corfiz Ulfeldt, der Reichshofmeister von Dänemark. Trauerspiel in fünf Acten mit einem Vorspiel&amp;#039;&amp;#039;. Gärtner, Bamberg 1873  (Digitalisat bei {{archive.org|corfizulfeldtder00grei}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Walther’s Rückkehr in die Heimath. Festspiel&amp;#039;&amp;#039;. Wagner, Innsbruck 1874 ([https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/opus4/files/11436/Greif.pdf PDF der 2. Auflage, 260 kB], bereitgestellt von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gedenkblätter&amp;#039;&amp;#039;. Metzler, Stuttgart 1875 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11307687_00005.html Digitalisat] auf den Seiten der [[Bayerische Staatsbibliothek|BSB]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nero. Trauerspiel in fünf Acten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Wallishausser’schen Buchhandlung, Wien 1877 (Digitalisat bei {{archive.org|neroeintrauerspi00grei}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marino Falieri, oder: Die Verschwörung des Dogen zu Venedig. Trauerspiel in 5 Acten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Wallishausser’schen Buchhandlung, Wien 1879 (Digitalisat bei {{archive.org|marinofalieriode00grei}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Prinz Eugen. Vaterländisches Schauspiel in 5 Acten&amp;#039;&amp;#039;. Verlag von Theodor Kay, Kassel 1880 (Digitalisat bei {{archive.org|prinzeugenvaterl00grei}})&lt;br /&gt;
** 6., verbesserte Auflage in J. A. Amelangs Verlag, Leipzig 1912 (Digitalisat bei {{archive.org|prinzeugenvaterl00grei_1}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Francesca da Rimini. Tragödie in fünf Akten.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart etc. 1892 ([https://books.google.lv/books?id=DG5BAAAAYAAJ Digitalisat] bei [[Google Books]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Agnes Bernauer, der Engel von Augsburg. Vaterländisches Trauerspiel&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1894 (Digitalisat innerhalb der Werkausgabe von 1896 bei {{archive.org|t2gesammeltewer03greiuoft/page/397}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;General York. Vaterländisches Schauspiel in fünf Akten&amp;#039;&amp;#039;. J. A. Amelangs Verlag, Leipzig 1902 (Digitalisat bei {{archive.org|generalyorkvater00grei}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Conradin&amp;#039;&amp;#039;, aufgeführt im Kaiserjubiläums-Stadttheater in Wien am 3. März 1902&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Lieder und Mären&amp;#039;&amp;#039;. J. A. Amelangs Verlag, Leipzig 1902 (Digitalisat bei {{archive.org|neueliederundmar00grei}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkausgabe ===&lt;br /&gt;
* Gesammelte Werke. Amelang, Leipzig 1895/96&lt;br /&gt;
** 1. Band: Gedichte (Digitalisat der 6., reich vermehrten Auflage bei {{archive.org|gesammeltewerke01greiuoft}})&lt;br /&gt;
** 2. Band: Dramen. 1. Teil (Digitalisat bei {{archive.org|gesammeltewerke02greiuoft}})&lt;br /&gt;
** 3. Band: Dramen. 2. Teil (Digitalisat bei {{archive.org|gesammeltewerke03greiuoft}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|29|29|Greif, Martin|Herbert Thiele|118697498}}&lt;br /&gt;
* Albert van Geelen: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif als Dramatiker in seinen Beziehungen zu Laube und zum Burgtheater unter Wilbrandt und Dingelstedt.&amp;#039;&amp;#039; Wächter-Verlag, Graz u. a. 1934.&lt;br /&gt;
* Adam gen. Ferdinand Hammerschmidt: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif als Lyriker: eine Psychologisch-ästhetische Analyse&amp;#039;&amp;#039; [Maschinenschr.] – Münster, Phil. Diss. v. 18. März 1924.&lt;br /&gt;
* Fritz Kastner: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif. Bibliographie zu seinem Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; Pfälzische Landesbibliothek, Speyer 1959.&lt;br /&gt;
* Laurenz Kiesgen: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif.&amp;#039;&amp;#039; Hesse u. Becker, Leipzig 1905.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Kosch: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif in seinen Werken.&amp;#039;&amp;#039; Amelang, Leipzig 1907.&lt;br /&gt;
* [[Otto Lyon]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif als Lyriker und Dramatiker&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig 1889.&lt;br /&gt;
* [[Simon Prem|Simon M. Prem]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif. Versuch zu einer Geschichte seines Lebens und Dichtens mit besonderer Rücksicht auf seine Dramen und seiner Stellung in der deutschen Litteratur.&amp;#039;&amp;#039; Renger, Leipzig 1892.&lt;br /&gt;
* [[Jocza Savits]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greifs Dramen. Eine Studie.&amp;#039;&amp;#039; Engl, München 1911.&lt;br /&gt;
* C. Stemplinger: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif als Lyriker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Alte und Neue Welt; Illustriertes katholisches Familienblatt.&amp;#039;&amp;#039; 33. Jahrgang, Sammelband 1898/99, 10. Heft, S. 626–628.&lt;br /&gt;
* Antonia Kostretska (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Martin Greif. Ausgewählte Gedichte in Deutsch und Russisch.&amp;#039;&amp;#039; Heidelberg 2011, ISBN 978-3-00-034527-2. (deutsch, russisch)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Kreowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Über Martin Greif.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;März. Eine Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; 7. Jg., Albert Langen, München 1912, S.&amp;amp;nbsp;315 ff.&lt;br /&gt;
* Elias Zolkiewer: &amp;#039;&amp;#039;Martin Greifs Jugendlyrik.&amp;#039;&amp;#039; Prag 1917 [Handschriftlich] – Prag Phil. Diss. 1917 = Dt. Quellen u. Studien H. 4 [Original: Univ. Knihovna Prag; Mikrofilm 107].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118697498}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118697498}}&lt;br /&gt;
* [http://dichterwiki.lib.byu.edu/index.php5/Greif,_Martin_%28d.i.:_Friedrich_Hermann_Frey%29,_1839-1911 Manuskripte und Briefe Greifs in Bibliotheken und Archiven]&lt;br /&gt;
* [http://www.heimat-kufstein.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=20:100-todestag-von-martin-greif Webseite zum 100. Todestag von Martin Greif]&lt;br /&gt;
* [http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=4255 Biografische Webseite mit Bild]&lt;br /&gt;
* [http://www.lesekost.de/gedicht/HHLG20.htm Übersicht über Links zu Martin Greif im Internet]&lt;br /&gt;
* [http://dichterwiki.lib.byu.edu/index.php5/Greif,_Martin_%28d.i.:_Friedrich_Hermann_Frey%29,_1839-1911 Nachlass von Martin Greif]&lt;br /&gt;
* [https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/11436 Universität Frankfurt]. &amp;#039;&amp;#039;Walther&amp;#039;s Rückkehr in die Heimath&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.speyer.de/sv_speyer/de/Tourismus/Museen%20und%20Lernorte/Martin%20Greif%20Stube/ Martin-Greif-Gedenkräume in Speyer]&lt;br /&gt;
* [http://www.literaturportal-bayern.de/autorenlexikon?task=lpbauthor.default&amp;amp;pnd=118697498 Martin Greif im Literaturportal Bayern]&lt;br /&gt;
* {{PGDA|greif|Martin Greif}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118697498|LCCN=no90003696|VIAF=287216106}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Greif, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Greif, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Frey, Friedrich Hermann (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Dichter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juni 1839&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Speyer]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. April 1911&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kufstein]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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