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	<title>Martin Friedrich Seidel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:45:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Friedrich_Seidel&amp;diff=2903855&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Buchtitel berichtigt</title>
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		<updated>2025-10-29T08:33:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buchtitel berichtigt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MartinFriedrichSeidel.jpg|miniatur|Martin Friedrich Seidel]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Friedrich Seidel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Februar]] [[1621]] in [[Berlin]]; † [[Mai]] [[1693]] ebenda) war ein [[Jurist]], [[Kurfürstlicher Rat|kurfürstlich-brandenburgischer Kammergerichtsrat]] und [[Schwedisch-Pommern|schwedisch-pommerscher Hofgerichtsrat]]. Er gilt als einer der wichtigen Geschichtsforscher seiner Zeit in [[Mark Brandenburg|Brandenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Martin Friedrich war ein Sohn des Juristen und kurfürstlichen Rats [[Erasmus Seidel]] (1594–1655), die Mutter stammte aus [[Pommern]]. Er besuchte das [[Joachimsthalsches Gymnasium|Gymnasium]] in Joachimsthal und dann das [[Gymnasium zum Grauen Kloster]] in Berlin. Danach studierte Seidel möglicherweise in [[Brandenburgische Universität Frankfurt|Frankfurt (Oder)]] und [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]], wo der Vater eine Zeit lang lebte. Anschließend hielt er sich kurze Zeit in [[Toruń|Thorn]] auf und ging dann zur Familie nach [[Kleve|Cleve]], wo der Vater in brandenburgischen Diensten stand. Im nahegelegenen [[Köln]] machte er seine wichtigsten [[Geographie|geografischen]] Studien und kam auch in Berührung mit dem [[Katholizismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1641 bis 1643 war Seidel in Frankfurt (Oder) und lebte bei dem Juristen [[Johann Brunnemann]]. Als Erzieher der [[Strünkede (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Strünkede]] ging er mit diesen an die [[Philipps-Universität Marburg|Universität]] in [[Marburg]], wo er als bisheriger [[Irenik|irenischer]] [[Georg Calixt|Calixtiner]] sich dem [[Lutherische Orthodoxie|orthodoxen Luthertum]] annäherte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Reisen durch [[Holland]] und [[Frankreich]] wurde Seidel kurfürstlich-brandenburgischer [[Kammergericht]]srat in [[Berlin]]. Als er sich 1670 jedoch weigerte, den von allen Geistlichen und Juristen geforderten [[Toleranzedikt (Brandenburg)|Toleranzrevers]] zu unterschreiben&amp;lt;!--, mit dem der Kurfürst ein Ende der Streitigkeiten zwischen Lutheranern und Reformierten durchsetzen wollte --&amp;gt;, führte dies zu seiner Entlassung.  Seidel ging daraufhin in [[Schwedisch-Pommern|schwedisch-pommersche]] Dienste und wurde [[Hofgericht]]srat. 1675 empfing er als solcher den brandenburgischen Kurfürsten [[Friedrich Wilhelm (Brandenburg)|Friedrich Wilhelm]] in [[Stralsund]], das dieser gerade erobert hatte. Daraufhin wurde er wieder in seine frühere Stellung als Kammergerichtsrat in Berlin eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidel führte Ausgrabungen auf jungbronzezeitlichen Urnengräberfeldern durch, z.&amp;amp;nbsp;B. 1666 in der Gemarkung [[Lichtenberg (Frankfurt (Oder))|Lichtenberg bei Frankfurt (Oder)]] oder 1685 bei [[Müllrose]]. Das Protokoll der erstgenannten Ausgrabungen ist der älteste bekannte Grabungsbericht aus der Mark Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er vermählte sich 1649 mit Martha Sophia von Kohl (1624–1650), Tochter des Vizekanzlers [[Andreas von Kohl]].&lt;br /&gt;
Der einzige Sohn Andreas Erasmus (* 1650) ging in diplomatischem Dienst in die [[Levante]], wurde jedoch 1692 vom Vater zurückgerufen und lebte danach in Frankfurt (Oder).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bildersammlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Friedrich Seidel veröffentlichte 100 Kupferstiche bedeutender Brandenburger (ohne Biographien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Icones Et Elogia Virorum Aliquot Praestantium : Qui Multum Studiis Suis Consiliisq[ue] Marchiam Olim Nostram Iuverunt Ac Illustrarunt / Nunc Vero Tanquam Phoenices Ex Cineribus Redivivi Sistuntur Ex Collectione Martini Friderici Seidel Consiliarii Brandenburgici&amp;#039;&amp;#039;, [1671] [https://digital-beta.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht?PPN=PPN796237034&amp;amp;PHYSID=PHYS_0107&amp;amp;DMDID=DMDLOG_0049 Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Gottfried Küster]] übernahm diese Drucke und ergänzte für jede Person eine Biographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*  &amp;#039;&amp;#039;[[Martin Friedrich Seidels Bilder-Sammlung]]&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1751 [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11121819_00009.html Digitalisat],  [https://books.google.de/books?id=6w8UAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;hl=de Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Vaticinium Lehninense &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Nachlass soll eine Handschrift des [[Vaticinium Lehninense]] gefunden worden sein;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegmar Döpp]]: &amp;#039;&amp;#039;Vaticinium Lehninense&amp;#039;&amp;#039;. Hildesheim 2015, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; er gilt darum als einer der möglichen Verfasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weitere Schriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Friedrich Seidel gilt als wichtigster brandenburgischer Geschichtsforscher seiner Zeit, trotzdem sind nur wenige Schriften von ihm bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Thesaurus orcivus marchicus&amp;#039;&amp;#039;, 1660, neu herausgegeben 1972 von Horst Kirchner&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Hoch-Adeliche Märcker/ Das ist: Eine Lob- und Gedächtniß-Schrifft/ Darinn Der weiland ... Herr Claus Ernst von Platen/ Sr. Churfürstl. Durchl. zu Brandenburg gewesener Geheimter Estat und Krieges-Raht (...) und Director des Priegnitzirischen Creyses (...) Nach dem Derselbe am 14. Junii/ Anno 1669. im 57sten Jahre (...) durch einen zwar frühzeitigen/ doch seligen Tod hinweggenommen: Auff Begehren mit trauriger Hand und Hertzen kürtzlich fürgestellet und beklaget worden&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1670&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|12|637|637|Seidel, Martin Friedrich|[[Heinrich Pröhle]]|ADB:Seidel, Martin Friedrich}}&lt;br /&gt;
* [[Johannes Bolte]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Friedrich Seidel, ein brandenburgischer Geschichtsforscher des 17. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1896. [https://digital.ub.uni-potsdam.de/content/titleinfo/22668 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* Horst Kirchner: &amp;#039;&amp;#039;Des churbrandenburgischen Hof- und Kammergerichtsraths Martin Friedrich Seidel Thesaurus Orcivus Marchicus. Aus den Anfängen der Vorgeschichtsforschung in der Mark Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1972. ISBN 3-7769-0126-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Martin Friedrich Seidel}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|117655740}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117655740|VIAF=77098928}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seidel, Martin Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürstlicher Rat (Brandenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1621]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1693]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seidel, Martin Friedrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Jurist, brandenburgischer Kammergerichtsrat und Geschichtsforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Februar 1621&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Mai 1693&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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