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	<title>Martin Drath - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Drath&amp;diff=543052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 14. Juli 2023 um 17:01 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Hermann Drath&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. November]] [[1902]] in [[Arzberg (Sachsen)|Blumberg]]/[[Sachsen]]; † [[14. April]] [[1976]] in [[Karlsruhe]]) war ein deutscher [[Jurist]] und [[Richter]] des [[Bundesverfassungsgericht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Drath wuchs in einem protestantischen Pfarrhaus auf und genoss eine [[Humanismus|humanistische]] Ausbildung. Das Studium der Rechtswissenschaften führte ihn an die Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Universität Leipzig|Leipzig]], [[Universität Rostock|Rostock]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200017530 Immatrikulation von Matrin Drath] im [[Rostocker Matrikelportal]].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]]. In Kiel wurde Drath 1927 bei [[Walter Jellinek]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Drath war seit 1926/27 Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (SPD). Nach der Promotion arbeitete Drath bei dem der Sozialdemokratie nahestehenden [[Allgemeiner Deutscher Beamtenbund|Allgemeinen Deutschen Beamtenbund]]. Seit 1931 war Drath in [[Berlin]] nebenamtlicher Assistent bei den bedeutenden Staatsrechtslehrern [[Hermann Heller (Jurist)|Hermann Heller]] und [[Rudolf Smend (Rechtswissenschaftler)|Rudolf Smend]]. 1932 wurde er Dozent an der [[Akademie der Arbeit]] in der [[Universität Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Machtübernahme der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] verlor Martin Drath diese Anstellung und musste sich als Buchhalter und Wirtschaftsprüfer durchschlagen. Von 1939 bis 1945 wurde er zur [[Wehrmacht]] in die Militärverwaltung eingezogen. In Belgien war Drath ab September 1940 Mitarbeiter der Gruppe XII (Feind- und Judenvermögen) in der Wirtschaftsabteilung des deutschen Verwaltungschefs [[Eggert Reeder]]. Ab Ende 1940 war er Geschäftsführer der von der Militärverwaltung nach belgischem Recht gegründeten Brüsseler Treuhandgesellschaft (BTG), die das den Juden geraubte Vermögen verwaltete.&amp;lt;ref&amp;gt;Insa Meinen: &amp;#039;&amp;#039;Die Shoah in Belgien&amp;#039;&amp;#039;, Darmstadt 2009, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort lernte er den deutschen Unternehmer Felix Meyer kennen, zu dem er ein vertrauensvolles Verhältnis unterhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Amelis von Mettenheim: &amp;#039;&amp;#039;Felix Meyer. Erfinder und Menschenretter&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 1998, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Sein Angebot nach dem Krieg, an die belgische Regierung ([[Paul-Henri Spaak]]) umfassend über seine Tätigkeit während des Krieges in Belgien zu berichten, wurde nie angenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde Drath erneut Mitglied der SPD und war auf Vermittlung von [[Hermann Brill]] zuerst in der Thüringischen Verwaltungsgesellschaft und dann an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]] tätig. 1946 wurde er durch die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]] (SED). Nach seiner [[Habilitation]] wurde Drath 1946 Professor für öffentliches Recht in [[Jena]]. Die Jenaer Zeit ist geprägt von der Habilitationsschrift, die sich als eine der ersten Arbeiten nach dem Krieg mit der Staatslehre [[Carl Schmitt]]s auseinandersetzte. Außerdem wirkte Drath an der thüringischen Verfassung und an der Gesetzgebung des Landes mit. 1948 verließ Drath wegen drohender politischer Verfolgung die [[Sowjetische Besatzungszone]] (SBZ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Weggang in die Westzonen war er Mitglied der vorbereitenden Kommission für das [[Godesberger Programm]] von 1959. Über eine kurze Zwischenstation in Hessen wurde Drath 1949 Professor an der neu gegründeten [[Freie Universität Berlin|Freien Universität in Berlin]]. Dort verfasste er seine rechtstheoretischen Arbeiten und die wichtigen Aufsätze zum rechtlichen Status Berlins. 1951 wurde Drath mit der Gründung des [[Bundesverfassungsgericht]]es für zwölf Jahre Richter im ersten Senat. Er wirkte unter anderem an den Urteilen in Sachen „[[Lüth-Urteil|Lüth]]“, „[[Apothekenurteil|Apotheken]]“, „[[Wilhelm Elfes#Elfes-Urteil|Elfes]]“ und dem [[KPD-Verbot]] mit. 1963 wurde Drath nicht wieder zum Verfassungsrichter gewählt, weil er in der Presse als „[[Wilhelm Pieck|Piecks]] Kronjurist“ diffamiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nahm dann einen Ruf auf eine Professur für öffentliches Recht, [[Rechtssoziologie]] und Rechtstheorie an der [[Technische Universität Darmstadt|TU Darmstadt]] an. Dort widmete er sich vor allem der Arbeit an seiner Staatslehre, die ihren wesentlichen Niederschlag im Artikel &amp;#039;&amp;#039;Staat&amp;#039;&amp;#039; im Evangelischen Staatslexikon fand. Mit seiner innovativen Staats- und Rechtstheorie findet Drath bis heute Wirkung in den staatswissenschaftlichen Disziplinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen/Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1963: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland]]&amp;lt;ref&amp;gt;Verleihung 5. Dezember 1963, Veröffentlichung im &amp;#039;&amp;#039;Bundesanzeiger&amp;#039;&amp;#039;, Mai 1964. &amp;lt;!-- Mitteilung Bundespräsidialamt 4. Januar 2023 --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rechts- und Staatslehre als Sozialwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Duncker und Humblot, Berlin 1977.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grund und Grenzen der Verbindlichkeit des Rechts.&amp;#039;&amp;#039; Mohr (Siebeck), Tübingen 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Berichte aus dem öffentlichen Recht.&amp;#039;&amp;#039; Isar Verlag, München 1955.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit in der sowjetischen Besatzungszone.&amp;#039;&amp;#039; Dt. Bundes-Verlag [in Komm.], Bonn 1954; 2., überarb. u. erw. Auflage, Bonn 1954; 4. Auflage, Bonn 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wahlprüfungsrecht bei der Reichstagswahl.&amp;#039;&amp;#039; G. Stilke, Berlin 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Baldus (Rechtswissenschaftler, 1963)|Manfred Baldus]]: &amp;#039;&amp;#039;Martin Drath (1902–1976).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Häberle]], [[Michael Kilian (Jurist)|Michael Kilian]], [[Heinrich Amadeus Wolff|Heinrich Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsrechtslehrer des 20. Jahrhunderts. Deutschland, Österreich, Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter, Berlin/Boston (2. Auflage) 2018, ISBN 978-3-11-054145-8, S. 743–761.&lt;br /&gt;
* Manfred Baldus: &amp;#039;&amp;#039;Wer war und wofür steht Martin Drath?&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Recht und Politik]]&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 86–97.&lt;br /&gt;
* [[Michael Henkel (Politikwissenschaftler)|Michael Henkel]], [[Oliver Lembcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Staat als Lebensaufgabe: Martin Drath (1902–1976).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Justiz]]&amp;#039;&amp;#039;. 36. Jg., 2003, S. 445–461.&lt;br /&gt;
* Michael Henkel, Oliver W. Lembcke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Moderne Staatswissenschaft. Beiträge zu Leben und Werk Martin Draths&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Politischen Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 156). Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 2009, ISBN 978-3-428-12189-2.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|autor=Markus Porsche-Ludwig|artikel=Drath, Martin|band=32|spalten=247-253}}&lt;br /&gt;
* Martin Otto: &amp;#039;&amp;#039;Martin Drath (1902–1976). „Wissen Sie denn nicht, daß Drath ein Roter ist?“&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Lingelbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechtsgelehrte der Universität Jena aus vier Jahrhunderten.&amp;#039;&amp;#039; Bussert &amp;amp; Stadeler, Jena u. a. 2012, ISBN 978-3-932906-83-1, S. 329–356.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116196629}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/0bf31202-3585-42c9-8d6f-d2849743418e/ Nachlass Bundesarchiv N 1341]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116196629|LCCN=no/2001/96757|VIAF=15513703}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Drath, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Bundesverfassungsgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Belgiens 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Drath, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Draht, Martin Hermann (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, Politiker (SPD), Richter des Bundesverfassungsgerichts&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. November 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Blumberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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