<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Martin_Doerry</id>
	<title>Martin Doerry - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Martin_Doerry"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Doerry&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T19:32:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Doerry&amp;diff=899074&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Idontkaer: Verlinkung ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Doerry&amp;diff=899074&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-11T00:02:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Verlinkung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Martin Doerry.jpg|mini|hochkant|Martin Doerry (2008)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Doerry&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Juni]] [[1955]] in [[Uelzen|Uelzen-Veerßen]]) ist ein deutscher Journalist und Buchautor. Er war von 1998 bis 2014 stellvertretender [[Chefredakteur]] des deutschen Nachrichtenmagazins &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Martin Doerry ist der Sohn von [[Jürgen Doerry]] (1925–2022), der bis zur Pensionierung [[Bundesgerichtshof|Bundesrichter]] in Karlsruhe war, und der [[Krankenpfleger|Krankenschwester]] Ilse Doerry, der Tochter der jüdischen Ärztin [[Lilli Jahn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doerry absolvierte nach dem Abitur 1974 am [[Ernestinum Celle|Gymnasium Ernestinum]] in Celle ein Studium der [[Germanistik]] und [[Geschichte]] an der [[Universität Tübingen]]. Vom [[DAAD]] erhielt er einen Stipendienaufenthalt an der [[Universität Zürich]]. Im Anschluss an das [[Erstes Staatsexamen|Erste Staatsexamen]] erhielt er von der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]] ein Promotionsstipendium und schloss 1985 seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]] in Neuerer Geschichte ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach arbeitete Doerry zwei Jahre im [[Süddeutscher Rundfunk|SDR]]-Studio in [[Karlsruhe]]. Von 1987 bis 2021 war er beim Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt. Zunächst war er dort Redakteur im Bereich [[Bildungspolitik]], bevor er im Oktober 1991 gemeinsam mit [[Mathias Schreiber]] die Leitung des [[Feuilleton]]s übernahm. Ab 1996 fungierten er und [[Gerhard Spörl]] als Ressortleiter für &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Politik&amp;#039;&amp;#039;. Von August 1998 bis Juni 2014 war er stellvertretender Chefredakteur des &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, danach arbeitete er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2021 als [[Autor]]. Zwischen 2016 und 2019 war er zusätzlich Mit-Geschäftsführer der Mitarbeiter-KG des SPIEGEL-Verlages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit seinem Kollegen [[Markus Verbeet]] begründete er unter dem Obertitel „Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?“ eine Taschenbuchreihe, deren erster Band 2010 erschien. Der &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;-Wissenstest umfasst Einzeltitel zu den Themen Politik und Gesellschaft, Geschichte, Religion, Kultur, Fußball; 2018 erschien unter dem Titel „Wen liebte Goethes Faust?“ der Wissenstest Literatur. Die Gesamtauflage der Reihe beträgt mehr als eine Million Exemplare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Doerry erkannte die historische Bedeutung des Briefwechsels zwischen seiner Großmutter, der jüdischen Ärztin [[Lilli Jahn]], und ihren Kindern. Sie war 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Doerry |Titel=Mein verwundetes Herz. Das Leben der Lilli Jahn. |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt |Ort=Stuttgart/München |Datum=2002 |ISBN=3-421-05634-X |Seiten=322 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Briefe stammen vor allem aus der Zeit, als Lilli Jahn in dem [[Arbeitserziehungslager]] [[KZ Breitenau|Breitenau]] nahe [[Kassel]] interniert war und ihre fünf Kinder nahezu auf sich alleine gestellt waren. Doerry veröffentlichte 2002 eine Auswahl der 250 Briefe, die im Nachlass seines Onkels und ehemaligen [[Bundesministerium der Justiz|Bundesjustizministers]] [[Gerhard Jahn]] gefunden wurden, unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;„Mein verwundetes Herz“ – das Leben der Lilli Jahn&amp;#039;&amp;#039; als Buch. Von der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; wird dieses Buch in eine Reihe mit dem [[Tagebuch der Anne Frank]] und den Aufzeichnungen [[Victor Klemperer]]s gestellt; der Schriftsteller [[Martin Walser]] hob in einer Rezension den historischen Rang der Dokumentation hervor: „Ich habe noch nie von einem Buch gesagt, es gehöre in die Schule, hier muss ich das sagen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Walser: &amp;#039;&amp;#039;Ums Leben schreiben. Die Briefe der Lilli Jahn und ihrer Kinder.&amp;#039;&amp;#039; In: Süddeutsche Zeitung, 8. August 2002, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Buch wurde in 19 Sprachen übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2006 erschien der Bildband &amp;#039;&amp;#039;„Nirgendwo und überall zu Haus“ – Gespräche mit Überlebenden des Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. Sämtliche Fotoporträts steuerte Monika Zucht bei. Zu den 24 Befragten zählen die Schriftsteller Aharon Appelfeld, Edgar Hilsenrath, Ruth Klüger, Arno Lustiger und Imre Kertész. In seiner Einleitung schreibt Doerry: „Langsam senkt sich der Schatten über die Erinnerung. Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Vertreibung des europäischen Judentums werden bald verstummt sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Doerry |Titel=„Nirgendwo und überall zu Haus“. Gespräche mit Überlebenden des Holocaust |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt |Ort=München |Datum=2006 |ISBN=9783421042071 |Seiten=6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 folgte, herausgegeben von Doerry und seiner Kollegin Susanne Beyer, der Band &amp;#039;&amp;#039;„Mich hat Auschwitz nie verlassen“. Überlebende des Konzentrationslagers berichten&amp;#039;&amp;#039;, eine Sammlung von 20 Erinnerungsprotokollen ehemaliger Auschwitz-Häftlinge, zusammengetragen von &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;-Redakteuren in Europa, Israel und den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039; enthüllte Doerry im Oktober 2018 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der gefühlte Jude&amp;#039;&amp;#039;, dass der damalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Pinneberg, Wolfgang Seibert, sich eine jüdische Identität zugelegt hatte, in Wirklichkeit aber Protestant war. Im Mai 2019 enthüllte er ebenfalls im &amp;#039;&amp;#039;Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, dass die Bloggerin und Historikerin [[Marie Sophie Hingst]] große Teile ihrer Biographie in ihrem Blog erfunden hatte; Hingst war, anders als von ihr beschrieben, nicht Nachfahrin von Holocaust-Opfern.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Doerry: &amp;#039;&amp;#039;Bloggerin Marie Sophie Hingst: Die Historikerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand.&amp;#039;&amp;#039; Spiegel Online, 31. Mai 2019, abgerufen am 5. August 2019.  &amp;#039;&amp;#039;‘Literature, Not Journalism‘. The Historian Who Invented 22 Holocaust Victims.&amp;#039;&amp;#039; (Spiegel-Artikel in englischer Sprache).&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Suizid Hingsts gab es Vorwürfe gegen Doerry, zu rücksichtslos mit der emotional labilen Autorin umgegangen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Scally: &amp;#039;&amp;#039;The life and tragic death of Trinity graduate and writer Sophie Hingst.&amp;#039;&amp;#039; Irish Times, abgerufen am 28. Juli 2019 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu seinen Verteidigern zählte unter anderem [[Carolin Emcke]], Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, die in der &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen Zeitung&amp;#039;&amp;#039; erklärte: „Auch ich hätte geschrieben über die Täuschungen, weil wir das den Angehörigen der Opfer der Schoah schuldig sind.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carolin Emcke:  &amp;#039;&amp;#039;Licht und Dunkel. Der Tod der enttarnten Bloggerin Marie Sophie Hingst geht alle Journalisten an – und fordert sie heraus.&amp;#039;&amp;#039; In: Süddeutsche Zeitung, 2. August 2019, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doerry ist verheiratet und hat drei Töchter. Er lebt in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://martindoerry.com/vita/ |titel=Vita |werk=Martin Doerry |datum=2021-03-04 |sprache=de-DE |abruf=2022-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Übergangsmenschen. Die Mentalität der Wilhelminer und die Krise des Kaiserreichs&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, Juventa Verlag, Weinheim/München 1986, Band 1: ISBN 3-7799-0800-X, Band 2: ISBN 3-7799-0801-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mein verwundetes Herz. Das Leben der Lilli Jahn 1900–1944&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2002, ISBN 3-421-05634-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nirgendwo und überall zu Haus. Gespräche mit Überlebenden des Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2006, ISBN 3-421-04207-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lillis Tochter. Das Leben meiner Mutter im Schatten der Vergangenheit – eine deutsch-jüdische Familiengeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2023, ISBN 3-4210-4894-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12126114X}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|martin-doerry}}&lt;br /&gt;
* [https://www.martindoerry.com Offizielle Homepage von Martin Doerry]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/impressum/autor-9699.html Martin Doerry] auf der Website des &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegels]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://meedia.de/2014/01/20/spiegel-buchner-baut-chefredaktion-um/ meedia.de]&lt;br /&gt;
* https://martindoerry.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12126114X|LCCN=n/85/254664|NDL=01034636|VIAF=100299848}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Doerry, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Spiegel-Verlag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Doerry, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juni 1955&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Uelzen|Uelzen-Veerßen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Idontkaer</name></author>
	</entry>
</feed>