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	<title>Martin Christian Luther - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:38:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Christian_Luther&amp;diff=2724252&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AnPa286: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-03-02T16:30:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Christian Luther&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* {{JULGREGDATUM|26|4|1883|Link=ja}} in [[Tallinn|Reval]]; †&amp;amp;nbsp;[[12. März]] [[1963]] in [[München]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://raadiotuba.and.ee/tormolen.html &amp;#039;&amp;#039;Martin Christian Luther.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ajalugu – Isikud&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: Geschichte – Personen). AS TORMOLEN &amp;amp; KO 1920–1940. Auf Raadiotuba.and.ee (estnisch), abgerufen am 14.&amp;amp;nbsp;November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Deutsch-Balten|deutschbaltischer]] Unternehmer. Er war einer der führenden [[Estland|estländischen]] Industriellen der [[Zwischenkriegszeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Unternehmertum ==&lt;br /&gt;
Martin Christian Luther wurde als Sohn des deutschbaltischen Industriellen [[Christian Wilhelm Luther]] (1857–1914) und seiner Ehefrau Helen Luther (geborene Greiffenhagen) in der [[Gouvernement Estland|estnischen]] Hauptstadt [[Tallinn]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Reval&amp;#039;&amp;#039;) geboren. Sein Ururgroßvater [[Georg Christian Luther]] war 1742 vom [[Schlesien|schlesischen]] [[Breslau]] nach Tallinn ausgewandert und hatte den Grundstein für das erfolgreiche Familienunternehmen in [[Estland]] gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Christian Luther besuchte zunächst die [[Tallinna Reaalkool|Oberrealschule]] (damals Ревельское Петровское Реальное училище) in Tallinn und studierte von 1902 bis 1904 in [[Hamburg]]. Daneben erhielt er eine Ausbildung in England und Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tallinn Veerenni2.jpg|mini|Die ehemaligen Fabrikgebäude der Möbelfirma &amp;#039;&amp;#039;A. M. Luther&amp;#039;&amp;#039; im Tallinner Stadtbezirk [[Veerenni]]]]&lt;br /&gt;
Anschließend war er bei der [[Aktiengesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;A. M. Luther&amp;#039;&amp;#039; tätig, die sein Vater [[Christian Wilhelm Luther]] und sein Onkel [[Carl Wilhelm Luther]] (1859–1903) im Jahr 1898 gegründet hatten. Die [[Furnier]]holz-Fabrik war einer der größten Unternehmen in Estland und führend in der Möbelherstellung. Martin Christian Luther stand für den weiteren Expansionskurs der Firma und die Erschließung von neuen Märkten im Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Tode seines Vaters 1914 war Martin Christian Luther Miteigentümer und Direktor der Möbelfabrik. 1915 gründete er mit der Firma &amp;#039;&amp;#039;Faner&amp;#039;&amp;#039; ein Tochterunternehmen im [[Finnland|finnischen]] [[Lohja]]. In [[Bolderāja]] (&amp;#039;&amp;#039;Bolderaa&amp;#039;&amp;#039;) bei [[Riga]] hob er das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Lignum&amp;#039;&amp;#039; für den [[Lettland|lettischen Markt]] aus der Taufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben war er an zahlreichen anderen Unternehmen beteiligt, wie beim Tabakkonzern &amp;#039;&amp;#039;[[Compagnie Laferme|Laferme]]&amp;#039;&amp;#039; und der estnischen Fluglinie &amp;#039;&amp;#039;[[Aeronaut (Fluggesellschaft)|Aeronaut]]&amp;#039;&amp;#039;. Er war Miteigentümer der 1897 in London gegründeten englischen Möbel- und Vertriebsfirma &amp;#039;&amp;#039;Venesta Ltd.&amp;#039;&amp;#039; und bis 1939 Aufsichtsratsmitglied der Ende des 19. Jahrhunderts gegründeten „Baltischen Baumwollspinnerei und Weberei AG“ (&amp;#039;&amp;#039;Balti Puuvilla Ketramise ja Kudumise Vabrik AS&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Christian Luther stand zahlreichen estnischen Wirtschaftsverbänden vor. Von 1917 bis 1938 war er Präses der 1917 gegründeten Estnischen Fabrikantenverbandes. Von 1925 bis 1933 fungierte Luther als Vorsitzender der Abteilung Großindustrie bei der estnischen Handels- und Industriekammer. Später war er Mitglied des Plenums der Handels- und Industriekammer. Daneben war Luther Aufsichtsratsmitglied der [[Eesti Pank|Estnischen Zentralbank]] (&amp;#039;&amp;#039;Eesti Pank&amp;#039;&amp;#039;) sowie des 1884 gegründeten privaten Bankhauses &amp;#039;&amp;#039;[[G. Scheel &amp;amp; Co]]&amp;#039;&amp;#039;. Luther war letzte [[Ältermann]] der [[Haus der Großen Gilde|Großen Gilde]] in Reval. Er war gleichzeitig Präses des Kirchenrats der [[Niguliste kirik|St. Nikolaikirche]] in Tallinn und Commodore des Estländischen See-Yacht-Clubs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politiker ==&lt;br /&gt;
Luther war auch politisch aktiv. Als Vertrauensmann der estnischen Regierung nahm er als Sachverständiger an internationalen Konferenzen und 1926 an der Sitzung des [[Völkerbund]]s teil. Als Vertreter der deutschbaltischen Minderheit wurde Luther bei den [[Parlamentswahl in Estland 1923|Parlamentswahlen 1923]] in das [[Riigikogu (1919–1934)|estnische Parlament]] (&amp;#039;&amp;#039;Riigikogu&amp;#039;&amp;#039;) gewählt. Er war Vorstandsmitglied und einer der drei Abgeordneten der [[Deutsch-baltische Partei in Estland|Deutsch-baltischen Partei in Estland]], verzichtete im selben Jahr aber auf sein Parlamentsmandat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umsiedlung der Deutschbalten ==&lt;br /&gt;
Kurz nach Abschluss des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|Hitler-Stalin-Pakts]] vom 23. August 1939, der in seinem geheimen Zusatzprotokoll Estland der sowjetischen Interessensphäre überließ, wanderte Luther im Zuge der Umsiedlung der Deutschbalten im März 1940 aus dem [[Baltikum]] aus. Er lebte im [[Reichsgau Wartheland |Warthegau]]. Während der deutschen Besetzung Estlands kehrte er von 1941 bis 1944 zeitweise in seine Heimat zurück, bevor er sich endgültig in Deutschland niederließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit endete auch die über 150-Jährige unternehmerische Tätigkeit der Familie Luther im [[Baltikum]]. Mit der folgenden [[Sowjetunion|sowjetischen]] Besetzung Estlands wurden die Betriebe verstaatlicht und als planwirtschaftliche Einheiten weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wiedererlangung der estnischen Unabhängigkeit versuchten die Ehefrau von Luthers Sohn, Dorothea Luther, sowie sein Enkel Yens Marsen Luther mehrere ehemalige Firmengrundstücke wieder in ihr Eigentum zu bekommen. Sie scheiterten größtenteils mit ihren Klagen, erhielten aber eine Geldsumme als Abfindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatleben ==&lt;br /&gt;
Martin Christian Luther heiratete im Januar 1909 in Tallinn Yvonne Sieger. Die Ehe wurde 1916 geschieden. Im Januar 1917 heiratete Luther in Tallinn seine zweite Ehefrau Franziska, geborene Varenhorst, geschiedene Irschick.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBLD|GND137892640|NAME=Luther, Martin* Christian}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Mads Ole Balling |Titel=Von Reval bis Bukarest – Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel und Südosteuropa 1919–1945, Band 1, 2. Auflage |Ort=Kopenhagen |Jahr=1991 |Seiten=125 |ISBN=87-983829-3-4}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Eesti elulood.&amp;#039;&amp;#039; Tallinn: Eesti entsüklopeediakirjastus 2000 (= Eesti Entsüklopeedia 14) ISBN 9985-70-064-3, S.&amp;amp;nbsp;263.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Genealogia Lutherorum rediviva, oder, Nachrichten über die Familie Luther in Estland und Russland.&amp;#039;&amp;#039; Gesammelt von [[Robert Johann Dietrich Luther|Robert Luther]]; ergänzt und mit Anmerkungen versehen von [[Karl Friedrich Wilhelm Rußwurm|Carl Russwurm]]. [[Tallinn|Reval]] 1883.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{BBLD|GND137892640|NAME=Luther, Martin* Christian}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ap3.ee/?PublicationId=31503ED6-39D4-4163-9D98-74AA1E3959CE&amp;amp;code=71480 Geschichte des Familienunternehmens Luther] (&amp;#039;&amp;#039;[[Äripäev]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Oktober 2008, estnisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=137892640|VIAF=86062157}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Luther, Martin Christian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Tallinn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Riigikogu-Abgeordneter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Gouvernement Estland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der deutsch-baltischen Familie Luther|Martin Christian]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch-Balte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Luther, Martin Christian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschbaltischer Unternehmer in Estland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. April 1883&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tallinn|Reval]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. März 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AnPa286</name></author>
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