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	<title>Martin Brinkmann AG - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T21:22:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Brinkmann_AG&amp;diff=1480257&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-10700-52: Die erste deutsche Zigarettenfabrik wurde 1862 in Dresden eröffnet.</title>
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		<updated>2026-02-17T10:57:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die erste deutsche Zigarettenfabrik wurde 1862 in Dresden eröffnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Brinkmann Tabak Werbeschild.jpg|mini|Historisches Werbeschild der Martin Brinkmann AG]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Brinkmann AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein traditionsreiches [[Bremen|Bremer]] Unternehmen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-was-von-brinkmann-in-bremen-uebrig-blieb-_arid,1837548.html Bericht] im [[Weser-Kurier]] am 14. Juni 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Tabakindustrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte bis 1945 ==&lt;br /&gt;
1813 gründete der [[Kaufmann]] [[Nicolaus Wilkens]] eine Tabakhandlung in der Bremer Altstadt sowie eine Tabakfabrik in [[Burgdamm]] bei Bremen, in der [[Zigarre|Zigarren]] hergestellt wurden. Seit dem Eintritt von [[Heinrich Johannes]] als Teilhaber des Unternehmens im Jahr 1837 lautete die [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Wilkens &amp;amp; Johannes&amp;#039;&amp;#039;. Eine weitere Umbenennung erfolgte, als 1878 Martin Brinkmann das Unternehmen aufkaufte – fortan wurde es als &amp;#039;&amp;#039;Martin Brinkmann&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Später wurde das Unternehmen dann von seinem Sohn [[Wenzel Brinkmann]] geleitet und nach dessen Tod 1900 an den erst 22-jährigen [[Hermann Ritter (Senator)|Hermann Ritter]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1900 florierte das Unternehmen und vergrößerte sich rasch, als Ritter Unternehmen in [[Treffurt]] und [[Heidelberg]] hinzuerwarb. 1910 gab er den Standort in Burgdamm auf und ließ eine neue Fabrik in [[Woltmershausen]] errichten. Zum Jahresbeginn 1929 wurde das bisher in der [[Rechtsform]] einer [[Kommanditgesellschaft]] existierende Unternehmen unter Verschmelzung mit der &amp;#039;&amp;#039;Ansgari-Druckerei Wolfgang Ritter&amp;#039;&amp;#039; schließlich in die [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Martin Brinkmann&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbddAG&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Aktiengesellschaften]]&amp;#039;&amp;#039;, 37. Ausgabe 1932, Band 3, S. 4682 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die zu Europas größten Tabakfabriken zählte. Hermann Ritters Sohn [[Wolfgang Ritter (Unternehmer)|Wolfgang Ritter]] hatte in den 1920er Jahren eine [[Berufsausbildung|Lehre]] bei &amp;#039;&amp;#039;Brinkmann&amp;#039;&amp;#039; gemacht und wurde 1929 neben &amp;#039;&amp;#039;Arend Feindt&amp;#039;&amp;#039; Vorstandsmitglied des Unternehmens.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HdbddAG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1931 gewann die Zigaretten-Produktion immer größere Bedeutung. Nach der nationalsozialistischen [[Machtergreifung|Machtübernahme]] trat das Unternehmen schon ab 1934 durch eine betriebliche Sozialpolitik wie die Einrichtung einer weiträumigen und ansprechend gestalteten Werkskantine in Erscheinung, die sich in der [[Gleichschaltung|gleichgeschalteten]] Presse für das [[Kraft durch Freude|KdF]]-Programm  zur Gewinnung der [[Arbeiterbewegung|Arbeiter]] für den nationalsozialistischen Staat nutzen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Pfliegensdörfer: &amp;#039;&amp;#039;Vom Handelszentrum zur Rüstungsschmiede. Wirtschaft, Staat und Arbeiterklasse in Bremen von 1929 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Universität Bremen Forschungsschwerpunkt Arbeit und Bildung, Bremen 1986, S.&amp;amp;nbsp;290.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwaltung zog 1937 von Bremen nach [[Berlin]]. 1936/37 wurde eine größere [[Fabrik der Martin Brinkmann AG]] gebaut und 1941/43 ergänzt. Wegen [[Bombenangriff]]en wurde die Verwaltung 1943 nach [[Tirschenreuth]] (Ostbayern) und dann nach [[Lindau (Bodensee)|Lindau]] an den Bodensee verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte nach 1945 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BremenHauptbahnhof-Mosaik-03b.jpg|mini|Mosaik im [[Bremen Hauptbahnhof|Bremer Hauptbahnhof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde &amp;#039;&amp;#039;Brinkmann&amp;#039;&amp;#039; zunächst als [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] gegründet. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Juni 1963 wurde Brinkmann wieder eine [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaft]]. Das Grundkapital belief sich auf 5 Millionen DM, eine Aktie war jeweils auf 1000 DM ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;laut Handelsregister Bremen, HRB 1681, Eintrag Nr. 87/1963&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach 1945 wurden 1949, 1952, 1961 bis 1967 und 1971 die vorhandenen Anlagen in Bremen-Woltmershausen ausgebaut und ergänzt (siehe [[Fabrik der Martin Brinkmann AG]]). 1957 wurde ein Teil der Produktion nach [[West-Berlin]] verlegt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Detlev Scheil |url=https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-mit-tabak-zum-erfolg-_arid,1839129.html |titel=Mit Tabak zum Erfolg |werk=weser-kurier.de |datum=2021-02-14 |abruf=2024-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1984 wurden weitere Teile des Unternehmens mit [[Berlinförderungsgesetz|staatlicher Förderung]] von Woltmershausen nach Berlin verlegt. Die Zahl der Mitarbeiter in der Produktion sank durch [[Automatisierung]] von 1000 auf nur noch 100.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/besondere-leistung-a-4a44198f-0002-0001-0000-000013510409 |titel=Besondere Leistung |werk=[[Spiegel Online]] |datum=1984-07-29 |abruf=2024-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 übernahm der weltweit tätige [[Anton Rupert|Rupert]]-Konzern zunächst eine Minderheitsbeteiligung und 1972 das restliche Aktienkapital der &amp;#039;&amp;#039;Martin Brinkmann AG&amp;#039;&amp;#039;. 1990 übernahm Brinkmann das Feinschnittgeschäft des holländischen Tabakherstellers Theodorus Niemeyer und hieß nun vorübergehend Brinkmann-Niemeyer. Ab 1992 gehörte Brinkmann zur Gruppe [[Rothmans|Rothmans International]]. 1999 wurde Rothmans International von der  [[British American Tobacco]] (BAT) übernommen die Firma wieder in Brinkmann umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund steuerlicher Veränderungen für Filtercigarillos ab Januar 2015 wurde die Herstellung von Tabakprodukten bei Brinkmann zum Ende 2014 eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kreiszeitung.de/lokales/bremen/schliesst-tabakfabrik-brinkmann-1522903.html |titel=BAT schließt Tabakfabrik Brinkmann |sprache=de |abruf=2023-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  „Das Bremer Werk, das auf Filtercigarillos und Filterhülsen spezialisiert ist, gehörte noch bis Ende 2014 zu British American Tobacco. Ab 2015 kann sich das Werk unter Leitung des Filterhülsenspezialisten GIZEH Raucherbedarf GmbH, einer Tochtergesellschaft der Mignot &amp;amp; De Block B.V., auf diesem Gebiet spezialisieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bat.de/group/sites/BAT_AXBF4K.nsf/vwPagesWebLive/DO98ES98?opendocument |titel=Pressemitteilung der BAT-group vom 21. Juni 2013 |datum=2013-06-21 |sprache=de |abruf=2023-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2021 wurde dann auch die Produktion von Tabakhülsen im Werk Bremen eingestellt und die Firma Brinkmann aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Schwiegershausen |url=https://www.weser-kurier.de/wirtschaft/74-mitarbeiter-sind-betroffen-brinkmann-raucherbedarf-schliesst-werk-doc7e3dl6dj75z1d1iet1tj |titel=74 Mitarbeiter sind betroffen: Brinkmann Raucherbedarf schließt Werk |sprache=de |abruf=2023-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Grund war die Übernahme einer weiteren Filterhülsenfabrik durch die Brinkmann-Mutter Gizeh Raucherbedarf im Oktober 2020: sie übernahm das einstige Efka-Werk, den weltgrößten Hersteller von Zigarettenhülsen in Trossingen bei Stuttgart. Brinkmann sei eine Überkapazität und in Trossingen mehr Platz, um auch etwas anderes zu produzieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Schwiegershausen |url=https://www.weser-kurier.de/wirtschaft/74-mitarbeiter-sind-betroffen-brinkmann-raucherbedarf-schliesst-werk-doc7e3dl6dj75z1d1iet1tj |titel=74 Mitarbeiter sind betroffen: Brinkmann Raucherbedarf schließt Werk |sprache=de |abruf=2023-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem ehemaligen Werksgelände wurden unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Tabakquartier Bremen|Bremer Tabakquartier]]&amp;#039;&amp;#039; andere Betriebe angesiedelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=WFB |url=https://www.wfb-bremen.de/de/page/stories/stadtentwicklung-gewerbeflaechen-und-immobilien/tabakquartier-bremen |titel=Gewachsenes bewahren – Zukunft gestalten |sprache=de |abruf=2023-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ehemalige Brinkmann-Marken wie &amp;#039;&amp;#039;Lord-Extra&amp;#039;&amp;#039; werden noch immer von BAT produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte ==&lt;br /&gt;
* Pfeifentabak „Golden Mixture“&lt;br /&gt;
* Lloyd (Zigarette)&lt;br /&gt;
* Fatima (Zigarette)&lt;br /&gt;
* Alva (Zigarette)&lt;br /&gt;
* Texas (Zigarette)&lt;br /&gt;
* Brinkmanns Stolz (Feinschnitttabak)&lt;br /&gt;
* Lux Filter (Zigarette)&lt;br /&gt;
* Peer Export (Zigarette)&lt;br /&gt;
* Lord Extra (nikotinarme Zigarette), ehemals „Lord“ von [[Nestor Gianaclis]]&lt;br /&gt;
* Schwarzer Krauser (Feinschnitttabak)&lt;br /&gt;
* Pfeifentabak Puertorico (Grobschnitt)&lt;br /&gt;
* Bremen (Zigarette – Jubiläumsmarke)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Willkomm und Abschied |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=1963-07-02 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/willkomm-und-abschied-a-ec3477ba-0002-0001-0000-000045144069 |Abruf=2021-12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schwarzwälder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Große Bremen-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 2., aktualisierte, überarbeitete und erweiterte Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wolfgang-ritter-stiftung.de/WolfgangRitter.htm Kurzbiographie Wolfgang Ritter]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/003529|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2019085-2|VIAF=127318535}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tabakwarenhersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1813]]&lt;/div&gt;</summary>
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