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	<title>Martin Brenner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T15:46:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Martin_Brenner&amp;diff=391050&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav moenus: /* Leben */ Hinzugefügt Verweis</title>
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		<updated>2024-07-19T17:22:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Hinzugefügt Verweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Fürstbischof. Für den uruguayisch-österreichischen Fußballspieler siehe [[Martin Joseph Brenner]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Brenner, Martin.jpg|miniatur|Bischof Martin Brenner]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin Brenner Coin 1612.jpg|miniatur|Martin Brenner auf einer Münze von 1612]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Martin Brenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prenner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. November]] [[1548]] in [[Dietenheim]], [[Württemberg]]; † [[14. Oktober]] [[1616]] in [[Leibnitz]], [[Steiermark]]) war 1585 bis 1615 [[Katholische Kirche|katholischer]] [[Fürstbischof]] der [[Diözese Graz-Seckau|Diözese Seckau]]. Auf ihn geht die Rekatholisierung der Steiermark und Kärntens im Zuge der [[Gegenreformation]] um 1600 zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Basilika Seckau, Bischofskapelle, Halbfigurenportrait Bischof Martin Brenner.jpg|mini|links|[[Basilika Seckau]], Bischofskapelle, Halbfigurenportrait Bischof Martin Brenner (Darstellung um 1595)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Basilika Seckau, Bischofskapelle, Epitaph Bischof Martin Brenner.jpg|mini|links|Basilika Seckau, Bischofskapelle, [[Epitaph]] für Bischof Martin Brenner (1618)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war das siebte von neun Kindern des Metzgermeisters Lorenz Brenner und der Walburga geb. Knöpflin und besuchte die Pfarrschule in Dietenheim, ab 1561 die [[Lateinschule]] in [[Ulm]]. Ab 1566 war er in [[Dillingen an der Donau|Dillingen]], wo er die altklassischen Fächer studierte. Ab 1570 studierte er an der [[Universität Ingolstadt|Universität]] in [[Ingolstadt]], wo er auch Präzeptor der [[Montfort (Adelsgeschlecht)|Grafen von Montfort]] und der mit ihnen verschwägerten Barone [[Fugger]] wurde. Den Söhnen der Montfort und Fugger folgte Brenner 1572 nach [[Padua]] und 1574 in weitere italienische Städte. 1575 war er als Erzieher des Grafen [[Wolfgang von Montfort]] und der Söhne des [[Grafen Johann Fugger-Kirchberg]] zurück in Ingolstadt. 1578 wurde Wolfgang von Montfort Rektor in Ingolstadt, Brenner wurde Vizerektor und im darauf folgenden Semester selbst Rektor. Im Jahr 1579 begleitete er seine Schüler erneut nach Padua und kam mit diesen 1581 weiter nach [[Pavia]], wo er zum Doktor der [[Theologie]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. 1582 wurde er Seminarrektor in [[Salzburg]], im folgenden Jahr dort nach seiner [[Weihesakrament|Priesterweihe]] auch Stadtpfarrer. 1585 erhielt er ein [[Kanoniker|Kanonikat]] in [[Freising]], das er jedoch wegen der darauf folgenden Ereignisse nicht mehr antrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Osterwoche 1585 ernannte der [[Erzbischof von Salzburg]] Martin Brenner zum Bischof von [[Diözese Graz-Seckau|Seckau]]. Außerdem wurde Brenner im Juni 1585 in den steirischen Landtag aufgenommen. 1591 wurde Brenner zum [[Generalvikar]] des steirischen Diözesangebietes Salzburg. 1595 wurde sein Bistum Seckau durch eine Schenkung Erzbischof Wolf Dietrichs um [[Schloss Seggau]] und die Herrschaft [[Leibnitz]] vergrößert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brenner setzte sich auf dem Regensburger Reichstag von 1597/98 für die Förderung der steirischen Grenzgebiete zur Abwehr der [[Türkengefahr]] ein, lehnte jedoch das ihm 1597 angetragene Amt als Statthalter von Innerösterreich ab. Vielmehr unterstützte er [[Ferdinand II. (HRR)|Erzherzog Ferdinand]] bei der Durchführung der [[Gegenreformation]]. In der [[Steiermark]] und [[Kärnten|Oberkärnten]] wurden [[Lutheraner|lutherische]] Prediger durch militärisch verstärkte Kommissionen vertrieben und reformatorische Bücher verbrannt. Die Gläubigen mussten einen Eid auf den katholischen Glauben leisten oder wurden zur Auswanderung gezwungen. Brenner, der seit 1600 die Führung über die Religions-Reformationskommissionen hatte, vollbrachte die Gegenreformation der gesamten Steiermark binnen eines halben Jahres und wurde der „Malleus haereticorum“ (&amp;#039;&amp;#039;Ketzerhammer&amp;#039;&amp;#039;) genannt. Wegen seiner Predigten und der Reform des Klerus bekam er in der katholischen Kirche den Titel „Apostel der Steiermark“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 5. April bis 28. Juli 1604 wurde unter seiner Leitung auch die zweite Reformation von [[Klagenfurt am Wörthersee|Klagenfurt]] durchgeführt, nachdem sich die Gegenreformation in Kärnten dort als am wenigsten erfolgreich herausgestellt hatte. Brenner selbst predigte während dieser Monate an Sonn- und Feiertagen in der Stadtpfarrkirche, dazwischen zitierte er abtrünnige Bürger zu sich und drängte sie zur Bekehrung. Bezüglich der Besetzung der Stadtämter setzte er durch, dass diese künftig durch Katholiken besetzt werden sollten; einige wenige Ratsbürger, unter ihnen der Stadtrichter Siegmund Laubinger wanderten daraufhin noch im selben Jahr aus. Insgesamt hatte dieser Reformationsversuch die religiösen Überzeugungen der Klagenfurter nicht nachhaltig verändert, so stellte der Landeshauptmann 1616 in einem Gutachten fest, dass kaum einer der Stadträte richtig katholisch sei, und schon 1622 wurde ein Protestant zum Bürgermeister gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf in Klagenfurt hatten seine Bestrebungen zur Gegenreformation in der Steiermark und in Kärnten nachhaltigen Erfolg, insbesondere auch deswegen, da Brenner in den rekatholisierten Gegenden ab 1602 den Katechismusunterricht nach [[Petrus Canisius]] förderte, außerdem auch die Einhaltung der Ehegesetzgebung sowie die Durchführung der Kommunion und der Krankensalbung. Innerhalb seiner 30 Jahre als Bischof weihte er zwölf Kirchenneubauten, deren kunstfertiger Schmuck aus der Zeit des beginnenden Barock durchaus Brenners Ansinnen nach würdig ausgestalteten Gottesdiensten entsprach. Brenner war außerdem Förderer des [[Jesuiten]]ordens, stiftete diesem insgesamt drei Studienplätze und warb bei anderen Würdenträgern um gleichartige Stiftungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen späten Jahren verhinderten Brenners Körperfülle und einige darauf zurückzuführende Leiden die Umsetzung einiger seiner Vorhaben. So konnte er an einigen Prozessionen nicht mehr teilnehmen und zur Berichterstattung über sein Amt auch 1608 nicht mehr nach Rom reisen. 1609 wurde er geheimer Rat, legte jedoch aus gesundheitlichen Gründen gegen seine Ernennung Protest ein. 1612 versuchte er vergeblich, das Generalvikariat abzugeben. 1615 verzichtete er schließlich auf das Bischofsamt zugunsten seines Neffen [[Jakob Eberlein]], blieb aber vorläufig als Altbischof noch am Bischofssitz. Im Sommer 1616 zog er sich auf das Landgut Retzhof bei Leibnitz zurück, wo er alsbald erkrankte und am 14. Oktober verstarb. Sein Leichnam wurde nach einem Aufschub wegen des eben stattgefundenen Landtages am 10. November 1616 nach [[Basilika Seckau|Seckau]] übergeführt, wo er am Folgetag in der Bischofskapelle beigesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Predigten&amp;#039;&amp;#039;. Graz 1601 und 1603&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Amon (Theologe)|Karl Amon]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe von Graz-Seckau 1218–1968&amp;#039;&amp;#039;. Styria, Graz u. a. 1969.&lt;br /&gt;
* Karl Amon (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte der Steiermark&amp;#039;&amp;#039;. Styria, Graz u. a. 1993, ISBN 3-222-12183-4.&lt;br /&gt;
* {{NDB|2|587|587|Brenner, Martin|Karl Eder|120247305}}&lt;br /&gt;
* Franz Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Bischof Martin Brenner (1548–1616)&amp;#039;&amp;#039;. Dietenheim 1984.&lt;br /&gt;
* Leopold Schuster: &amp;#039;&amp;#039;Fürstbischof Martin Brenner. Ein Charakterbild aus der steirischen Reformations-Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Moser, Graz u. a. 1898.&lt;br /&gt;
* {{ADB|20|478|478|Brenner, Martin|[[Heinrich von Zeißberg]]|ADB:Brenner, Martin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.retzhof.at/ Bildungshaus Retzhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Siegmund von Arzt]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Graz|Bischof von Seckau]]|ZEIT=1585–1615|NACHFOLGER=[[Jakob Eberlein|Jakob I. Eberlein]]}}&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste der Bischöfe von Graz-Seckau (seit 1551)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120247305|LCCN=no/2012/10458|VIAF=67292491}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brenner, Martin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Seckau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (16. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1548]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1616]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brenner, Martin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Prenner, Martin&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=katholischer Fürstbischof der Diözese Seckau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1548&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dietenheim]], [[Württemberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1616&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leibnitz]], [[Steiermark]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav moenus</name></author>
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