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	<title>Marskrater - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:11:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marskrater&amp;diff=366578&amp;oldid=prev</id>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Arima_twins_ESA289637.tiff|mini|Beispiele von Marskratern]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marskrater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind – wie auch die [[Einschlagkrater|Krater]] auf [[Mondkrater|Mond]] und [[Liste der Merkurkrater|Merkur]] – das Ergebnis des [[Impakt]]s von massiven [[Kleinkörper (Astronomie)|Kleinkörpern]] wie [[Asteroid]]en und großer [[Meteoroid]]e. Die meisten dieser [[Himmelskörper]] kollidierten mit dem [[Mars (Planet)|Mars]] in der Zeit des „[[Großes Bombardement|Großen Bombardements]]“ vor etwa 4 Milliarden Jahren, bald nach der Bildung der [[Planet]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu [[Mond]], [[Merkur (Planet)|Merkur]] und einigen [[Jupitermonde]]n ist die [[Kraterdichte]] nicht gleichmäßig, sondern wegen der [[tektonisch]]en Aktivität des Planeten vom Alter der Oberfläche abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Entdeckung der Marskrater ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Marskrater}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Existenz von Marskratern wurde erst 1965 durch die US-Marssonde [[Mariner 4]] nachgewiesen und war eine gewisse Überraschung, weil man von der [[Erde]] aus auch die größten unter ihnen nicht ausmachen konnte. Ein Grund dafür sind die relativ geringen Neigungen und die steile [[Beleuchtung]] bei einer Mars-[[Opposition (Astronomie)|Opposition]]. Allerdings haben die [[Astronom]]en in den Folgejahren die Krateranzahl überschätzt, weil Mariners Flugbahn vor allem über [[Hochland (Landschaft)|Hochländer]] und kaum über andere [[Großlandschaften]] geführt hatte. Erst etwa 10 Jahre später machten die Aufnahmen neuerer [[Marssonde]]n klar, dass nicht der ganze „Rote Planet“ von ihnen bedeckt ist und er darin keineswegs – wie zunächst vermeldet – dem Erdmond ähnlich sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Interpretation]] solcher Befunde ist langwierig. Sie hängt von der Tektonik des Planeten, seiner Auskühlung, der [[Gestein]]sart und ihrer durchschnittlichen [[Erosion (Geologie)|Erosion]] (stärker als auf dem Mond), der langfristigen Entwicklung der [[Atmosphäre des Mars|Atmosphäre]], der statistischen Verteilung der Asteroiden-[[Umlaufbahn]]en und anderen Effekten ab. Auf der [[Venus (Planet)|Venus]] sind z.&amp;amp;nbsp;B. die Krater seltener als auf dem Mars, aber regelmäßiger verteilt und durch vulkanische Aktivitäten stärker verändert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologische Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Auch die [[Geomorphologie|Morphologie]] und Größenverteilung der Marskrater unterscheidet sich von jener auf anderen [[terrestrisch]]en Himmelskörpern. Durch Messungen ihrer Anzahl und Größe auf den großen [[Vulkan]]en des Mars, wie [[Olympus Mons]] oder Mons Astraeus, kam man zum Ergebnis, dass die ältesten Marsvulkane ihre Hauptaktivität vor ca. 3,8 bis 3,9 Milliarden Jahren hatten. Die Auszählung in anderen Gebieten zeigte jedoch eine unterschiedliche [[Korrelation]] zwischen Zahl, Größe und Alter, als dies bei den anderen Himmelskörpern der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind auf [[Infrarotstrahlung|Infrarotbildern]] selbst in der Umgebung kleinerer Krater, von etwa ein Kilometer Größe, langgezogene [[Strahlensystem|strahlenförmige Muster]] zu erkennen – ein Hinweis darauf, dass beim Einschlag eines Meteoriten mehr Gestein als bisher angenommen verspritzt wurde. Solche „Felsregen“ können zu tausenden [[Sekundärkrater]]n führen und die Statistik und [[Altersbestimmung (Archäologie)|Altersbestimmung]] verfälschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Besonderheit sind die relativ häufigen [[Kraterreihe]]n; einige von ihnen umfassen vier bis fünf Krater in fast gerader Linie. Ob diese Linienstrukturen zufällig oder durch spezielle Einschläge entstanden sind, ist z.&amp;amp;nbsp;B. für die Deutung der 1877 entdeckten „[[Marskanäle]]“ nicht unerheblich. Auch einige stark erodierte &amp;quot;[[Geisterkrater]]&amp;quot; bilden solche Reihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Mond gibt es z.&amp;amp;nbsp;B. kaum Rillen, an deren Knickpunkten kleine Krater sitzen. Die wie trockene [[Flussbett]]e aussehenden [[Canyon]]s und netzartigen [[Entwässerungsrinne|Rinnen]] führt man auf riesige [[Flutwelle]]n durch aufgeschmolzenes [[Bodeneis]] zurück, die aber sehr rasch wieder versiegten. An einigen [[Kraterrand|Kraterrändern]] entdeckte man fächerförmige [[Flussdelta|Delta]]-Strukturen, die am Kraterboden enden und an irdische [[Mäander (Flussschlinge)|Mäanderflüsse]] erinnern. Um sich solche veränderlichen Wege zu bahnen, muss das Wasser in ihnen über längere Zeit geflossen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar konnte 1965 die Raumsonde Mariner 4 die Existenz von breiteren Marskanälen weitgehend ausschließen, doch erst [[Mariner 9]] und später die [[Viking]]-Orbiter der [[1970er]] Jahre zeigten, dass die vorangegangenen Vorbeiflüge vornehmlich über alte, stark verkraterte Hochländer im Süden geführt hatten. Da diese fast 2/3 der Planetenoberfläche einnehmen, verfestigte sich zunächst der Eindruck einer tristen Kraterlandschaft. Das fehlende Drittel im Norden ist hingegen von jungen, ausgedehnten [[Tiefebene]]n – vermutlich vulkanischen Ursprungs – mit nur wenigen Kratern besetzt. Die Tiefländer werden von zwei riesigen vulkanischen Plateaus namens [[Tharsis-Region|Tharsis]] und [[Elysium-Region|Elysium]] unterbrochen. Außer fünf Großvulkanen mit bis über 500&amp;amp;nbsp;km Durchmesser findet sich hier auch ein gewaltiger, 4000&amp;amp;nbsp;km langer [[Grabenbruch]], die [[Valles Marineris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Jahrzehnten der Überzeugung, dass es niedriges [[Leben auf dem Mars]] geben könnte, wurde es darüber durch die Entdeckung der Krater zunächst still. Als aber Voyager-Sonden die ersten [[Gerinne]] in ausgetrocknetem Zustand entdeckten, verlagerte sich das öffentliche Mars-Interesse auf den Nachweis der Existenz von [[Wasser]], der Raumfahrtorganisationen wie [[ESA]] und [[NASA]] bis heute beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P.Moore et al.: &amp;#039;&amp;#039;Atlas des Sonnensystems&amp;#039;&amp;#039; (v.&amp;amp;nbsp;a. Kapitel der einzelnen Himmelskörper). 465 p., Herder-Verlag Freiburg-Basel-Wien, ca. 1990&lt;br /&gt;
* K.Beatty et al.: &amp;#039;&amp;#039;Die Sonne und ihre Planeten&amp;#039;&amp;#039; (speziell Kap.4, &amp;#039;&amp;#039;Kollision fester Körper&amp;#039;&amp;#039;). Physik-Verlag, Weinheim 1981&lt;br /&gt;
* A.Rükl: &amp;#039;&amp;#039;Mond, Mars, Venus. Taschenatlas der erdnächsten Himmelskörper&amp;#039;&amp;#039;. Artaria-Verlag, Prag 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Impact_craters_on_Mars|Marskrater}}&lt;br /&gt;
* [https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/warum-das-kraterzaehlen-auf-dem-mars-astronomen-in-die-irre-fuehrt/ Warum das Kraterzählen auf dem Mars Astronomen in die Irre führt]. Stefanie Offermann, www.wissenschaft.de, Artikel vom 24. März 2005.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|wayback=20050320094526|url=http://www.sm.go.dlr.de/~hmai/vsw/vsw_planeten.html|text=zum Vergleich der Körper des Sonnensystems}}&lt;br /&gt;
* {{Astronomy Picture of the Day|de|091019|Der Nereus-Krater auf dem Mars}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einschlagkrater (Mars)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Galileo Galilei]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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