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	<title>Marschzeitberechnung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:47:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marschzeitberechnung&amp;diff=2489412&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tnemtsoni: /* Spezifische Sportarten */ Radfahren</title>
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		<updated>2026-02-10T13:51:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Spezifische Sportarten: &lt;/span&gt; Radfahren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert den Begriff des Alpinismus und Sport, zur militärischen Anwendung siehe [[Marsch]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Wegweiser Foggenhorn.jpg|mini|[[Wegweiser]], Wanderweg in den Walliser Alpen]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marschzeitberechnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zentraler Punkt bei der Planung von Wander- und Bergtouren. Neben der reinen &amp;#039;&amp;#039;Gehzeit&amp;#039;&amp;#039; umfasst die &amp;#039;&amp;#039;Marschzeit&amp;#039;&amp;#039; auch Nebenzeiten (Stand- und Rüstzeiten), etwa Ruhe- und Esspausen oder Zeitreserven zum Umziehen bei Wetterveränderung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gruppen muss für die Marschzeitberechnung immer das schwächste Gruppenmitglied berücksichtigt werden. Mit kleinen Veränderungen können damit auch Rad- und Skitouren sowie andere Ausdauersportarten geplant werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen zur Gehzeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Distanzstein V Stunden von Bern 01 08.jpg|mini|Historischer Stein mit Distanzangabe in Stunden]]&lt;br /&gt;
Durchschnittlich benötigt ein [[Fußgeher]] „bei gewöhnlichem [[Schritttempo]]“ 12–15&amp;amp;nbsp;[[Minute]]n für einen Kilometer, geht also 4–5&amp;amp;nbsp;km in einer [[Stunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfahren der Alpenvereine ===&lt;br /&gt;
Heute verwenden alle [[Alpiner Verein|alpinen Vereine]] ein [[Standard|standardisiertes]] Verfahren, um auch für weniger bergerfahrene Wanderer zu realistischen Gehzeit-Angaben zu kommen. Diese Verfahren orientieren sich eher am langsamen Wanderer, da zu optimistisch angenommene Wegstundenzahlen dazu führen können, dass man sich in der tatsächlich benötigten Auf- oder Abstiegszeit verschätzt und in die Dunkelheit oder in [[Bergnot]] gerät. Der offizielle Schweizer „Rotsockentrott“&amp;lt;ref&amp;gt;eine ironisierende Bezeichnung: Der rote Socken zur Kniebundhose gilt als Kennzeichen des ausländischen Bergtouristen&amp;lt;/ref&amp;gt; etwa rechnet mit 4,2&amp;amp;nbsp;km pro Stunde mit Zu- und Abschlägen je nach [[Steigung]] oder Gefälle, wobei Pausen nicht eingerechnet sind. Der erfahrene Bergsteiger rechnet diese Angaben auf sein persönliches Schritttempo um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurden diese Erfahrungswerte in die [[DIN]]&amp;amp;nbsp;33466 &amp;#039;&amp;#039;[[Wegweiser für Wanderwege]]&amp;#039;&amp;#039; aufgenommen, welche auch in Österreich und in Slowenien zugrunde gelegt wird.&lt;br /&gt;
Dabei gilt als Bemessungsgrundlage:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=[[Deutscher Alpenverein]], [[Österreichischer Alpenverein]] |Titel=Wegehandbuch der Alpenvereine |Datum=2011-08 |Kapitel=1.6.2.5 &amp;#039;&amp;#039;Berechnung der Gehzeiten&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=30 |Online=[https://www.alpenverein.at/portal_wAssets/docs/berg-aktiv/wege_touren/wegehandbuch_digital.pdf alpenverein.at] |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Ein Wanderer legt in einer Stunde zurück:&lt;br /&gt;
:* 300 [[Höhenmeter]] im Aufstieg&lt;br /&gt;
:* 500 Höhenmeter im Abstieg&lt;br /&gt;
:* 4 km Horizontalentfernung.&lt;br /&gt;
Die nominelle Gehzeit einer Strecke wird errechnet, indem von den für Horizontal- und Vertikalentfernung errechneten Zeiten der kleinere Wert halbiert und zum größeren addiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zeit in Stunden = (Höhendifferenz in&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;400)&amp;amp;nbsp;+ (Horizontaldistanz in&amp;amp;nbsp;km&amp;amp;nbsp;/&amp;amp;nbsp;4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Schweizer Alpen-Club]] rechnet in seinen Ausbildungshandbüchern&amp;lt;ref name=&amp;quot;SAC_Sommer&amp;quot;&amp;gt;Winkler, Brehm, Haltmeier: Bergsport Sommer: Technik, Taktik, Sicherheit (2010). SAC-Verlag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SAC_Winter&amp;quot;&amp;gt;Winkler, Brehm, Haltmeier: &amp;#039;&amp;#039;Bergsport Winter: Technik, Taktik, Sicherheit&amp;#039;&amp;#039;. SAC-Verlag, 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowohl bei Sommer- wie Wintersportarten mit 4&amp;amp;nbsp;km Horizontaldistanz pro Stunde sowie mit 400&amp;amp;nbsp;Höhenmetern pro Stunde im Aufstieg. Dies sind Leistungen, die von regelmäßigen (Berg-)Wanderern und Bergsteigern erwartet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fallweise addiert man für gut trainierte Wanderer eine Stunde Zeit pro 800&amp;amp;nbsp;Höhenmeter Abstieg, für ältere Menschen oder mühsames Gelände deutlich weniger als 500 Höhenmeter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese alpinistischen Gehzeiten sind also besonders von der Steigung und den [[Höhenmeter]]n &amp;#039;&amp;#039;(Höhenstunde)&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;dieselbe ist auch in der Bergbau-Geodäsie üblich gewesen, vergl. Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Stunde&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.schnaudertal.de/bergbau/bergbauabc.htm Kleines Bergbau ABC]&amp;#039;&amp;#039;, schnaudertal.de. Dort &amp;#039;&amp;#039;Stunde&amp;#039;&amp;#039; fachsprachlich für die Messpunkte der Strecke.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht nur der Entfernung &amp;#039;&amp;#039;(Streckenstunde)&amp;#039;&amp;#039; beeinflusst. Im extremeren Gelände sind denn auch die Zeiten für den Aufstieg und den Abstieg dieselbe Route zurück auf den Wegweisern unterschiedlich angegeben. So lässt sich ein [[Point of no Return#Alpinismus, Outdoorsport|Abbruchpunkt]] einer Tour besser ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obigen Faustregeln gelten nur, solange keine technischen Schwierigkeiten vorliegen wie zum Beispiel Passagen, die geklettert werden müssen, oder wenn sie mit [[Seilsicherung|Standplatzsicherung]] begangen werden, dann sind Abschätzungen der [[Klettermeter]] je Zeit zu berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faustregel hat den Nachteil, dass die Gesamtzeit zur Bewältigung einer zweigeteilten Strecke geringer ausfallen kann als die Summe der Zeiten für die beiden Einzelstrecken, z. B. wenn die erste Teilstrecke sehr flach und die zweite sehr steil ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wurzel.org/zeitschrift/inhalt/2026/02/ Harald Englisch: &amp;quot;Wie lange dauert eine Wanderung in den Bergen?&amp;quot;], Wurzel 02/2026, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 wird in der Schweiz die Streckenzeit als Polynom 15. Grades der Steigung berechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schweizer-wanderwege.ch/de/wissen/signalisation/wanderzeit Wie wird die Zeit auf den Wegweisern berechnet?]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spezifische Sportarten ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Radfahren:&amp;#039;&amp;#039; Für Bergtouren gibt es eine ähnliche Näherungsformel mit 12 km/h für die Bewältigung der horizontalen Entfernung und 300 m/h für den Aufstieg schiebend bzw. 600 m/h fahrend.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.alpenverein.de/artikel/wie-berechne-ich-meine-fahrzeit_be657eb5-6195-4b01-ad27-606fa0934647 alpenverein.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ski- und Snowboardtouren:&amp;#039;&amp;#039; Bei der Abfahrt rechnet man mit einem Drittel der Zeit, die für den Aufstieg benötigt wurde. Entsprechend rechnet man mit 1200 Höhenmetern pro Stunde. Dies ist jedoch stark vom Gelände, von den Schneeverhältnissen und von der Gruppengröße abhängig. So sind gerade bei [[Lawinengefahr]] Abfahrten langwieriger, weil die Gruppe diszipliniert mit Abständen fahren muss; auch müssen die vorausgefahrenen Personen häufiger an einem sicheren Sammelplatz warten, bis der Rest der Gruppe die heikle Passage befahren hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SAC_Winter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Schneeschuhtouren:&amp;#039;&amp;#039; Beim Abstieg rechnet man mit einer zusätzlichen Stunde Zeitaufwand pro 800&amp;amp;nbsp;m Höhenunterschied.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SAC_Winter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leistungskilometer ===&lt;br /&gt;
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von [[Leistungskilometer]]n. Dabei handelt es sich um Faustformeln der leistbaren Kilometer Weglänge je nach Gelände. Auch hier muss der einzelne Sportler seine eigene Leistungsfähigkeit kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nebenzeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pausen ===&lt;br /&gt;
Pro Stunde rechnet man mit 5 bis 10 Minuten [[Pause]], wobei man beachten muss, dass Pausen bei größeren Gruppen tendenziell länger dauern, so dass man als Tourenleiter entgegensteuern muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Anseilen]] oder das Anziehen von [[Steigeisen]] kann ohne Weiteres eine halbe Stunde dauern, gerade bei unerfahrenen Teilnehmern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfahrene Tourenleiter verlegen Diskussionen und Entscheidungen (z.&amp;amp;nbsp;B. Routenwahl, Abschätzung von Gefahren) auf Pausen, um die Zeitreserven zu schonen. Dazu planen sie, Pausen von vorneherein dort abzuhalten, wo die weitere Route und das Gelände gut einsehbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitreserven ===&lt;br /&gt;
Für eine eintägige Tour rechnet man mit mindestens einer Stunde Zeitreserve. Gerade bei Unklarheiten bezüglich der Routenwahl und bei Wetterverschlechterung geht viel mehr Zeit verloren, als man es sich bewusst ist. Oder, um ein historisches Beispiel anzuführen, so erwähnte eine landeskundliche Studie aus den 1860er Jahren über damalige Distanzmaße&amp;amp;nbsp;– bezogen auf das Reisen zu Pferde&amp;amp;nbsp;– in unbekanntem Gelände, dass man für nominell 10 Wegstunden mit real 14–15 Stunden Zeitbedarf inklusive Rastpausen rechnen musste,&amp;lt;ref name=&amp;quot;BiH&amp;quot;&amp;gt;So etwa {{&amp;quot;|Der Zeit nach sind jedoch zur Zurücklegung von ungefähr 10&amp;amp;nbsp;angegebenen Reit- oder Entfernungsstunden (die Zeit der Rast und des Anhaltens eingerechnet) 14–15&amp;amp;nbsp;Tagesstunden erforderlich.}} in Johann Rośkiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Studien über Bosnien und die Herzegovina&amp;#039;&amp;#039;, Brockhaus, 1868, S. 61 {{Google Buch|BuchID=R0wJAAAAQAAJ |Seite=61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das Verhältnis von nomineller Gehzeit zu realer Marschzeit also mit etwa {{Bruch|2|3}} anzusetzen war. Daher gilt: Nur bei genauerer Kenntnis der Umstände – Leistungsfähigkeit und Routine der betreffenden Personen sowie Gelände-, Weg- und Wetterbedingungen – kann man straffer kalkulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Riegel-Formel]] für die Zeitprognose bei Ausdauersportarten&lt;br /&gt;
* [[Reisegeschwindigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Wegstunde]]&lt;br /&gt;
* [[Soldatenmarsch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergsteigen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dimensionale Messtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reise- und Routenplanung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wandern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tnemtsoni</name></author>
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