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	<title>Marschiertor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marschiertor&amp;diff=497818&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-25T05:29:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | Bild1=Marschiertor Aachen.jpg&lt;br /&gt;
 | Breite1=140&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Marschiertor, Feld(Süd)seite&lt;br /&gt;
 | Bild2=Marschiertor-Aachen.JPG&lt;br /&gt;
 | Breite2=138&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Marschiertor, Nordseite&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marschiertor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, bis ins 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert auch &amp;#039;&amp;#039;Mies(ch)ierspforte&amp;#039;&amp;#039; oder später auch &amp;#039;&amp;#039;Berseter Tor&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Burtscheider Tor&amp;#039;&amp;#039; genannt, war das Südtor der [[Stadtmauer Aachen|äußeren Aachener Stadtmauer]]. Es gehört zu den mächtigsten noch erhaltenen [[Stadttor]]en [[Westeuropa]]s. Sein Bau wurde um 1257 begonnen und wahrscheinlich kurz nach 1300 fertiggestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holtzhausen Richard&amp;quot; /&amp;gt; Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Marschiermitteltor&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Burtscheider Mitteltor&amp;#039;&amp;#039; genannt, besaß es ein Pendant im inneren Mauerring, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Barbarossamauer&amp;#039;&amp;#039;, die insgesamt zehn Tore aufwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marschiertor, Aachen, Abtritterker.jpg|mini|hochkant|Aborterker an der Ostseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Marschiertor ist als Doppelturm-[[Torburg]] erbaut. Die beiden Türme sind vier-, der Mittelbau fünfgeschossig. Türme und Mittelbau bilden quasi eine Einheit mit gemeinsamen spitzen [[Zeltdach]]. Das Tor ist insgesamt 23,8&amp;amp;nbsp;Meter breit, seine Durchfahrtbreite beträgt 4,8&amp;amp;nbsp;Meter. Das feldseitige [[Portal (Architektur)|Portal]] hat drei gestaffelte Portalbögen. Der äußere Rundbogen reicht bis auf eine Höhe von etwa 13&amp;amp;nbsp;Metern in den zweiten Stock, der nächste mit [[Wehrplatte|Wehrplattform]] auf eine Höhe von etwa 8,5&amp;amp;nbsp;Metern in das erste Geschoss. Das eigentliche [[Spitzbogen|spitzbogige]] Portal besitzt inklusive [[Gewölbe]] eine Höhe von fünf Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die beiden den vierkantigen Mittelbau flankierenden [[Rundturm|Rundtürme]] führen stadtseitig [[Wendeltreppe]]n in den Waffensaal. Die Wachräume waren im Erdgeschoss der Türme, darunter die [[Kerker|Verliese]]. Am Ostturm findet sich ein außenliegender [[Aborterker]]. Das Marschiertor hatte wie alle Aachener Stadttore – außer dem Junkerstor (Vaalser Tor) – im Südwesten ursprünglich ein Vortor, das dem heute noch erhaltenen Vortor des Ponttors ähnlich war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holtzhausen Richard&amp;quot; /&amp;gt; Es wurde im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert (wahrscheinlich kurz nach dem [[Stadtbrand von Aachen|Stadtbrand]]) abgerissen, um modernerem [[Schanze (Festungsbau)|Schanzwerk]] Platz zu machen. Ein Ausschnitt aus einem Gemälde von [[Johann Ferdinand Jansen]] zeigt das Tor im Jahr 1796 ohne Vortor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jansen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AC DM Oecher Penn.jpg|mini|hochkant|Die Bronzefigur eines Stadtsoldaten erinnert an seine Nebenbeschäftigung des Schnitzens.]]&lt;br /&gt;
Das Marschiertor gehörte, wie das andere heute noch erhaltene Tor, das [[Ponttor]], zu den vier Haupttoren (Ponttor, [[Kölntor]], Marschiertor und [[Jakobstor (Aachen)|Jakobstor]]) des vom 14. bis zum 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert errichteten zweiten [[Stadtmauer|Stadtbefestigungsrings]] Aachens, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Gotische Mauer&amp;#039;&amp;#039;, als deren südlichster Punkt. Es steht am Ende der Franzstraße und am Anfang der ehemaligen Landstraße nach [[Burtscheid]], die am Burtscheider &amp;#039;&amp;#039;Obertor&amp;#039;&amp;#039; (niedergelegt im August 1865)&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Pauels: &amp;#039;&amp;#039;Unter Adler und Schwan: Die Chronik der Bürgermeisterei Burtscheid für die Jahre 1814 – 1886.&amp;#039;&amp;#039; Einhard, Aachen, 1997, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt; endet. Von „Burtscheid“ rühren auch die Namen &amp;#039;&amp;#039;Marschier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mieschiers&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Berseter&amp;#039;&amp;#039;, die allesamt verschliffene Formen von &amp;#039;&amp;#039;Burtscheid&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Porcetum&amp;#039;&amp;#039; (lateinischer Name Burtscheids) bzw. der Platt-Variante sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Marschiertor war [[Waffenplatz|Hauptwaffenplatz]]. Die ehemals elf Stadttore der damaligen [[Freie Reichsstadt|Freien Reichsstadt]] Aachen wurden von den &amp;#039;&amp;#039;Freihen Reichsstädtischen Stadtsoldaten&amp;#039;&amp;#039; und [[Miliz (Volksheer)|Stadtmilizen]] bewacht. Im Volksmund wurden die Soldaten &amp;#039;&amp;#039;Penn&amp;#039;&amp;#039;soldaten genannt, was von deren Nebenbeschäftigung, dem Schnitzen dünner Holzstifte (&amp;#039;&amp;#039;Penn&amp;#039;&amp;#039;) zur [[Schuh]]besohlung, herrührte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Jahrhunderte erfuhr das Tor nicht nur [[Okkupation|Besetzungen]] und [[Belagerung]]en unterschiedlicher Soldatengruppen, sondern war auch zeitweise Rumpelkammer, [[Notunterkunft|Obdachlosenunterkunft]], [[Jugendherberge]] und schließlich [[Hitlerjugend|HJ]]-Heim. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Marschiertor am 14. Juli 1943 durch [[Brandbombe]]n erheblich beschädigt und zunächst nur provisorisch – ohne das charakteristische Steildach – wiederhergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwina Forst: &amp;#039;&amp;#039;Königs Weg. Auf den Spuren des 1. Stadtkonservators Hans Königs (1903-1988).&amp;#039;&amp;#039; Thouet, Aachen 2008, ISBN 978-3-930594-33-7, S. 126, Farbfotografie des Marschiertores ohne Steildach.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst im Jahr 1957 konnte mit der Rekonstruktion des [[Walmdach]]es begonnen werden, ermöglicht durch eine Spende der [[AachenMünchener|Aachener und Münchener Feuer-Versicherungsgesellschaft]]. Seit 1959 befindet sich das Marschiertor wieder in einem vollständig rekonstruierten Zustand – mit dem charakteristischen Walmdach.&lt;br /&gt;
[[Datei:Marschiertor Saal.JPG|mini|Festsaal im Marschiertor]] &lt;br /&gt;
1964 überließ die Stadt Aachen das Gebäude der Obhut der [[Karnevalsverein|Karnevalsgesellschaft]] Stadtgarde „[[Oecher Penn]] von 1857 e. V.“, die es mit einem Einsatz von etwa 5000 Arbeitsstunden durch Vereinsmitglieder sowie mehr als einer halben Million Euro an finanziellem Aufwand durch Spenden wieder herrichteten und zu ihrem „Hauptquartier“ machten. Heute bietet der große Waffensaal Platz für 200&amp;amp;nbsp;Gäste und einen historischen Rahmen für die Vereinsaktivitäten. Daneben finden sich im Tor auch Archivräume, das einstige Kommandanturzimmer, ein Weinkeller, der Schankraum und die Kleiderkammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Einzelbauwerke der Aachener Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Bruno Lerho]] |Titel=Die große Aachener Stadtmauer mit Toren und Türmen |Verlag=Helios Verlag |Ort=Aachen |Datum=2006 |ISBN=3-938208-37-6}}&amp;lt;!-- genaue Seitenangabe fehlt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Carl Rhoen]] |Titel=Die Befestigungswerke der freien Reichsstadt Aachen |Verlag=Anton Creutzer |Ort=Aachen |Datum=1894 |Online=[http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/w/images/5/5d/Carl_Rhoen%2C_1894%2C_Die_Befestigungswerke_der_freien_Reichststadt_Aachen-.pdf ISL Aachen] |Format=PDF |KBytes= |Abruf=2016-05-07 |URN=nbn:de:hbz:061:1-230540}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oecherpenn.de/index.php?id=8 Informationen zum Marschiertor auf der Website der Stadtgarde Oecher Penn]&lt;br /&gt;
* [http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/wiki/Bild:Marschiertor.png Das Marschiertor im 17. Jahrhundert], Holzschnitt von [[Karl Josef Gollrad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Holtzhausen Richard&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walter Holtzhausen, Jochen Richard: &amp;#039;&amp;#039;Die Südstraße und das Reumont-Viertel. Geschichte und Geschichten&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage. Aachen 2007, S. 12. {{Webarchiv|url=http://www.prr.de/download/chronik.pdf |wayback=20050827063709 |text=(PDF, 24,3 MB) |archiv-bot=2019-04-30 03:24:20 InternetArchiveBot }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;jansen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/w/images/7/79/Marchiertor-um-1800.jpg Das Marschiertor um 1800]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadttore von Aachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/46/5.50/N |EW=6/5/13/E |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aachen im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk in Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Aachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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