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	<title>Marschallstab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:44:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marschallstab&amp;diff=198777&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Marschallstab in der Heraldik */ doppelten Link entfernt</title>
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		<updated>2026-02-04T23:02:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Marschallstab in der Heraldik: &lt;/span&gt; doppelten Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HGM Marschallstab von Erzherzog Friedrich von Österreich.jpg|miniatur|Marschallstab von Erzherzog [[Friedrich von Österreich-Teschen|Friedrich von Österreich]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marschallstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird von einem [[Marschall]] als [[Insigne]] seiner [[Würde]] als [[Stock (Stab)|Stab]] geführt und bei [[zeremonie]]llen Anlässen getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Xaintrailles and La Hire2.jpg|mini|250px|Der französische Feldherr [[Étienne de Vignolles]] (Mitte links) mit Marschallstab (Buchmalerei aus dem Vigiles du roi Charles VII von Martial d&amp;#039;Auvergne, 15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Marschall bezeichnet ein hohes Amt an fürstlichen Höfen und war der (militärische und politische) Führer der [[Ritterschaft]] des jeweiligen Fürsten. In der [[Renaissance]] spaltete sich das Amt in militärische Führer, den Leiter des Hofes und den Vorsitzenden der Adelsvertretung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei feierlichen Gelegenheiten trug der [[Hofmarschall]] einen langen Stab als Zeichen seiner Würde und machte bei Hof an der Marschallstafel, einer Nebentafel für die Personen, welche nicht an der fürstlichen Tafel selbst Plätze erhielten, den Wirt. Die Person des Hofmarschalls mit dem langen Stab sieht man heute noch u.&amp;amp;nbsp;a. am englischen Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Marschallstab ([[Kommandostab]]) wurde im Mittelalter ein Würdeabzeichen der höchsten militärischen Befehlshaber. Beim Militär war [[Generalfeldmarschall]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Feldmarschall&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Marschall der Armee&amp;#039;&amp;#039; o. dgl.) der höchste Dienstgrad. Der Marschallstab entwickelte sich aus dem [[Streitkolben]] der [[Ritter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Großadmiralstab]] wurde bei der deutschen [[Kaiserliche Marine|kaiserlichen Marine]] ohne vorherige Tradition dem Marschallstab nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marschallstäbe in verschiedenen Ländern ==&lt;br /&gt;
=== Sparta ===&lt;br /&gt;
Kommandostäbe waren bereits im klassischen Griechenland in Gebrauch. Belegt ist dies etwa für die [[Spartanisches Heer|Armee]] [[Sparta]]s, von der [[Plutarch]] berichtet, dass der [[Strategos|Feldherr]] [[Gylippos]] während der [[Sizilienexpedition|Belagerung von Syrakus]] 414 v. Chr. allein durch seinen Kommandostab und Feldherrnmantel die Wende bewirkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Plutarch&amp;quot;&amp;gt;Plutarch, &amp;#039;&amp;#039;Nikias&amp;#039;&amp;#039;, 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
In der römischen Frühzeit, später auch in der [[Diktatur]] war dem [[König]], [[Praetur|Prätor]], [[Consulat|Konsul]] und zuletzt auch dem [[Römischer Diktator|Diktator]] eine Gruppe von [[Liktor]]en zugeordnet, die die Funktion der Leibwächter ausübten. Ihr Zeichen war das [[Fascis|Liktorenbündel]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;fasces&amp;#039;&amp;#039;). Ursprünglich waren die [[Fascis|Fasces]] einfache Gerten, die als harmlose Schlagwaffe benutzt wurden. Später wurden die Fasces als Rutenbündel mit einer Beilklinge als Hoheitszeichen dem Würdenträger vorangetragen. Diese Fasces wandelten sich über die folgenden Jahrhunderte zu einem bloßen [[Orden und Ehrenzeichen|Ehrenzeichen]]. Der Stock oder Stab findet sich aber als Rangsignatur auch bei [[Centurio]]nen, die neben dem querstehenden Federbusch auf dem Helm die [[Vitae]] führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Marschallstab in sich ging aus der Kriegskeule als Blankwaffe hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiliges Römisches Reich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Arolsen Klebeband 01 399 3.jpg|mini|100px|[[Wallenstein]] mit Marschallstab]]&lt;br /&gt;
Bereits die Feldmarschälle des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] trugen Kommandostäbe, die aber sehr unterschiedlich gearbeitet waren. [[Wallenstein]] wird als erster [[Generalissimus|Generalis]] von um 1634 mit Stab so später dargestellt. [[Eugen von Savoyen|Prinz Eugen]] führte einen Kommandostab, der aus zwei zusammengeschweißten [[Muskete]]nläufen gearbeitet war und viele Durchbrechungen aufwies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Untergang des Heiligen Römischen Reiches (HRR) 1806 wurden keine Reichsgeneralfeldmarschälle mehr ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Generalfeldmarschälle bzw. Feldmarschälle verschiedener Reichsländer des HRR wie [[Kurbrandenburg]] (siehe Bild von [[Alexander von Spaen]], 1691), [[Kurbayern]], [[Kurhannover]], [[Kursachsen]] oder [[Kurpfalz]] trugen einen Stab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preußen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Preussischer Marschallsstab 1895.jpg|mini|Preußischer Marschallstab von 1895]]&lt;br /&gt;
Beim Tode von [[Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington|Arthur Wellesley, Herzog von Wellington]], 1852 führte das [[Königreich Preußen]] den Marschallstab wieder ein. Wellington war ehrenhalber Generalfeldmarschall der [[Preußische Armee|preußischen Armee]]. Vor seiner Beerdigung wurde festgestellt, dass er zwar einen englischen Marschallstab mit ins Grab bekommen sollte, aber – weil nicht vorhanden – keinen preußischen. So wurde im Schnellverfahren ein preußischer Marschallstab gefertigt und mit in das Grab gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der preußische 30&amp;amp;nbsp;cm lange Feldmarschallstab zeigte auf himmelblauem Samt abwechselnd goldene [[Krone Wilhelms II.|Königskronen]] und [[Adler (Wappentier)#Preußischer Adler|heraldische Adler]]. An den Querschnittflächen war der schwarze heraldische königliche Adler auf weißem Grund angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marschallstäbe der anderen deutschen Staaten ähnelten meist den preußischen Stäben dieser Zeit, mit Abweichungen in [[Königreich Bayern|Bayern]] und [[Königreich Württemberg|Württemberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch&amp;quot;&amp;gt;André Stirenberg, André Hüsken: &amp;#039;&amp;#039;Mythos Marschallstab. Der Marschallstab in der preußischen und deutschen Geschichte von 1852 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Interimsfeldmarschallstab ====&lt;br /&gt;
Den Interimsfeldmarschallstab (im täglichen Dienst getragen) gab es nur bei den deutschen Streitkräften. Der Stab war von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] gestiftet worden. Er glich einem Reitstock mit goldener Königskrone am oberen Ende. Mitunter wurden Marschallstäbe besonders angefertigt, so für das 50-jährige Militärjubiläum von König [[Albert (Sachsen)|Albert von Sachsen]] und zum 90. Geburtstag des Feldmarschalls [[Helmuth Karl Bernhard Graf von Moltke|Helmuth von Moltke]] (mit Diamanten besetzte Marschallstäbe der preußischen Ausführung).&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsches Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
Da sich das [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Deutsche Heer]] auf die [[Gliedstaat|Bundesstaaten]] verteilte, wurden im [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreich]] Marschallstäbe wie vor 1871 von den Bundesstaaten verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marschallsstab-2.jpg|mini|Replik: Marschallstab von GFM [[Wolfram von Richthofen|von Richthofen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wehrmacht nach 1935 ===&lt;br /&gt;
Im [[Drittes Reich|„Dritten Reich“]] gab es infolge des aufblühenden systematischen [[Personenkult]]s erstmals einheitliche Marschallstäbe für alle Reichsteile. [[Adolf Hitler]] beförderte 1936 [[Werner von Blomberg]] zum Generalfeldmarschall und verlieh ihm den Marschallstab, der nach 1945 in die USA kam und heute im [[National Museum of American History]] ausgestellt wird. In der Folge wurden unterschiedliche Marschallstäbe für [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] und [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Wehrmacht war es üblich, dass für den täglichen Gebrauch Interimsstäbe genutzt wurden, während die prächtig verzierten Marschallstäbe nur bei besonderen Anlässen wie etwa Paraden und bei der Meldung des verleihenden Staatsoberhaupt Verwendung fanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1983/35/wo-ist-sein-stab &amp;#039;&amp;#039;Dönitz-Erbe: Wo ist sein Stab?&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Die Zeit]] vom 26. August 1983, abgerufen am 4. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Heer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marschallstäbe waren beim [[Heer (Wehrmacht)|Heer]] mit rotem Samt bezogen. Auf den Knäufen war unten das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] und oben der [[Reichsadler|Wehrmachtsadler]] eingelassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlicht1&amp;quot;&amp;gt;Adolf Schlicht, John R. Angolia: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wehrmacht. Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Das Heer.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-01390-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luftwaffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] waren die Stäbe hellblau bezogen. Sie trugen wie beim Heer das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] und den Wehrmachtsadler sowie zusätzlich das [[Balkenkreuz#Balkenkreuz in der Neuzeit|Balkenkreuz]]. Der 49 cm lange Marschallstab von [[Albert Kesselring]] tauchte im Dezember 2010 in einer amerikanischen Auktion auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mercurynews.com/2010/12/12/nazi-baton-fetches-731600/amp/ |titel=Nazi baton fetches $731,600 |abruf=2023-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1980-128-63, Erich Raeder.jpg|mini|120px|Großadmiralstab von [[Erich Raeder]] mit Marschallstab]]&lt;br /&gt;
Seit 1900 führten [[Großadmiral]]e der [[Kriegsmarine|deutschen Marine]] an Stelle des Marschallstabes den [[Großadmiralstab]] und an Stelle des Interimsfeldmarschallstabes den Interimsgroßadmiralstab (ein [[Fernrohr]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Generalfeldmarschälle ohne Marschallstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Generalfeldmarschälle [[Friedrich Paulus]], [[Ferdinand Schörner]] (beide Heer) und [[Robert Ritter von Greim]] (Luftwaffe) erhielten keinen Marschallstab, da Paulus in Stalingrad kurz nach seiner Beförderung in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet, sowie Schörner und von Greim erst 1945 zum Generalfeldmarschall befördert wurden und aufgrund der Kriegsverhältnisse keine Marschallstäbe mehr angefertigt werden konnten. Schörner erhielt noch den Interimsstab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsmarschall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die formale Eigenschaft des ranghöchsten Befehlshabers einer [[Teilstreitkraft]] der [[Wehrmacht]] mit der ansonsten unter dem Oberbefehl Adolf Hitlers militärisch funktionslosen Bezeichnung des [[Reichsmarschall]]s erforderte im nationalsozialistischen Personenkult ein besonderes Ehrenzeichen für den Oberbefehlshaber der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] [[Hermann Göring]]. Dieser verlieh sich zu seiner von ihm selbst betriebenen Beförderung zum Reichsmarschall einen Marschallstab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlicht2&amp;quot;&amp;gt;Adolf Schlicht, John R. Angolia: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Wehrmacht, Uniformierung und Ausrüstung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe.&amp;#039;&amp;#039; Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-613-02001-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Interimsfeldmarschallstab ====&lt;br /&gt;
Der Interimsfeldmarschallstab war für Heer und Luftwaffe gleich und ähnlich dem Preußens. Im Unterschied hatte er aber einen glatten [[Knauf]] sowie eine [[Ananas]] als Abschluss. Er war mit Wehrmachtsadlern verziert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schlicht1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:20070124 sejm detale glownia laska marszalka 1989 1993.jpg|mini|100px|Amtsstab des Sejm-Marschalls]]&lt;br /&gt;
König [[August der Starke]] ernannte als polnischer König August II. (1697–1733) auch königlich polnischen Generalfeldmarschälle, die einen Stab führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Marschall#Marschall von Polen|Marschall von Polen]] führte als Amtszeichen einen sogenannten [[Pusikan]], einen Streitkolben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Präsident des [[Sejm]], der ersten Kammer des polnischen Parlaments, wird als [[Sejmmarschall|Sejm-Marschall]] bezeichnet. Auch er führt einen Marschallstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Britisches Weltreich ===&lt;br /&gt;
In [[Königreich Großbritannien|Großbritannien]] wurden die Marschallstäbe bereits 1736 eingeführt und behielten seitdem ihre Form. Der Stab ist mit rotem Samt bezogen, auf dem [[Wappen Englands|englische Löwen]] aufgelegt sind. Am oberen Ende des Stabes ist ein berittener Ritter aufgesetzt, der einen [[Drache (Mythologie)|Drachen]] tötet, was auf den [[Georg (Heiliger)|heiligen Georg]] zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Marschälle aus [[Heer|Armeen]] der früheren [[Kolonie]]n des [[Britisches Weltreich|Britischen Empires]] erhielten diese Art von Marschallstäben, insbesondere [[Kanada]] und [[Australien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frankreich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Musee-de-lArmee-IMG 1072.jpg|rechts|mini|100px|Details eines französischen Marschallstabes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich erhielten die [[Marschall von Frankreich|Marschälle]] seit dem 18. Jahrhundert den &amp;#039;&amp;#039;Baton fleurdelisé&amp;#039;&amp;#039;, 20 Zoll lang, 1,5 Zoll stark, mit blauem [[Samt]] überzogen und mit [[Fleur-de-Lis|heraldischen Lilien]] belegt. Auf die goldgefassten Enden sind auf einer Seite Name und Rang des Inhabers aufgebracht, auf der anderen das Motto &amp;#039;&amp;#039;Terror belli decus pacis&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;„Schrecken im Krieg, Zierde in Friedenszeiten“&amp;#039;&amp;#039;). Die späteren [[Maréchal d’Empire|kaiserlichen]] und [[Marschall von Frankreich|republikanischen]] Marschallstäbe sind statt mit Lilien mit [[Adler (Wappentier)#Napoleonischer Adler|napoleonischen Adlern]] bzw. [[Stern (Heraldik)|Sternen]] belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate zum Marschallstab ==&lt;br /&gt;
Es wird überliefert, [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] habe die Soldaten mit der Rede motiviert, dass ein jeder einen Marschallstab in der Patronentasche („giberne“) trage. Damit habe er sagen wollen, dass jeder gemeine Soldat die Möglichkeit besitze, ein Kommandierender zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marschallstäbe in Museen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marschallstab Eremitage 2016.jpg|rechts|mini|hochkant|Preußische Marschallstäbe in der [[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]]]]&lt;br /&gt;
Die Marschallstäbe der im folgenden aufgeführten Generalfeldmarschälle befinden sich in Museen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kaiser [[Franz Joseph I.]] von Österreich, preußischer Marschallstab verliehen 1898 ([[Schatzkammer (Wien)|Schatzkammer in Wien]])&lt;br /&gt;
* Kaiser Franz Joseph I. von Österreich, britischer Marschallstab ([[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtliches Museum in Wien]])&lt;br /&gt;
* König [[Wilhelm II. (Württemberg)|Wilhelm II. von Württemberg]] ([[Haus der Geschichte Baden-Württemberg]] – [[Stuttgart]])&lt;br /&gt;
* [[Werner von Blomberg]] ([[National Museum of American History]] – [[Washington, D.C.]], [[Vereinigte Staaten|USA]])&lt;br /&gt;
* [[Maximilian von Weichs|Maximilian Reichsfreiherr von Weichs]] (National Infantry Museum – [[Columbus (Georgia)|Columbus]], USA)&lt;br /&gt;
* [[Günther von Kluge]] ([[Deutsches Panzermuseum Munster|Deutsches Panzermuseum]] – [[Munster]])&lt;br /&gt;
* [[Erwin Rommel]] ([[Festung Reuenthal]], Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Leonhard von Blumenthal]] ([[Stiftung Deutsches Historisches Museum|Deutsches Historisches Museum]], [[Berlin]])&lt;br /&gt;
* [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke]] ([[Staatliches Historisches Museum Moskau]], [[Moskau]])&lt;br /&gt;
* [[Albrecht von Österreich-Teschen]] ([[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]], [[Sankt Petersburg]])&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Österreich-Teschen]] ([[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]], [[Sankt Petersburg]])&lt;br /&gt;
* [[Alfred von Waldersee]] ([[Internationales Maritimes Museum Hamburg]], [[Hamburg]])&lt;br /&gt;
* [[Hermann Göring]] Feldmarschallstab (National Infantry Museum – Columbus, USA)&lt;br /&gt;
* [[Hermann Göring]] Reichsmarschallstab ([[United States Military Academy|West Point Museum]] – [[West Point (New York)|West Point]], USA)&lt;br /&gt;
* [[Rupprecht von Bayern]] ([[Schloss Hohenschwangau|Museum der Bayerischen Könige]] – [[Hohenschwangau]])&lt;br /&gt;
* [[Max von Bock und Polach]] ([[Militärhistorisches Museum der Bundeswehr]], [[Dresden]])&lt;br /&gt;
* [[Thomas Blamey]] ([[Australian War Memorial]] – [[Canberra]], [[Australien]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Großadmiralstäbe in Museen ===&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] (Schatzkammer der Burg Hohenzollern, [[Burg Hohenzollern]])&lt;br /&gt;
* [[Oskar II. (Schweden)|Oskar II.]] ([[Livrustkammaren]], [[Stockholm]])&lt;br /&gt;
* [[Hans von Koester]] ([[Eremitage (Sankt Petersburg)|Eremitage]], [[Sankt Petersburg]])&lt;br /&gt;
* [[Heinrich von Preußen (1862–1929)|Heinrich Prinz von Preußen]] ([[Internationales Maritimes Museum Hamburg]], [[Hamburg]])&lt;br /&gt;
* [[Henning von Holtzendorff]] ([[Internationales Maritimes Museum Hamburg]], [[Hamburg]])&lt;br /&gt;
* [[Karl Dönitz]] (Shropshire Regimental Museum, [[Shrewsbury]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marschallstab in der Heraldik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blason Hermann-Maurice de Saxe (1696-1750) Maréchal de France.svg|mini|Gekreuzte Stäbe hinter dem Wappen [[Moritz von Sachsen (1696–1750)|Moritz‘ von Sachsen]] als [[Maréchal général des camps et armées du roi]]]]&lt;br /&gt;
Der Stab ist in der [[Heraldik]] nicht besonders verbreitet. In und hinter dem [[Wappenschild]] haben nur Militärpersonen oft auch im Adelsstand diese [[gemeine Figur]] verwendet, wenn sie auch im wirklichen Besitz dieses Militärsymbols waren. Dargestellt wird er hinter dem Wappen als [[Andreaskreuz|Schragen]] gekreuzt und der zeigt oft die Zeichen des Originales. Manche Heraldiker rechnen diesen Stab zur [[Armatur (Heraldik)|Armatur]].&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Rundspitzlein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* André Stirenberg, [[André Hüsken]]: &amp;#039;&amp;#039;Mythos Marschallstab. Der Marschallstab in der preußischen und deutschen Geschichte von 1852 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; H. M. Hauschild, Bremen 2004, ISBN 3-89757-252-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Marshal&amp;#039;s batons|Marschallstäbe}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4823336-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärisches Insigne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsinsigne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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