<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marsch_auf_Bozen</id>
	<title>Marsch auf Bozen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marsch_auf_Bozen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marsch_auf_Bozen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T00:01:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marsch_auf_Bozen&amp;diff=2572685&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boor cocoa: Linktext fehlt, Begriff verlinkt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marsch_auf_Bozen&amp;diff=2572685&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-20T09:41:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linktext fehlt, Begriff verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Julius Perathoner.jpg|miniatur|Bronzetafel im Gedenken an [[Julius Perathoner]], ehemals am Eingang des Bozner Rathauses – [[Emil Gurschner]] (1886–1938)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Marsch auf Bozen 1922 Rathaus Bozen 2012.jpg|miniatur|2012 im Bozner Rathaus angebrachte Gedenktafel zur Erinnerung an den faschistischen Überfall vom 2. Okt. 1922]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marsch auf Bozen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vom 1. bis 2. Oktober 1922 war eine gewalttätige politische Aktion [[Italienischer Faschismus|italienischer Faschisten]], die gegen die [[Deutsche Minderheit|deutsche Volksgruppe]] in [[Südtirol]] gerichtet war.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine direkte Folge des Marsches auf [[Bozen]] war die rechtswidrige Absetzung von [[Julius Perathoner]], des letzten deutschen Bürgermeisters der damals noch mehrheitlich deutschsprachigen Stadt Bozen, sowie des italienischen [[Zivilkommissar]]s [[Luigi Credaro]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hannes Obermair]], Sabrina Michielli (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts im Vergleich – Culture della memoria del Novecento a confronto&amp;#039;&amp;#039; (= Hefte zur Bozner Stadtgeschichte. Band 7). Stadtgemeinde Bozen: Bozen 2014. ISBN 978-88-907060-9-7. S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der [[Südtirol|südliche Teil Tirols]] war durch den [[Friedensvertrag von St. Germain|Friedensvertrag von St. Germain-en-Laye]] zwischen den Siegermächten des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] und der [[Republik Österreich]] an [[Italien]] gefallen. Obwohl diese Entscheidung dem [[Selbstbestimmungsrecht der Völker]] entgegenstand, das vom US-amerikanischen Präsidenten [[Woodrow Wilson]] propagiert worden war, annektierte Italien das mehrheitlich von deutschsprachigen Tirolern besiedelte Gebiet zwischen [[Brennerpass]] und [[Salurner Klause]]. Bozen als bedeutendste Stadt des südlichen Tirol spielt seit damals eine Schlüsselrolle in der neueren Geschichte Südtirols.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die italienischen Nationalisten unter [[Ettore Tolomei]] beabsichtigten in Bozen italienische Schulen zu errichten, um die später gewaltsam durchgeführte [[Italianisierung]] vorzubereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. September 1922 richtete die Ortsgruppe der faschistischen Partei eine ultimative Aufforderung an die Bozner Stadtverwaltung, die [[Kaiserin-Elisabeth-Schule]] in der [[Sparkassenstraße (Bozen)|Sparkassenstraße]], damals die größte und modernste Schule der Stadt, für den Unterricht in italienischer Sprache zur Verfügung zu stellen. Außerdem forderten die Faschisten den Rücktritt des Bürgermeisters Julius Perathoner, der sich den faschistischen Forderungen nicht beugen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Stadtverwaltung das Ultimatum ablehnte, marschierten am 1. Oktober 1922 mehrere Hundert Faschisten aus Oberitalien unter Führung von [[Achille Starace]], des späteren Generalsekretärs der [[Partito Nazionale Fascista|faschistischen Partei Italiens]], in Bozen ein und besetzten die Kaiserin-Elisabeth-Schule, die in „Scuola Regina Elena“ umbenannt wurde. Den zum damaligen Zeitpunkt 500 deutschen Schülern wurde der Zutritt verwehrt, die Lehrer und Schuldiener verjagt und die Schule für die wenigen Dutzend italienischen Kinder Bozens besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alto Adige, 10. April 2011: {{Webarchiv | url=http://altoadige.gelocal.it/cronaca/2011/04/10/news/la-dante-compie-100-anni-un-secolo-di-scuola-che-racconta-bolzano-3914613 | archive-is=20120709044947 | text=&amp;#039;&amp;#039;La Dante compie 100 anni Un secolo di scuola che racconta Bolzano&amp;#039;&amp;#039;}}, abgerufen am 9. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schule ist bis heute eine italienischsprachige Schule geblieben und trägt nun den Namen „Scuola Dante Alighieri“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemeinde.bozen.it/cultura_context.jsp?hostmatch=true&amp;amp;area=48&amp;amp;ID_LINK=1476 Schulmuseum Bozen], abgerufen am 9. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sturm auf das Bozner Rathaus wurde nur durch die eilig verfügte Absetzung Bürgermeister Perathoners verhindert. Im [[Vorauseilender Gehorsam|vorauseilenden Gehorsam]] hatte die demokratische Regierung Italiens die Forderungen der Faschisten erfüllt und das Ernennungsdekret Perathoners am 2. Oktober zurückgezogen. Trotzdem besetzten am späten Nachmittag des 2. Oktober die Faschisten das Rathaus, hissten die italienische [[Flagge Italiens|Tricolore]] und verkündeten: &amp;#039;&amp;#039;„Es gibt nur ein Gesetz und das heißt Italien!“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bozner Nachrichten]] vom 4. Oktober 1922, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untätigkeit der italienischen Sicherheitskräfte bestärkte die Faschisten in der Überzeugung, dass bei einem Staatsstreich kaum Widerstand von Seiten des demokratischen Italien zu erwarten wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ettore Tolomei]]: &amp;#039;&amp;#039;Archivio dell&amp;#039;Alto Adige&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 1922, S. 301ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der „Marsch auf Bozen“ gilt Historikern deshalb als Generalprobe für den faschistischen „[[Marsch auf Rom]]“ am 27. Oktober 1922, der zur Machtergreifung [[Benito Mussolini]]s führte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Claus Gatterer]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Kampf gegen Rom. Bürger, Minderheiten und Autonomien in Italien.&amp;#039;&amp;#039; Europa Verlag, Wien u. a. 1968, S. 416.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Wochen später, am 30. Oktober 1922, wurde Mussolini, der Führer der [[Partito Nazionale Fascista|faschistischen Partei Italiens]], von König [[Viktor Emanuel III.]] mit der Regierungsbildung betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem „Marsch auf Bozen“ wurde die demokratische Selbstverwaltung der Stadt Bozens beseitigt. Erst nach 1945 wurden wieder demokratische Gemeinderatswahlen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Oktober 2012 erinnerte die Stadt Bozen erstmals mit einer offiziellen Gedenkfeier an diese Ereignisse, bei der auch eine erklärende Tafel im Inneren des Rathauses angebracht und die ostseitige Passage am Rathausplatz nach Julius Perathoner benannt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Heute-erstmals-offizielle-Gedenkveranstaltung-zu-Julius-Perathoner-und-Marsch-auf-Bozen | wayback=20160304193652 | text=&amp;#039;&amp;#039;Erstmals offizielle Gedenkveranstaltung zu Julius Perathoner und Marsch auf Bozen&amp;#039;&amp;#039;}}, abgerufen am 2. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.kultur.bz.it/index.php?mode=event&amp;amp;evtID=34800&amp;amp;_lang=de | wayback=20151216164051 | text=2. Okt. 1922 – Jul. Perathoner u. der Marsch auf Bozen}}, abgerufen am 2. Oktober 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Claus Gatterer]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Kampf gegen Rom. Bürger, Minderheiten und Autonomien in Italien.&amp;#039;&amp;#039; Europa Verlag, Wien u. a. 1968.&lt;br /&gt;
* [[Josef Fontana]]: &amp;#039;&amp;#039;Unbehagen. Südtirol unter der Zivilverwaltung 1. August 1919–28. Oktober 1922.&amp;#039;&amp;#039; Band 2.1 und 2.2, Athesia, Bozen 2010, ISBN 978-3-7030-0472-8.&lt;br /&gt;
* Stefan Lechner: &amp;#039;&amp;#039;„Die Eroberung der Fremdstämmigen“. Provinzfaschismus in Südtirol (1921–1926)&amp;#039;&amp;#039;. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2005. ISBN 3-7030-0398-7, S. 196–258.&lt;br /&gt;
* Maurizio Ferrandi, [[Hannes Obermair]]: &amp;#039;&amp;#039;Camicie nere in Alto Adige (1921–1928).&amp;#039;&amp;#039; Meran, Edizioni Alphabeta Verlag 2023. ISBN 978-88-7223-419-8, S. 127–167.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faschismus (Italien)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Südtirols]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Bozens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienische Geschichte (Zwischenkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marsch (Veranstaltung)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boor cocoa</name></author>
	</entry>
</feed>