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	<title>Marsch-Araber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:38:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marsch-Araber&amp;diff=95355&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saitham Rebuh am 17. Dezember 2025 um 22:59 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-17T22:59:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Iraqi mudhif interior.jpg|mini|Gästehaus der Ahwaris: &amp;#039;&amp;#039;mudhif&amp;#039;&amp;#039;, aus Schilfrohr gefertigtes [[Tonnendach]]]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marsch-Araber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ahwaris,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich heute noch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maʿdan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|معدان|d=Maʿdān}}, Singular {{arF|معيدي|d=Maʿīdī}}) genannt, sind eine indigene Bevölkerungsgruppe, die das [[Mesopotamien|mesopotamische]] Marschland in der Gegend  des [[Schatt al-Arab]] im Süden des [[Irak]] bewohnt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Swamp dwellers near Basra, Iraq 1.JPG|mini|Eine &amp;#039;&amp;#039;Maʿīdīya&amp;#039;&amp;#039; unterwegs]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Swamp dwellers near Basra, Iraq 4.JPG|mini|hochkant|Blick in ein normales &amp;#039;&amp;#039;mudhif&amp;#039;&amp;#039; 1990]]&lt;br /&gt;
Über die Herkunft der Marsch-Araber gibt es mehrere Theorien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genetische Analysen an den Marsch-Arabern im Südirak zeigen, dass sie überwiegend von alten nahöstlichen Populationen abstammen. Ihre Y-Chromosomen- und mtDNA-Profile weisen praktisch keine Einflüsse aus Indien, Südasien oder Afrika auf, was die Hypothese einer späteren Migration widerlegt und auf eine lange Kontinuität in der Region hindeutet. Neben der Lebensweise und einer Vielzahl kultureller Artefakte, die bis heute überdauert haben, stützt besonders die Häufigkeit bestimmter Y-Haplogruppen wie J1-M267 die Annahme, dass die Marsch-Araber direkte Nachfahren der Sumerer sind, welche als autochthone Bevölkerung im alten [[Mesopotamien]] lebten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=N. Al-Zahery et al. |url=https://bmcecolevol.biomedcentral.com/articles/10.1186/1471-2148-11-288 |titel=In search of the genetic footprints of Sumerians: a survey of Y-chromosome and mtDNA variation in the Marsh Arabs of Iraq |datum=04. Oktober 2011 |sprache=en|abruf=03 April 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Zaid al-Rawi |url=https://www.archaeologynow.org/talks/the-marsh-arabs-project|titel=The Marsh Arab Story: Ancient Cultures, Modern Lives |sprache=en |abruf=03. April 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marsch-Araber bewohnen die [[Marsch (Schwemmland)|Marschen]] und [[Sumpf|Sümpfe]] im Süden des Iraks, das Gebiet um den [[Schatt al-Arab]], den Zusammenfluss von [[Euphrat]] und [[Tigris]], südlich der Stadt [[Amara (Irak)|Amara]] und östlich von [[Nasiriyya]]. Das (einst) fruchtbare Land wird häufig auch als „[[Garten Eden]]“ bezeichnet. Ihre Lebensgrundlage ist der Fischfang, den sie mit [[Schilfrohr|Schilf]]- oder Holzbooten betreiben, die Haltung von [[Wasserbüffel]]n und Reis- bzw. Melonenanbau. Ihre Häuser bauen sie ebenfalls aus Schilf. Große Schilfhäuser, [[Mudhif]] genannt, mit charakteristischen [[Tonnengewölbe]]n werden für Versammlungen, Festlichkeiten oder als Gästehäuser verwendet. Die damit verbundenen traditionellen handwerklichen Fertigkeiten wurden 2023 von der [[UNESCO]] in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ich.unesco.org/en/RL/01950 &amp;#039;&amp;#039;Traditional craft skills and arts of Al-Mudhif building.&amp;#039;&amp;#039;] UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn eines britischen Kolonialbeamten und Buchautor [[Wilfred Thesiger]] hatte die Ma&amp;#039;dan am eindrücklichsten beschrieben, als er in den 1950er Jahren einige Zeit dort lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.prmprints.com/category/9588/thesiger-collection/iraq &amp;#039;&amp;#039;Iraq.&amp;#039;&amp;#039; Pitt Rivers Museum] Fotos von Wilfried Thesiger&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Unter [[Saddam Hussein]]s Regime wurden die Marsch-Araber und ihre Kultur unterdrückt und verfolgt. Ein Grund dafür ist, dass die meisten von ihnen Anhänger der [[Schiiten|schiitischen]] Richtung des [[Islam]] sind. Ein anderer Grund ist, dass sie zahlreiche Traditionen aufrechterhalten, die von der [[Baath-Partei]] als irrational und veraltet angesehen wurden. Zu diesen Riten gehören zum Beispiel die schiitischen Trauerfeiern mit Selbstgeißelung an den Tagen [[Tasua]], [[Aschura]] und im Trauermonat [[Muharram]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Marsh Arabs in a mashoof.jpg|mini|Marsch-Araber in einem traditionellen Boot aus Holzplanken (&amp;#039;&amp;#039;mashuf&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Golfkrieg|1. Golfkriegs]] gegen kurz zuvor gegründete die [[Iran|Islamische Republik Iran]] wurden sie vom Regime Saddam Husseins als Kämpfer zur „Befreiung“ [[Chusistan|Arabistans]] umworben. Nach der Niederlage des Iraks im [[Zweiter Golfkrieg|2. Golfkrieg]] erhoben sich die Marsch-Araber 1991 gegen Saddam Hussein und rechneten dabei mit militärischer Unterstützung durch die Amerikaner. Diese zogen sich jedoch aus dem Irak zurück, sodass regimetreue irakische Truppen den Aufstand [[Operation gegen die Marsch-Araber im Irak|brutal niederschlagen konnten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Binnen weniger Jahre wurden Sümpfe und Flussarme der Siedlungsgebiete der Marsch-Araber systematisch ausgetrocknet, um das Rückzugsgebiet von schiitischen Rebellen zu zerstören. Von den ursprünglich 500.000 Bewohnern des Marschlandes leben nach unterschiedlichen Schätzungen nur noch 20.000–50.000. Der Rest wurde entweder hingerichtet oder vertrieben. In weiten Teile des Gebiets wurden Flora und Fauna zerstört. Der Sturz Saddam Husseins 2003 stellte für die Marsch-Araber eine große Erleichterung dar. Um die ausgetrockneten Gebiete wieder zu fluten, wurden Dämme im Süden des Iraks eingerissen. Bis zu gewissem Grad erholte sich danach die ehemalige Marschlandschaft,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/irak-suempfe-100.html &amp;#039;&amp;#039;Irak: Paradiesische Sümpfe.&amp;#039;&amp;#039;] ARD Weltspiegel vom 9. Februar 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; ist aber nun mit wieder zunehmender Trockenheit konfrontiert, die auf Klimawandel, Ölförderung und den Bau von Staudämmen am Oberlauf der Flüsse in der Türkei zurückzuführen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Delphine Deloget, Sibylle d&amp;#039;Orgeval |url=https://www.arte.tv/de/videos/119016-000-A/irak-das-land-verdurstet/ |titel=Irak: Das Land verdurstet |werk=Arte |datum=2025-06-13 |sprache=de fr |abruf=2025-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt unter den Marschbewohnern Bestrebungen, die alten Traditionen wiedererwachen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilfred Thesiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Brunnen der Wüste&amp;#039;&amp;#039;. Malik, München 2002, ISBN 3-89029-225-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Iraks Garten Eden - Der Sumpf der Hoffnung&amp;#039;&amp;#039; (Dokumentation, Großbritannien 2010)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irak: Das Land verdurstet&amp;#039;&amp;#039; (Dokumentation, Frankreich 2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.meisterdinger.de/irak/irak07.htm Haur al-Hammar], das Sumpfgebiet im Süden des Irak mit Bildern auf den folgenden Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1271649179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie im Irak]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saitham Rebuh</name></author>
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