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	<title>Maroons - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Arabsalam: /* Weblinks */ + NCpedia</title>
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		<updated>2026-02-22T11:39:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; + NCpedia&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Leonard Parkinson, Maroon Leader, Jamaica, 1796.jpg|mini|Leonard Parkinson, Anführer aufständischer Maroons (Jamaica 1796)&amp;lt;ref&amp;gt;Kupferstich aus: &amp;#039;&amp;#039;The Proceedings of the Governor and Assembly of Jamaica, in Regard to the Maroon Negroes. With an Introduction by Bryan Edwards.&amp;#039;&amp;#039; London 1796, Neuauflage Cambridge University Press 2013, ISBN 978-1-108-06553-5&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maroons&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Singular: &amp;#039;&amp;#039;Maroon&amp;#039;&amp;#039;, [[Französische Sprache|französisch]] und [[Niederländische Sprache|niederländisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Marron&amp;#039;&amp;#039;, von [[Spanische Sprache|spanisch]] &amp;#039;&amp;#039;cimarrón&amp;#039;&amp;#039;) werden seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Bevölkerungsgruppen überwiegend afrikanischer Herkunft bezeichnet, die sich der Sklaverei in den britischen, französischen und niederländischen Kolonien Amerikas durch Flucht oder auch aktiven Widerstand entziehen konnten. In den spanischen Kolonien wurde die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cimarrón&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Maroon&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Marron&amp;#039;&amp;#039; sind korrumpierte Formen des spanischen Adjektivs {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;cimarrón&amp;#039;&amp;#039;|de=verwildert, wild, nicht domestiziert}}. Auch wenn die [[Etymologie]] von &amp;#039;&amp;#039;cimarrón&amp;#039;&amp;#039; nicht eindeutig geklärt ist, wird die Ableitung von {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;cima&amp;#039;&amp;#039;|de=Berggipfel}} weitgehend akzeptiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergl. hierzu [https://dle.rae.es/cimarr%C3%B3n?m=form Stichwort &amp;#039;&amp;#039;cimarrón, na&amp;#039;&amp;#039;] in &amp;#039;&amp;#039;rea.es&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 28. April 2023 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wortbedeutungen ===&lt;br /&gt;
Im [[Hispanoamerika|hispanoamerikanischen Sprachraum]] bezieht sich &amp;#039;&amp;#039;cimarrón&amp;#039;&amp;#039; meist auf verwilderte Kulturpflanzen und entlaufene, wild lebende Haustiere oder deren Wildformen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum von dieser Denotation abweichenden rezenten Gebrauch des Wortes in verschiedenen Regionen und Ländern Lateinamerikas siehe [https://www.asale.org/damer/cimarr%C3%B3n ASALE: Diccionario de americanismos] Stichwort &amp;#039;&amp;#039;cimarrón&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 28. April 2023 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Somit charakterisiert der Begriff in seiner Grundbedeutung pflanzliche und tierische Ressourcen, deren Verwertbarkeit für den Menschen durch ihren schwer zugänglichen Lebensraum oder die Wehrhaftigkeit einer Spezies eingeschränkt wird. So wird z.&amp;amp;nbsp;B. das Wildschwein in Spanien als &amp;#039;&amp;#039;jabalí&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dle.rae.es/jabal%C3%AD?m=form DRAE] Stichwort &amp;#039;&amp;#039;jabalí&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 28. April 2023 (spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, in Lateinamerika jedoch als &amp;#039;&amp;#039;cerdo cimarrón&amp;#039;&amp;#039;, also Tiere, die vom verwilderten, im 16. Jahrhundert aus Europa in die Neue Welt eingeführten Hausschweinen (spanisch &amp;#039;&amp;#039;cerdo&amp;#039;&amp;#039;) abstammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutungswandel ===&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung von &amp;#039;&amp;#039;cimarrón&amp;#039;&amp;#039; wurde von den spanischen Eroberern zu Beginn des 16. Jahrhunderts auch auf die „menschlichen Ressourcen“ der Neuen Welt übertragen, zunächst auf die [[Indigene Völker|indigenen Ureinwohner]], die den Spaniern nicht nur als „ungezähmte Wilde“ erschienen, sondern sich deren Herrschaftsansprüchen auch durch Rückzug in schwer zugängliche Regionen oder unter Anwendung von Waffengewalt widersetzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den &amp;#039;&amp;#039;indios cimarrones&amp;#039;&amp;#039; erfuhr die Bezeichnung durch die Anwendung auf Vertreter der menschlichen Spezies eine Bedeutungserweiterung, die einerseits den Aspekt der Flucht aus einem Herrschaftsverhältnis beinhaltete, andererseits aber auch die Bereitschaft eines Geflohenen, die bestehenden Herrschaftsverhältnisse durch Schaffung eigener Siedlungen, durch Koalitionen mit anderen marginalisierten Bevölkerungsgruppen und notfalls auch durch gewaltsamen Widerstand zu verändern. Dieser Sinngehalt wurde im weiteren Verlauf der amerikanischen Kolonisation auch auf flüchtige afrikanische Sklaven (&amp;#039;&amp;#039;negros cimarrones&amp;#039;&amp;#039;) übertragen und fand in der substantivierten Wortform &amp;#039;&amp;#039;cimarrón, m.&amp;#039;&amp;#039; (Plural: &amp;#039;&amp;#039;cimarrones&amp;#039;&amp;#039;) unter Wegfall der ersten Silbe als &amp;#039;&amp;#039;maroon&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;marron&amp;#039;&amp;#039; Eingang in die Sprachen anderer europäischer Kolonialmächte. Bei den Fluchtvorgängen (auch: &amp;#039;&amp;#039;cimarronaje&amp;#039;&amp;#039;) wurde zwischen &amp;#039;&amp;#039;petit marronage&amp;#039;&amp;#039; (Einzelausbrüche) und &amp;#039;&amp;#039;grand marronage&amp;#039;&amp;#039; (Gruppenausbrüche und bandenmäßiges Auftreten) unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rebekka Heil |url=https://www.dh-lehre.gwi.uni-muenchen.de/?p=69723 |titel=Flucht in den Wald |werk=uni-muenchen.de |datum=2018-06-25 |sprache=de |abruf=2023-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cimarronaje und Marronage in den transatlantischen Gebieten ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|2=Im folgenden Abschnitt|1=Die mit Cimarronaje und Marronage verbundenen Phänomene bedürfen einer Erläuterung.}}&lt;br /&gt;
=== Karibik ===&lt;br /&gt;
==== Jamaika ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Maroons preparing to ambush a convoy.jpg|mini|Jamaikanische Maroons im Hinterhalt, Szene aus dem 2. Maroon-Krieg (1795). Aquatinta nach einem Gemälde von F. J. Bourgoin.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Jamaika]] vermischten sich die Maroons mit den [[indigene Völker|indigenen Völkern]] der [[Arawak]]s und der [[Miskito]]s. Die von den Sklavenhändlern für die [[Zuckerrohr]]-Plantagen verschleppten Afrikaner kamen vor allem aus dem heutigen [[Ghana]] und der [[Elfenbeinküste]]. Diese Sklaven sprachen überwiegend [[Akan]], wie die [[Fante (Sprache)|Fante]] und [[Königreich Aschanti|Aschanti]]. Durch ihre gemeinsame Sprache konnten sie Kommunikationslinien zur Vorbereitung der Flucht von den Plantagen unterhalten und Allianzen bilden.&lt;br /&gt;
* Anfang des 18. Jahrhunderts – Vereinigung verschiedener Maroon-Gruppen und Verhandlung mit den [[Königreich Großbritannien|Briten]]&lt;br /&gt;
* 1730 – 1739 – [[Erster Maroon-Krieg]]: Dieser bildete den Höhepunkt des bereits seit 1655 bestehenden Konflikts mit der englischen Kolonialmacht. Er endete 1739 mit einem Friedensvertrag, der den Maroons weitgehende Autonomie zugestand. Zu den Anführern der Maroons gehörten [[Granny Nanny]] und ihr Bruder [[Cudjoe]]. Durch ihre geschickten [[Guerilla]]-Taktiken und Führungsqualitäten konnten sich die Maroons gegenüber den britischen Militärs behaupten und zwangen sie letztlich zu einem Friedensvertrag. Die Jamaikaner machten Granny Nanny in Liedern und Legenden unsterblich. Sie ist die  einzige Frau auf der Liste der Nationalhelden von Jamaika. Außerdem ist die Maroon-Ansiedlung Nanny Town nordöstlich von [[Kingston (Jamaika)|Kingston]] in den [[Blue Mountains (Jamaika)|Blue Mountains]] nach ihr benannt und ihr Abbild ist auf dem 500-[[Jamaika-Dollar]]-Schein verewigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Price |Titel=Maroon societies: rebel slave communities in the Americas |Auflage=1st ed. |Verlag=Anchor Press |Ort=Garden City, N.Y |Datum=1973 |ISBN=978-0-385-06508-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1760 – Aufstand der [[Coromantee]], genannt [[Tacky’s Rebellion]]: Eine Gruppe Maroons unter der Führung von Tacky, der vor seiner Verschleppung aus Afrika Stammeshäuptling gewesen war, drang in der Nacht vor Ostermontag in den Hafen von Port Maria ein und erbeutete Musketen, Schießpulver und Kugeln. Als der Tag anbrach, hatten sich schon Hunderte angeschlossen. Sie zogen ins Landesinnere, zerstörten mehrere Plantagen und töteten deren Besitzer. Die Engländer schickten zwei komplette Kompanien hinter ihnen her, und Tacky wurde schließlich von hinten erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Craton |Titel=Testing the chains: resistance to slavery in the British West Indies |Verlag=Cornell university press |Ort=Ithaca London |Datum=1982 |ISBN=978-0-8014-1252-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Volkszählung vom November 1877 lebten auf Jamaika 226.432 Sklaven, 18.347 Weiße, 9.405 freie Schwarze und 1.326 Maroons, insgesamt 255.510 Menschen&amp;lt;ref&amp;gt; Nicholas Radburn, Guinea Factors, Slave Sales, and the Profits of the Transatlantic Slave Trade in Late Eighteenth-Century Jamaica: The Case of John Tailyour. In: The William and Mary Quarterly 72/2, 2015, Anm. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* 1795 – [[Zweiter Maroon-Krieg]]: Zwei Maroons aus Trelawny Town wurden für einen Diebstahl bestraft und in [[Montego Bay]] von Sklaven ausgepeitscht, was sie als entehrend ansahen. Daraufhin wurde der Ruf nach Rache laut. Der neue Gouverneur von Jamaika, der [[Alexander Lindsay, 6. Earl of Balcarres|Earl of Balcarres]], der Agenten des revolutionären Frankreichs am Werk sah, reagierte mit maßloser Härte, rief das Kriegsrecht aus und entsandte ein Sonderkommando nach [[Trelawny Parish|Trelawny Town]], um die Nachschubbasis der Rebellen zu zerstören. Bei ihrer Ankunft war das gesamte Dorf jedoch schon dem Erdboden gleichgemacht. Auf dem Rückweg  geriet das Sonderkommando in einen Hinterhalt und wurde vollkommen vernichtet. Dies war der Auftakt zum Zweiten Maroon-Krieg. Er sollte fünf Monate dauern. 300 Maroons aus den Bergen hielten einer Übermacht von etwa 1500 europäischen Soldaten und 3000 Milizionären stand. Balcarres musste schließlich einsehen, dass er den Maroons mit rein militärischen Mitteln nicht beikommen konnte, und importierte 100 [[Schweißhund|Bluthunde]] aus Kuba. Als diese Neuigkeit bei den Maroons ankam, brach fast eine Panik aus. Sie hatten zwar bewiesen, dass sie im Cockpit Country einer Übermacht standhalten konnten, gegen diese furchterregenden Tiere jedoch, die sie auch im Busch aufspüren konnten, sahen sie keine Chance. Noch vor dem Eintreffen der Tiere bemühten sich die Maroons um Frieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Michael Sivapragasam |url=https://eprints.soton.ac.uk/423482/1/LIBRARY_COPY_After_The_Treaties_Final.pdf |titel=After the Treaties: A Social, Economic and Demographic History of Maroon Society in Jamaica, 1739-1842 |titelerg=(Dissertation, PDF) |werk=soton.ac.uk |datum=2018-06 |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurden trotz gegenteiliger Versprechen nach [[Nova Scotia]] deportiert&amp;lt;ref&amp;gt;Ruma Chopra, &amp;#039;&amp;#039;Almost Home: Maroons between Slavery and Freedom in Jamaica, Nova Scotia, and Sierra Leone&amp;#039;&amp;#039;. New Haven, Yale University Press 2018https://doi-org.libproxy.ucl.ac.uk/10.12987/9780300235227&amp;lt;/ref&amp;gt; aber wanderten von dort wegen des harten Klimas im folgenden Jahr nach [[Sierra Leone]] aus. Nach dem Ende der Sklaverei im Britischen Reich kehrten einige von ihnen ab 1851 als [[Vertragsarbeiter]] aus Sierra Leone nach Jamaika zurück&amp;lt;ref&amp;gt;Ruma Chopra, &amp;#039;&amp;#039;Almost Home: Maroons between Slavery and Freedom in Jamaica, Nova Scotia, and Sierra Leone&amp;#039;&amp;#039;. New Haven, Yale University Press 2018, 183. https://doi-org.libproxy.ucl.ac.uk/10.12987/9780300235227&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute sind die Maroons auf Jamaika autonom und haben eine eigene Kultur bewahrt. Sie leben hauptsächlich im [[Cockpit Country]], einer schwer zugänglichen [[Karst]]landschaft im Landesinneren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://maroonconnection.blogspot.com/p/brief-history-of-trelawny-town-maroons.html |titel=Maroon Connection: A Brief History of the Trelawny Town Maroons |werk=Maroon Connection |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Accompong]] in den Bergen von [[Saint Elizabeth Parish|Saint Elizabeth]], im Südwesten der Insel hat ca. 600 Einwohner. Am [[6. Januar]] wird hier jährlich ein großes Fest zum Gedenken die Unterzeichnung des [[Friedensvertrag]]es mit den Briten gefeiert. Insgesamt leben etwa 7.000 Maroons in Jamaika.&lt;br /&gt;
Die [[Maroon-Kultur]] in [[Moore Town]] wurde 2008 in die [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit|UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/00053 |titel=Maroon heritage of Moore Town |datum=2008 |abruf=2023-12-25 |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lateinamerika ===&lt;br /&gt;
==== Suriname ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Maroon village, Suriname River, 1955.jpg|mini|Dorf der Maroons am [[Suriname (Fluss)|Suriname]] (1955)]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Surinamische Maroons}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Maroons&amp;#039;&amp;#039; von [[Suriname]] (Schreibweise in der ehemaligen niederländischen Kolonie: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marrons&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind Nachkommen von geflohenen Sklaven. Sie stammen ursprünglich überwiegend aus den heutigen Ländern [[Ghana]], [[Benin]], [[Togo]] und [[Angola]]. Sie lebten und leben nach wie vor Seite an Seite mit den [[indigene Völker Südamerikas|indigenen Einwohnern]] des Landes. Im Landesinneren bilden sie verschiedene Gemeinschaften und sind [[Volksstamm|stammesmäßig]] organisiert. Die beiden größten Gruppen sind die [[Ndyuka]] (auch: Aukaner) und die [[Saramaccaner]] (auch: Saamaka). Die anderen vier Gruppen sind die [[Aluku]] (auch: Boni), die [[Kwinti]], die [[Matawai]] und die [[Paramaccaner]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Price |Titel=The Guiana maroons: a historical and bibliographical introduction |Verlag=Johns Hopkins university press |Ort=Baltimore London |Datum=1976 |Reihe=Johns Hopkins studies in Atlantic history and culture |ISBN=978-0-8018-1840-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung im Jahre 2012 gaben [[Suriname#Bevölkerungsstruktur|117.567 Personen]] (21,7 % der Bevölkerung) an, zu einer dieser Gruppen zu gehören.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistics-suriname.org/de-volkstelling-of-census/ |titel=De Volkstelling of Census |werk=Algemeen Bureau voor de Statistiek in Suriname |sprache=en-US |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kolumbien ====&lt;br /&gt;
Im [[Kolumbien|kolumbianischen]] Dorf &amp;#039;&amp;#039;Palenque de San Basilio&amp;#039;&amp;#039; bei [[Cartagena (Kolumbien)|Cartagena]] sprechen noch heute Maroons eine [[Bantusprache|bantu]]-[[spanische Sprache|spanischen]] [[Kreolsprache]], das [[Palenquero]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Aquiles Escalante |Titel=Palenques in Colombia |Hrsg=Johns Hopkins University Press |Sammelwerk=Maroon Societies: Rebel Slave Communities in the Americas |Ort=Baltimore |Seiten=77–80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brasilien ====&lt;br /&gt;
In [[Brasilien]] leben Maroons („Quilombolas“) heute unter anderem in den Siedlungen [[Quilombo]]s und [[Palmares (Siedlung)|Palmares]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigte Staaten von Amerika ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Great Dismal Swamp-Fugitive Slaves.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Fugitive Slaves in the Dismal Swamp, Virginia&amp;#039;&amp;#039;, von [[David Edward Cronin]], 1888]]&lt;br /&gt;
Maroons sind vor allem aus [[Virginia]], [[North Carolina]] und [[Alabama]] belegt&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Lockley, David Doddington, Maroon and Slave communities in SOUTH CAROLINA before 1865. &amp;#039;&amp;#039;South Carolina Historical Magazine&amp;#039;&amp;#039; 113/2, 2012, 127. Stable URL: https://www.jstor.org/stable/41698100.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Marschland [[Great Dismal Swamp]] von Virginia und North Carolina siedelten die [[Great Dismal Swamp Maroons]] unter schwierigen Verhältnissen. Auch in [[South Carolina]] gab es Maroons&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Johnson, Runaway Slaves and the Slave Communities in South Carolina. &amp;#039;&amp;#039;William and Mary Quarterly&amp;#039;&amp;#039; 3, 1980, 397–428&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gracia Real de Santa Teresa de Mose ([[Fort Mose]]), nördlich von [[St. Augustine (Florida)|St. Augustine]], Florida, wurde 1738 von entflohenen Sklaven aus [[Carolina (Provinz)|Carolina]] in damals spanischem Gebiet gegründet. Es wurde Teil der spanischen Befestigungsanlagen in Florida. Die Kultur der Bewohner war eine Mischung aus spanischen und afrikanischen Elementen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles K. Mills |Titel=Harvest of Barren Regrets: The Army Career of Frederick William Benteen 1834–1898 |Hrsg=University of Nebraska Press |Datum=2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schwarze Seminolen|Schwarzen Seminolen]] waren ein Stamm, der aus entkommenen Sklaven und Angehörigen der lokalen [[Indianer Nordamerikas|indianischen]] Bevölkerung bestand, die als [[Seminolen]] bezeichnet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John K. Mahon |Titel=History of the Second Seminole War 1835-1842 (Revised Edition) |Hrsg=University of Florida Press |Datum=1967}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrika ===&lt;br /&gt;
==== Sierra Leone ====&lt;br /&gt;
Die ersten 538 Maroons siedelten vom jamaikanischen [[Trelawny Parish|Trelawny]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frédéric Régent |Titel=Libres de couleur&amp;amp;nbsp;: Les affranchis et leur descendants en terres d’esclavage XIV&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;–XIX&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;siècle |Verlag=Éditions Tallandier |Ort=Paris |Datum=2023 |ISBN=979-1-02104749-5 |Seiten=287 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Jahr 1800 als befreite Sklaven an die Küste von [[Sierra Leone]] über. Dort lebten bereits 1200&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; schwarze [[Loyalisten]], die 1792 ins Land gekommen waren. Sie fanden ein Zuhause vor allem in der [[Maroon Town]], einem heutigen Stadtteil der Hauptstadt [[Freetown]]. Besonders bekannt ist die [[St. John’s Maroon]], eine nach ihnen benannte Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Volksgruppen in Sierra Leone}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gumbe]]&lt;br /&gt;
* [[Ravanne]]&lt;br /&gt;
* [[Garifuna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* R. C. Dallas: &amp;#039;&amp;#039;Historia de los Cimarrones.&amp;#039;&amp;#039; Havanna 1980&lt;br /&gt;
* E. Kofi Agorsah: &amp;#039;&amp;#039;Archaeology of Maroon heritage in Jamaica&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archaeology of Jamaica&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, 1990, S. 14–19.&lt;br /&gt;
* Richard B. Allen: [https://www.persee.fr/docAsPDF/outre_1631-0438_2002_num_89_336_3985.pdf &amp;#039;&amp;#039;Maroonage and its legacy in Mauritius and in the colonial plantation world.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Outre-mers,&amp;#039;&amp;#039; Band 89, Nr. 336–337, 2002, S. 131–152&lt;br /&gt;
* Chris de Beet: &amp;#039;&amp;#039;De eerste Boni-oorlog, 1765–1778&amp;#039;&amp;#039;. Centrum voor Caraïbische Studies, Instituut voor Culturele Antropologie, Rijksuniversiteit Utrecht 1984.&lt;br /&gt;
* Kathleen Deagan, Darcie MacMahon: &amp;#039;&amp;#039;Fort Mose: Colonial America&amp;#039;s black fortress of freedom&amp;#039;&amp;#039;. University Press of Florida, Gainesville 1995, ISBN 0-8130-1351-8.&lt;br /&gt;
* Sylviane A. Diouf: &amp;#039;&amp;#039;Slavery&amp;#039;s Exiles: The Story of the American Maroons&amp;#039;&amp;#039;. New York University Press, New York 2016, ISBN 978-0-8147-2437-8.&lt;br /&gt;
* Jane Landers: &amp;#039;&amp;#039;Gracia Real de Santa Teresa de Mose. A free black town in Spanish colonial Florida&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Historical Review&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 95 (1990), S. 9–30.&lt;br /&gt;
* Charles E. Orser Jr.: &amp;#039;&amp;#039;The archaeology of the African diaspora&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annual Review of Anthropology&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 27 (1998), S. 63–82.&lt;br /&gt;
* Elizabeth J. Reitz: &amp;#039;&amp;#039;Zooarchaeological analysis of a free African community: Gracia Real de Santa Teresa de Mose&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historical Archaeology&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 28/1 (1994), S. 23–40.&lt;br /&gt;
* Werner Zips: &amp;#039;&amp;#039;Eine afrikanische Gegenmacht in der Karibik&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Lateinamerika Wien&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 40/41 (1991), S. 85–106.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Maroon culture in Suriname}}&lt;br /&gt;
* [http://maroonconnection.blogspot.com/ &amp;#039;&amp;#039;Trans-Atlantic Maroon Connection Project&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* William S. Smith, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.ncpedia.org/maroons Maroons.]&amp;#039;&amp;#039; Eintrag in &amp;#039;&amp;#039;NCpedia&amp;#039;&amp;#039;, 2006, zuletzt aktualisiert im Februar 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Sierra Leone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Gruppe der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnische Gruppe in Amerika als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesellschaft (Karibik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklaverei in Amerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklaverei in Sierra Leone]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklaverei in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maroons| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Rassismus und Kolonialismus)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Arabsalam</name></author>
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