<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marokkanischer_Wall</id>
	<title>Marokkanischer Wall - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Marokkanischer_Wall"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marokkanischer_Wall&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-21T05:07:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marokkanischer_Wall&amp;diff=1638305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LuzulaCalendula am 31. Oktober 2025 um 22:22 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marokkanischer_Wall&amp;diff=1638305&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-31T22:22:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt eine marokkanische Befestigungsanlage. &amp;#039;&amp;#039;Die marokkanische Mauer&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines Buches von [[Otto Graf (Politiker, 1892)|Otto Graf]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Western Sahara location map.svg|mini|hochkant=1.5|Der befestigte Sandwall (gepunktete Linie) verläuft quer durch die Westsahara]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Western sahara walls moroccan map-de.svg|mini|hochkant=1.5|Allein die sandfarbene, außerhalb des „Marokkanischen Walls“ liegende „Freie Zone“ befindet sich nicht unter marokkanischer Kontrolle]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (teilweise mit „marokkanischer Wall“ übersetzt) ist eine rund 2.700 Kilometer lange Grenzbefestigungsanlage in Form eines Sandwalls in der [[Westsahara]], der den von [[Marokko]] kontrollierten Teil des Gebietes von der sogenannten [[Freie Zone (Westsahara)|Freien Zone]] trennt, die weitgehend von den [[Frente Polisario|Polisario-Rebellen]] bzw. der Regierung der international [[Internationale Anerkennung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara|nur teilweise anerkannten]] [[Demokratische Arabische Republik Sahara|Demokratischen Arabischen Republik Sahara]] (DARS) kontrolliert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1980 und 1987&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elisabeth Bäschlin, Mohamed Sidati |Titel=Western Sahara – Territoriality, Border Conceptions and Border Realities |Hrsg=Doris Wastl-Walter |Sammelwerk=The Ashgate Research Companion to Border Studies |Verlag=Routledge |Ort=London/New York |Datum=2011 |ISBN=9780754674061 |Seiten=558}}&amp;lt;/ref&amp;gt; baute Marokko acht Mauerabschnitte durch die Sahara. Auf diese Weise wollte das Königreich verhindern, dass die im Krieg ab 1975 nach [[Algerien]] geflüchteten Angehörigen der [[Sahrauis]] in ihr angestammtes Heimatland zurückkehren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Chinesische Mauer|Chinesischen Mauer]] gilt der Berm als die zweitgrößte Mauer der Welt. Sie ist eine mit rund 100.000 Soldaten der [[Königlich marokkanische Streitkräfte|Marokkanischen Streitkräfte]] hochmilitarisierte Grenzbefestigung. In dem Gebiet des Berm liegen sieben Millionen [[Antipersonenmine]]n. Bis 2019 gab es dadurch rund 1.500 Minenopfer auf beiden Seiten des Walls. Der Unterhalt des Berm kostet hunderttausende US-Dollar täglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gfbv.de/de/zeitschriftfuervielfalt/archiv/314-mauern-ueberwinden-grenzen-unserer-welt/westsahara-konflikt-die-mauer-die-fast-niemand-kennt/ |titel=Westsahara-Konflikt: Die Mauer, die fast niemand kennt |sprache=en-us |abruf=2025-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
„Mit einem weithin minenverseuchten Wall“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |datum=2013-11-06 |werk=Bundeswehr aktuell |url=http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/!ut/p/c4/NYtNC8IwEET_UbYBocSbNQe9emnrpWybpQTzUZKNBfHHmx6cgXd5M_CE2oBvuyLbGNDBAONiz_Mu5t2QwBcXco6ywJInQ34iGzLyB_rjWRdLDMQHmQLbyjUhxyS2mNgdpqRUjbAGxkbqTrbNP_Krrv3tpFul9L17wOb95QdVLF7b/ |titel=Westsahara – Ein Dauerkonflikt in der Wüste |zugriff=2016-06-23 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140316202651/http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/!ut/p/c4/NYtNC8IwEET_UbYBocSbNQe9emnrpWybpQTzUZKNBfHHmx6cgXd5M_CE2oBvuyLbGNDBAONiz_Mu5t2QwBcXco6ywJInQ34iGzLyB_rjWRdLDMQHmQLbyjUhxyS2mNgdpqRUjbAGxkbqTrbNP_Krrv3tpFul9L17wOb95QdVLF7b/ |archiv-datum=2014-03-16 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; soll das Einsickern von Rebellen in die seit 1975 besetzten Gebiete verhindert werden, wodurch die Befestigung der militärisch-politischen Funktion der &amp;#039;&amp;#039;[[Morice-Linie]]&amp;#039;&amp;#039; (Ligne Morice) des französischen [[Algerienkrieg]]es gleichkommt. Von der &amp;#039;&amp;#039;Frente Polisario&amp;#039;&amp;#039; wird der das Land teilende Wall auch als „Mauer der Schande“, in Marokko umgangssprachlich „Hassans Wall“ (nach dem früheren König [[Hassan&amp;amp;nbsp;II.]]) genannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=200%&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Frontera_del_sahara_Polisario_-_ocupado.jpg|Blick von der „Freien Zone“ auf den Wall nördlich von [[Tifariti]]&lt;br /&gt;
 Mahbes.jpeg|Wall südlich von [[Mahbes]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 2500 bis 2700 Kilometer lange Wall reicht von der marokkanisch-[[Mauretanien|mauretanischen]] Küstengrenze im Südwesten bis zum marokkanisch-(saharisch)-[[Algerien|algerisch]]-mauretanischen Dreiländereck im Nordosten des umstrittenen Gebietes. Nördlich anschließend setzt sich der Wall noch einige Hundert Kilometer entlang der marokkanisch-algerischen Grenze fort. Er schließt rund 80 % des Territoriums der Westsahara ein. In den übrigen, als nutzlos betrachteten 20 % ist die marokkanische Armee in der Regel nicht aktiv. [[El Aaiún]] und die meisten Städte bzw. Ortschaften liegen in der marokkanischen Zone, wo über 90 % der etwa 597.000 Einwohner (Schätzung 2019) der Westsahara leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Einwohnerzahl der Westsahara laut United Nations Secretariat, Department of Economic and Social Affairs, Population Division: [https://population.un.org/wpp/DataQuery/ &amp;#039;&amp;#039;World Population Prospects 2019&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 21. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch betrachtet Marokko auch die außerhalb des Walls liegenden und kaum besiedelten Wüstengebiete der „Freien Zone“ (30.000 Einwohner) als sein Territorium und den Wall somit als innermarokkanische Sicherheitslinie, also als eine [[Demarkation (Politik)|Demarkationslinie]]. Die DARS beansprucht ebenfalls das gesamte Gebiet der Westsahara, die Zukunft des durch den Wall geteilten Gebietes hängt weiterhin von einer Einigung der Konfliktparteien unter UNO-Vermittlung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wall ist ein etwa drei Meter hoher, zumeist durch [[Landmine]]n und [[Stacheldraht]] gesicherter Sandwall, nur stellenweise besteht er aus einer Mauer oder Geröll. Rund sieben Millionen Antipersonenminen wurden im Laufe der Zeit beidseitig des Walls gelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.linksnet.de/artikel/48974 |titel=Warten auf Selbstbestimmung {{!}} Linksnet |abruf=2025-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilweise dient Bergland als natürliches Hindernis, stellenweise (besonders in den südlichen Gebieten) wird der Wall aber auch von großen, deutlich höheren [[Wanderdüne]]n überlagert und erodiert. Im Abstand einiger Kilometer (meist 1–3 km) sind jeweils kleine Gruppen von marokkanischen Wachsoldaten in ovalen bis willkürlich gestalteten Lagern stationiert. Etwa alle 10 bis 15&amp;amp;nbsp;km befinden sich größere Hauptlager. Insgesamt sind rund 300 befestigte Stützpunkte sowie zahlreiche Beobachtungspunkte Bestandteil des Systems. Bis zu 170.000 Soldaten tun Dienst in und an der Befestigungsanlage. Die Minenfelder erstrecken sich bis zu fünf Kilometer vor dem Wall. Es handelt sich um die größte aktiv verminte Zone der Welt. Im Hinterland sind hochmobile marokkanische Einheiten stationiert, die bei Durchbrüchen der Polisario sofort deren Einheiten angreifen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=János Besenyő |url=https://www.jstor.org/stable/10.2307/26867918 |titel=Guerrilla Operations in Western Sahara |werk=Connections Vol. 16, No. 3 |hrsg=Partnership for Peace Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes |seiten=41 |abruf=2020-12-18 |format=pdf |sprache=en |kommentar=Sommer 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Radaranlagen können die Streitkräfte Bewegungen registrieren, wenn sich jemand auf weniger als 80 Kilometer dem Berm nähert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit dem Abzug der Kolonialmacht Spanien aus ihrer Kolonie [[Río de Oro]] besetzte das benachbarte Marokko das Gebiet der Westsahara. Der marokkanische Herrscher König Hassan II schickte 1975/76 mehr als 300.000 marokkanische Siedler im sogenannten „Grünen Marsch“ in das Gebiet, um dort zu siedeln und den Anspruch zu manifestieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Begleitet wurde die Aktion durch Angriffe des marokkanischen Militärs. Nachdem es Marokko von 1975 bis 1980 nicht gelungen war, die Polisario zu zerschlagen, gestaltete General [[Ahmed Dlimi]] als neu ernannter Oberbefehlshaber der marokkanischen Truppen in der Westsahara die Strategie grundlegend um.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=János Besenyő |url=https://www.jstor.org/stable/10.2307/26867918 |titel=Guerrilla Operations in Western Sahara |werk=Connections Vol. 16, No. 3 |hrsg=Partnership for Peace Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes |seiten=39–41 |abruf=2020-12-18 |format=pdf |sprache=en |kommentar=Sommer 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben mobileren eigenen Einheiten und der Preisgabe ökonomisch uninteressanter Wüstenregionen war der Berm das wichtigste Element dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1981 und 1987 wurde der Wall in acht Mauerabschnitte durch die Sahara angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Vidalie: [https://www.lexpress.fr/actualite/monde/afrique/la-grande-muraille-du-sahara-mur-de-defense-ou-mur-de-la-honte_1934247.html &amp;#039;&amp;#039;La &amp;quot;Grande Muraille&amp;quot; du Sahara, &amp;quot;mur de défense&amp;quot; ou &amp;quot;mur de la honte&amp;quot;?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[L’Express]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. August 2017, abgerufen am 21. Januar 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Abschnitt wurde 1982 zwischen Smara und der Atlantikküste fertig. In mehreren Bauphasen und militärisch-politischen Entscheidungsstufen wurden seit 1982 immer weitere Gebiete durch den Wall eingeschlossen, bei [[Haousa (Westsahara)|al-Hawza]] ([[Provinz Es Semara]]) gab es zwischenzeitlich eine kleine Lücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Limes Mauretaniae]]&lt;br /&gt;
* [[Bar-Lev-Linie]]&lt;br /&gt;
* [[Libyscher Grenzzaun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Said Saddiki: &amp;#039;&amp;#039;World of Walls: Structure, Roles and Effectiveness of Separation Barriers.&amp;#039;&amp;#039; Open Book Publishers, Cambridge 2017, s.&amp;amp;nbsp;v. Kapitel 5: &amp;#039;&amp;#039;The Wall of Western Sahara&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;97–120, {{DOI|10.11647/OBP.0121}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Moroccan Wall|Marokkanischer Wall}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor= |url=https://www.spiegel.de/politik/moderner-limes-a-36a9a336-0002-0001-0000-000013512876 |titel=Moderner Limes |werk=[[Spiegel Online]] |datum=1985-03-17 |abruf=2022-11-24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Marokko]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in der Westsahara]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenzbefestigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marokkanisch-mauretanische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LuzulaCalendula</name></author>
	</entry>
</feed>