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	<title>Marnes irisées - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:25:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Marnes_iris%C3%A9es&amp;diff=2457973&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alturand: -WL-Link</title>
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		<updated>2024-10-23T17:31:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-WL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|Hinweistext --[[Benutzer:Gretarsson|Gretarsson]] ([[Benutzer Diskussion:Gretarsson|Diskussion]]) 15:11, 27. Aug. 2013 (CEST)}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marnes irisées&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind eine [[Sedimente und Sedimentgesteine|sedimentäre]] [[Formation (Geologie)|Formation]] des östlichen [[Pariser Becken]]s. Sie wurden im [[Keuper|Mittleren Keuper]] abgelagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Marnes irisées (im [[Deutsche Sprache|Deutschen]] [[Bunte Mergel]]) leitet sich ab vom [[Französische Sprache|französischen]] Substantiv &amp;#039;&amp;#039;marne&amp;#039;&amp;#039; (Mergel) und dem Verb &amp;#039;&amp;#039;iriser&amp;#039;&amp;#039; (irisieren, in Regenbogenfarben schillern). Letzteres in seiner Adjektivform spielt auf die sehr bunte Farbgebung des Gesteins an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Marnes irisées stehen im mittleren und oberen Abschnitt des Keuperbandes im östlichen Pariser Becken an. Dieses zieht von [[Faulquemont]] im Norden über [[Morhange]], [[Lunéville]], [[Charmes (Vosges)|Charmes]], [[Vittel]] bis südöstlich von [[Langres]]. Von hier biegt es nach Osten und folgt dem Südrand der Vogesen bis nördlich von [[Héricourt]]. Südlich davon abgesondert finden sich noch Vorkommen am Nordwestrand des französischen Faltenjuras, beispielsweise zwischen [[Poligny (Jura)|Poligny]] und [[Lons-le-Saunier]], am Westrand des [[Bresse-Graben]]s westlich von [[Mâcon]] und im Grundgebirgsaufbruch nördlich von [[Dole]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphie ==&lt;br /&gt;
Die flach liegenden, insgesamt bis zu 235 Meter mächtig werdenden Marnes irisées, französisches Äquivalent der deutschen [[Grabfeld-Formation]], [[Weser-Formation]] und [[Arnstadt-Formation]], legen sich konkordant auf den [[Dolomie limite]] ([[Grenzdolomit]]) der [[Lettenkohle]] (Unterer Keuper). Sie werden ihrerseits diskordant von [[Sandstein]]en der [[Grès rhétiens]] ([[Rhätsandstein]]) überlagert. Die Formation wird in drei Member untergliedert (vom Hangenden zum Liegenden):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marnes irisées supérieures&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marnes irisées moyennes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marnes irisées inférieures&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen die Marnes irisées inférieures und die Marnes irisées moyennes legt sich konkordant der [[Grès à roseaux]] ([[Schilfsandstein]]), zwischen die Marnes irisées moyennes und die Marnes irisées supérieures der [[Dolomie de Beaumont]] und darüber die [[Argiles de Chanville]], ebenfalls konkordant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marnes irisées inférieures ===&lt;br /&gt;
Die feingeschichteten Marnes irisées inférieures, Äquivalent der deutschen [[Grabfeld-Formation]] bzw. des &amp;#039;&amp;#039;Unteren [[Gipskeuper]]s&amp;#039;&amp;#039; erreichen mit bis zu 200 Metern eine recht stattliche Mächtigkeit. Die Sedimente werden als typische Peritidalablagerungen einer [[Sebkha]] angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie setzten sich aus mehreren, sich wiederholenden, buntgefärbten (grauen, graugrünen, roten, ockerfarbenen, violetten) Serien zusammen, deren Mächtigkeiten im Meter- und Dekameterbereich variieren. Diese zyklischen Serien sind sehr weit aushaltend (bestätigt durch Bohrungen). Sie dürften mit den [[Milanković-Zyklen]] korrelierbar sein. Ihre jeweilige Dauer kann aber aufgrund von Schichtlücken und mangelnden Zeitmarken (Fossilien) leider nicht bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese großzyklischen Serien werden ihrerseits von kleineren Untereinheiten – den Elementarzyklen – aufgebaut, deren Mächtigkeit nur wenige Dezimeter erreicht. Ein Elementarzyklus setzt sich aus zwei Abschnitten zusammen – einem Sedimentationsabschnitt des randmarinen Brackwasserbereichs ([[Lagune]]nstadium), gefolgt von einem Abschnitt der Austrocknung des Sediments mit begleitenden, sedimentinternen Kapillaritätseffekten (Sebkhastadium).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Inundationsphase, die sich unter relativ geringer Wasserbedeckung abspielte, sedimentierten nacheinander Siliziklastika ([[Silt]]e und [[Tonstein|Tone]]), tonige [[Dolomit (Gestein)|Dolomite]] und schließlich sehr feinschichtige, helle, sulfathaltige Dolomite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Austrocknungsphase, die örtlich bereits neben der Inundationsphase einhergehen konnte, betraf die höhergelegenen Partien des jeweiligen Ablagerungsraumes und konzentrierte Sulfate und Salze in den tieferen Bereichen. Bei weitergehender Eindampfung kam es schließlich zu (örtlich abbauwürdigen) [[Gips]]- bzw. [[Steinsalz|Salzausscheidungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Sedimentoberfläche bildeten sich [[Trockenriss (Sediment)|Schrumpfungsrisse]]. Die peritidalen Polygonschüsseln im Inneren bogen sich an den Rändern zeltartig auf und es entstanden die so genannten [[Teepee-Struktur]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Trockenfallens konnte stellenweise weiterhin toniges Material abgesetzt werden, welches durch Windeintrag oder Oberflächenablauf akkumuliert worden war. Durch die intensive Verdunstung kam es zu [[Kapillareffekt|kapillar]] bedingtem Aufsteigen des im Sediment eingeschlossenen [[Porenwasser]]s und zum Ausfällen seiner Mineralfracht als Konkretionen (Sulfatknollen). Bei längerem Trockenliegen konnten sich an der Oberfläche [[Boden (Bodenkunde)|Paläoböden]] mit karbonathaltiger Kruste entwickeln ([[Aridisol]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft markiert ein erosiver Kontakt das Einsetzen des nächsten Elementarzyklus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Diagenese und Versenkung ====&lt;br /&gt;
Im Verlauf der [[Diagenese]] [[Rekristallisation|rekristallisierte]] der konkretionäre und krustenförmige Gips zu [[Anhydrit]]. Dies bedingte ein Verdrängen der detritischen Tonminerale und ließ die charakteristische [[Chicken-wire-Struktur]] (Maschengefüge) im zusammenwachsenden Anhydrit entstehen. Eine spätere Anlösung der Sulfatkristalle führte zur Bildung von kammerartigen Hohlräumen. Gelegentlich wurde der ursprüngliche Gips auch [[Pseudomorphose|pseudomorph]] durch Anhydrit ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisch für die Marnes irisées sind ihre [[Pseudomorphose|Steinsalzpseudomorphosen]], die vorwiegend an der Basis von Siltlagen anzutreffen sind. Das kapillar gebildete Steinsalz war beim darauffolgenden Inundationzyklus wieder gelöst und von feinkörnigen Sedimenten ersetzt worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späteren [[Mesozoikum]] wurden die Marnes irisées von bis zu 500 Meter Sediment überdeckt, was einen erheblichen Auflastdruck bewirkte. Noch vorhandenes Porenwasser wurde ausgepresst und verbliebener Gips endgültig in Anhydrit umgewandelt. Durch anschließende Erosion der mesozoischen Auflage kam der Schichtverband langsam wieder an die Oberfläche. Anhydrit ist jedoch unter reduzierten Drucken und unter Einwirkung meteorischer Oberflächenwässer nicht stabil und so bildete sich unter Volumenzunahme erneut Gips. Der Schichtverband wurde hierdurch stellenweise aufgebläht und einzelne Schichtglieder verbogen. Außerdem entstanden unter Dehnung Zerrklüfte im Gesteinsverband, die ebenfalls mit Gips mineralisierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marnes irisées moyennes ===&lt;br /&gt;
Die Marnes irisées moyennes sind eine nur 5 Meter mächtig werdende Lage, die sich zwischen den Grès à roseaux und den Dolomie de Beaumont legt. Die Sedimente sind den Marnes irisées inférieures sehr ähnlich, unterscheiden sich aber durch eine etwas intensivere Farbgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marnes irisées supérieures ===&lt;br /&gt;
Die marnes irisées supérieures werden etwa 30 bis 40 Meter mächtig. Sie besitzen an ihrer Basis zwei [[Dolomit (Gestein)|dolomitische]] Lagen. Diese grauen bis weißen Dolomitmergel sind sehr kompakt und hart und zerfallen beim Anschlagen in kantige Bruchstücke. Die eigentlichen Mergel sind vorwiegend graugrün und violett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Muja 01.jpg|mini|300px|Plateosaurus]]&lt;br /&gt;
In den Marnes irisées supérieures wurden [[Dinosaurier]]reste entdeckt. So fand sich bei [[Poligny (Jura)|Poligny]], [[Lons-le-Saunier]] und an mehreren anderen Fundorten der [[Prosauropoda|prosauropde]] &amp;#039;&amp;#039;[[Plateosaurus|Plateosurus longiceps]]&amp;#039;&amp;#039;. Bei [[Lunéville]] und bei [[Saint-Nicolas-de-Port]] wurden neben Plateosaurus auch Reste von [[Thecodontosaurus]] und Zähne von [[Coelurosauria]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter ==&lt;br /&gt;
Absolutalter für die Marnes irisées sind nicht bekannt. Als unterstes Schichtglied des Mittelkeupers kann ihr aber ein [[Ladinium|endladinisches]] bis [[Karnium|unterkarnisches]] Alter zugewiesen werden. Sie umfasst in etwa den Zeitraum 232,5 bis 228 Millionen Jahre [[Before Present|BP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marnes irisees}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Normandie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Trias]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alturand</name></author>
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